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Hl. Pater Pio – 03.01.2018

Worte des hl. Pater Pio – 03.01.2018

Wer Zeit hat, verliere keine Zeit! Verschieben wir nicht auf morgen, was wir heute tun können! Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert… Wer sagt uns denn, dass wir morgen noch leben werden? Hören wir auf die Stimme unseres Gewissens, auf die Stimme des königlichen Propheten: Wenn ihr heute die Stimme des Herrn hört, verschließt nicht eure Ohren! Raffen wir uns auf und machen wir uns die Erkenntnis zunutze, dass nur der flüchtige Augenblick in unsere Hand gegeben ist. Deshalb dürfen wir zwischen dem einen und dem anderen Augenblick keine Zeit verstreichen lassen, denn diese gehört uns nicht.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

03.01.2018 – Texte vom 3. Januar in der Weihnachtszeit

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas
Hochzeit des Lammes (14.9.1940), (in: Geistliche Texte II, Edith Stein – Gesamtausgabe)

« Seht das Lamm Gottes »

»Ich sah: und siehe, inmitten des Thrones und der vier lebenden Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm wie getötet …« (Offb 5,6). Als der Seher von Patmos dieses Gesicht schaute, da lebte in ihm noch die Erinnerung an den unvergesslichen Tag am Jordan, als Johannes der Täufer ihm das »Lamm Gottes« zeigte, das »hinwegnimmt die Sünden der Welt« (Joh 1,29). Er hatte damals das Wort verstanden und verstand jetzt das Bild: Der damals am Jordan wandelte und Der sich ihm jetzt gezeigt hatte im weißen Gewand, mit flammenden Augen und mit dem Schwert des Richters: der »Erste und der Letzte« (Joh 1,13ff.). – Er hatte in Wahrheit vollbracht, was die Riten des Alten Bundes im Bilde andeuteten.

Wenn an dem größten und heiligsten Tag des Jahres der Hohepriester ins Allerheiligste eintrat, an den furchtbar heiligen Ort der Gegenwart Gottes, dann hatte er vorher vom Volk zwei Böcke genommen: den einen, um die Sünden des Volkes darauf zu laden, damit er sie hinaustrage in die Wüste; den andern, um mit seinem Blut das Zelt und die Bundeslade zu besprengen (Lev 16). Das war das Sündopfer für das Volk. Für sich selbst und sein Haus musste er außerdem einen jungen Stier als Sündopfer und einen Widder als Brandopfer darbringen […] und ließ die Reste des Sündopfers vor dem Lager (und später vor den Toren) verbrennen. Ein großer und heiliger Tag war der Versöhnungstag. […]

Aber was hatte denn die Versöhnung bewirkt? Nicht das Blut der geschlachteten Tiere und nicht der Hohepriester aus Aarons Geschlecht – das hat der hl. Paulus so eindringlich im Hebräerbrief klar gemacht –, sondern das wahre Versöhnungsopfer, das in all diesen gesetzlich vorgeschriebenen Opfern vorgebildet war, und der Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks, an dessen Stelle die Priester aus Aarons Geschlecht standen. Er war auch das wahre Osterlamm, um dessentwillen der Würgeengel an den Häusern der Hebräer vorbeiging, als er die Ägypter schlug. Das hatte der Herr selbst den Jüngern zu verstehen gegeben, als er zum letzten Mal mit ihnen das Osterlamm aß und dann sich selbst ihnen zur Speise gab.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 03.01.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 1,29-34

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.
Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 02.01.2018

Worte des hl. Pater Pio – 02.01.2018

Befehlen wir uns selbst in voller Überzeugung und Wahrheitsliebe: meine liebe Seele, beginne noch heute, Gutes zu tun, denn bisher hast du nichts getan! Fangen wir endlich an, in Gottes Gegenwart zu leben und uns immer zu wiederholen: Gott sieht mich bei allem, was ich tue, und Er richtet mich danach! Sorgen wir dafür, dass Er immer nur Gutes in uns sieht.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

02.01.2018 – Texte vom 2. Januar in der Weihnachtszeit

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer
Homilie zum Evangelium, Nr. 7

Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt

„Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt“. Johannes tauft nicht mit Geist, sondern mit Wasser. Er ist nicht befähigt, Sünden zu vergeben, sondern wäscht den Leib der Täuflinge mit Wasser, nicht aber den Geist mit Vergebung. Warum also tauft er, wenn er durch seine Taufe nicht Sünden erlässt? Warum? Einfach weil er in seiner Rolle als Wegbereiter verbleiben will. Wie er mit seiner Geburt dem Herrn vorangegangen war, der bald darauf geboren werden sollte, so ging er auch mit seiner Taufe dem Herrn voran, der bald darauf taufen sollte. Er war der Wegbereiter Christi durch seine Predigt und wurde es auch durch jene Taufe, die ein Bild des künftigen Sakraments darstellte.

Johannes kündigte mit seiner Erklärung ein Geheimnis an, Christus stehe mitten unter den Menschen und sie würden ihn nicht erkennen; denn der Herr war, als er im Fleisch erschien, in seinem Leib sichtbar, in seiner Majestät aber unsichtbar. Johannes fügt hinzu: „Er, der nach mir kommt, ist mir voraus“ (Joh 1,15) […] und schiebt die Erklärung für den Vorrang Christi nach: „weil er vor mir war“. Eigentlich wollte er damit sagen: „Wenn er mir voraus ist – wo er doch nach mir zur Welt kam – so liegt es daran, dass die Zeit seiner Geburt ihn nicht einengt und ihm Grenzen setzt. Von einer Mutter ist er in der Zeit geboren, vom Vater ist er außerhalb der Zeit gezeugt.“

Johannes gibt kund, welch demütigen Respekt er Christus schuldet, wenn er fortfährt: „Ich bin nicht würdig, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen“. Nun gab es bei den Alten folgenden Brauch: Wenn ein Mann sich weigerte, das Mädchen zu heiraten, das ihm versprochen war, schnürte er demjenigen die Schuhe auf, der letzten Endes der rechtmäßige Gemahl des Mädchens wurde. Hat sich nun Christus nicht als Gemahl der heiligen Kirche offenbart? […] Weil aber die Menschen glaubten, Johannes sei der Christus – was Johannes selber abstreitet –, erklärt er sich für unwürdig, Christus die Schuhe aufzuschnüren. Es ist so, als wollte er deutlich machen […]: „Ich maße mir nicht an, zu Unrecht den Namen Gemahl zu tragen“ (vgl. Joh 3,29).

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 02.01.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 1,19-28

Dies ist das Zeugnis Johannes des Täufers: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein.
Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet?
Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt
und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Stundengebet der Mönche Nr. 3

Laudes

Prim

Terz

Sext

Non

Vesper

Komplet

Hl. Pater Pio – 01.01.2018

Worte des hl. Pater Pio – 01.01.2018

Durch Gottes Gnade stehen wir am Anfang eines neuen Jahres. Ob wir das Ende erleben werden, weiß nur Er allein. Wir müssen dieses Jahr ganz darauf verwenden, die Fehler der Vergangenheit zu sühnen und gute Vorsätze für die Zukunft zu fassen. Hand in Hand damit müssen aber auch die guten Taten einhergehen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

01.01.2018 – Hochfest der Gottesmutter Maria, Neujahr und Weltfriedenstag

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Amadeus von Lausanne (1108-1159), Zisterziensermönch, Bischof
4. marianische Homilie

„Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen“

Als sie zum ersten Mal ihr kleines Kind, den Emmanuel, in ihre Arme nahm, hat Maria in ihm ein Licht wahrgenommen, das unvergleichlich schöner war als das der Sonne. Sie fühlte eine Feuersglut, die kein Wasser hätte löschen können. Sie hat – verborgen in diesem kleinen Körper, der von ihr geboren worden war – das gleißende Licht, das alles erleuchtet, empfangen und sie hat es verdient, in ihren Armen das Wort Gottes zu tragen, das das All trägt (vgl. Hebr 1,3). Wie sollte sie da nicht von der Erkenntnis Gottes überwältigt worden sein, „so wie die Wasser das Meer bedecken“ (Jes 11,9), wie sollte sie nicht außer sich entrückt, in einer wunderbaren Kontemplation in die Höhen mitgerissen worden sein? Wie wird sie, eine Jungfrau, nicht ins Staunen kommen, sich als Mutter vorzufinden und von großer Freude erfasst sein, sich selbst als Mutter Gottes zu sehen? Und sie versteht, dass sich an ihr die Verheißungen erfüllt haben, die den Patriarchen offenbart wurden, und die Weissagungen, die die Propheten empfangen haben, das Verlangen ihrer Vorväter, die mit all ihrer Kraft nichts anderes wünschten.

Sie sieht, dass der Gottessohn ihr anheimgegeben ist; sie freut sich darüber, dass das Heil der Welt ihr anvertraut wurde. Sie hört den Herrn und Gott auf dem Grund ihres Herzens sprechen: „Ich habe dich auserwählt unter allen, die ich erschaffen habe; ich habe dich mehr als alle anderen Frauen gesegnet (vgl. Lk 1,42); ich habe dir meinen Sohn an die Hand gegeben; ich habe dir meinen Einziggeborenen anvertraut. Habe keine Angst davor, den zu stillen, den du geboren hast, noch den aufzuziehen, den du zur Welt gebracht hast. Wisse nur, dass er nicht nur dein Gott ist, sondern auch dein Sohn. Er ist mein Sohn und er ist dein Sohn: mein Sohn ist er durch seine Gottheit, dein Sohn ist er durch seine Menschheit, die er aus dir empfangen hat.“ Mit welcher Zuneigung und welchem Eifer, mit welcher Demut und welchem Respekt, mit welcher Liebe und welcher Hingabe hat Maria auf diesen Ruf geantwortet. Die Menschen können es nicht wissen, doch Gott weiß es, er, der die Herzen und Nieren prüft (vgl. Ps 7,10) […] Selig ist die, der es gegeben wurde, den aufzuziehen, der alles schützt und ernährt, den zu tragen, der das Weltall trägt.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner