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14.08.2018 – Dienstag der 19. Woche im Jahreskreis

Hl. Clemens von Alexandrien (150-um 215)

„So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht“

Wir alle werden von der Schrift Kinder genannt, ja auch wir, die wir Christus nachgefolgt sind, werden sinnbildlich als Unmündige bezeichnet […] wenn wir den richtigen Gedankengang einhalten wollen, ist es an der Zeit, auch zu sagen, wer unser Erzieher ist; er heißt Jesus. Manchmal nun nennt er sich einen Hirten und sagt: „Ich bin der gute Hirt“ (Joh 10,11.14), womit in Form einer Übertragung von den die Schafe leitenden Hirten der die Kinder leitende Erzieher gemeint ist, der fürsorgende Hirte der Unmündigen; denn einfältig sind die Unmündigen, die sinnbildlich als Schafe bezeichnet werden. Und „es wird“, so heißt es, „nur eine Herde und einen Hirten geben“ (vgl. Joh 10,16). Erzieher ist also natürlich der Logos, der uns Kinder zum Heil führt. Aufs deutlichste hat ja der Logos durch Hosea von sich selbst gesagt: „Ich bin euer Erzieher“ (vgl. 5,2 LXX). Erziehung ist die Gottesfurcht, die ein Unterricht in der Verehrung Gottes und eine Unterweisung zur Erkenntnis der Wahrheit und eine richtige, zum Himmel emporführende Leitung ist. […] wie der Steuermann das Schiff lenkt mit dem Vorsatz, die Mitfahrenden am Leben zu erhalten, so führt auch der Erzieher die Kinder zu einer heilsamen Lebensweise in liebevoller Fürsorge für uns […] Unser Erzieher ist der heilige Gott Jesus, der die ganze Menschheit leitende Logos; ja der die Menschen liebende Gott selbst ist Erzieher. […] Es sagt […] der Heilige Geist von ihm: „Er versorgte das Volk in der Wüste mit dem Nötigen, im Durst der Hitze, im wasserlosen Land; er umgab es und erzog es und bewahrte es wie einen Augapfel; wie ein Adler sein Nest beschützt und Sehnsucht hat nach seinen Jungen; er breitet seine Flügel aus und nimmt sie zu sich und trägt sie auf seinem Rücken. Der Herr allein führte sie, und nicht war mit ihnen ein anderer Gott“ (vgl. Dt 32,10-12).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 14.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 18,1-5.10.12-14

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters. Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?
Und wenn er es findet – amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren-geht.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 13.08.2018

Worte des hl. Pater Pio – 13.08.2018

Was ist Glück, wenn nicht der Besitz jeglicher Art von Gut, das den Menschen ganz und gar zufrieden macht? Gibt es aber auf dieser Erde jemanden, der wirklich vollkommen glücklich ist? Nein, sicher nicht. Der Mensch wäre es gewesen, wenn er seinem Gott treu geblieben wäre. Da der Mensch aber voller Fehler, d.h. voller Sünden ist, kann er niemals vollkommen glücklich sein. Das Glück findet man deshalb nur im Himmel: dort gibt es keine Gefahr, Gott zu verlieren, keine Leiden, keinen Tod, sondern nur ewig währendes Leben mit Jesus Christus.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

13.08.2018 – Montag der 19. Woche im Jahreskreis

Hl. Ambrosius (um 340-397) Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

„Die Söhne sind frei“

Als Christus die Welt mit Gott versöhnte, brauchte Er diese Versöhnung für sich selbst sicher nicht. Für welche seiner Sünden hätte Er denn Gott besänftigen müssen, Er, der keine Sünde hatte? Deshalb sagte Jesus, als die Juden von Ihm die vom Gesetz geforderte Doppeldrachme verlangten, zu Petrus: „Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten?“ Als Petrus antwortete: „Von den anderen!“, sagte Jesus zu ihm: „Also sind die Söhne frei. Damit wir aber bei ihnen keinen Anstoß erregen, geh an den See, wirf die Angel aus und den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib ihnen als Steuer für mich und für dich.“ Dadurch zeigt uns Jesus, dass Er nicht für persönliche Sünden Sühne leisten musste, weil Er nicht Sklave der Sünde, sondern, als Sohn Gottes, frei von jeder Schuld war. Der Sohn war frei, und der Sklave war im Zustand der Sünde. Da Jesus von allem frei war, zahlt er auch nichts für den Freikauf seiner Seele, Er, dessen Blut vollauf Genugtuung leisten konnte für die Sünden der ganzen Welt. Er, der selber keine Schuld hat, hat das Recht, die Anderen freizusetzen. Ich gehe aber noch weiter. Christus ist nicht der Einzige, der für die Erlösung oder Freisetzung von persönlicher Schuld nichts zu bezahlen hat. Wenn du die Gesamtheit der Gläubigen ins Auge fasst, so kannst du sagen, dass keiner von ihnen für seine eigene Entsühnung Bußgeld zahlen muss; denn Christus hat für die Erlösung aller gebüßt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 13.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 17,22-27

In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig. Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht? Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten? Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei.
Damit wir aber bei niemand Anstoß erregen, geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul, und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib den Männern als Steuer für mich und für dich.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

12.08.2018 – 19. Sonntag im Jahreskreis

Hl. Faustyna Kowalska (1905-1938)

Tagebuch, Hauteville/Schweiz 1993, § 1393

„Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben“

Jesus, Wonne meiner Seele, Brot der Engel,

Mein ganzes Wesen tauche ich in das Deine.

Ich lebe Dein göttlich’Leben – wie im Himmel,

Es bleibt mir erhalten, auch wenn ich verscheide.

 

Eucharistischer Jesus, unsterblicher Gott,

Du bist stets bei mir – in meines Herzens Mitte.

In Deiner heil’gen Nähe schreckt mich nicht der Tod,

Bald darf ich Dich schauen – Du erfüllst meine Bitte.

 

Von Deinem göttlichen Leben durchdrungen,

Schaue ich zum offenen Himmel hinauf.

Beschämt ist der Tod, umsonst gedungen,

Göttliches Leben füllt meine Seele aus.

 

Weil nun Dein heiliger Wille so ist,

Dass der Tod meinen Leib berührt,

Geht mein Wunsch dahin, dass es bald geschieht,

Weil ich dann ewig bei Dir bin.

 

Eucharistischer Jesus, Leben meiner Seele,

Du hast mich erhoben zu ewigen Höhen,

Durch Leiden und Sterben in furchtbaren Wehen.

 

Tagesevangelium – 12.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 6,41-51

In jener Zeit murrten die Juden gegen Jesus, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?
Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht! Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé