Monsignore Camille Perl – Kanonikus am Petersdom

Zum Gedenken an unseren langjährigen guten Freund Monsignore Camille Perl.

De die autem illo vel hora, nemo scit, neque angeli in caelo neque Filius, nisi Pater.  Videte, vigilate, et orate; nescitis enim quando tempus sit. Requiem Aeternam dona eis, Domine! Et lux perpetua luceat eis! Requiescant in pace. Amen.

Camille Perl (* 13. Oktober 1938 in MamerLuxemburg; † 21. Juli 2018 in der Vatikanstadt) war ein luxemburgischer römisch-katholischer Priester und Vizepräsident der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei.

Camille Perl trat in jungen Jahren in den Benediktinerorden ein und studierte Liturgiewissenschaften. Er trat aus dem Orden wieder aus, um Weltpriester zu werden und war zunächst Pfarrer der Luxemburger Stadtteile Neudorf und Clausen, bevor er 1985 von seinem Bischof nach Rom an die Gottesdienst- und Sakramentenkongregation unter Paul Augustin Kardinal Mayer entsandt wurde. Bei Gründung der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei im Jahr 1988 durch Papst Johannes Paul II. wurde Kardinal Mayer zum ersten Präsidenten und Msgr. Perl zum ersten Sekretär dieser Kommission ernannt, die für die Kontakte zu katholischen Traditionalisten und Belange des tridentinischen Ritus zuständig ist. In dieser Funktion bemühte sich Msgr. Perl um die Aussöhnung mit der von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X.

Für Papst Benedikt XVI., dessen enger Vertrauter und Berater er war, war er an der Erarbeitung des Päpstlichen Schreibens Summorum Pontificum zur allgemeinen Freigabe der tridentinischen Messe beteiligt. Aufgrund seiner Verdienste wurde Msgr. Camille Perl am 13. März 2008 für die Dauer von fünf Jahren zum Vizepräsidenten der Kommission Ecclesia Dei, ein eigens für ihn neugeschaffenes Amt, ernannt. Infolge der Umstrukturierung der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei wurde Camille Perl jedoch bereits am 8. Juli 2009 in den Ruhestand versetzt. Zuletzt war er Kanonikus an St. Peter im Vatikan.

Bild: Screens.

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