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01.04.2018 – Hochfest der Auferstehung des Herrn – Ostersonntag

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Gregor von Nazianz (330-390), Bischof und Kirchenlehrer
Reden, 45,2; 1,3-5; (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1928)

„Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so strebt nach dem, was oben ist“ (Kol 3,1)

Christus ist auferstanden von den Toten: erhebt auch ihr euch! […] Tag der Auferstehung, wunderbarer Beginn der neuen Welt! Lassen wir unser Licht leuchten am Festtage! Umarmen wir einander! […] Gestern wurde das Lamm geschlachtet, […] Ägypten beweinte die Erstgeburt […]. Durch das kostbare Blut wurden wir geschützt. Heute sind wir vollends dem Ägypter, dem Despoten Pharao und den lästigen Aufsehern entkommen […]. Niemand soll uns hindern, dass wir unserem Herrn und Gott das Fest des Auszuges feiern, und zwar „nicht im alten Sauerteige der Sünde und Bosheit, sondern mit dem Ungesäuerten der Lauterkeit und Wahrheit“ (1 Kor 5,8)

Gestern wurde ich mit Christus gekreuzigt, heute werde ich mit ihm verherrlicht. Gestern wurde ich mit ihm getötet, heute werde ich mit ihm zum Leben gerufen. Gestern wurde ich mit ihm begraben, heute werde ich mit ihm auferweckt. Wohlan, bringen wir Opfer dem, der für uns gelitten hat und auferstanden ist! […] Opfern wir uns selbst, den Gott teuersten und eigensten Besitz! Geben wir dem Bilde das, was nach dem Bilde geschaffen ist, erkennen wir unsere Würde, halten wir das Urbild in Ehren! Erfassen wir die Bedeutung des geheimnisvollen Festes und den Zweck des Todes Christi! Werden wir wie Christus, da Christus gleich uns geworden ist! […]

Das Geringere nahm er an, um das Bessere zu geben. Er wurde arm, damit wir durch seine Armut reich würden (2 Kor 8,9). Er nahm die Gestalt eines Knechtes an (Phil 2,7), damit wir die Freiheit erhielten. Er stieg auf die Erde herab, damit wir erhöht würden. Er ließ sich versuchen, damit wir siegen. Er ließ sich entehren, um uns zu ehren. Er starb, um zu retten. Er fuhr zum Himmel, um die, welche von der Sünde zu Boden gestreckt wurden, an sich zu ziehen. Alles möge man ihm geben, ihm opfern, der sich als Lösegeld (Mt 20,28) und Sühne für uns hingegeben hat! Keine Gabe aber wird wertvoller sein als die eigene Person, sofern sie das Geheimnis erfasst und um Christi willen alles geworden ist, was er unsertwegen geworden war.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 01.04.2018

Worte des hl. Pater Pio – 01.04.2018

Sagt uns nicht der Heilige Geist, dass sich die Seele, sowie sie sich Gott nähert, auf Anfechtungen gefasst machen muss? Wohlan, meine liebe Tochter, nur Mut! Kämpfe wie ein Held, und du wirst dafür den Lohn erhalten, der den starken Seelen gebührt.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

Tagesevangelium – 01.04.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 20,1-9

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Ein Feind der lateinisch tridentinischen Messe?

Überlieferter Ritus besorgt den neuen Bischof von Porto, während ihn die Abschaffung des Priesterzölibats „nicht schockieren“ würde.

(Lissabon) Am vergangenen 15. März ernannte Papst Franziskus einen neuen Bischof von Porto. In den vergangenen Tagen meldete sich der ernannte Diözesanbischof erstmals in den Medien zu Wort. Themen waren unter anderen der Zölibat der Priester und der überlieferte Ritus.

Am 11. September 2017 war Bischof Antonio Francisco dos Santos von Porto überraschend im Alter von 69 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. Der unerwartete Tod löste in einem Teil des Klerus Nervosität aus. Es wurde auf einen Wechsel des Apostolischen Nuntius gedrängt, weil dieser „zu wenig bergoglianisch“ sei. Erst danach sollte die Nachfolgefrage angegangen werden. Dazu kam es zwar nicht, dafür sandte der neue Bischof Signale aus, die diesen Teil des Klerus zufriedenstellen könnten.

Der neue Bischof von Porto heißt Manuel da Silva Rodrigues Linda. Ihn hatte Papst Franziskus im Herbst 2013 zum Militärbischof des Landes ernannt. Franziskus machte ihn nun zum Diözesanbischof von Porto.

Die genaue Entstehung dieses Bistums ist nicht bekannt. Gesichert ist, daß sich ein solches im 6. Jahrhundert unter der Herrschaft der Sueben als beständige Institution konsolidierte. Während der folgenden islamischen Herrschaft fehlen rund 150 Jahre lang Informationen über Bischöfe von Porto. Das Bistum ist ein Suffragan des Erzbistums Braga.

„Das würde mich nicht schockieren“

Im Jornal de Noticias erschien am 25. März das erste große Interview des neuen Bischofs. Es ist einem Videointerview entnommen, das Redakteure derselben Zeitung führten und ebenfalls veröffentlichten.

Zur Abschaffung des Zölibats der Priester sagte der Bischof:

„Das würde mich nicht schockieren. Auf dieselbe Weise, wie die Norm des Zölibats gekommen ist, kann sie auch wieder verschwinden. Am Anfang der Kirche waren die Priester verheiratete Männer“.

Bischof Manuel da Silva Rodrigues Linda wurde auch zur Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten befragt. Verschiedene portugiesische Bistümer haben dazu bereits Richtlinien veröffentlicht.

Jornal de Noticias: Werden Sie auch eine Botschaft über die wiederverheirateten Geschiedenen vorbereiten? Wie wird sie den Vorgaben des Papstes entsprechen, diese Situationen in Ihrem Bistum zu integrieren? Werden Sie dem Bischof von Braga folgen oder mehr dem Kardinal-Patriarchen von Lissabon?

Bischof Linda: Papst Franziskus gibt keine Lösungen vor, er stößt Prozesse an. Und der Prozess besteht darin, das Terrain abzutasten, wie wir es in der Synode erlebt haben. Es soll ein Weg des Studiums sein. Der Weg von Braga erscheint mir sehr ausgewogen. Er besteht darin, dass Paare, die sich in dieser Situation befinden und in die Fülle des Lebens der Kirche wieder eintreten wollen, mindestens ein halbes Jahr die Gründe prüfen sollen, warum sie das tun wollen und dabei von Technikern, Psychologen, Priestern und anderen Verheirateten unterstützt werden.

Jornal de Noticias: Wenn ein Wiederverheirateter sich soweit fühlt, an der Eucharistie teilzunehmen, ist dann ein so großer therapeutischer Aufwand notwendig?

Bischof Linda: Er ist es! Wir sprechen nicht nur von einer rechtlichen Ebene, sondern auch von der Tiefe des Gewissens.

Jornal de Noticias: Aber wird das nicht zu einem noch größeren Stigma für viele Wiederverheiratete, die sich ohnehin schon effektiv stigmatisiert fühlen?

Bischof Linda: Es gibt viele Typologien unter den wiederverheirateten Geschiedenen, so dass wir jeden einzelnen Fall zu klären und zu analysieren haben, inwieweit er in Übereinstimmung mit der Kirche ist.

Buße tun, weil „strengen Gruppen Raum gegeben“ wurde

Der neue Bischof wurde von der Zeitung auch nach der „Rückkehr“ der heiligen Messe im überlieferten Ritus gefragt.

Bischof Linda:  Das sehe ich mit großer Sorge, weil sie in bestimmten Fällen die Jungen und besonders die Intellektuellen fesselt. Wir wissen nicht, warum diese Personen in diesen Riten Satisfaktion finden.

Zugleich übte Bischof Linda Kritik an Papst Benedikt XVI., weil dieser 2007 der überlieferten Form des Römischen Ritus wieder Heimstatt in der Kirche gegeben hatte.

Der Bischof sagte, wobei aus dem Videointerview nicht klar hervorgeht, ob er es ironisch meinte, was aber anzunehmen ist:

„Vielleicht sollten wir Bischöfe und Priester Buße tun, weil wir diesen strengen Gruppen Raum gegeben haben“.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

 

31.03.2018 – Karsamstag – Osternacht

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Chromatius von Aquileia (um 345-407), Bischof
17. Predigt, die zweite zur Hohen und Heiligen Nacht; SC 154

„Seht, ich mache alles neu“ (Offb 21,5)

Die ganze Welt, die die Osternacht feierlich begeht, bezeugt die Größe und Festlichkeit dieser Nacht, und das zu Recht: In dieser Nacht wurde der Tod besiegt, das Leben lebt, Christus ist von den Toten erstanden. Mose hatte einst im Blick auf dieses Leben zum Volk gesagt: „Dein Leben wird sein, wie wenn es vor dir in der Schwebe hinge. Tag und Nacht wirst du dich fürchten“ (Dt 28,66 Vulg) […] Dass es sich dabei um ihn, den Herrn, handelt, legt uns Christus im Evangelium dar, wenn er sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Er spricht von sich als von dem Weg, weil er zum Vater führt; als von der Wahrheit, weil er die Lüge verurteilt; als vom Leben, weil er dem Tod gebietet […]: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1 Kor 15,55). Denn der Tod, der immer den Sieg davongetragen hatte, wurde durch den Tod seines Bezwingers besiegt. Das Leben wollte sterben, um den Tod in die Flucht zu schlagen. Wie bei Anbruch des Tages die Nebel verschwinden, so wurde der Tod vernichtet, als sich das ewige Leben erhob […]

Jetzt ist also die Osterzeit gekommen. Mose hat zu dem Volk über diese Zeit gesprochen und gesagt: „Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen, er soll euch als der Erste unter den Monaten des Jahres gelten“ (Ex 12,2). Der erste Monat des Jahres ist also nicht der Januar, wo alles tot ist, sondern die Osterzeit, wo alles wieder zum Leben erwacht. Denn jetzt erwacht das Gras auf den Wiesen sozusagen vom Tod, jetzt blühen die Bäume und treibt der Weinberg Knospen, jetzt scheint sich selbst die Luft über den Beginn eines neuen Jahres zu freuen […] Die Osterzeit ist also der erste Monat, die neue Zeit […] und da wird auch das Menschengeschlecht neu geschaffen. Denn heute erstehen auf der ganzen Welt ungezählte Völker durch das Wasser der Taufe zu neuem Leben […] Wir also, die glauben, dass an Ostern wirklich das Neue Jahr beginnt, dürfen diesen heiligen Tag in Heiterkeit, Frohsinn und der Freude im Herrn feiern, damit wir diesen Psalmenvers aufrichtig sprechen können: „Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen“ (Ps 117(118),24).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 31.03.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 16,1-7

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.
Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.
Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?
Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.
Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé