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Tagesevangelium – 03.07.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 20,24-29

Thomas, genannt Didymus – Zwilling-, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 02.07.2018

Worte des hl. Pater Pio – 02.07.2018

Gib mir und bewahre mir jenen lebendigen Glauben, der mich einzig aus Liebe zu Dir handeln lässt. Siehe, dies ist die höchste Gabe, die ich Dir anbiete. Zusammen mit den Heiligen Drei Königen werfe ich mich zu Deinen Füßen nieder und bekenne, ohne jede menschliche Rücksicht, vor der ganzen Welt, dass Du unser einziger, wahrer Gott bist.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

 

02.07.2018 – Fest Mariä Heimsuchung

Ludwig-Maria Gringnion de Montfort (1673-1716) Prediger, Ordensgründer

„Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut“

Während ihres irdischen Lebens hat sie [Maria] stets in größter Verborgenheit gelebt. Deshalb wird sie vom Heiligen Geist und von der Kirche genannt: Alma Mater, „verborgene, stille Mutter“. Ihre Demut war so tief, dass sie auf Erden kein innigeres und beharrlicheres Verlangen hatte, als sich selbst und jedem anderen Geschöpfe verborgen zu bleiben, um Gott allein bekannt zu sein. Um ihr Verlangen nach Verborgenheit, Armut und Erniedrigung zu stillen, hat es Gott gefallen, sie in ihrer Empfängnis, in ihrer Geburt, in ihrem Leben, in ihren Geheimnissen, in ihrer Auferstehung und Himmelfahrt fast vor jedem menschlichen Geschöpfe verborgen zu halten. Nicht einmal ihre Eltern kannten sie; selbst die Engel fragten oft einander: Quae est ista? „Wer ist diese?“, da der Allerhöchste ihnen die Bestimmung dieser Jungfrau verheimlichte, oder wenn er ihnen etwas von ihr offenbarte, ihnen doch noch unendlich mehr vorenthielt. […] O, welch große und geheime Dinge hat der allmächtige Gott in diesem wunderbaren Geschöpf gewirkt, was sie selbst trotz ihrer tiefen Demut mit den Worten bestätigt: Fecit mihi magna, qui potens est (Lk 1,49), „Großes hat an mir getan, der da mächtig!“ Die Welt kennt diese Geheimnisse nicht, weil sie dazu nicht fähig und dessen nicht würdig ist.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 02.07.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,39-56

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehn. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 01.07.2018

Worte des hl. Pater Pio – 01.07.2018

Gott verlangt nicht von dir, dass du greifbar ein Gefühl von Glaube, Hoffnung und Liebe spürst, noch dass du Freude an ihnen hast; es genügt, dass du sie zu gegebener Stunde übst. Ach, wie glücklich sind wir, dass unser himmlischer Beschützer uns so fest an der Hand hält! Wir brauchen nichts anderes zu tun, als die Göttliche Vorsehung zu lieben und uns ganz ihren Armen anzuvertrauen. Mein Gott, ich wünsche mir keine größere Freude als meinen Glauben, meine Hoffnung und meine Liebe, damit ich ehrlich sagen kann, wenngleich auch ohne das Gefühl des Wohlbehagens, dass ich lieber sterben möchte, als diese Tugenden aufzugeben.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

01.07.2018 – 13. Sonntag im Jahreskreis

Hl. Hieronymus (347-420) Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer

„Ich sage dir: Steh auf!“

„Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.“ Man könnte sich fragen, warum Jesus immer diese Jünger mitnimmt und warum die anderen nicht. So waren diese drei die Begleiter Jesu, als er auf dem Berg verklärt wurde […] Ausgewählt wurden Petrus, auf den die Kirche gebaut wurde, ebenso Jakobus, der als erster Apostel die Siegespalme des Märtyrers empfing, und Johannes, der als erster die Jungfräulichkeit pries […] „Er […] ging in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum! […] Sofort stand das Mädchen auf und ging umher.“ Wünschen wir uns, dass Jesus auch uns anfasst, und sogleich werden wir uns auf den Weg machen. Mögen wir nun lahm sein oder böse Dinge tun: wir können nicht gehen. Wir liegen möglicherweise auf dem Bett unserer Sünden wie auf unserem echten Bett. Sobald Jesus uns anfasst, werden wir sofort geheilt. Die Schwiegermutter des Petrus litt an hohem Fieber; Jesus fasste sie an der Hand, sie richtete sich auf und sorgte sogleich für sie (Mk 1,31) […] „[…] dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.“ Herr, bitte fass uns an der Hand, uns, die wir auf dem Bett liegen, richte uns auf vom Bett unserer Sünden, mach, dass wir gehen. Wenn wir uns auf den Weg gemacht haben, dann ordne an, dass man uns etwas zu essen gibt. Im Liegen können wir nicht gehen, und wenn wir nicht aufrecht stehen, können wir den Leib Christi nicht empfangen, dem mit dem Vater und dem Heiligen Geist Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 01.07.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 5,21-43

In jener Zeit fuhr Jesus im Boot ans andere Ufer hinüber, und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn.
Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt. Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden.
Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Sofort hörte die Blutung auf, und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt? Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt?
Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger? Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur! Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.
Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé