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Tagesevangelium – 18.06.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 5,38-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

17.06.2018 – 11. Sonntag im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Chromatius von Aquileia (um 345-407), Bischof

Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt, bringt es reiche Frucht (vgl. Joh 12, 24)

Der Herr hat sich selbst mit einem Senfkorn verglichen. Er, Gott der Herrlichkeit und ewigen Majestät, ist doch, da er als kleines Kind aus einer Jungfrau geboren werden wollte, ganz klein geworden. Nun ist er, als sein Leib ins Grab gelegt wurde, in die Erde eingesenkt worden; als er sich aber durch seine ruhmreiche Auferstehung von den Toten erhoben hat, wuchs er auf Erden und wurde ein Baum, in dessen Zweigen die Vögel das Himmels nisten.

Der Baum stellt die Kirche dar, die der Tod Christi ruhmreich erstehen ließ. Seine Zweige können nur als die Apostel verstanden werden; denn wie die Zweige der natürlichen Schmuck des Baumes sind, so stellen die Apostel durch die Schönheit der Gnade, die ihnen zuteil geworden war, den Schmuck der Kirche Christi dar. Auf diesen Zweigen wohnen ja die Vögel des Himmels. Im übertragenen Sinn bezeichnen die Vögel des Himmels uns, die wir, zur Kirche Christi gekommen, auf der Lehre der Apostel ruhen, so wie die Vögel auf den Zweigen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 17.06.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 4,26-34

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

16.06.2018 – Samstag der 10. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Dorotheos von Gaza (um 500-?), Mönch in Palästina

Das neue Gesetz

Gott hat uns seine Gebote gegeben, die uns […] von den schlechten Neigungen unseres inneren Menschen reinigen (vgl. Eph 3,16). Er gibt diesem die Unterscheidungsgabe von Gut und Böse. Er gibt ihm ein Gewissen und zeigt ihm die Ursachen für seine Sünde. „Das Gesetz sagt: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage: Sei nicht lüstern. Das Gesetz sagt: Du sollst nicht töten. Ich aber sage: Lass dich nicht vom Zorn hinreißen“ (vgl. Mt 5,27-28.21-22). Denn wenn dich nach Schlechtem verlangt, selbst wenn du jetzt keinen Ehebruch vollziehst, so werden die Lüste doch nicht aufhören, dich innerlich umzutreiben, bis sie dich zur Ausführung bringen können. Wenn du erzürnt und gegen deinen Bruder aufgebracht bist, wird der Augenblick kommen, wo du Schlechtes von ihm sagst, dann wirst du ihm Hindernisse in den Weg legen und Stück für Stück wirst du schließlich dahin kommen, dass du ihn ermordest.

Das Gesetz sagte: „Auge für Auge, Zahn für Zahn“ (Ex 21,24). Doch der Herr ermahnt uns nicht nur, geduldig den Schlag dessen anzunehmen, der uns ohrfeigt, sondern ihm sogar demütig die andere Wange hinzuhalten (vgl. Mt 5,38-39). Denn das Ziel des Gesetzes war es, uns beizubringen, das nicht zu tun, was wir selbst nicht erleiden wollen. Es hinderte uns also durch die Angst vor dem Leiden daran, Böses zu tun. Was jedoch nun verlangt wird, ich wiederhole es, ist die Zurückweisung des Hasses, der Vergnügungssucht, der Ehrsucht und anderer Leidenschaften.

Mit einem Wort: Christus, unser Herr, möchte uns nämlich lehren, wie wir dahin gekommen sind, alle diese Sünden zu begehen, und wie wir in all diese schlechten Tage gekommen sind. Er hat uns also zuerst durch die heilige Taufe befreit, indem er uns die Vergebung der Sünden gewährte; dann hat er uns die Kraft gegeben, das Gute zu tun, wenn wir es denn wollen, und wir nicht mehr wie im Zwang zum Bösen hingezogen zu werden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 16.06.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 5,33-37

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé