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Brief von Mgr. Bernard Fellay – Nr. 87

Autor: Bischof Bernard Fellay

Die Reformation riss ein gutes Drittel Europas mit sich. Luther hat damit Millionen Seelen der notwendigen Heilsmittel beraubt. Seine Gedanken führen zur Zurückweisung der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil hat seine Gedanken übernommen und in die Kirche eingeführt. Der falsche Ökumenismus und der falsche Gedanke der Religionsfreiheit sind Folgen dieser Lehren.

Liebe Freunde und Wohltäter,

vor nunmehr 500 Jahren revoltierte Luther gegen die Kirche und riss ein gutes Drittel Europas mit sich – wohl der größte Verlust, den die Kirche seit dem Schisma von 1054 erleiden musste. Luther hat damit Millionen von Seelen der notwendigen Heilsmittel beraubt, indem er sie nicht etwa einer religiösen Organisation unter anderen entfremdete, sondern eben der einzigen von unserem Herrn Jesus Christus gegründeten Kirche, deren übernatürliche Wirklichkeit und Heilsnotwendigkeit er leugnete. Er hat den Glauben völlig verfälscht und entstellt, verwarf grundlegende Dogmen wie das heilige Messopfer, die Wesensverwandlung in der heiligen Eucharistie, das Priestertum, das Papsttum, die Gnade und die Rechtfertigung.

Die Grundlage seines Denkens, welche auch heute noch die Grundlage des Protestantismus als Ganzes darstellt, ist die freie Bibelforschung. Dieses Prinzip bedeutet die Leugnung der Notwendigkeit einer übernatürlichen und unfehlbaren Autorität, die über den persönlichen Beurteilungen steht und die Diskussionen unter denen beenden könnte, die sie auf den Weg in den Himmel führen soll. Wird dieses Prinzip angenommen, dann wird der übernatürliche Glaubensakt unmöglich, der auf der Unterwerfung des Verstandes und des Willens unter die von Gott geoffenbarte und von der Kirche mit Vollmacht gelehrte Wahrheit beruht.

Die zum Grundsatz erhobene freie Bibelforschung macht nicht nur den übernatürlichen Glauben unerreichbar, welcher der Weg des Heiles ist („Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden“, Mk. 16, 16), sie macht zudem die Einheit in der Wahrheit unmöglich. So wird das ewige Heil für Protestanten und die Einheit in der Wahrheit im Prinzip unmöglich gemacht. Und tatsächlich steigt ja die Zahl der protestantischen Sekten seit dem 16. Jahrhundert unablässig.

Wer würde denn angesichts eines solchen traurigen Schauspiels nicht die Anstrengungen verstehen, die von der Mutter Kirche, von der wahren Kirche Christi, unternommen werden, um die verlorenen Schafe zu suchen; wer würde nicht die zahlreichen Versuche begrüßen, so viele in diesem trügerischen und falschen Grundsatz befangene Seelen zu befreien, der ihnen den Zugang zum ewigen Heil verschließt? Diese Sorge um die Rückkehr zur Einheit im wahren Glauben und in der wahren Kirche reicht durch die Jahrhunderte. Sie ist keineswegs neu; man denke an die Karfreitagsfürbitte:

„Lasset uns auch beten für die Irrgläubigen und Abtrünnigen: unser Gott und Herr möge sie allen Irrtümern entreißen und sie zur heiligen Mutter, der katholischen und apostolischen Kirche, zurückrufen.

Allmächtiger ewiger Gott, Du bist der Heiland aller und willst keinen verlorengehen lassen; schau auf die Seelen, die durch teuflischen Trug verführt sind; lass die Herzen der Irrenden wieder zur Einsicht kommen, dass sie alle Verkehrtheit des Irrglaubens ablegen und zur Einheit Deiner Wahrheit zurückkehren. Durch unseren Herrn Jesus Christus.“

Diese traditionelle Sprache lässt keinerlei Raum für die Verwirrung, die heute im Namen eines falschen Ökumenismus überhand nimmt. Die Warnungen des Heiligen Offiziums von 1949, zusammen mit mehreren päpstlichen Dokumenten, deren wichtigstes sicherlich die Enzyklika „Mortalium animos“ von 1928 ist, diese so sehr zutreffenden Warnungen scheinen nunmehr nichts als tote Buchstaben zu sein. Die Gefahren dieses ökumenischen Irenismus, die Pius XII. in „Humani generis“ 1950 deutlich machte, sind übergroß und äußerst schwerwiegend, denn er verhindert die Bekehrungen zum Katholizismus. Welcher Protestant, der sieht, wie die „Reichtümer“ und „ehrwürdigen Traditionen“ der lutherischen Reformation gepriesen werden, wird denn das Bedürfnis verspüren, zu konvertieren? Und selbst das Wort „Konversion“ ist jetzt aus dem offiziellen katholischen Wortschatz verbannt, sobald es sich um die anderen christlichen Konfessionen handelt.

Darüber hinaus ist diese neue Haltung, eine Kombination aus Lob für den Protestantismus und Schuldbekenntnissen für den Katholizismus – und das ist eine Tatsache –, der Grund für den Glaubensverlust unzähliger Katholiken. Jede Umfrage über den Glauben der Katholiken zeigt die Zerstörungen, welche diese unerhörte Gleichschaltung mit dem Protestantismus anrichtet. Auf wie viele Katholiken des 21. Jahrhunderts trifft das zu, was die Kirche unter dem Namen des Indifferentismus bis zum Konzil verurteilt hat! Ein verhängnisvoller Irrtum, der aussagt, dass jeder gerettet wird, was auch immer seine Religion sei. Ein Irrtum, welcher in diametralem Gegensatz zur Lehre des Herrn selbst und in seiner Nachfolge auch der ganzen Kirche steht. Wenn man aber diesen Irrtum gegen den zweitausendjährigen Glauben der Kirche auch als solchen bezeichnet, dann gilt man sofort als Fanatiker und gefährlicher Extremist.

Im Namen dieses neuen Ökumenismus wurde auch die neue Liturgie erfunden. Sie hat so enge Bezüge zur protestantischen Mahlfeier, dass mehrere protestantische Theologen die Möglichkeit sahen, dass ihre Glaubensbrüder das neue katholische Missale benutzen könnten, so Max Thurian in Taizé. Und während dieser Zeit sahen sich die Kinder der katholischen Kirche ihres schönsten Schatzes an Gotteslob und Gnade beraubt. Gott sei Dank hat Benedikt XVI. mutig erklärt, dass die jahrhundertealte Liturgie niemals abgeschafft worden ist; aber mehr als vierzig Jahre hindurch hat die nachkonziliare Liturgiereform Millionen von Gläubigen auf der ganzen Welt von der Kirche entfernt, weil sie dort nicht mehr das fanden, was sie von der katholischen Kirche erwarteten.

Ist es da erstaunlich, dass dieser Ökumenismus, von dem man die Förderung der Einheit der Christen erwartete, nur sehr wenige Fortschritte macht?

Seit dem Konzil sprach sich Erzbischof Marcel Lefebvre gegen diese neue Art des Umgangs mit den Protestanten aus, die sich unter dem Namen Ökumenismus verbirgt. Dieser sehr dehnbare Begriff steht für eine allgemeine Sicht und ein allgemeines Handeln, das im II. Vatikanum in die Kirche eingeführt wurde. Es handelt sich um ein ausdrückliches Wohlwollen gegenüber allen Menschen, um den festen Willen, den Irrtum nicht mehr zu verurteilen, um eine Suche nach dem, „was uns eint“, unter Auslassung dessen, was uns trennt … Und das, was nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer Einheit hätte sein sollen, so etwas wie eine captatio benevolentiae, wurde sehr schnell zu einer Suche um ihrer selbst willen; sie wurde zu ihrem eigenen Ziel, zu einer unablässigen Suche nach einer unbestimmten Wahrheit. So hat sie sich von ihrem eigentlichen Ziel entfernt: von der Rückkehr derjenigen zur Einheit mit der Kirche, welche diese Einheit verloren haben. Und der Sinn des Wortes Ökumenismus wurde so verändert, die Vorstellung einer Einheit wurde modifiziert, und die Mittel, dieses Ziel zu erreichen, wurden verfälscht.

An die Stelle der traditionellen Klarheit einer Kirche, die von sich wusste, die einzig wahre Kirche zu sein, und die das auch laut verkündete, ist eine neue und unbestimmte Lehre getreten, eine Mischung aus reumütiger Selbsterniedrigung und postmodernem Relativismus („Wir haben nicht die ganze Wahrheit“, zum Beispiel). Und das führt jetzt eine Mehrheit der Katholiken dazu, auf das Bekenntnis zu verzichten, dass es nur einen einzigen Weg zum Heil gibt, eine Aussage, die wir von Jesus Christus selbst haben: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh. 14,6).

Ganz unmerklich hat man den Sinn des Dogmas „Außerhalb der Kirche kein Heil“ durch konfuse Vorstellungen verändert, was so weit geht, dass man die Lehre von der Identität Christi und der katholischen Kirche verändert hat. Kardinal Walter Kasper, damals Präsident des Rates zur Förderung der Einheit der Christen, sah in der neuen Definition der Kirche („subsistit in“) das, was den seit dem Konzil geförderten Ökumenismus ganz einfach möglich gemacht hat. Wenn das von einer solchen Persönlichkeit kommt, dann ist das ein gewichtiges Geständnis, das man ernst nehmen muss!

Das sind in wenigen Worten die Gründe, weshalb wir den 500. Jahrestag der protestantischen Reformation eben nicht freudevoll feiern können. Ganz im Gegenteil: wir beweinen diese grausame Spaltung. Wir beten und wir arbeiten in der Nachfolge des Herrn, damit alle Schafe wieder den Weg finden, der sie sicher zum Heil führt, den Weg in die heilige katholische und römische Kirche.

Wir beten auch dafür, dass dieser illusorische Irenismus sobald wie nur möglich aufgegeben werde, damit eine echte Bewegung der Bekehrung an seiner Stelle wieder auflebe, so wie es sie vor dem Konzil gab, insbesondere in den englischsprachigen Ländern.

Vor hundert Jahren schließlich ist die Muttergottes den drei kleinen Hirtenkindern in Fatima erschienen, und so beten wir auch dafür, dass die Appelle der allerseligsten Jungfrau Maria gehört werden. Sie hat die Bekehrung Russlands versprochen, falls der Papst dieses Land ausdrücklich ihrem Unbefleckten Herzen weihen würde. Wir wollen unsere Gebete und unsere Opfer verdoppeln, damit die Verheißung der Muttergottes sich bald verwirklicht.

Möge sie mit ihrem göttlichen Sohn, cum prole pia, Sie in dieser österlichen Zeit segnen und uns alle zur himmlischen Seligkeit führen.

Ostersonntag 2017
+ Bernard Fellay

Quelle: fsspx Bild: Screens.

Tagesevangelium – 11.07.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 19,27-29

In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?
Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Das Konzil von Trient – Teil 3

Pater Klaus Maria, Herz Jesu Franziskaner

Konzil von Trient: Die Heilige Messe ist dem Wesen nach ein wirkliches Opfer, kein Mahl.

  1. Kapitel: Messe, in der der Priester allein kommuniziert
    Es wäre zwar der Wunsch der hochheiligen Kirchenversammlung, dass die anwesenden Gläubigen an den Messen nicht nur mit geistigem Verlangen, sondern auch durch den sakramentalen Empfang der Eucharistie teilnehmen, auf dass bei ihnen um so reichere Früchte dieses hochheiligen Opfers erwachsen. Wenn dies aber nicht immer geschieht, so verurteilt sie deshalb jene Messen nicht als privat und unerlaubt, in denen der Priester allein sakramental kommuniziert, sondern sie billigt und empfiehlt sie, denn auch jene Messen muss man wirklich öffentlich nennen, teils deshalb, weil das Volk geistigerweise daran teilnimmt, teils deshalb, weil sie vom Priester als dem öffentlichen Diener der Kirche nicht nur für ihn allein, sondern für alle Gläubigen, die zum Leib Christi gehören, gefeiert werden.
  2. Kapitel: Vom Wasser, das dem Opferwein beigemischt werden muss
    Endlich mahnt die hochheilige Kirchenversammlung, dass es kirchliche Vorschrift für die Priester ist, dem Wein, der im Kelch geopfert wird, Wasser beizumischen, sowohl deshalb, weil auch Christus so getan hat, aber auch, weil aus seiner Seite zugleich mit dem Blut auch Wasser hervorgegangen ist. Dieses Geheimnisses wird durch die Vermischung gedacht. Und da in der Geheimen Offenbarung des heiligen Johannes die Völker Wasser genannt werden, so wird die Vereinigung des gläubigen Volkes mit Christus dem Haupt dargestellt.
  3. Kapitel: Die Messe braucht nicht allgemein in der Volkssprache gefeiert zu werden; die Geheimnisse der Messe soll man dem Volk erklären
    Obwohl die Messe viel Lehrreiches für das gläubige Volk enthält, so schien es den Vätern doch nicht entsprechend, sie allgemein in der Volkssprache feiern zu lassen. Deshalb sollen überall in jeder Kirche die alten, von der Heiligen Römischen Kirche, der Mutter und Lehrmeisterin aller Kirchen, gutgeheißenen gottesdienstlichen Satzungen beibehalten werden. Auf dass aber die Schafe Christi nicht Hunger leiden und „die Kleinen nicht um Brot bitten und niemand da sei, der es ihnen bricht“ (Klgl 4,4), so schreibt die heilige Kirchenversammlung den Hirten und allen Seelsorgern vor, häufig selbst oder durch Stellvertreter während der Messfeier etwas von den Messtexten zu erklären und unter anderem auch die Geheimnisse dieses heiligen Opfers darzulegen, besonders an Sonn- und Festtagen.

Lehrsätze über das hochheilige Messopfer
1. Wer sagt, in der Messe werde Gott nicht ein wirkliches und eigentliches Opfer dargebracht, oder die Opferhandlung bestehe in nichts anderem, als dass uns Christus zur Speise gereicht werde, der sei ausgeschlossen.
2. Wer sagt, durch jene Worte „Tut dies zu meinem Andenken“ habe Christus seine Apostel nicht zu Priestern bestellt, oder nicht angeordnet, dass sie selbst und die anderen Priester seinen Leib und sein Blut opferten, der sei ausgeschlossen.
3. Wer sagt, das Messopfer sei nur Lob- und Danksagung oder das bloße Gedächtnis des Kreuzesopfers, nicht aber ein Sühneopfer; oder es bringe nur dem Nutzen, der kommuniziere; und man dürfe es nicht für Lebende und Verstorbene, für Sünden, Strafen, zur Genugtuung und für andere Nöte aufopfern, der sei ausgeschlossen.
4. Wer sagt, durch das Messopfer werde das hochheilige Opfer Christi am Kreuz gelästert oder herabgesetzt, der sei ausgeschlossen.
5. Wer sagt, es sei ungehörig, Messen zu Ehren von Heiligen und zur Erlangung ihrer Fürbitte bei Gott zu feiern, wie es die Kirche will, der sei ausgeschlossen.
6. Wer sagt, der Kanon enthält Irrtümer und sei deshalb abzuschaffen, der sei ausgeschlossen.
7. Wer sagt, die gottesdienstlichen Handlungen, Gewänder und äußere Zeichen, deren sich die Katholische Kirche bei der Messfeier bedient, seien eher ein Weg zur Gottlosigkeit als ein Mittel zur Frömmigkeit, der sei ausgeschlossen.
8. Wer sagt, die Messen, in denen der Priester allein sakramental kommuniziere, seien unerlaubt und deshalb abzuschaffen, der sei ausgeschlossen.
9. Wer sagt, die gottesdienstlichen Satzungen der Römischen Kirche, nach denen ein Teil des Kanons und die Wandlungworte leise gesprochen werden, seien zu verurteilen, oder man dürfte nur in der Volkssprache feiern, oder dem Opferwein im Kelch solle kein Wasser beigemischt werden, weil das gegen die Einsetzung Christi sei, der sei ausgeschlossen.

Quelle & Bild: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 10.07.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,18-26

In jener Zeit als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig.

Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern.
Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt.
Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf.
Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hassmord in Linz war IS-Terror

Der Tunesier Mohamed H. (54) tötete in Linz ein Pensionistenehepaar. Er ist IS-Fanatiker.

Knalleffekt um den bestialischen Doppelmord von Linz. Es war ein Attentat eines IS-Fanatikers. Der erste Doppelmord eines Islamisten in Österreich. Das bestätigten VP-Innenminister Wolfgang Sobotka, Generaldirektor Konrad Kogler und OÖ-Landespolizeidirektor Andreas Pilsl am Mittwochabend in einer Pressekonferenz: „Bei Hausdurchsuchungen und auf seinem Computer wurden eindeutige Hinweise gefunden, die auf ­einen IS-Hintergrund schließen lassen“, so Minister Sobotka über den Täter. Die Ermittler stießen auch auf zahlreiche Unterlagen, die ein Naheverhältnis zum IS belegen.

Frau erdrosselt, Ehemann mit Stock erschlagen

Linz. Mohamed H. wollte sich an Österreich rächen. Fühlte sich von der Gesellschaft schlecht behandelt, heißt es. Deshalb tötete er Siegfried S. (87), Jurist, und Hildegard S.( 85), Buchautorin. Sie wurden – wie berichtet – in ihrer Wohnung umgebracht. Zunächst erdrosselte der Täter die 85-Jährige. Danach ging er mit einem Stock und einem Messer auf den Mann los, brachte ihn ebenfalls um. Letztlich verschüttete er Benzin und legte Feuer. Die Leichen des betagten Ehepaares wurden bei Löscharbeiten entdeckt. Rasch war klar: Es war eindeutig Mord.

Innenminister Sobotka deckt auf: „Doppelmörder hatte islamistischen Hintergrund“

Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz in Wien sagte Minister Wolfgang Sobotka: „Schon unmittelbar nach dem Mord tauchten erste Verdachtsmomente in Richtung ­eines politischen Motives auf. Diese Verdachtslage hat sich jetzt verdichtet. Es zeigt sich, dass der Tatverdächtige offenbar ein radikalisierter Moslem ist. Im Zuge des Beweisverfahrens durch Hausdurchsuchungen und Auswertung diverser Datenträger des Verdächtigen hat sich schließlich gezeigt: Das Verbrechen hat ­einen eindeutigen IS-Hintergrund. Auch die Aktivitäten des Verdächtigen in den sozialen Netzwerken weisen in Richtung IS.“

Quelle: oe24 Bild: Screens.

Das Konzil von Trient – Teil 2

Pater Klaus Maria, Herz Jesu Franziskaner

Konzil von Trient: Die Heilige Messe ist dem Wesen nach ein wirkliches Opfer, kein Mahl.

  1. Kapitel: Die Messen zu Ehren der Heiligen
    Die Kirche pflegt zwar manchmal die Messe zu Ehren und zum Gedächtnis der Heiligen zu feiern. Doch sie lehrt, dass nicht ihnen das Opfer dargebracht wird, sondern Gott allein, der jene krönte. Deshalb sagt der Priester auch nicht: Ich bringe dir, Petrus und Paulus, das Opfer dar, sondern er sagt Gott Dank für ihren Sieg und bittet um ihren Schutz, auf dass „die im Himmel unsere Fürsprecher seien, deren Gedächtnis wir auf Erden feiern“ (Aus einem Opferungsgebet der Heiligen Messe).
  2. Kapitel: Der Kanon der Messe
    Das Heilige muss heilig verwaltet werden. Da es nun nichts Heiligeres gibt als dieses Opfer, so hat die Katholische Kirche, um würdig und ehrfurchtsvoll zu opfern und zu empfangen, seit vielen Jahrhunderten den heiligen Kanon eingeführt. Er ist frei von jedem Irrtum und enthält nichts, was nicht ganz und gar Heiligkeit und Frömmigkeit atmet und die Herzen der Opfernden zu Gott emporrichtet. Denn er besteht aus Worten des Herrn selbst, aus den Überlieferungen der Apostel und aus den frommen Einrichtungen heiliger Kirchenfürsten.
  3. Kapitel: Die feierlichen gottesdienstlichen Handlungen der Messe
    Die Menschennatur ist so beschaffen, dass sie nicht leicht ohne die Beihilfe von außen zur Betrachtung göttlicher Dinge emporsteigen kann. So hat die gütige Mutter, die Kirche, bestimmte Formen für den Gottesdienst eingeführt, dass nämlich in der Messe manches leise, anderes aber mit lauter Stimme gesprochen werden solle. Ebenso nahm sie gottesdienstliche Handlungen in Gebrauch, wie geheimnisreiche Segnungen, Lichter, Weihrauch, Gewänder und vieles andere dergleichen nach apostolischer Anordnung und Überlieferung. Dadurch sollten die Hoheit dieses großen Opfers zum Bewusstsein gebracht und die Herzen der Gläubigen mittels dieser sichtbaren Zeichen des Gottesdienstes und der Frömmigkeit zur Betrachtung der erhabenen Dinge, die in diesem Opfer verborgen liegen, aufgerufen werden.

Quelle & Bild: Archiv der Herz Jesu Franziskaner