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Tagesevangelium – 19.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 13,31-33a 34-35

In jener Zeit als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 18. Mai

Hl. Johannes I. Papst und Märtyrer

* um 470 in der Toskana in Italien
† 18. Mai 526 in Ravenna in Italien

Johannes war 523-526 Papst. Man weiß wenig von ihm, aber er war anscheinend bei seiner Wahl bereits alt und gebrechlich. Zu seiner Zeit wurde Italien vom arianischen Ostgotenkönig Theoderich beherrscht. Fast alle Germanenstämme jener Zeit waren Arianer, glaubten also nicht an die Gottheit Christi. Theoderich versuchte, allerdings nicht mit durchschlagendem Erfolg, ein arianisch-germanisches Bündnis als Gegengewicht zum rechtgläubigen Ostrom zu schaffen. Der fränkische Stamm der Merowinger, deren König Chlodwig sich um 498 hatte katholisch taufen lassen, widersetzte sich diesem Bündnis.  In Italien, wo die arianische Oberschicht der Ostgoten in der Minderheit war, verhielt sich Theoderich politisch geschickt, indem er sich in die Religion seiner katholischen Untertanen nicht einmischte, aber auf strikter Trennung beider Lebenswelten bestand und die arianische Seite kräftig förderte.  523 erließ der oströmische Kaiser Justin ein gegen die Arianer gerichtetes Dekret. das sich vor allem gegen die auf Reichsboden siedelnden Westgoten richtete. Da in den Jahren zuvor auch das Verhältnis zwischen den Katholiken Italiens und dem Kaiser wieder enger geworden war, wurde Theoderich nervös und sandte eine Abordnung an den Kaiser, die Papst Johannes gegen seinen Willen anführen musste, um über das Dekret verhandeln zu lassen. Johannes konnte einiges erreichen, doch nicht so viel, wie Theoderich sich erwartet hatte. Zudem war er in Konstantinopel mit allen Ehren empfangen worden. Daher setzte ihn Theoderich, der sich, allerdings zu Unrecht, hintergangen fühlte,  bei seiner Rückkehr in Ravenna fest; dort starb Johannes durch die üble Behandlung schon nach wenigen Tagen. Sein Leib wurde 530 nach Rom überführt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

18.05.2019 – Samstag der 4. Osterwoche

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst

„Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“

Auf diese Weise – in Christus und durch Christus – wird Gott auch in seinem Erbarmen besonders sichtbar, das heißt: jene göttliche Eigenschaft tritt hervor, die schon das Alte Testament – in verschiedenen Bildern und Ausdrucksweisen – als „Erbarmen“ beschrieben hat. Christus gibt der gesamten alttestamentlichen Tradition vom göttlichen Erbarmen eine endgültige Bedeutung. Er spricht nicht nur vom Erbarmen und erklärt es mit Hilfe von Gleichnissen und Parabeln, er ist vor allem selbst eine Verkörperung des Erbarmens, stellt es in seiner Person dar. Er selbst ist in gewissem Sinne das Erbarmen. Für den, der es in ihm sieht – und in ihm findet –, wird Gott in besonderer Weise „sichtbar“ als Vater, „der voll Erbarmen ist“ (Eph 2,4). Die Mentalität von heute scheint sich vielleicht mehr als die der Vergangenheit gegen einen Gott des Erbarmens zu sträuben und neigt dazu, schon die Idee des Erbarmens aus dem Leben und aus den Herzen zu verdrängen. Das Wort und der Begriff „Erbarmen“ scheinen den Menschen zu befremden, der dank eines in der Geschichte vorher nie gekannten wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts Herrscher geworden ist und sich die Erde untertan gemacht und unterjocht hat (vgl. Gen 1,28). Dieses Herrschen über die Erde, das zuweilen einseitig und oberflächlich verstanden wird, scheint für das Erbarmen keinen Raum zu lassen. […] Die Lage der Welt von heute weist nicht nur Umwandlungen auf, die zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft des Menschen auf dieser Erde berechtigen, sondern auch vielfache Bedrohungen, welche über die bisher gekannten weit hinausgehen. […] In Christus geoffenbart, erlaubt uns die Wahrheit über Gott, den „Vater des Erbarmens“ (2 Kor 1,3), ihn dem Menschen besonders nahe zu „sehen“, und zwar vor allem dann, wenn der Mensch leidet, wenn er im Kern seiner Existenz und seiner Würde bedroht ist. Das ist der Grund, warum sich in der heutigen Situation der Kirche und der Welt viele Menschen und viele Gemeinschaften, von einem lebendigen Glaubenssinn geführt, sozusagen spontan an Gottes Erbarmen wenden. Sie werden dazu sicher von Christus selbst gedrängt, der durch seinen Geist in den Herzen der Menschen am Werk ist.

Quelle: Enzyklika „Dives in Misericordia“  30. November 1980 © Libreria Editrice Vaticana

Tagesevangelium – 18.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 14,7-14

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 17. Mai

Hl. Paschalis Baylon – Laienbruder

* 16. Mai 1540 in Torrehermosa in Aragonien in Spanien
† 17. Mai 1592 im Kloster in Villareal (valenzianisch: Vila-real) bei Valencia in Spanien

Paschalis, Sohn armer Eltern und in seinen Jugendjahren als Hirte tätig, trat mit 17 Jahren ins Franziskanerkloster ein und wurde 1564 als Laienbruder in den Franziskanerorden strengster Observanz aufgenommen. Er diente als Pförtner in verschiedenen Klöstern und zeichnete sich in jeglicher Arbeit aus durch größte Buß-Strenge, Armut, Demut, Nächstenliebe und eucharistische Frömmigkeit mit reichen mystischen Erfahrungen. Er starb am Pfingstsonntag – an einem Pfingstsonntag war er auch geboren worden.

An seinem Grab in der Klosterkirche von Villareal (valenzianisch: Vila-real) ereigneten sich zahlreiche Wunder. Im spanischen Bürgerkrieg 1936 wurden seine Gebeine verbrannt.

 

Hl. Walter – Abt in Mondsee

† 17. Mai 1158 in Mondsee in Oberösterreich

Walter wurde nach der Ermordung des Abtes Konrad 1145 zum Abt des Benediktinerklosters in Mondsee ernannt. Seine Tugend wurde zum Vorbild. Walter wurde in der Abteikirche in Mondsee beigesetzt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

17.05.2019 – Freitag der 4. Osterwoche

Katechismus der Katholischen Kirche §§ 257−258, 260

„Niemand kommt zum Vater außer durch mich“

„O seliges Licht, Dreifaltigkeit und Ureinheit!“ Gott ist ewige Glückseligkeit, unsterbliches Leben, nie schwindendes Licht. Gott ist Liebe: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Aus freiem Willen will Gott die Herrlichkeit seines glückseligen Lebens mitteilen. Darin besteht der „gnädige Ratschluss“ (vgl. Eph 1,9), den er in seinem geliebten Sohn schon vor der Erschaffung der Welt gefasst hat. Er hat uns ja „im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus“ (Eph 1,5), das heißt, „an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben“ (Röm 8,29) dank dem „Geist …, der … zu Söhnen macht“ (Röm 8,15). Dieser Plan ist eine „Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten … geschenkt wurde“ (2 Tim 1,9) und unmittelbar aus der trinitarischen Liebe hervorging. Er entfaltet sich im Schöpfungswerk, in der ganzen Heilsgeschichte nach dem Sündenfall, in den Sendungen des Sohnes und des Geistes, die in der Sendung der Kirche weitergeführt werden. Die gesamte göttliche Ökonomie ist das gemeinsame Werk der drei göttlichen Personen. So wie die Dreifaltigkeit ein und dieselbe Natur hat, so hat sie auch nur ein und dasselbe Wirken […] Im Anschluß an das Neue Testament bekennt die Kirche: Es ist „ein Gott und Vater, aus dem alles, ein Herr Jesus Christus, durch den alles, und ein Heiliger Geist, in dem alles“ ist. Vor allem die göttlichen Sendungen der Menschwerdung und der Spendung des Heiligen Geistes lassen die Eigenarten der göttlichen Personen zutage treten. Das letzte Ziel der ganzen göttlichen Ökonomie ist die Aufnahme der Geschöpfe in die vollständige Vereinigung mit der glückseligen Trinität (vgl. Joh 17,21–23). Aber schon jetzt sind wir dazu berufen, eine Wohnstätte der heiligsten Dreifaltigkeit zu sein. Der Herr sagt: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ (Joh 14,23). „O mein Gott, Dreifaltiger, den ich anbete, hilf mir, mich ganz zu vergessen, um in dir begründet zu sein, unbewegt und friedvoll, als weilte meine Seele schon in der Ewigkeit. Nichts vermöge meinen Frieden zu stören, mich herauszulocken aus dir, o mein Wandelloser; jeder Augenblick trage mich tiefer hinein in deines Geheimnisses Grund! Stille meine Seele, bilde deinen Himmel aus ihr, deine geliebte Bleibe und den Ort deiner Ruhe. Nie will ich dort dich alleinlassen, sondern als ganze anwesend sein, ganz wach im Glauben, ganz Anbetung, ganz Hingabe an dein erschaffendes Wirken …“ (sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit, Gebet).

Tagesevangelium – 17.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 14,1-6

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 16. Mai

Nepomuk als Schüler bei den Zisterziensern 

Hl. Johannes Nepomuk – Priester und Märtyrer

 * um 1350 in Pomuk bei Pilsen, dem heutigen Nepomuk bei Plzen in Tschechien
† 20. März 1393 in der Moldau bei Prag in Tschechien

Er stammte aus Nepomuk (ältere Namensform: Pomuk) in Böhmen, studierte in Prag, war seit 1370 Kleriker von Prag und später Generalvikar. Dass er Beichtvater der Königin war und als Opfer des Beichtgeheimnisses starb, ergibt sich aus den zeitgenössischen Dokumenten nicht. Sein grausamer Tod gehört vielmehr in die Geschichte der Streitigkeiten zwischen König Wenzel und dem Erzbischof von Prag. Dass sich der Generalvikar mit einem Rat oder einer Bitte an die Königin ge­wandt hat, kann man vermuten. Sicher ist, dass er einen Günstling des Königs exkommuniziert hat. Er wurde gefoltert und, sterbend oder schon tot, am 20. März 1393 in die Moldau geworfen: Später wurde er im Veitsdom in Prag beigesetzt. Er wurde 1729 heilig gesprochen.

Seliger Vladimir Ghika – Priester und Märtyrer

* 25. Dezember 1873 in Konstantinopel, heute Istanbul, in der Türkei
† 16. Mai 1954 in Jilava bei Bukarest in Rumänien

Vladimirs Großvater Gregorio Ghika X. war der letzte Herrscher des Fürstenhauses, das vom 17.-19. Jahrhundert Moldawien und die Walachei regierte, der Vater war bei Vladimirs Geburt bevollmächtigter Minister beim Sultan von Konstantinopel, seine Mutter die französische Adelige Alessandrina Moret de Blaremberg. Vladimir, der im rumänisch-orthodoxen Glauben aufgewachsen war, studierte zunächst Jura in Toulouse, dann Politik und nebenbei mehrere andere Fächer in Paris. Ab 1898 studierte er in Rom Philosophie und Theologie, konvertierte 1902 zum katholischen Glauben und war dann trotz seines Wunsches, Priester zu werden, auf Anraten von Papst Pius X. als Laienmissionar als einer der Pioniere des Laienapostolats in Rumänien tätig. Dabei widmete er sich auch vielfältigen caritativen Aufgaben und kümmerte sich während der Balkankriege um Kriegsverletzte und Cholerakranke. Während des 1. Weltkrieges war er in diplomatischer Mission tätig und widmete sich gleichzeitig den Erdbebenopfern von Avezzano in Italien, den Patienten des Tuberkulosekrankenhauses in Rom und wiederum den verwundeten Soldaten.

1923 wurde er in Paris zum Priester geweiht, und als erster Priester bekam er die Erlaubnis, auch nach byzantinischem Ritus zu zelebrieren. In der Arbeitervorstadt von Paris, Villejuif, wohnend, setzte er sich Beschimpfungen und tätlichen Angriffen aus. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges war Vladimir Ghika in Frankreich als Seelsorger tätig, kehrte aber nun nach Bukarest zurück als Seelsorger für die römisch-katholische und die griechisch-katholische Gemeinde. Auch während der Bombenangriffe der Aliierten blieb er in der Stadt, um die Armen und Kranken nicht zu verlassen.

1948 begann die Unterdrückung der katholischen Kirche, ihre Unterwerfung unter die staatlich vereinnahmte orthodoxe Kirche und die Verfolgung der katholischen Bischöfe und Priester. Auch Vladimir Ghika wurde mit 79 Jahren gefangen genommen, geschlagen und gefoltert, trotzdem nahm er sich seiner Mitgefangenen an, sprach mit ihnen, betete mit ihnen und nahm ihnen die Beichte ab. Er starb im Gefängnis an den Folgen der Folter.

Der Kernpunkt von Vladimirs Frömmigkeit ist die  „Liturgie des Nächsten“ als Ergänzung der Eucharistie, die er in in einem seiner Werke darlegt: Der Arme sieht Christus in dem zu ihm kommen, der ihm hilft, der Helfer sieht im Armen, über den er sich beugt, den leidenden Christus. So ist Christus auf beiden Seiten, Christus der Retter kommt dem leidenden Christus entgegen, und beide vereinen sich im auferstandenen, glorreichen und segnenden Christus.

Am 31. August 2013 wurde Vladimir Ghika selig gesprochen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 16.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 13,16-20

Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, sprach er zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt. Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwählt habe, aber das Schriftwort muss sich erfüllen: Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen. Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es. Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé