Archiv für den Monat: November 2019

Gefeiert am 12. November

Hl. Josaphat – Erzbischof von Polock und Märtyrer

* 1580 in Wolhynien in der Ukraine
† 12. November 1623 in Witebsk (Viciebsk) in Weißrussland

Josaphat wurde 1580 als Sohn des Stadtrats Kunzewitsch in Wlodzimierz (Wolhynien) geboren. Er kam als Kaufmannsgehilfe nach Wilna, wo er 1604 Basilianermönch wurde und zu der mit Rom unierten ruthenischen Kirche übertrat. 1614 wurde er Klostervorsteher in Wilna, 1617 Koadjutor des Erzbischofs von Polozk und im Jahr darauf sein Nachfolger. Durch sein Werben für die Union mit der römischen Kirche machte er sich bei den Orthodoxen verhasst; sie nannten ihn den „Seelenräuber“. Auf einer Visitationsreise wurde er 1623 von den fanatisierten Schismatikern grausam ums Leben gebracht. Er wurde 1643 selig und 1867 heilig gesprochen.

 

Hl. Ämilian – Priester und Einsiedler

* 473 in Berceo in Spanien
† 12. November 574 in Nordspanien

Millán de la Cogalla lebte fast 40 Jahre lang erst als Einsiedler und Hirte, dann als Abt der Mönchsgruppe, die sich um ihn versammelt hatte, in der Höhle des Distercio-Gebirges. Er wirkte dann als Pfarrer in Vernejo und schließlich als Lehrer, bis er im Alter von über 100 Jahren starb. Schon zu Lebzeiten verbreiteten sich Berichte über zahlreiche von ihm gewirkte Wundertaten.

Nach der Vertreibung der Mauren aus Nordspanien im Jahr 923 ließen sich Mönche an seinem Grab nieder und gründeten das Doppelkloster San Millán de la Cogolla, heute eine der schönsten spanischen Klosteranlagen. 1835 verließen die Benediktiner das Kloster, 1878 übernahmen es Augustinermönche. Ein Künstler aus dem Süden entwarf eine Kirche in maurischem Stil, die 984 geweiht wurde und das Grab von Millán beherbergt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

12.11.2019

Benedikt XVI. Papst von 2005-2013

„Unnütze Sklaven“

Dieses rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem anderen gegenüber, wie armselig dessen Situation im Augenblick auch sein mag. Christus hat den letzten Platz in der Welt – das Kreuz – eingenommen, und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst und hilft uns fortwährend. Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, dass gerade so auch ihm selber geholfen wird und dass es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade. Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen und sich zueignen: „Unnütze Knechte sind wir“ (Lk 17,10). Denn er erkennt, dass er nicht aufgrund eigener Größe oder Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Manchmal kann ihm das Übermaß der Not und die Grenze seines eigenen Tuns Versuchung zur Mutlosigkeit werden. Aber gerade dann wird ihm helfen zu wissen, dass er letzten Endes nur Werkzeug in der Hand des Herrn ist, er wird sich von dem Hochmut befreien, selbst und aus Eigenem die nötige Verbesserung der Welt zustande bringen zu müssen. Er wird in Demut das tun, was ihm möglich ist und in Demut das andere dem Herrn überlassen. Gott regiert die Welt, nicht wir. Wir dienen ihm nur, soweit wir können und er uns die Kraft dazu gibt. Mit dieser Kraft freilich alles zu tun, was wir vermögen, ist der Auftrag, der den rechten Diener Jesu Christi gleichsam immerfort in Bewegung hält: „Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14).

Quelle: Enzyklika „Deus caritas est“ vom 25. Dezember 2005 © Libreria Editrice Vaticana

Tagesevangelium – 12.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 17,7-10

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Islamischer Rassismus und das Blut des Ungläubigen

Das islamische Rechtssystem „Scharia“ unterscheidet stark zwischen dem Blut des Muslims und dem Blut des Ungläubigen (Kafir). Das muslimische Blut wird als wertvoll und unantastbar angesehen. Wer es vergießt, wird mit dem Tod bestraft, dahingegen wird die Tötung eines Nichtmuslims durch einen Muslim gar oder nur mit einer geringen Strafe geahndet. In seiner Koranexegese zur Sure 4.94 schreibt Al Qutubi: „Wenn der Muslim einem Kafir begegnet, der nicht in einem Schutzvertrag (mit dem Islam) steht, so darf er den Kafir töten. Spricht der Kafir aber das Bekenntnis „La ilaha ila llah“ (kein Gott außer Allah), so darf er nicht getötet werden, da er durch das islamische Glaubensbekenntnis im Islam Schutz für sich, für seinen Besitz und für seine Familie findet. Tötet der Muslim ihn danach (nachdem er Muslim geworden ist), so wird der Muslim mit dem Tod bestraft, anderenfalls nicht“. In der hanbalitischen Rechtsschule gilt: „Die Tötung eines kämpfenden Kafirs darf nicht bestraft werden. Ebenso fordert seine Tötung weder ein Sühneopfer noch die Zahlung von Blutgeld, denn seine Tötung ist erlaubt und gleicht der Tötung eines Schweins, weil Allah in Surat Al Tauba (Sure 9) befohlen hat die Ungläubigen zu töten“(Shareh Al Muqnee 8/263). Der Ausdruck „der Kämpfende oder militante Kafir“ arabisch „Al Kafir Al Harbi,, umschließt nicht nur der Schwerttragende, sondern ebenso jeden, der die Lehre des Islams durch seine Haltung oder sein Wort bekämpft. Dieser wird als Schwein angesehen und auch wie eins behandelt.

Gefeiert am 11. November

Hl. Martin – Bischof von Tours

* 316 in Sabaria, heute Szombathely in Ungarn
† 8. November 397 in Candes, heute Candes-Saint-Martin bei Tours in Frankreich

Martin wurde um 316 in Sabaria, dem heutigen Steinamanger in Ungarn, geboren. Mit fünfzehn Jahren wurde er in die Gardereiterei eingereiht und wenig später in den Westen versetzt. Am Stadttor von Amiens teilte er seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler; in der Nacht darauf erschien ihm Christus, mit dem abgeschnittenen Mantelstück bekleidet. Mit achtzehn Jahren ließ sich Martin taufen, diente aber noch bis 356 in der kaiserlichen Garde. Nach seinem Ab­schied vom Heer (in der Nähe von Worms) ging er zum Bischof Hilarius von Poitiers, der ihn in die pannonische Heimat zurückschickte. ­Um 360 traf er wieder mit Hilarius zusammen. 361 gründete er Ligugé, das erste Kloster Galliens. 371 wurde er Bischof von Tours, 375 gründete er das Kloster Marmoutier an der Loire, das zu einem Mittelpunkt monastischer Kultur wurde und als Missionsseminar bezeichnet werden kann. Unermüdlich widmete er sich der Glaubenspredigt in den noch weithin heidnischen Gebieten. Er starb am 8. November 397 und wurde am 11. November in Tours begraben. Sein Grab wurde zum Nationalheiligtum der Franken. Martin ist der erste Nichtmärtyrer, der in der abendländischen Kirche als Heiliger verehrt wurde.

Nichts anderes als Christus

Sulpicius Severus, der das Leben des hl. Martin schrieb, berichtet: „Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboss fallen lässt, so betete Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat … In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“

 

Ruine der Klosterkirche Heisterbach

Hl. Heinrich von Heisterbach – Abt in Heisterbach, Mystiker

* 1180
† 11. November 1242 im Kloster Heisterbach in Nordrhein-Westfalen

Heinrich war Zisterzienser.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

11.11.2019

Hl. Cyprian (200-258) Bischof von Karthago und Märtyrer

„Die Liebe“, sagt er, „ist hochherzig …, alles glaubt sie, alles hofft sie, alles erträgt sie“ (1 Kor 13,4–5.7). Er zeigte, dass sie [die Liebe] nur deshalb fest ausharren könne, weil sie alles zu ertragen verstehe. Und an einer anderen Stelle sagt er: „… indem ihr einander ertragt in Liebe, indem ihr so recht bestrebt seid, die Einheit des Geistes in der Verbindung des Friedens zu erhalten“ (Eph 4,2–3). Er legte dar, dass weder die Einheit noch der Friede erhalten werden könne, wenn nicht die Brüder einander in gegenseitiger Duldung entgegenkämen und das Band der Eintracht mit Hilfe der Geduld bewahrten. Und ferner, dass du nicht schwörst und fluchst, dass du das dir Abgenommene nicht zurückforderst, dass du dem, der dich schlägt, auch die andere Wange darreichst, wenn du einen Backenstreich erhalten hast, dass du dem Bruder, der sich an dir versündigt, nicht nur siebzigmal siebenmal, sondern überhaupt alle seine Verfehlungen verzeihst, dass du deine Feinde liebst, dass du für deine Widersacher und Verfolger Fürbitte einlegst (vgl. Mt 5), wirst du all das über dich bringen können ohne zähe Geduld und Ausdauer? Das sehen wir aber erfüllt in Stephanus, der bei seinem gewaltsamen Tod durch die Steine der Juden nicht um Rache für sich, sondern um Verzeihung für seine Mörder flehte mit den Worten: „Herr, rechne ihnen nicht diese Sünde an!“ (Apg 7,60).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 11.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 17,1-6

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet. Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt. Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm. Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben. Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Warnung vor „Synodalem Weg“

Pater Stefan Pfluger FSSPX

Kirchenkrise: Mit dem „Synodalen Weg“ tritt die katholische Kirche in eine neue Phase katastrophaler Reformen ein. Statt der Rückbesinnung auf die Tradition und den Kern des katholischen Glaubens, entfernt sich die Kirche weiter von ihren Wurzeln. Pater Stefan Pfluger, der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., warnt daher vor der unheilvollen Allianz mit dem „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ sowie einem deutschen Schisma.

Das kirchliche Leben ist – nicht nur in Deutschland – in einer tiefen Krise. Innerhalb von nur einem Jahr sind die Kirchenaustritte um 29 Prozent in die Höhe geschnellt. Gleichzeitig sind innerkirchliche Traditionsbrüche unübersehbar und haben schwere Folgen. Der geplante „Synodale Weg“ ist dafür ein anschauliches Beispiel. Besonders verhängnisvoll für das Ergebnis dieses synodalen Prozesses ist die Beteiligung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Dieses hat zur Bedingung seiner Teilnahme gemacht, dass Mehrheitsbeschlüsse der Synode in Folge bindend seien – und das, obwohl es weder ein Organ der Kirche noch eine repräsentative Vertretung der katholischen Laien in Deutschland ist. Auf der Agenda des ZdK stehen zahlreiche Punkte, die sich mit der katholischen Lehre nicht vereinbaren lassen: unter anderem Zugang für Frauen zu allen kirchlichen Ämtern und ein Ende der traditionellen katholischen Sexualmoral. Trotzdem haben sich die deutschen Bischöfe ohne Gegenstimmen und mit nur vier Enthaltungen dafür entschieden, diesen synodalen Prozess ausgerechnet mit dem ZdK zu beschreiten. „Ist das ZdK mit seinen extremen Forderungen erfolgreich, droht tatsächlich ein deutsches Schisma“, befürchtet Pater Stefan Pfluger und mahnt mit den Worten des Gründers der Piusbruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre: „Wenn man die Kirche retten will, muss man zu den wahren Quellen des Glaubens zurückkehren.“

Quelle: fsspx.de Bild: minileague16.rssing (Screenshot)

Gefeiert am 10. November

Hl. Leo der Große – Papst und Kirchenlehrer

* um 400 in der Toskana in Italien
† 10. November 461 in Rom

Leo, der erste Papst mit dem Beinamen „der Große“, stammte wahrscheinlich aus der Toskana. 440 zum Papst gewählt, war er ein hervorragender Verfechter der Vorrangstellung des römischen Papstes als Nachfolgers des hl. Petrus. Er griff in die Glaubenskämpfe seiner Zeit ein, lehnte die monophysitische Irrlehre ebenso ab wie die nestorianische (Frage der Einheit der Person Christi und der Zweiheit sei­ner Naturen). Berühmt ist sein „dogmatischer Brief“ an den Bischof Flavian von Konstantinopel (449). Er rettete Rom und Italien vor den Hunnen, indem er dem Hunnenkönig Attila bis nach Mantua entgegenreiste und ihn zur Umkehr bewog. Als Geiserich mit seinen Vandalen heranrückte, konnte Leo die Stadt Rom wenigstens vor Mord und Brand bewahren. Briefe und Predigten, die von Papst Leo erhalten sind, erweisen ihn als sicheren Theologen und als Meister der Sprache, aber auch als Mann von einer tiefen, gemütbetonten Frömmigkeit. Er starb am 10. November 461 in Rom.

„Beim großen und letzten Gericht wird bei den einen ihre freigebige Güte, bei den anderen ihr liebloser Geiz so wichtig genommen, dass jene wegen der einen guten Eigenschaft in das Himmelreich eingehen, so als hätten sie alle Tugenden im reichsten Maß, während die anderen wegen des einen Fehlers dem ewigen Feuer überantwortet werden, so als würden sie alle Laster in sich vereinen.“ (Leo d. Gr., Predigt)

 

Hl. Andreas Avellino – Priester, Mönch, Missionar, Ordensgeneral

* 1521 in Castronuovo auf Sizilien in Italien
† 10. November 1608 in Neapel in Italien

Andreas – mit Geburtsname Lancelotto – studierte Philosophie in Venedig und Jura in Neapel und wurde mit 23 Jahren zum Priester geweiht. Ob seiner vorbildhaften Disziplin berief ihn der Bischof von Neapel als Reformer seines herunter gekommenen Priesterkonvents. Verärgerte Priester verletzten ihn eines Nachts; zur Pflege ins Theatinerhospital gebracht, entschloss er sich 1556, in diesen neuen Orden einzutreten. Zehn Jahre lang war er als Vorsteher der Novizen im Orden tätig, bis er 1566 zum Ordensgeneral ernannt wurde, als der er zahlreiche neue Niederlassungen gründete. Er starb durch einen Schlaganfall zu Beginn einer Messe.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria