Unglaublich: Wegen Äußerungen über den politischen Islam, die bislang – so zuletzt ein Gericht in München – von der Meinungsfreiheit gedeckt waren, wurde der Islam-Kritiker Michael Stürzenberger in der vergangenen Woche vom Landgericht Hamburg wegen „Volksverhetzung“ verurteilt.
Ich hatte mit Michael Stürzenberger noch telefoniert, als er auf dem Weg nach Hamburg war und er hatte sich sehr zuversichtlich geäußert, dass ihn das Gericht in allen Anklagepunkten freisprechen werde. Doch es kam anders und Stürzenberger will in Berufung gehen. Für ihn gilt: Weiterkämpfen!
Werde mich niemals einschüchtern lassen
„Ich werde mich niemals einschüchtern lassen, werde immer vor dem politischen Islam, dieser gefährlichen Ideologie, warnen. Und auch immer betonen, es geht nicht gegen Menschen, nicht gegen Moslems, vor allem nicht gegen die modern Eingestellten, die auf unserer Seite stehen, die sagen: Da muss was passieren, beim politischen Islam. Aber die Menschen, die hier die Scharia einführen wollen, die aus Deutschland einen islamischen Staat machen wollen, werde ich weiter bekämpfen.“
Die Ausstellung zeigt mit einer breiten Auswahl an Fotografien und historischen Beschreibungen einige der wichtigsten Eucharistischen Wunder (ungefähr 136), die sich im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenen Ländern ereignet haben und von der Kirche anerkannt wurden. Mittels der Ausstellungstafeln (ca.166 im Format 60×80) können die Orte, an denen diese Wunder geschehen sind, «virtuell besucht» werden. Die Ausstellung war bereits Gast in allen 5 Kontinenten, allein in den USA in über 10.000 Pfarreien, darunter auch an den bekanntesten Marienwallfahrtsorten wie Fatima, Lourdes, Guadalupe, um nur einige zu nennen.
Am 1. Oktober 2020 wurde das Grab von Carlo Acutis geöffnet. Gestorben vor 14 Jahren, am 12.10.2006. Seligsprechung am 10. Oktober 2020 in Assisi.
Carlo Acutis (* 3. Mai 1991 in London, England; † 12. Oktober 2006 in Monza, Italien) war Computerexperte und katalogisierte eucharistische Wunder auf der ganzen Welt.
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Carlo Acutis ist der Sohn von Andrea Acutis und Antonia Salzano (* 1966). Die Familie übersiedelten im September 1991 aus beruflichen Gründen nach Mailand. Später weihten die Eltern Carlo der Gottesmutter. Carlo besucht die Grundschule. Man behält ihn als lebhaften und kontaktfreudigen Jungen in Erinnerung. Das Kind empfing am 16. Juni 1998 im Bernaga-Kloster bei Perego die Erstkommunion, betete täglich den Rosenkranz und besuchte ebenfalls täglich die Heilige Messe. 2005 kommt Carlo auf das musische Gymnasium Leo XIII. und machte dort das Abitur.
Carlo interessierte sich für die Programmierung von Computern, Filmmontage, das Erstellen von Websites über Schriften, die er auch redaktionell und im Layout verwaltete, bis hin zum freiwilligen Einsatz für die Bedürftigsten, Kinder und Senioren. Er übernimmt die Aufgabe des Vize-Katecheten für die Firmvorbereitung, engagiert sich in der Entwicklung und Betreuung der Internetseite seiner Pfarrei und der seiner Schule. Seine Computerkenntnisse nutzte er, um eucharistische Wunder auf der ganzen Welt zu katalogisieren.
Seliger Carlo Acutis
Der „Kompass“ für das Leben war nach seinen Worten „das Wort Gottes“, mit „dem wir uns beständig auseinandersetzen müssen“. Das Sakrament der Eucharistie nannte er seine „Autobahn in den Himmel”. Seine Vorbilder waren Franz von Assisi, Francisco und Jacinta Marto, Dominikus Savio, Aloisius von Gonzaga, Tarcisius und Bernadette Soubirous. Es gelang ihm, in nicht immer leichten Umfeldern und gegenüber Menschen anderen Glaubens ein Zeuge des Evangeliums zu sein.
Die Mutter von Carlo erzählt, dass er sich öfter fragte, warum so viele Leute endlos in der Schlange stehen können, um an einer weltlichen Veranstaltung wie einem Rockkonzert teilzunehmen. »Obwohl sie katholisch sind, finden sie andererseits nie die Zeit, auch nur fünf Sekunden in Stille vor dem Tabernakel zu verweilen, in dem Gott ist, dem wir unsere Existenz verdanken.« Die wöchentliche Beichte wird für ihn eine geistliche Übung, in der er jedes Mal einen Vorsatz fasst, um seinen Weg in größerer Freiheit zu gehen: einen Fehler ausmerzen oder eine besondere Tugend vermehren. Er pflegte zu sagen: »Auch der kleinste Fehler hält uns an der Erde fest, so wie Gasluftballons von einem dünnen Faden festgehalten werden.« Er bedient sich eines sehr wahren Bildes: »Der Heißluftballon muss Gewicht abwerfen, um in die Höhe zu steigen, und so muss die Seele, die zu Gott aufsteigen will, auch jene kleinen Gewichte der lässlichen Sünden loswerden.«
Im Oktober 2006 erkrankte Carlo und man stellte akute Leukämie vom Typ »M3« fest, an der er starb. Vor dem Tod brachte er seine Leiden für den Papst und die Kirche dar. Seine Nächstenliebe zu den Armen, den Bettlern, den Obdachlosen, den Ausländern und Ausgegrenzten war heroisch. Er starb am Fest der Virgen del Pilar (Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler), dem 12. Oktober 2006.
Bei seiner Beerdigung erwiesen ihm Dutzende von Bettlern, die er insgeheim unterstützt hatte, die letzte Ehre. Carlo wurde seinem eigenen Wunsch entsprechend auf dem Friedhof von Assisi beigesetzt, wo die Familie ein Haus besaß und er oft den Sommer dort verbrachte. Seine sterblichen Überreste wurden am 6. April 2019 vom Friedhof in das 2017 in der Kirche Santa Maria Maggiore eingerichtete »Heiligtum der Entkleidung (Santuario della Spogliazione)« übertragen. Im Jahre 2010 gebar Carlos Mutter die Zwillinge Francesca und Michele.
Zitate
Zur Muttergottes: »Sie ist die einzige Frau meines Lebens«
„Unser Ziel ist nicht die Endlichkeit, sondern die Unendlichkeit. Die Unendlichkeit ist unsere Heimat. Der Himmel erwartet uns seit jeher“.
»Alle werden als Original geboren, aber viele sterben als Fotokopie.«
»Die Menschen sorgen sich so sehr um die Schönheit ihres Körpers, um die Schönheit ihrer Seele dagegen kümmern sie sich überhaupt nicht«
„Unser Ziel muss das Unendliche sein, nicht das Endliche. Die Ewigkeit ist unsere Heimat. Seit jeher wartet der Himmel auf uns.“
Seligsprechung
Lombardische Bischöfe haben im Jahre 2013 den kanonischen Weg für die Einleitung der Seligsprechung von Carlo Acutis vorgeschlagen. Papst Franziskus erkannte Carlo Acutis am 6. Juli 2018 den heroischen Tugendgrad zu und anerkannte am 21. Februar 2020 ein Wunder, das eine Seligsprechung ermöglicht. Er wird am 10. Oktober 2020 seliggesprochen.
Congrégation des Petites Soeurs de Marie Mère du Rédempteur. Kongregation der kleinen Schwestern von Maria Mutter des Erlösers.
Die vierzig „Kleinen Schwestern von Maria, Mutter des Erlösers“ mit dem Mutterhaus im westfranzösischen Dorf Saint-Aignan-sur-Roe werden von ihrem liberalen Bischof Thierry Scherrer von Laval verfolgt. Das berichtete riposte-catholique.fr
Die Schwestern betreiben vier Altersheime und arbeiteten früher auch im Bischofshaus. Scherrer betrachtete sie als “zu traditionell”. Er ärgerte sich insbesondere darüber, dass die Schwestern bei ihrem Generalkapitel im Jahr 2012 entschieden, zu ihrem alten Habit zurückzukehren.
Scherrer ist wegen einer Zusammenlegung von Altersheimen der Schwestern ein Mitglied im Leitungsgremium des zivilen Trägers der Heime. Er ist kein Experte für das Gebiet, hat aber trotzdem – ohne auf irgendeinen Experten zu hören – Management-Entscheidungen erzwungen. Die Schwestern rebellierten dagegen. Daraufhin ordnete der Bischof eine kanonische Visitation an, deren Ergebnis bereits vorher feststand.
Scherrer hat die Päpstliche Ordenskongregation involviert. Diese hat den leitenden Rat der Schwestern abgesetzt und die Generaloberin sowie die Novizenmeisterin ins Exil geschickt. Drei liberale apostolische Kommissare wurden eingesetzt.
Die Schwestern weigerten sich, die Kommissare zu empfangen und haben gegen die Maßnahmen beim römischen Berufungsgericht Apostolische Signatur rekurriert.
Das tragische Ende einer Tragödie
Die Schwestern der Congrégation des Petites Soeurs de Marie Mère du Rédempteur haben die Unterzeichnung eines Abkommens angekündigt.
Es wird den Konflikt mit Bischof Thierry Scherer von Laval, Frankreich, beenden. Die zivilrechtliche Übereinkunft wurde nach einjährigen Verhandlungen erzielt. Im Mai 2019 entließ der Vatikan 26 Schwestern aus dem Ordensleben.
Die Schwestern betrieben vier Altenheime und dienten einst auch im Haus des Bischofs. Seit Beginn des Konflikts leben sie in einer ihrer Niederlassungen in Arquenay.
Jetzt haben sie sich in der Vereinigung Redemptoris Mater zusammengeschlossen, welche aufgrund des Abkommens Besitzer des Schlosses Castelnau bei Toulouse wird, das bisher der Kongregation gehörte. 26 der „ehemaligen“ Schwestern sind am 7. Oktober 2020 an diesen Ort gezogen.
In der Zwischenzeit ist eine der Schwestern gestorben und zwei sind in die Welt zurückgekehrt.
Nur sechs der ursprünglich 35 Schwestern haben sich entschieden, in der Kongregation zu bleiben. Sie werden in Arquenay wohnen.
Kardinal Zen erhebt schwere Vorwürfe gegen Kardinal Parolin
Bischof emeritus von Hong Kong bezichtigt Staatssekretär des Vatikans öffentlich der Lüge – „Am abstoßendsten ist die Beleidigung des ehrwürdigen Benedikt XVI.“
Kardinal Zen im Jahr 2014 an der Päpstlichen Universität Urbaniana
HONG KONG , 08. Oktober 2020
Überaus deutlich hat Kardinal Joseph Zen neuen Aussagen von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zur Verteidigung des Vatikan-China-Deals widersprochen – insbesondere Parolins Behauptung, Benedikt XVI. hätte dem kontroversen Abkommen zugestimmt.
Der emeritierte Bischof von Hongkong beschuldigt Parolin wörtlich der Lüge – und wirft ihm zudem vor, Papst Franziskus im Umgang mit der Volksrepublik China „manipuliert“ zu haben.
Ihm sei „schlecht geworden“, als er die Rede las, die Kardinal Parolin am 3. Oktober zur Verteidigung des kontroversen Deals hielt, so Zen in einem gestern veröffentlichten Essay.
„Nachdem [Parolin] weder dumm noch ignorant ist“, schreibt Zen wörtlich, bleibe ihm nur der Schluss, dass der Kardinalstaatssekretär „offenen Auges eine Reihe von Lügen erzählt hat“.
„Am abstoßendsten ist die Beleidigung des ehrwürdigen Benedikt XVI., mit der Aussage, dieser habe damals das vor zwei Jahren vom Heiligen Stuhl unterzeichnete Abkommen gebilligt – wohl wissend, dass unser sanftmütiger, gütiger Benedikt sich nicht zu Wort melden wird, um das abzustreiten“, sagte Zen laut einem Bericht der „Catholic News Agency“ (CNA).
Das Abkommen zwischen dem Vatikan und China, das im September 2018 ratifiziert wurde, wird vom Vatikan als ein Versuch beschrieben, der im Untergrund aktiven katholischen Kirche in China – die immer in Gemeinschaft mit Rom geblieben ist – bei der Vereinigung mit der staatlich sanktionierten, von der Kommunistischen Partei direkt kontrollierten, „Chinesischen Patriotisch-Katholischen Vereinigung“ zu helfen.
Mit der Vereinbarung – deren Inhalt geheim ist – hob Papst Franziskus die Exkommunikation sieben unrechtmäßig geweihter, von der KP ausgewählter Bischöfe auf. Darunter befinden sich Kader der Kommunistischen Partei. Die Männer dienen nun als katholische Bischöfe in China.
Kardinal Parolin hatte in seiner Rede vom 3. Oktober bekräftigt, das umstrittene Abkommen erneuern zu wollen. Das „pastorale Ziel“des Abkommens sei, den Ortskirchen zu ermöglichen, sich „der Mission der Verkündigung des Evangeliums widmen können“, so der Kurienkardinal wörtlich.
„Damit der Dialog konsequentere Früchte tragen kann, muss er fortgesetzt werden“, so der Staatssekretär wörtlich bei einer Veranstaltung anlässlich des 150. Jahrestages der Präsenz des Päpstlichen Instituts für Auslandsmissionen (PIME) in China.
In dieser Rede zitierte Parolin unter anderem Aussagen von Papst Benedikt XVI. über die Missionsarbeit in China aus dem Jahr 2007. Darin hatte Benedikt wiederum seinen eigenen Vorgänger mit Blick darauf zitiert, der Vatikan hoffe, einen Dialog mit China zu eröffnen.
Tatsächlich sagte Benedikt jedoch deutlich in seinem Brief an die Katholiken in China im Jahr 2007, dass „eine Fügsamkeit gegenüber [staatlichen Autoritäten] nicht annehmbar [ist], wenn diese sich unrechtmäßig in Angelegenheiten einmischen, die den Glauben und die Disziplin der Kirche betreffen“.
Parolin zitierte in seiner Rede am 3. Oktober 2020 auch Kardinal Giovanni Battista Re, ehemaliger Präfekt der Bischofskongregation. Dieser habe im März behauptet, dass „Papst Benedikt XVI. dem Abkommens-Entwurf zur Ernennung von Bischöfen in China [zustimmte], das erst im Jahr 2018 unterzeichnet werden konnte“.
Diesen Worten Parolins über Aussagen von Kardinal Re widerspricht Zen ebenfalls klar und deutlich. Es sei „sehr lächerlich und beschämend“ für Re, dafür „benutzt“ zu werden, „die Unwahrheiten des Hochwürdigsten Herrn Sekretärs zu unterstützen“.
Zen wirft Parolin vor über Benedikts Haltung zum Abkommens-Entwurf „zu lügen“ – und dessen Nachfolger, Papst Franziskus, zu manipulieren.
„Parolin weiß, dass er lügt, er weiß, dass ich weiß, dass er ein Lügner ist, er weiß, dass ich allen sagen werde, dass er ein Lügner ist – also ist er nicht nur frech, sondern auch dreist„, so Kardinal Zen wörtlich.
Christen in China werden weiterhin von den Behörden verfolgt und schikaniert, sagte Zen, „trotz des Abkommens“.
Dennoch „scheint es, dass der Heilige Stuhl, um das Abkommen zu retten, beide Augen vor all dem Unrecht verschließt, das die Kommunistische Partei dem chinesischen Volk zufügt“, sagte er.
In seiner Rede am 3. Oktober hatte Parolin gesagt, er habe „Anzeichen“ dafür gesehen, dass das Abkommen dazu beitrage, die Katholiken im Untergrund mit den Mitgliedern der Staatskirche zu vereinen. Zudem werde der Deal mit dem Staat der Kirche „definitiv“ helfen, „illegale“ Bischofsweihen in Zukunft zu vermeiden.
Es habe „Missverständnisse“ über das Abkommen gegeben, so Parolin weiter. Der Staatssekretär räumte ein, dass es zwar noch „viele andere Probleme“ gebe, mit denen die Katholiken in China konfrontiert seien. Diese könnten aber nicht alle auf einmal angegangen werden.
„Wir wissen, dass der Weg zur vollständigen Normalisierung noch lang sein wird, wie Benedikt XVI. 2007 voraussagte“, sagte Parolin wörtlich.
Parolin sagte, dass die Vereinbarung „ausschließlich die Ernennung von Bischöfen“ betreffe. Seit der Unterzeichnung des Abkommens im Jahr 2018 habe es zumindest keine weiteren illegalen Weihen gegeben, so der Staatssekretär weiter.
Zen wies dies als eine lohnende Errungenschaft zurück.
„Alles legitime Bischöfe – aber in einer Kirche, die objektiv schismatisch ist, ist das gut? Ist das ein Fortschritt? Wohin führt diese Reise?“
Das Abkommen zwischen dem Vatikan und China gebe Parteifunktionären ein Mitspracherecht bei der Bischofsweihe, erlaube aber auch die Durchsetzung der „Sinisierung“ der Kirche, sagte Zen.
Die Politik der „Sinisierung“, die der chinesische Präsident Xi Jinping 2015 ankündigte, zielt darauf ab, eine chinesische und kommunistische – also letztlich atheistische – Identität bei allen religiösen Praktiken im Land durchzusetzen. Sie beinhaltete die Anweisung an die Kirchen, Bilder der Zehn Gebote zu entfernen und sie durch Sprüche der Vorsitzenden Mao und Xi zu ersetzen.
Diese Gleichschaltung nach kommunistischen Vorgaben – bis hin zum Umschreiben der Bibel und der Zehn Gebote – hat Kardinal Parolin bereits 2019 gelobt und als „Inkulturation“ beschrieben, die – so Parolin wörtlich – sogar „wesentliche Voraussetzung für eine solide Verkündigung des Evangeliums ist“.
Der Kardinalstaatssekretär bezeichnete Sinisierung auch als Vorgang, der „einerseits die Wahrung seiner authentischen Reinheit und Integrität und andererseits seine Darstellung entsprechend der besonderen Erfahrung jedes Volkes und jeder Kultur erfordert“.
„Diese beiden Begriffe, ‚Inkulturation‘ und ‚Sinisierung‘, beziehen sich ohne Verwirrung und ohne Widerspruch aufeinander“, behauptete Parolin 2019.
Dagegen sagte ein chinesischer Hirte, Bischof John Fang Xingyao von Linyi in der Provinz Shandong, im November 2019, dass „die Liebe zum Vaterland größer sein muss als die Liebe zur Kirche, und dass das Gesetz des Landes über dem Kirchenrecht“ stehe.
Die Politik der „Sinisierung“ der Religion der Kommunistischen Partei Chinas „ist nicht das, was wir mit Inkulturation meinen, es ist die Religion der Kommunistischen Partei„, schrieb Zen am 7. Oktober. Die oberste Autorität sei eben die Partei, nicht Gott.
Der Kardinal beschuldigt Parolin auch, Papst Franziskus bezüglich des Abkommens zu manipulieren.
„Man wird mich fragen: Sagen Sie, dass Parolin den Heiligen Vater manipuliert? Ja, ich weiß nicht, warum der Papst sich manipulieren lässt, aber ich habe Beweise dafür, dass er sich manipulieren lässt, und das macht die Kritik am Heiligen Stuhl umso weniger schmerzhaft und abstoßend“, schreibt Zen.
In einem Interview mit CNA im September hatte Zen auch die Internierung von mindestens einer Million muslimischer Uiguren in Xinjiang angesprochen: Das Schweigen des Papstes zu diesen Verbrechen schade der Evangelisierung und Glaubwürdigkeit der Kirche, so der Kardinal.
Wenn einmal in Zukunft das neue China geplant werde, „wird die katholische Kirche vielleicht nicht willkommen sein“, warnte Zen.
Tatsächlich schweigt Papst Franziskus seit dem Abkommen des Vatikans mit China zu dem „schleichenden Genozid“ in Xinjiang ebenso wie anderen Menschenrechtsverletzungen und der Lage in Hongkong.
Unter der gemeinnützigen Vereinstätigkeit wurden offiziell Kulturzentren oder Moscheen betrieben, tatsächlich wurden oftmals Gewerbetätigkeiten ausgeübt, aber nicht gemeldet.
Die Prüfung türkisch-islamischer Vereine in Österreich hat laut Finanzministerium „grobe Verfehlungen“ zutage geführt. Unter der gemeinnützigen Vereinstätigkeit wurden offiziell Kulturzentren oder Moscheen betrieben, tatsächlich wurden oftmals Gewerbetätigkeiten ausgeübt, aber nicht gemeldet. Steuern und Abgaben seien laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) somit nicht korrekt bezahlt worden. Die Finanz rechnet mit Nachforderungen in Millionenhöhe.
„Als Konsequenz haben wir bei 40 Prozent der geprüften Betriebe bereits die Aberkennung der Gemeinnützigkeit aufgrund schwerer Statutenmängel in die Wege geleitet“, sagte Blümel. Normalerweise erfolgen bei 1,5 Prozent der 200 bis 300 pro Jahr kontrollierten Vereinen solche Aberkennungen. Dann droht den Vereinen die volle Steuerpflicht für alle ihre gewerblichen Tätigkeiten.
Wegen des im Islamgesetz festgeschriebenen Verbots der Auslandsfinanzierung wurden im Auftrag des Kultusamtes seit dem ersten Halbjahr 2019 211 Vereine und Körperschaften von insgesamt vier Dachverbänden im türkisch-islamischen Bereich überprüft. Jahrelang sind diese laut Finanzministerium unter dem Titel der Gemeinnützigkeit aufgetreten, um steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen zu können. Eine Vielzahl hatten jedoch nachweislich klare Merkmale von gewerblicher Tätigkeit. Unter der Vereinstätigkeit wurden tatsächlich Gastronomiebetriebe, Veranstaltungswesen, Bestattungswesen oder Bildungseinrichtungen betrieben. So wurden beispielsweise Hochzeiten und Pilgerreisen quasi gewerblich vermittelt und organisiert. Belege und Aufzeichnung dazu gab es nur lückenhaft.
Den Beamten der Finanz ist auch aufgefallen, dass in vielen Statuten der kontrollierten Vereinen immer der gleiche Passus angeführt war, der Kapitalabflüsse von Österreich in Stiftungen in der Türkei ermöglichte. Rechtlich muss aber bei Auflösung des Vereins das vorhandene Kapital in Österreich bleiben. „Wenn hier Konstruktionen gewählt werden, damit Geld aus Österreich ins Ausland abfließen kann, ist das nicht in Ordnung“, sagte Blümel. Aufgrund der Wortgleichheit in den Vereinsstatuten gehen die Ermittler hier von einem bewussten System aus. „All diese Mängel und Ungereimtheiten zeigen, dass die steuerlichen Begünstigungen durch die angebliche Gemeinnützigkeit in vielen Fällen nicht gerechtfertigt waren“, so der Finanzminister.
„Dass türkisch-islamische Vereine in Österreich bewusst Konstruktionen wählen, um an den österreichischen Gesetzen vorbei zu agieren, muss mit der vollen Härte des Gesetzes unterbunden werden“, sagte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP). „Die jetzt aufgedeckten Machenschaften zeigen einmal mehr, wie wichtig das lückenlose Aufdecken dieser Vereinsnetzwerke ist.“