Archiv des Autors: admin

19.02.2018 – Montag der 1. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Cäsarius von Arles (470-543), Mönch und Bischof
25. Predigt

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe“

Wenn wir genau hinschauen, meine Brüder, dann ist es zu unserem Nutzen, wenn Christus in den Armen hungert […] Schaut: ein Pfennig auf der einen Seite, das Reich Gottes auf der anderen. Was soll dieser Vergleich? Du gibst einem Armen eine kleine Münze und erhältst von Christus das Reich; du gibst ein Stück Brot und empfängst dafür von Christus das ewige Leben; du gibst ein Kleidungsstück und bekommst von Christus die Vergebung der Sünden.

Verachten wir also die Armen nicht, wünschen wir uns vielmehr, dass es welche gibt, und versuchen wir, ihren Bitten zuvorzukommen. Das Elend der Armen ist nämlich die Arznei der Reichen, wie der Herr selber gesagt hat: „Gebt lieber als Almosen, was ihr habt; und siehe, alles ist für euch rein“ (Lk 11,41), und weiter: „Verkauft euren Besitz und gebt Almosen!“ (Lk 12,33). Durch den Propheten ruft der Heilige Geist: „Wasser löscht loderndes Feuer und eine Liebestat sühnt Sünden“ (Sir 3,30). Seien wir also mildtätig, liebe Brüder, und handeln wir mit Christi Hilfe so, dass seine Zusage uns gilt, vor allem die Zusage, auf die ich euch schon hingewiesen habe: „Gebt, dann wird auch euch gegeben werden!“ (Lk 6,38), und auch: „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7).

Jeder soll nach seinen Möglichkeiten bestrebt sein, nicht mit leeren Händen in die Kirche zu kommen: Wer etwas bekommen möchte, muss auch etwas geben. Wer kann, soll die Blöße des Armen mit einem neuen Gewand bedecken; wer dazu nicht in der Lage ist, der stelle wenigstens ein altes zur Verfügung. Wer glaubt, dass seine Mittel dazu nicht reichen, der möge ein Stück Brot geben, einem Reisenden Obdach gewähren, ihm ein Bett bereitstellen und ihm die Füße waschen, damit er es verdient, die Worte Christi zu vernehmen: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe […] Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Meine geliebten Brüder, wer keine Almosen gibt, ist nicht entschuldbar; denn Christus hat sogar für einen Becher frischen Wassers einen Lohn versprochen (Mt 10,42).

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 19.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 25,31-46

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 18.02.2018

Worte des hl. Pater Pio – 18.02.2018

Wie die fleißigen Bienen, die ohne zu zögern manchmal weite Strecken fliegen, nur um die bevorzugten Blüten zu finden, und dann müde, aber zufrieden und mit Blütenstaub beladen zu ihren Waben zurückkehren, um dort im Stillen das fruchtbare Werk der Verwandlung des Blumennektars in den Nektar des Lebens zu vollbringen, so müsst auch ihr das Wort Gottes, nachdem ihr es in euch aufgenommen habt, fest in eurem Herzen bewahren. Kehrt in euren „Bienenstock“ zurück, das heißt: betrachtet aufmerksam das Gehörte, zerlegt es in seine Elemente und sucht deren tiefere Bedeutung. Dann wird euch das Wort Gottes in seinem strahlenden Glanz erscheinen, es wird die Macht haben, eure natürlichen Neigungen zu den weltlichen Dingen zu besiegen, und die Fähigkeit, sie in reinste und erhabenste Höhenflüge des Geistes zu verwandeln, um euer Herz immer fester an das Göttliche Herz Unseres Herrn zu binden.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

18.02.2018 – 1. Sonntag der Fastenzeit – Invocabit

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Über die Psalmen, Ps 60; CCL 39,766

„[…] der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat“ (Hebr 4,15)

„Gott, höre mein Flehen, achte auf mein Beten!“ (Ps 61,2). Wer spricht da? Anscheinend nur einer. […] „Von den Enden der Erde rufe ich zu dir, denn mein Herz ist verzagt“ (Ps 61,3). So ist es also nicht nur einer. Aber dennoch ist es einer, weil Christus, dessen Glieder wir sind, nur einer ist. […] Der von den Enden der Erde ruft, ist verzagt. Aber er ist nicht verlassen; denn in jenem Leib, in dem Christus gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, hat er uns, die wir sein Leib sind, vorausgebildet […]

Uns hat er also in sich selbst umgebildet, als er vom Teufel versucht werden wollte. Wir haben im Evangelium gelesen, dass unser Herr Jesus Christus in der Wüste vom Teufel versucht wurde. […] In Christus wurdest nämlich du versucht, weil er Fleisch von dir hatte und dir Heil von sich schenkt. Von dir hatte er für sich den Tod, für dich von sich das Leben; von dir hatte er für sich die Beschimpfungen, von sich für dich Ehre; so auch von dir für sich die Versuchungen, von sich für dich den Sieg. Wenn wir in ihm versucht wurden, dann besiegen wir auch in ihm den Teufel.

Merkst du nur, dass Christus versucht wurde, und nicht auch, dass er gesiegt hat? Erkenne doch, dass du in ihm versucht wurdest, und erkenne, dass du in ihm Sieger bist! Er hätte den Teufel von sich fernhalten können. Wäre er aber nicht versucht worden, dann wäre er nicht in Versuchung und Sieg dein Lehrer geworden. Deshalb ist es nicht erstaunlich, wenn er, bedrängt von Versuchungen, aufschreit vom Ende der Erde, wie es im Psalm heißt. Doch warum wird er nicht besiegt? Der Psalm sagt weiter: „Du erhobst mich auf einen Felsen“ (V. 3 (Vulg.)) […] Erinnern wir uns an das Evangelium: „[…] auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ (Mt 16,18). Die Kirche ist es, die er auf den Felsen bauen wollte, die vom Ende der Erde schreit. Doch wer wurde zum Felsen, dass die Kirche auf denselben gebaut werden konnte? Hören wir den heiligen Paulus an, der es uns sagt: „Der Fels ist Christus“ (vgl. 1 Kor 10,4). Auf ihn also sind wir gebaut. Und deshalb ist auch klar, warum dieser Felsen, auf den wir gebaut sind, zuerst vom Sturmwind gepeitscht, von Wasserfluten und Unwettern umtost wurde, als Christus vom Teufel versucht wurde (Mt 7,25). Das also ist das unerschütterliche Fundament, auf das er dich bauen wollte.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 18.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 1,12-15

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 17.02.2018

Worte des hl. Pater Pio – 17.02.2018

Denkt nach und habt immer die große Demut der Mutter Gottes, unser aller Mutter, vor Augen: Je mehr in ihr die himmlischen Gaben wuchsen, umso größer wurde ihre Demut.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

17.02.2018 – Samstag nach Aschermittwoch

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Botschaft zur Fastenzeit 1997 (trad. © copyright Libreria Editrice Vaticana)

„Folge mir nach!“

Die Fastenzeit ruft die vierzig Jahre in Erinnerung, die Israel auf dem Weg ins verheißene Land in der Wüste verbrachte. In jener Zeit erfuhr dieses Volk, was es hieß, ohne festen Wohnsitz und ohne irgendeine Sicherheit unter einem Zelt zu leben. Wie oft war es versucht, nach Ägypten zurückzukehren, wo wenigstens das tägliche Brot, wenn auch nur als Nahrung der Sklaven, sichergestellt war. In dieser mißlichen Lage in der Wüste war es Gott, der sein Volk mit Wasser und Nahrung versorgte und es vor Gefahren schützte. So wurde für die Juden die Erfahrung völliger Abhängigkeit von Gott zum Weg der Befreiung von der Knechtschaft und von der Vergötterung der Dinge.

Die Fastenzeit will den Gläubigen helfen, durch das Bemühen um persönliche Läuterung denselben geistlichen Weg zu gehen, indem sie sich der Armut und Hinfälligkeit des Daseins bewußt werden und das fürsorgliche Handeln Gottes wiederentdecken, der dazu einlädt, die Augen für die Bedürfnisse der Schwestern und Brüder in der Not zu öffnen. Die Fastenzeit wird auf diese Weise auch zu einer Zeit der Solidarität angesichts der schwierigen Lage, in der Menschen und Völker in so vielen Teilen der Welt leben. […]

Aus der Liebe zu Gott lernt der Christ, dem Notleidenden zu helfen […] Denn es gibt eine höhere Dimension, auf die Christus uns durch sein Beispiel hingewiesen hat: „Der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann“ (Mt 8,20). Auf diese Weise wollte er seine totale Verfügbarkeit dem himmlischen Vater gegenüber zum Ausdruck bringen, dessen Willen er erfüllen wollte, ohne sich an den Besitz der irdischen Güter binden zu lassen […] Christus geht uns auf diesem Weg voran. Seine Gegenwart gibt Kraft und Ermutigung: Er befreit und macht uns zu Zeugen der Liebe.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 17.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 5,27-32

In jener Zeit sah Jesus einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf, verließ alles und folgte ihm. Und er gab für Jesus in seinem Haus ein großes Festmahl. Viele Zöllner und andere Gäste waren mit ihnen bei Tisch. Da sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten voll Unwillen zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken?
Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Traditional Latin Mass: Feast of the Sacred Heart

Traditional Latin Mass filmed on the Feast of the Sacred Heart in the small chapel of the International Seminary of Saint Cure d’Ars, Flavigny, France, in 1999. The seminary is the Society of Saint Pius X’s second European seminary. Typically seminarians spend their first year of spiritually there before leaving for Ecône, Switzerland, to complete their training. The film presents the ceremonies of the Missa Solemnis or Solemn High Mass with Gregorian chant and polyphonic motets, notably Casciolini’s setting of Panis Angelicus. Some local customs take place during the Mass. For example, birettas are not worn and the Domini Non Sum Dignus is recited aloud by all present. More astute listeners might also notice the French pronunciation, which is perhaps not the ideal. This film has been available on the Internet for quite some time encoded in a very low quality format. I have encoded the video here from an original source at the highest quality possible given the size restrictions at Youtube. Unfortunately this has resulted in a slightly blurred picture and mono sound rather than stereo. Apart from the addition of captions, the film remains unchanged.