Gefeiert am 5. Februar

Hl. Agatha Jungfrau, Märtyrerin, Nothelferin

Die Geweihte Jungfrau Agatha von Catania (* um 225 in Catania auf Sizilien; † um 250 ebenda) starb wahrscheinlich unter Kaiser Decius zwischen 249 und 251 als Märtyrin. Die Heilige wird oft mit einem offenen Gefäß, in dem ihre abgeschnittenen Brüste liegen, dargestellt, oder auch mit dem Palmzweig als Attribut des Martyriums.

Der Überlieferung nach wurde Agatha auf Sizilien als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Als gottgeweihte Jungfrau lehnte sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters der Sicilia, Quintinianus,[1] ab, da sie die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen gelobt hatte. Weil Agatha ihn zurückwies, ließ sie der Statthalter für einen Monat in ein Freudenhaus verschleppen. Da sie ihn nach dieser Zeit immer noch ablehnte, veranlasste Quintinianus ihre Verurteilung und ließ ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter erschien ihr der Legende nach nachts der heilige Petrus und pflegte ihre Wunden. Als man dies bemerkte, ließ der Statthalter Agatha auf glühende Kohlen legen, wodurch sie starb.

Nach der Überlieferung auf Malta flüchtete sie zunächst nach Malta, wo sie sich für einige Zeit im Bereich der heutigen Stadt Rabat in den Katakomben verbarg, die heute St.-Agatha-Katakomben heißen.

Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der daraufhin zum Stillstand kam.

Agatha liegt in der Kathedrale von Catania begraben und ist die Schutzpatronin der Malteser, der Stadt Catania, der Armen und Hirtinnen, der Glocken- und Erzgießer, der Weber sowie der Goldschmiede. Sie gilt als Helferin bei Brusterkrankungen, Viehseuchen, Erdbeben und Ausbrüchen des Ätna. In den nördlicheren deutschsprachigen Gebieten sowie der Schweiz ist die heilige Agatha die Schutzpatronin der Feuerwehren.

Der Agathakult breitete sich um 500 von Rom her aus. Sie gehört zu den Kanonheiligen, die im Römischen Messkanon genannt werden. Sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche wird der Gedenktag der Heiligen am 5. Februar begangen (gebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender). Der Schleier der heiligen Agatha wird, wie einige andere Reliquien, im Dom von Catania aufbewahrt. Die größte Knochenreliquie, die Schädeldecke, befindet sich im Kloster Kamp.

In vielen Gegenden wird am Gedenktag der hl. Agatha Brot gesegnet (Agathabrot); mancherorts verteilte man Agathazettel, die ebenfalls gesegnet waren.

Quelle: wikipedia Bild: CFM.SCJ Archiv Cairo

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