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Tagesevangelium – 03.07.2017
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 20,24-29
Thomas, genannt Didymus – Zwilling-, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner
Turbulenzen im Vatikan
Im Vatikan ist der Papst mit turbulenten Tagen konfrontiert. Nach der Beurlaubung seines Finanzchefs Kardinal George Pell trennt sich Franziskus nun auch vom deutschen Kardinal Gerhard Ludwig Müller, wie italienische Medien unter Berufung auf der römisch-katholischen Kirche nahestehende Nachrichtenseiten berichten. Müller ist Chef der Glaubenskongregation.
Seine nach fünf Jahren am Sonntag endende Amtszeit werde nicht verlängert, hieß es. Gründe für diesen Schritt wurden nicht genannt. Allerdings war bekannt, dass Franziskus und Müller nicht immer auf gleicher Linie lagen. Der Präfekt der Glaubenskongregation gilt als Vertreter des konservativen Flügels im Vatikan und hatte oft auch den Reformkurs von Franziskus kritisiert.
„Das ist eine Entlassung ins Nichts“
Der deutsche Theologe Wolfgang Beinert sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) von einer „Strafe“. „Das ist eine Entlassung ins Nichts“, sagte der ehemalige Hochschulprofessor am Samstag in München. „Wo wollen Sie so einen Mann hintun?“ Es gebe keine adäquate Lösung. Zumal Müller mit 69 Jahren für einen Kardinal recht jung und arbeitsfähig sei. Beinert sagte, das Verhältnis zwischen Papst Franziskus und Müller sei von Anfang an nie sehr innig gewesen. „Das sind von der Chemie her zwei verschiedene Leute, die von Natur aus nicht zusammenpassen.“
Für die Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“ bedeutet ein Wechsel in der Glaubenskongregation im Vatikan „die wertvolle Möglichkeit einer Neuorientierung“. Nach den Berichten über eine Trennung Papst Franziskus‘ von dem bisherigen Leiter der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, sprach „Wir sind Kirche“ von einer folgerichtigen Entscheidung. „Kardinal Müller hat sich immer wieder durch seine Belehrungen und Interpretationen des Papstamtes, zuletzt in seinem Buch „Der Papst“, zum Lehrmeister über den Papst erhoben“, hieß es in einer am Samstag in München verbreiteten Mitteilung.
Unterschiedliche Auffassungen
Doch auch die theologischen Auffassungen seien zu unterschiedlich gewesen. Besonders während der Familiensynode und nach Erscheinen des nachsynodalen Schreibens „Amoris Laetitia“ mit neuen Zugängen zu Sexualität und zum Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten seien die Differenzen klar zutage getreten. Als wichtigen Aufgabenbereich, für den der Glaubenspräfekt zuständig ist, nannte die Bewegung die Verfolgung sexueller Gewalt durch Priester.
Erst am Donnerstag hatte der Finanzchef des Vatikan, George Pell, wegen Missbrauchsvorwürfen angekündigt, sein Amt vorübergehend niederzulegen. Der australische Kardinal will in seine Heimat Australien zurückkehren, um sich den Missbrauchsvorwürfen zu stellen. Zuvor hatten die australischen Behörden ein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs gegen den 76-Jährigen eingeleitet. Pell, seit 2014 „Finanzminister“ des Vatikan, wies die Vorwürfe entschieden zurück. Diese seien „völlig falsch“.
Weitere Probleme
Der Papst ist mit weiteren Problemen konfrontiert. Vor zwei Wochen war der oberste Wirtschaftsprüfer des Vatikan nach zwei Jahren im Amt überraschend zurückgetreten. Der 68-jährige italienische Finanzexperte Libero Milone habe darum gebeten, vom Posten des Generalkontrollors entbunden zu werden. Laut der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ (Samstag) habe Milone auf das Amt verzichtet, weil der Papst ihn um eine Gehaltskürzung gebeten hatte. Milone kassierte laut dem Blatt 20.000 Euro brutto pro Monat, ein Betrag, der für den Vatikan als zu hoch galt.
Mit dem vor zwei Jahren geschaffenen Posten des Generalkontrollors wollte der Papst die Finanzverwaltung der Kurie nach einer Reihe von Skandalen einer schärferen Prüfung unterziehen. Der Generalkontrollor sollte zudem gemeinsam mit Pell und dem deutschen Kardinal Reinhard Marx das Wirtschaftssystem modernisieren. Der Laie Milone, der den Großteil seiner Karriere bei der Wirtschaftsprüfungsfirma Deloitte & Touche verbracht hatte, sei wegen seines direkten Charakters mit mehreren Kardinälen in Konflikt geraten, berichtete das Blatt.
Franziskus wird sich jetzt Zeit nehmen müssen, um zu entscheiden, wie es mit der Finanzverwaltung der Kurie weitergehen soll. Gemeinsam mit Milone hätte Pell die Modernisierung des Finanz- und Wirtschaftssystems des Vatikan vorantreiben sollen. Die Finanzen des Vatikan wurde lange nicht nach modernen Verfahrensweisen geführt, was bisweilen zur Unterschlagung von Mitteln führte. Die Einführung moderner Methoden durch Papst Franziskus stößt in Teilen der Kurie auf Vorbehalte, da dies alte Gewohnheiten durcheinanderbringt. Mit der Amtsniederlage von Milone und Pell drohen die Wirtschaftsreformen des Papstes zu versanden.
Quelle: oe24 Bild: CFM.SCJ Archiv Kairo
Katholische Tradition 2
Kardinal Gerhard Müller entlassen
(Rom) Kardinal Gerhard Müller wurde von Papst Franziskus als Präfekt der römischen Glaubenskongregation entlassen.
Müller, zuvor Bischof von Regensburg, war im Juni 2012 von Papst Benedikt XVI. an die Römische Kurie berufen worden, um die zentrale Aufgabe eines Wächters der Orthodoxie zu übernehmen. Am 2. Juli 2012 trat er sein Amt an. Zwischen Papst Franziskus und dem deutschen Kurienkardinal war das Verhältnis immer deutlich unterkühlt. Im Konflikt um die Bischofssynode über die Familie und das nachsynodale Schreiben Amoris laetitia sank es auf den Nullpunkt. Der Kardinal widersetzte sich mit Vehemenz einer Änderung der katholischen Ehe- und Morallehre, ohne den Papst direkt zu kritisieren. Zuletzt war immer intensiver über eine bevorstehende Entlassung spekuliert worden.
Heute wurde der Kardinal vom Papst in Audienz empfangen. Dabei soll Franziskus dem Glaubenspräfekten seine Entlassung mitgeteilt haben. Demnach dürfte die Audienz die letzte des Kardinals als Präfekt der Glaubenskongregation gewesen sein.
Wegen Verteidigung der überlieferten Lehre als „Papstgegner“ kritisiert
Je deutlicher Papst Franziskus und dessen direktes Umfeld, zu dem Kardinal Müller nie gehörte, bei der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion vollendete Tatsachen schafften, desto vehementer bekräftigte der deutsche Kardinal, daß niemand die überlieferte Lehre Jesu ändern könne, auch der Papst nicht. Die Tatsache, daß er Amoris laetitia im Licht der überlieferten Lehre las, genügte, ihn unter die „Papstgegner“ einzureihen.
Zum Beginn der zweiten Bischofssynode über die Familie gehörte Kardinal Müller zu den 13 Kardinälen, die mit einem spektakulären Protestbrief an Papst Franziskus für Aufsehen sorgten. Sie protestierten gegen die Synodenregie, die ihnen die Rolle bloßer Statisten zuweisen wollte, während die Ergebnisse schon im voraus festzustehen schienen.
Seither war die Tür von Franziskus für den Glaubenspräfekten zu. Nicht weil der Kardinal im Unrecht gewesen wäre, sondern weil durch den Brief die Strategie der päpstlichen Entourage durchkreuzt worden war.
Immer härter werdender Konflikt
Mit der Entlassung wartete Franziskus genau den Ablauf der auf fünf Jahre befristeten Amtsperioden ab. Die Entlassung hätte bereits im März 2013 erfolgen können, weil mit der Wahl eines neuen Papstes alle Kurienämter verfallen. Franziskus scheute jedoch zunächst zu radikale Eingriffe und bestätigte den Großteil der Mitarbeiter, wie es vatikanische Gepflogenheit ist. Schrittweise tauschte er dann führende Kurienvertreter aus. Die ersten Köpfe die rollten, waren exponierte „Ratzingerianer“ wie Kardinal Piacenza, der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinalsstaatssekretär Bertone, Kardinal Canizares, der Präfekt der Gottesdienstkongregation und Kardinal Burke, der Präfekt des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur.
Der kleine Formalismus, Kardinal Müller für eine vollständige Amtszeit im Amt belassen zu haben und nun sozusagen die legitime Möglichkeit einer Neubesetzung zu nützen, kann nicht über die Radikalität des Eingriffes hinwegtäuschen, in einem immer härter geführten Ringen um die Ausrichtung der Kirche.
Mit der Entlassung des Glaubenspräfekten kommen die Gleichgewichte im Vatikan, in die von Papst Franziskus mehrfach eingegriffen wurde, massiv ins Rutschen. Mit vorerst nicht absehbaren Folgen.
Quelle: katholisches.info Bild: CFM.SCJ Archiv Kairo
Homo-Orgie im Vatikan
Im Palazzo dell’ex Sant’Ufficio hatte der Sekretär des Kardinals Wohnung bezogen. Mutmaßlich, um wegen der staatsrechtlichen Besonderheiten des Gebäudes ungestört seine Homo-Feste mit Drogen und Alkohol feiern zu können. Diesen setzte die vatikanische Gendarmerie nun ein Ende.
(Rom) Die vatikanische Gendarmerie stürmte ein Apartment des Vatikans und beendete eine Homo-Orgie, bei der offenbar jede Menge Drogen und Alkohol im Spiel waren.
Inhaber des Apartments ist der Sekretär von Kardinal Francesco Coccopalmerio. Als die Gendarmerie mitten in die „Homo-Orgie“ platzte, wurde der Kardinal-Sekretär, ein Priester, in einem so „benebelten“ Zustand angetroffen, daß er zur Entgiftung in ein Krankenhaus mußte.
Die Wohnung des Sekretärs von Kardinal Coccopalmerio befindet sich im Palast des ehemaligen Heiligen Offiziums. Die vatikanische Gendarmerie hatte seit einiger Zeit Ermittlungen aufgenommen. Als sie in das Apartment eindrang, war gerade eine Homo-Orgie im Gange, bei der viel Alkohol und Drogen konsumiert worden waren. Wie viele Personen angetroffen wurden, ist bisher nicht bekannt.
Angehender Bischofskandidat?
Der Zugriff erfolgte auf vatikanischem Staatsgebiet. Der Hinweis ist nicht ohne Bedeutung. Der Haupteingang des Palastes befindet sich nämlich bereits auf italienischem Staatsgebiet und ist damit der Kontrolle der vatikanischen Gendarmerie entzogen, während die italienische Polizei – weil das Gebäude bereits zum Vatikanstaat gehört – ebenfalls nicht kontrolliert. Ein idealer Platz also, um ungestört zwielichtigen Aktivitäten nachzugehen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Hinweise auf ein ständiges Kommen und Gehen im Apartment gewesen, das von einer Größe ist, wie es eigentlich nur hohen Prälaten vorbehalten ist, aber nicht deren Sekretären. Verdacht ließ auch das luxuriöse Auto des Sekretärs schöpfen, das bestenfalls höchste Kirchenvertreter fahren, aber nicht ein einfacher Mitarbeiter. Wie der Sekretär zu diesem Apartment und zum Auto kam, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Der Priester wurde zur Entgiftung in die Klinik Pio XI gebracht. Inzwischen befindet er sich zur „spirituellen Besinnung“ in einem italienischen Kloster.
Luxus-BMW mit vatikanischem Kennzeichen schützte vor Kontrollen
Wie die Tageszeitung Il Fatto Quotidiano berichtete, habe das Luxusauto mit vatikanischem Autokennzeichen den Priester vor „unangenehmen“ Kontrollen durch die italienische Polizei geschützt. Auf diese Weise soll er verschiedene Personen, mutmaßlich auch Stricher, vor allem aber Drogen in den Vatikan geschmuggelt haben.
Der Prälat ist ein Protegé von Kardinal Francesco Coccopalmerio, dem er als persönlicher Sekretär diente. Coccopalmerio stammt aus dem Kreis um Kardinal Carlo Maria Martini SJ, dessen Weihbischof er von 1993-2007 war. Die Gesinnungsgemeinschaft der beiden hohen Prälaten litt unter einem Konkurrenzverhältnis. 2007 wurde Coccopalmerio von Benedikt XVI. zum Vorsitzenden des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte an die Römische Kurie berufen und im Februar 2012 in den Kardinalsstand aufgenommen.
Seit dem Amtsverzicht von Benedikt XVI. mutierte der Kardinal schnell zum Parteigänger des neuen Papstes. Im vergangenen Mai sprach der Kardinal davon, daß die Unterscheidung in „gültig“ und „ungültig“ überwunden werden müsse wie „regulär“ und „irregulär“. Im Februar legte er zur Verteidigung der „neuen Offenheit“ von Papst Franziskus eine Kleinschrift vor, mit der er das 8. Kapitel von Amoris laetitia rechtfertigte. Seine These für die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion läßt sich mit dem Satz zusammenfassen: „Ich möchte mich ja ändern, kann es aber nicht, darum gebt mir die Eucharistie“.
Sein Sekretär, der im Schutz des Vatikans Homo-Drogenpartys gab, galt zuletzt als angehender Kandidat für ein Bischofsamt.
Der Ärger im Vatikan sei groß über die peinliche Situation, die ein schlechtes Licht auf die Kirche wirft und die Gebäude im Vatikan besudelt.
Quelle: katholisches.info Bild: Screens.
Katholische Tradition 1
Leben mit dem Mordaufruf
Das Leben mit dem Mordaufruf – Wie Islamisten Hamed Abdel-Samad bekämpfen
Tagesevangelium – 02.07.2017
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 10,37-42
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner
ISIS angeblich umzingelt
Noch rund 4.000 IS-Kämpfer in der Stadt.
Die US-geführte Militäroffensive auf die IS-Hochburg Al-Raqqa in Nordsyrien nähert sich anscheinend ihrem Ende: Übereinstimmenden Angaben zufolge haben die Gegner der Terrororganisation deren inoffizielle Hauptstadt inzwischen vollständig umzingelt.
Den IS-Kämpfern sei der letzte Fluchtweg aus ihrem eingeschnürten Kontrollgebiet abgeschnitten worden, teilten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und kurdische Quellen am späten Donnerstagabend mit.
Bodeneinheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) setzten die „von ihrer Führung im Stich gelassenen“ Jihadisten an allen Fronten unter Druck, teilte ein Sprecher der Militäroperation „Inherent Resolve“ mit. Kurdischen Quellen zufolge befinden sich noch gut 4.000 IS-Kämpfer in Raqqa.
Neben dem fast komplett eroberten Mossul im Irak gilt Raqqa am Fluss Euphrat als wichtigste Stadt in den Händen des IS. Der Ort wird seit 2014 von den Extremisten beherrscht. Im November hatte die von den USA geführte Operation zur Befreiung der Stadt aus den Händen der Terrormiliz begonnen.
Quelle: oe24 Bild: Screens.







