Archiv des Autors: admin

Tagesevangelium – 09.07.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 11,25-30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Geistliches Testament von Joachim Kardinal Meisner

Köln, den 25. März 2011

Liebe Mitbrüder im geistlichen Dienst,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Seelsorge und Caritas,
liebe Schwestern und Brüder im Erzbistum Köln,
liebe Freunde und Verwandte!

Wie alle Menschen kenne ich nicht den Tag und die Stunde meines Todes und auch nicht die Art und Weise, wo und wie ich sterben werde. Darum möchte ich jetzt schon ein letztes Wort an Sie alle niederschreiben, das dann zu gegebener Zeit verlesen wird. Es soll hauptsächlich ein letztes Wort in dieser Welt vor Ihnen an Jesus Christus sein.

Herr Jesus Christus, du bist das Wort, durch das alles geworden ist. Ich danke dir, dass du 
mich gewollt hast und ich deshalb geworden bin. Dein Wort hat mich im Leben begleitet und mich in deine Not um die Welt und den Menschen geführt. Deshalb wurde ich Priester und Bischof, geprägt und 
geweiht von deinen Wundmalen. Es gehört zu den staunenswertesten Gaben meines Lebens, dass du mich bei deinem Kreuz verwendest und mich deiner Leiden gewürdigt hast. Durch deine Leidenschaft für die Welt sind dein Herz, deine Hände und deine Füße durchbohrt worden. Aus Liebe zu den Menschen hast du mich mit deinem Kreuz berührt. Du hast mich dein Priester und dein Bischof werden lassen. Darum will ich mich besonders im Sterben im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus rühmen, durch das Freude in die Welt gekommen ist.

Im Stundengebet der Kirche bezeuge und bekenne ich mit unseren Priestern ausdrücklich:

„Christus, göttlicher Herr,
dich liebt, wer nur Kraft hat zu lieben:
unbewusst, wer dich nicht kennt; 
sehnsuchtsvoll, wer um dich weiß.

Christus, du bist meine Hoffnung

mein Friede, mein Glück, all mein Leben: 
Christus, dir neigt sich mein Geist; 
Christus, dich bete ich an.

Christus, an dir halt‘ ich fest 
mit der ganzen Kraft meiner Seele: 
dich Herr, lieb‘ ich allein – 
suche dich, folge dir nach.“

In dieser Freude versuchte ich, Ihnen allen im Erzbistum Köln zu dienen. Unsere Bischofsstadt Köln trägt den Ehrentitel „Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia“ (Heiliges Köln, von Gottes Gnaden der Römischen Kirche getreue Tochter). Ich habe in meinem bischöflichen Dienst versucht, dieser Auszeichnung zu entsprechen. Christus hat das Petrusamt in die Kirche eingestiftet, um den vielen Völkern in den verschiedenen Zeiten Orientierung und Halt zu geben. Das ist meine letzte Bitte an Sie alle um Ihres Heiles willen: Stehen 
Sie zu unserem Heiligen Vater. Er ist der Petrus von heute. Folgen Sie seiner Wegweisung. Hören Sie auf sein Wort. Petrus will nichts für sich, sondern alles für den Herrn und für seine Schwestern und Brüder.

Sie wissen alle, die Spanne meines Lebens umfasste drei gesellschaftli
che Systeme: Das zwöljährige Hitlerreich, die vierundvierzigjährige Herrschaft des Kommunismus und schon jetzt über zwanzig Jahre die freiheitliche Demokratie. In allen drei Lebensepochen hat mir der 
Dienst des Papstes immer Orientierung, Ermutigung und Beistand geschenkt. Haltet immer zum Papst, und ihr werdet Christus nie verlieren!

Nicht die Gnade, die der Apostel Johannes empfangen, begehre ich, nicht die Vergebung, mit der du dem Petrus verziehen, die nur, die du am Kreuz dem Schächer gewährt hast, die erflehe ich: „Heute noch 
wirst du mit mir im Paradies sein“ (Mk 15,43).

Joachim Kardinal Meisner

Erzbischof von Köln

Quelle: Erzbistum Köln Bild: Screens.

Tagesevangelium – 08.07.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,14-17

In jener Zeit kamen die Jünger Johannes des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab, und es entsteht ein noch größerer Riss.
Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Das Konzil von Trient – Teil 1

Pater Klaus Maria, Herz Jesu Franziskaner

Konzil von Trient: Die Heilige Messe ist dem Wesen nach ein wirkliches Opfer, kein Mahl.

Das Konzil von Trient legt ein für allemal unabänderliche Gegebenheiten des heiligen Messopfers der Katholischen Kirche fest, um die volle, reine, ja vollkommene Glaubenslehre für alle Zukunft zu erhalten. Deswegen darf sie auch nie dem jeweiligen „Zeitgeist“ angepasst und verändert werden, denn damit wäre der Grundstein gelegt, um die gesamte katholische Lehre nach und nach vollständig zu zerstören. Würde man nämlich diese einheitliche katholische Lehre jeder menschlichen Generation angepasst haben, so wäre an ihr heute nichts Katholisches mehr vorhanden, denn jede Generation denkt ein wenig anders. Deshalb wählte man ja auch die lateinische Sprache weltweit als die gemeinsame Kirchensprache, weil sich diese Sprache nie ändert und weil auch Laien die meisten Wörter der hl. Messe verstehen lernen kann. Ebenso muss es sich mit der Katholischen Lehre verhalten. Man darf sie nicht hundertemale ändern und nicht immer wieder an das zeitliche Denken anpassen. Die Katholische Lehre bezieht sich auf das Immerwährende, auf das Ewige, das sich nie ändert. Jesus Christus bleibt immer derselbe: gestern, heute und in alle Ewigkeit. Auch Sein heiliges und makelloses Kreuzesopfer bleibt immer dasselbe.
Bitte lesen Sie hier nachfolgend die ewig bindenden Bestimmungen des berühmten Konzils von Trient:

  1. Sitzung (1562): Die Lehre vom Heiligen Messopfer

Auf dass die alte, unbedingte, in jeder Hinsicht vollkommene Glaubenslehre der Katholischen Kirche über das große Geheimnis der Eucharistie erhalten bleibe und in ihrer Reinheit frei von Irrtümern und Irrlehren bewahrt werde, so lehrt und erklärt die heilige (…) Kirchenversammlung von Trient, erleuchtet vom Heiligen Geist, über sie als wahres und einzigartiges Opfer und bestimmt zur Predigt für das gläubige Volk folgendes:

  1. Kapitel: Die Einsetzung des heiligen Messopfers
    Da es nach dem Zeugnis des heiligen Paulus im Alten Bund wegen der Ohnmacht des levitischen Priestertums keine Vollendung gab, so musste nach der Anordnung Gottes, des Vaters der Erbarmungen, ein anderer Priester nach Melchisedechs Ordnung aufstehen, unser Herr Jesus Christus, der alle, die geheiligt werden sollten, vollenden und zur Heiligkeit führen konnte (vgl. Hebr 10,14). Dieser unser Gott und Herr hat zwar einmal auf dem Altar des Kreuzes sich selbst im Tod Gott Vater als Opfer darbringen wollen, um für jene die ewige Erlösung zu wirken. Weil aber durch den Tod sein Priestertum nicht ausgelöscht werden sollte, so wollte er beim letzten Mahl in der Nacht des Verrates seiner geliebten Braut, der Kirche, ein sichtbares Opfer hinterlassen, wie es die Menschennatur erforderte, in dem jenes blutige Opfer, das einmal am Kreuze dargebracht werden sollte, dargestellt, sein Andenken bis zum Ende der Zeiten bewahrt und seine heilbringende Kraft zur Vergebung der Sünden, die wir täglich begehen, zugewandt werden sollte. So sagte er von sich, dass er in Ewigkeit zum Priester bestellt sei nach der Ordnung des Melchisedech (s. Ps 109,4); er brachte Gott dem Vater seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten von Brot und Wein dar, reichte ihn den Aposteln, die er damals zu Priestern des Neuen Bundes bestellte, unter denselben Zeichen zum Genuss und befahl ihnen und ihren Nachfolgern im Priestertum dieses Opfer darzubringen mit den Worten: Tut dies zu meinem Andenken usf. (Lk 22,19; 1 Kor 11,24). So hat es die Katholische Kirche stets verstanden und gelehrt. Denn nach der Feier des alten Osterlamms, das die Schar der Söhne Israels zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten schlachtete, setzte er das neue Osterlamm ein, sich selbst, auf dass er von der Kirche durch die Priester unter sichtbaren Zeichen geopfert werde zum Gedächtnis an seinen Hinübergang aus der Welt zum Vater, als er uns durch das Vergießen seines Blutes erlöste, uns der Welt der Finsternis entriss und in sein Reich versetzte (Kol 1, 13).
    Das ist jenes reine Opfer, das durch keine Unwürdigkeit und Schlechtigkeit derer, die es darbringen, befleckt werden kann, von dem der Herr durch Malachias vorhersagte, es werde seinem Namen, der groß sein werde unter den Heidenvölkern, an jedem Ort als reine Gabe dargebracht (Mal I, II); auf das der Apostel Paulus im Brief an die Korinther nicht undeutlich anspielte, wenn er sagt, die sich durch Teilnahme am Tisch der Dämonen befleckt haben, die können nicht teilnehmen am Tisch des Herrn (1 Kor 10,21). Dabei versteht er unter dem Tisch beidemal den Altar. Es ist ferner jenes Opfer, das durch die vielfältigen Opfer zur Zeit des bloßen Naturgesetzes und des geoffenbarten Gesetzes vorgebildet wurde, da es ja alle Güter, die durch sie bezeichnet wurden, als ihre Erfüllung und Vollendung einschließt.
  2. Kapitel: Das sichtbare Opfer ist ein Sühneopfer für Lebende und Tote
    Weil in diesem göttlichen Opfer, das in der Messe gefeiert wird, derselbe Christus enthalten ist und unblutig geopfert wird, der sich selbst am Kreuzaltar dargebracht hat, so lehrt die heilige Kirchenversammlung: Dieses Opfer ist ein wirkliches Sühneopfer, und es bewirkt, dass wir „Barmherzigkeit erlangen und die Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe“ (Hebr 4,16), wenn wir mit geradem Herzen, mit rechtem Glauben, mit Scheu und Ehrfurcht, zerknirscht und bußfertig vor Gott hintreten. Versöhnt durch die Darbringung dieses Opfers, gibt der Herr die Gnade und die Gabe der Buße, und er vergibt die Vergehen und Sünden, mögen sie noch so schwer sein. Denn es ist ein und dieselbe Opfergabe, und es ist derselbe, der jetzt durch den Dienst der Priester opfert und der sich selbst damals am Kreuz darbrachte, nur die Art der Darbringung ist verschieden. Die Früchte jenes Opfers, des blutigen nämlich, werden durch dieses unblutige überreich erlangt; so wird durch dieses (unblutige Opfer) jenes (blutige) in keiner Weise verkleinert. Es wird deshalb nicht nur für die Sünden der lebenden Gläubigen, für ihre Strafen, Genugtuung und andere Nöte nach der Überlieferung der Apostel, sondern auch für die in Christus Verstorbenen, die noch nicht vollkommen gereinigt sind, mit Recht dargebracht.

Quelle & Bild: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 07.07.2017

 Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,9-13

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Gründer der Herz Jesu Franziskaner

   

Päpstlicher Legat – Erzbischof Pierre Martin Ngô Đình Thục

 

Motu proprio für Erzbischof Thuc

Pierre Martin Ngô Đình Thục (* 6. Oktober 1897 in Phu-Cam; † 13. Dezember 1984 in Carthage, Missouri, USA) war der erste römisch-katholische Erzbischof des 1960 neugeschaffenen Erzbistums Huê in Vietnam. Fälschlicherweise wurde behauptet Erzbischof Ngô Đình Thục habe den Stuhl Petri für vakant erklärt. Sedisvakantisten gestanden ein Dokument mit der vermeintlichen Unterschrift des Erzbischofs gefälscht zu haben. Es ist offenkundig, dass Sedisvakantisten Erzbischof Ngô Đình Thục instrumentalisierten und seine Gutgläubigkeit missbrauchten.

Gegen Ende des 2. Vatikanischen Konzils gründete Erzbischof Pierre Martin Ngô Đình Thục die Kongregation der Herz Jesu Franziskaner als Werk der katholischen Kirche gegen den herrschenden Modernismus. Sein jüngerer Bruder war Ngô Đình Diệm, Präsident von Südvietnam (* 3. Januar 1901; † 2. November 1963).

Papst Pius XI. erteilte Erzbischof Ngô Đình Thục besondere Vollmachten:

Mit der Fülle der Gewalt des Apostolischen Stuhles ernennen wir zu uns bekannten Zwecken Petrus Martinus Ngô Đình Thục, Titularbischof von Sesina, zu unserem Legaten mit allen nötigen Vollmachten.

Gegeben zu Rom bei St. Peter, am 15. März 1938 im 17. Jahr unseres Pontifikats, Pius PP. XI.

Erzbischof Pierre Martin Ngô Đình Thục machte bekannt, dass diese Vollmacht darin bestand, ohne Rückfrage beim Heiligen Stuhl und ohne päpstliches Mandat Bischöfe zu weihen, wenn es für das Heil der Seelen erforderlich sei. Diese Bevollmächtigung wurde durch ein Motu proprio erteilt.

 

Bischof Zamora, Erzbischof Thuc, Bischof Carmona

Quelle & Bild: Archiv der Herz Jesu Franziskaner