Worte des hl. Pater Pio – 08.07.2018
Ich möchte lieber mit der blanken Klinge erstochen werden, als irgend jemandem Kummer zu bereiten.
Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo
Bewahre, ich bitte, unversehrt diese Ehrfurcht meines Glaubens; und bis zum Scheiden meines Geistes gib mir diese Bekundung meines Wissens, dass ich immer festhalte, was ich in der Glaubensregel bei meiner Wiedergeburt feierlich bekannte, als ich getauft wurde im Vater und Sohn und Heiligen Geist, dich nämlich, unsern Vater, und deinen Sohn zugleich mit dir anzubeten; des Heiligen Geistes würdig zu werden, der aus dir durch deinen Eingeborenen sein Dasein hat! Denn meines Glaubens ist mir vollgültiger Zeuge, der da sagt: „Vater, alles meinige ist dein, und alles deinige ist mein” (Joh 17,10), mein Herr Jesus Christus, der in dir und aus dir und bei dir immerdar als Gott bleibt, der gepriesen ist in der Ewigkeiten Ewigkeit. Amen.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
Worte des hl. Pater Pio – 07.07.2018
Der Feind ist sehr stark, und wenn man alles recht bedenkt, sieht es so aus, als ob er siegen müsse. Weh mir, wer wird mich aus den Klauen eines so starken und mächtigen Feindes retten, der mich Tag und Nacht nicht einen Augenblick loslässt? Sollte es möglich sein, dass der Herr mich fallen lassen wird? Leider hätte ich es verdient, aber kann es wirklich wahr sein, dass meine Schlechtigkeit die Güte des himmlischen Vaters besiegen kann? Niemals, niemals darf das geschehen, mein Vater.
Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo
„Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten“. Da der Bräutigam uns genommen wurde, ist für uns die Zeit der Trauer und des Weinens gekommen. Dieser Bräutigam „ist der schönste unter allen Menschen; Anmut ist ausgegossen über seine Lippen“ (vgl. Ps 44(45),3). Doch hat er unter den Händen seiner Peiniger jeden Glanz, jede Schönheit verloren. Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten (vgl. Jes 53,2.8). Unsere Trauer aber ist berechtigt, wenn wir vor Verlangen brennen, ihn zu sehen. Selig, die vor seinem Leiden sich seiner Gegenwart erfreuen konnten, die ihn fragen konnten, sooft sie es wollten, und die ihm lauschen konnten, wie es sich ziemte […] Wir jedoch, wir sehen jetzt die Erfüllung dessen, was gesagt wurde: „Es werden Tage kommen, in denen ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu sehen; doch ihr werdet ihn nicht sehen“ (Lk 17,22). […] Wer würde nicht mit dem königlichen Propheten sprechen: „Meine Tränen sind mir Brot geworden bei Tag und bei Nacht; man sagt zu mir den ganzen Tag: Wo ist dein Gott?“ (Ps 41(42),4). Wir glauben fest an ihn, der schon zur Rechten des Vaters sitzt, doch solange wir in diesem Leib sind, leben wir in der Fremde, fern vom Herrn (vgl. 2 Kor 5,6), und wir können ihn denen nicht zeigen, die an seiner Existenz zweifeln, die sie womöglich gar leugnen, indem sie sagen: „Wo ist dein Gott?“ […] „Noch eine kurze Zeit“, sprach der Herr zu seinen Jüngern, „dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen“ (Joh 16,19). Jetzt ist die Stunde da, von der er gesagt hat: „Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen […], aber“, fügt er hinzu, „ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude“ (V. 20.22). Die Hoffnung, die uns jener gibt, der treu ist in seinen Verheißungen, lässt uns hier nicht einfach freudlos zurück – bis die überbordende Freude, wenn wir ihm ähnlich sein werden, kommt, weil wir ihn sehen werden, wie er ist (vgl. 1 Joh 3,2) […] „Wenn die Frau gebären soll“, sagt unser Herr, „hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist“ (Joh 16,21). Diese Freude ist es, die kein Mensch uns nehmen kann und die uns überreich zuteil wird, wenn wir aus der gegenwärtigen Situation des Glaubens zum ewigen Licht schreiten. Fasten wir deshalb jetzt und beten wir, denn wir befinden uns noch am Tag der Geburt.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
In jener Zeit kamen die Jünger Johannes‘ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab, und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
Worte des hl. Pater Pio – 06.07.2018
Meine liebe Tochter, übe dich in besonderer Weise in Sanftmut und in der Unterwerfung unter den göttlichen Willen, nicht nur in außergewöhnlichen Dingen, sondern mehr noch in den geringsten Ereignissen, die täglich an dich herankommen. Gib dich mit gelassenem und heiterem Geiste in Gottes Hand, und das nicht nur am Morgen, sondern auch im Verlauf des Tages und am Abend; und wenn du gefehlt haben solltest, sei reumütig, nimm dir vor, es besser zu machen, und dann erhebe dich und gehe deinen Weg weiter.
Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo
Weshalb hat Jesus Matthäus nicht zugleich mit Petrus und Johannes und den übrigen Aposteln berufen? Weil die Berufung der Apostel immer erst dann erfolgte, wenn der Herr wusste, sie würden seinem Ruf auch wirklich Folge leisten. So rief er auch Matthäus erst dann, als er ihn bereit wusste, auf seinen Ruf zu hören. Deshalb hat er auch den hl. Paulus erst nach seiner Auferstehung an sich gezogen (vgl. Apg 9). Er kannte eben die Herzen und sah die verborgenen Gedanken eines jeden. So wusste er, wann jeder von ihnen bereit sein würde, ihm zu folgen. Aus diesem Grund rief Jesus Matthäus nicht schon gleich im Anfang, weil er damals noch nicht zugänglich genug war, sondern erst, nachdem er viele Wunder gewirkt und einen großen Ruf erlangt hatte, und als er wusste, dass er inzwischen bereitwilliger geworden war, seiner Berufung Gehör zu schenken. Auch die Weisheit des Evangelisten verdient Bewunderung; denn er verbirgt sein früheres Leben nicht […] Aber trotz all dem scheute der Herr vor seiner Berufung nicht zurück. Doch was sage ich, er hat sich des Zöllners nicht geschämt; er hat sich ja nicht einmal gescheut, eine Sünderin zu rufen und zu gestatten, dass sie seine Füße küsse und mit ihren Tränen abtrockne (Lk 7,36f.). Gerade deshalb ist ja der Herr gekommen; nicht, um bloß den Körper zu heilen, sondern auch um die Seelenkrankheiten zu beseitigen. Das tat er auch bei dem Gelähmten. Und erst nachdem er klar gezeigt hatte, dass er die Macht habe, Sünden nachzulassen, kam er auch zu Matthäus, damit niemand Ärgernis nähme, wenn sie sähen, dass ein Zöllner in den Kreis seiner Jünger aufgenommen worden sei.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,9-13
In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé