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Hl. Pater Pio – 11.08.2018

Worte des hl. Pater Pio – 11.08.2018

Wenn wir mit Geduld die Schwächen der anderen ertragen müssen, um so mehr müssen wir uns selbst ertragen. Bei deinen täglichen Treuebrüchen zeige Demut, Demut und immer wieder Demut. Wenn Jesus dich dann ganz erniedrigt sieht, wird Er selbst dir die Hand reichen und dich an Sein Herz ziehen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

11.08.2018 – Samstag der 18. Woche im Jahreskreis

Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350) Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer

„Stärke unseren Glauben!“ (Lk 17,5)

„Glaube“ ist ein einziges Wort, bedeutet aber zweierlei. Es gibt einen dogmatischen Glauben. Derselbe ist Zustimmung der Seele zu irgendetwas. Er rettet die Seele; denn der Herr sagt: „Wer meine Worte hört und an den glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht“ (Joh 5,24) […] Es gibt aber auch noch einen Glauben anderer Art, ich meine das Gnadengeschenk Christi. „Dem einen wird nämlich durch den Geist Weisheitsrede gegeben, einem anderen Erkenntnisrede nach demselben Geist, wieder einem anderen Glaube in dem gleichen Geist, wieder einem anderen Heilungsgaben“ (1 Kor 12,8-9). Dieser Glaube, der durch den Hl. Geist als Gnadengeschenk verliehen wird, ist also nicht nur ein dogmatischer, er wirkt auch Übermenschliches. Wer den Glauben letzterer Art hat, wird zu diesem Berge sagen: „Gehe von hier dorthin, und er wird fortgehen“ (Mt 17,19; Mk 11,23). Wenn jemand gläubig so spricht im Vertrauen, es werde geschehen, ohne im Herzen zu zweifeln, dann erhält er die Gnade. Bezüglich dieser Art des Glaubens heißt es: „Wenn euer Glaube ist wie ein Senfkörnlein“ (Mt 17,19). Wie nämlich das Senfkörnlein klein ist an Gestalt, aber seiner Kraft nach wirkt wie das Feuer, und wie, wenngleich der Same in kleinem Raum ruht, die Äste doch weit um sich greifen, so dass, wenn der Same sich entwickelt hat, sogar die Vögel Schatten finden können, so wirkt der Glaube in der Seele die größten Wunder, und zwar in einem Augenblick. Sie macht sich, durch den Glauben erleuchtet, eine Vorstellung von Gott und schaut Gott, soweit es möglich ist; sie durchwandert die Grenzgebiete der Welt, und schon vor Abschluss dieser Zeit sieht sie das Gericht und die Austeilung der verheißenen Belohnungen. Du brauchst den Glauben, bei dem es auf dich ankommt, den Glauben an Gott, damit du den Glauben erhältst, den Gott gibt und der Übermenschliches wirkt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 11.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 17,14-20

In jener Zeit trat ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Immer wieder fällt er ins Feuer oder ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Dann drohte Jesus dem Dämon. Der Dämon verließ den Jungen, und der Junge war von diesem Augenblick an geheilt. Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er antwortete: Weil euer Glaube so klein ist. Amen, das sage ich euch: Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 10.08.2018

Worte des hl. Pater Pio – 10.08.2018

In dieser Welt hat niemand von uns irgendeinen Verdienst. Es ist der Herr, der uns wohlgesonnen ist, und es ist Seine unendliche Güte, die uns alles gewährt, weil sie alles vergibt.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

10.08.2018 – Fest des Hl. Laurentius

Hl. Augustinus (354-430) Bischof von Hippo und Kirchenlehrer

„Wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein“

Euer Glaube erkennt das Weizenkorn, das in die Erde gefallen ist, meine Brüder, dieses Korn, das der Tod vervielfacht hat. Euer Glaube erkennt Ihn, weil Er in euren Herzen wohnt. Kein Christ wird zögern, daran zu glauben, was Christus von Sich Selbst sagt. Doch wenn das eine Weizenkorn einmal gestorben ist und sich vervielfacht hat, dann sind viele Körner in die Erde ausgesät worden. Der hl. Laurentius ist eines davon und wir feiern heute den Tag, an dem er ausgesät wurde. Wir sehen, welch unglaubliche Ernte hervorgegangen ist aus allen diesen Körnern, die auf der ganzen Erde verstreut sind. Und dieser Anblick erfüllt uns mit großer Freude, wenn wir durch die Gnade Gottes in seine Scheune gehören. Denn nicht alles, was geerntet wird, wird auch in die Scheune eingebracht: Derselbe Regen, der nützlich und fruchtbar ist, lässt die guten Körner und das Kraut wachsen. Doch man bringt nicht beides in die Scheune ein. An uns ist es, jetzt zu wählen […] Hört also, ihr geheiligten Körner, denn ich zweifle nicht daran, dass sich hier eine große Zahl befindet […] Hört mich an oder hört vielmehr in mir Den an, der sich zuerst das gute Weizenkorn genannt hat. Liebt nicht euer Leben in dieser Welt. Wenn ihr euch wirklich liebt, dann liebt euer Leben nicht auf solche Art, denn dann werdet ihr es retten […] „Wer sein Leben liebt, verliert es“. Das gute Weizenkorn ist es, das dies sagt, das Korn, das in die Erde ausgesät wurde und gestorben ist, um viele Frucht zu bringen. Hört es an, da es das, was es sagt, auch getan hat. Es belehrt uns und zeigt uns den Weg durch Sein Beispiel. Christus hing nicht am Leben dieser Welt. Er ist in diese Welt gekommen, um Sich Selbst zu entäußern, um Sein Leben hinzugeben und es wieder zu nehmen, so wie Er es möchte […] Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch, der Mensch ohne Sünde, um die Sünde der Welt hinweg-zunehmen, bekleidet mit Macht, die so groß ist, dass Er wirklich sagen konnte: „Ich habe die Macht gegeben, mein Leben hinzugeben, und ich habe die Macht, es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin“ (vgl. Joh 10,18).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 10.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 12,24-26

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 09.08.2018

Worte des hl. Pater Pio – 09.08.2018

Die wahre Demut des Herzens ist jene tief empfundene, gelebte und nicht die nach außen hin gezeigte. Man muss sich vor Gott immer demütigen, aber nicht mit jener falschen Demut, die nur zur Mutlosigkeit führt und Kummer und Verzweiflung hervorruft. Wir müssen von uns selbst eine geringe Meinung haben, uns für geringer halten als die anderen, die eigenen Interessen nicht vor jene der anderen stellen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

09.08.2018 – Donnerstag der 18. Woche im Jahreskreis

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst

Drei Heilige, Mitpatroninnen Europas

Europa steht schon unter dem himmlischen Schutz dreier großer Heiliger: Benedikt von Nursia, der Begründer des westlichen Mönchtums, und die Brüder Cyrillus und Methodios, die Apostel der Slawen. Diesen hervorragenden Zeugen Christi wollte ich ebenso viele Frauengestalten zur Seite stellen, auch um die bedeutende Rolle hervorzuheben, welche die Frauen in der Geschichte der Kirche und der Gesellschaft des Kontinents bis heute gespielt haben und weiterhin spielen. Schon seit Beginn ihrer Geschichte hat die Kirche, obwohl sie von den Kulturen, in denen sie lebte, beeinflußt war, die volle geistige Würde der Frau anerkannt, angefangen mit der einzigartigen Berufung und Sendung Mariens, der Mutter des Erlösers. Wie der Römische Kanon bezeugt, haben sich die Christen seit Beginn an Frauen gewandt wie Felicitas, Perpetua, Agatha, Lucia, Agnes, Cäcilia, Anastasia, und zwar mit einer Inbrunst, die nicht weniger stark war als die gegenüber den Heiligen. Die drei Heiligen, die zu Mitpatroninnen Europas erhoben wurden, sind alle auf besondere Weise mit der Geschichte des Kontinentes verbunden. Edith Stein, die aus einer jüdischen Familie stammte, gab ihre glänzende Karriere als Wissenschaftlerin auf und wurde Karmelitin mit dem Namen Teresia Benedicta vom Kreuz. Sie starb im Konzentrationslager von Auschwitz und ist ein Symbol für die dramatischen Ereignisse im Europa dieses Jahrhunderts. Die hll. Birgitta von Schweden und Katharina von Siena, die beide im 14. Jahrhundert lebten, haben unermüdlich für die Kirche gearbeitet, deren Schicksal in ganz Europa ihnen sehr am Herzen lag… Alle drei bezeugen auf wunderbare Weise die Verbindung von Kontemplation und Aktion. Ihr Leben und ihr Werk bezeugen mit großer Beredtheit die Kraft des auferstandenen Christus, der lebt in seiner Kirche: die Kraft großzügiger Liebe zu Gott und den Menschen, die Kraft wahrer, moralischer und gesellschaftlicher Erneuerung. In diesen neuen Patroninnen, die im Blickpunkt sowohl des Übernatürlichen als auch des Menschlichen so reich an Gaben sind, können die Christen und die kirchlichen Gemeinschaften jeder Konfession Inspiration finden, wie auch die Bürger und die Staaten Europas, die sich auf der Suche nach der Wahrheit und dem gemeinsamen Wohlergehen aufrichtig einsetzen.

Quelle: Predigt zur Eröffnung der zweiten Sonderversammlung der Bischofssynode für Europa am 01.10.1999 © Libreria Editrice Vaticana