Archiv der Kategorie: Allgemein

Gefeiert am 8. März

Hl. Johannes von Gott – Ordensgründer

* 8. März 1495 in Montemor-o-Novo in Portugal
† 8. März 1550 in Granada in Spanien

Johannes wurde 1495 in Portugal geboren. Als Achtjähriger lief er von zu Hause fort (oder wurde entführt) und führte in Spanien ein abenteuerliches Leben. Abwechselnd war er Schafhirt, Soldat gegen Franzosen und Türken, Handlanger in Afrika und Devotionalienhändler in Gibraltar und Granada. Eine Predigt des seligen Johannes von Avila erschütterte ihn so, dass er von da an (1539) sein Leben ganz in den Dienst der Armen und Kranken stellte. In der Krankenpflege und vor allem durch seine Art, die Geistesgestörten zu behandeln, war Johannes seiner Zeit weit voraus. Er gründete den Orden der Barmherzigen Brüder. Er starb 1550 in Granada und wurde 1690 heilig gesprochen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

08.03.2019 – Freitag nach Aschermittwoch

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst

„Dann werden sie fasten“

Unter den von der Kirche empfohlenen Bußübungen, besonders für die Fastenzeit, befindet sich auch das Fasten. Es beinhaltet eine besondere Genügsamkeit in der Nahrungsaufnahme, unter Sicherung der Grundbedürfnisse des Organismus. Es handelt sich hierbei um eine traditionelle Form der Buße, die nichts von ihrer Bedeutung verloren hat, und die wir vielleicht sogar wiederentdecken müssen, vor allem in diesem Teil der Welt und in dieser Umwelt, in der nicht nur reichlich Nahrung vorhanden ist, sondern manchmal auch Krankheiten durch Überernährung auftreten. Das Bußfasten unterscheidet sich deutlich von therapeutischen Diäten. Aber auf seine Art kann es als eine Therapie der Seele angesehen werden. Als Zeichen der Umkehr praktiziert, erleichtert es in der Tat das innere Bemühen, hellhörig für Gott zu werden. Fasten heißt, sich selbst zu bestätigen, was Jesus dem Satan erwiderte, der ihn nach vierzigtägigem Fasten in der Wüste versuchte: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“ (Mt 4,4). Heute fällt es schwer, besonders in den Wohlstandsgesellschaften, die Bedeutung dieser Worte des Evangeliums zu verstehen. Denn anstatt Bedürfnisse zu befriedigen, schafft die Konsumgesellschaft immer neue, und erzeugt dabei auch noch einen überhöhten Aktivismus. […] Neben anderen Bedeutungen hat das Bußfasten genau den Sinn, uns dabei zu helfen, die Innerlichkeit wiederzufinden. Das Bemühen, sich beim Essen zu mäßigen, erstreckt sich auch auf andere Dinge, die nicht notwendig sind, und bietet eine große Unterstützung für das geistliche Leben. Genügsamkeit, Betrachtung und Gebet gehen Hand in Hand. Man kann eine aktuelle Anwendung dieses Prinzips auf den Gebrauch der sozialen Massenmedien vornehmen. Sie haben einen unbestreitbaren Nutzen, dürfen aber nicht die „Meister“ unseres Lebens werden. In wie vielen Familien scheint das Fernsehen das Gespräch zwischen den Menschen zu ersetzen, anstatt es anzuregen! Ein gewisses „Fasten“ auch in diesem Bereich kann heilsam sein, entweder um mehr Zeit zum Nachdenken und zum Gebet zu haben oder zur Pflege menschlicher Beziehungen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 08.03.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,14-15

In jener Zeit kamen die Jünger Johannes‘ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Neue Vorwürfe gegen Nuntius Luigi Ventura

Gegen den Apostolischen Nuntius in Frankreich, Msgr. Luigi Ventura, wird eine dritte Anzeige wegen sexueller Übergriffe eingebracht. Dies berichtete der französischsprachige Radiosender RTL.

Laut Informationen des Senders betrifft die dritte Anzeige einen Vorfall, der sich anläßlich der Festlichkeiten zur Ablegung feierlicher Gelübde in einer italienischen Ordensgemeinschaft am 11. Dezember 2018 im Hotel Meurice in Paris zugetragen habe.

Gegen Msgr. Ventura, seit 2009 päpstlicher Botschafter in Paris, wird seit 24. Januar wegen sexueller Übergriffe ermittelt.

Die erste Anzeige gegen den Apostolischen Nuntius wurde durch die Tageszeitung Le Monde gemeldet. Der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz ermittelt wegen sexueller Belästigung eines Mitarbeiters der Pariser Stadtverwaltung. Der Vorfall soll sich am 17. Januar beim jährlichen Empfang der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo für die zivilen, diplomatischen und religiösen Vertreter zugetragen haben.

Rémy Heitz bekleidet den prestigeträchtigsten Posten eines Staatsanwaltes in Frankreich. Seine Ernennung sorgte daher für erhebliches Aufsehen, da Heitz gute Beziehungen zur bürgerlichen Opposition unterhält. Dennoch entschied sich Staatspräsident Emmanuel Macron trotz Kritik aus den Reihen der Sozialistischen Partei und linker Richterkreise für Heitz.

Zwei Tage nach der ersten Anzeige gegen Nuntius Ventura wurde eine zweite Anzeige von AFP berichtet. Auch das Opfer im zweiten Fall soll ein „Angestellter des Pariser Rathauses“ sein. Die sexuelle Zudringlichkeit des Nuntius habe sich ebenfalls beim Neujahrsempfang im Pariser Rathaus zugetragen, allerdings bereits ein Jahr zuvor. In beiden Fällen habe der Nuntius das Gesäß der Betroffenen berührt.

Die Angelegenheit ist pikant. Vor allem riskiert sie Komplikationen auf verschiedenen Ebenen zu provozieren. Der Heilige Stuhl hatte 2015 einen designierten französischen Botschafter wegen dessen Homosexualität abgelehnt. Sollten sich die Vorwürfe gegen den Apostolischen Nuntius erhärten, wird der Fall auch zu einer Glaubwürdigkeitsfrage für die Kirche.

(Ottawa) Gegen den Apostolischen Nuntius in Frankreich wurde auch in Kanada eine Beschwerde wegen unangemessenen Verhaltens eingebracht.

Der Vatikandiplomat Erzbischof Luigi Ventura vertritt seit 2009 den Heiligen Stuhl in Frankreich. Zuvor war er von 2001–2009 als Apostolischer Nuntius in Kanada tätig.

In Frankreich wird der Nuntius in drei Fällen von Männern der unangemessenen Annäherung beschuldigt. Die Vorwürfe wurden öffentlich bekannt und schaden dem Ansehen des Heiligen Stuhls. Der Apostolische Nuntius übt in Frankreich die Würde eines Doyens des Diplomatischen Corps aus.

Der nun in Kanada bekannt gewordene Vorfall soll sich am 26. Juli 2008 in Sainte-Anne-de-Beaupre zugetragen haben. Der Nuntius nahm an den Festlichkeiten zum 350-jährigen Bestehen des Wallfahrtsortes nahe der Stadt Quebec teil.

Christian Vachon, damals 32 Jahre alt und lebte in jenem Sommer im angrenzenden Kloster der Redemptoristen, die den Wallfahrtsort betreuen. Der Mann prüfte gerade seine Berufung zum Ordensleben und half durch verschiedene Tätigkeiten mit.

Am Festtag wurde ein Festessen ausgerichtet. Vachon servierte an der Festtafel. Bei dieser Gelegenheit habe ihm der Nuntius zweimal auf das Gesäß gegriffen, als er ihn bediente. Das erste Mal dachte Vachon, es müsse irgendwie unabsichtlich geschehen sein. Als es etwas später ein zweites Mal geschah, „war mir klar, daß er absichtlich mit der Hand auf mein Gesäß gegriffen hatte“.

Der Vorfall habe ihn „schwer irritiert, verstört und niedergeschlagen“, so Vachon. Er habe es nicht als „Verbrechen“ empfunden, aber „als unmoralisch“.

„Es war eine große Enttäuschung. Es war wie das Verhalten eines alten Lustmolchs. Es war nicht in Ordnung!“

Als nun die Fälle in Frankreich bekannt wurden, tauchten auch Fragen zu Venturas Dienstzeit in Kanada auf. Die Nuntiatur in Ottawa gab am 15. Februar mit einer Erklärung bekannt, daß der Nuntiatur keine Beschwerden gegen Ventura für den fraglichen Zeitraum vorliegen. Das veranlaßte Christian Vachon dem amtierenden Nuntius in Kanada zu schreiben und den Vorfall zu berichten.

„Noch am selben Tag rief mich Nuntius Luigi Bonazzi an.“

Die Nuntiatur bestätige auf Anfrage von Presence.info Vachons Beschwerde. Sie sei bereits dem Heiligen Stuhl zur Kenntnis gebracht worden. Es ist bisher die einzige Beschwerde, die Kanada betrifft.

Vatikansprecher Alessandro Gisotti erklärte, der Vatikan habe von einem möglichen Fehlverhalten von Nuntius Ventura aus den Medien erfahren und warte nun das Ergebnis der Untersuchungen ab.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Kasachstans Bischöfe in Rom

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Bischöfe Kasachstans bei Benedikt XVI. Weihbischof Athanasius Schneider, stehend 3.v.r.

(Rom) Kasachstans Bischöfe kamen zu ihrem Ad-limina-Besuch nach Rom. Am vergangenen Freitag wurden sie, von denen einer ein Opfer der „Revolution der Zärtlichkeit“ ist, von Papst Franziskus empfangen. Die Bischöfe besuchten aber nicht nur Franziskus.

Bekanntschaft mit der „Revolution der Zärtlichkeit“ machte Msgr. Athanasius Schneider, einer der profiliertesten Bischöfe der Weltkirche. Der polyglotte Rußlanddeutsche ist Weihbischof des Erzbistums Astana.

Zur zweiten Bischofssynode über die Familie verfasste er 100 Antworten auf ebenso viele Fragen im Zusammenhang mit der Ehe und der Familie. Er entfaltete darin systematisch die katholische Ehelehre und bot den Synodalen eine Orientierungshilfe.

Wiederholt meldet er sich zu Wort, um in einem zunehmenden Durcheinander selbst gegenüber hochrangigen Kirchenvertretern die katholische Position zu verteidigen.

Seit dem vergangenen Frühjahr muss er dem Apostolischen Nuntius melden, wenn er sein Bistum verlässt. Die von Rom verhängte Maßnahme gegen einen verdienten Bischof, der sich nichts zuschulden kommen hat lassen, dient der Kontrolle, aber auch der Einschüchterung.

Nach ihrer Audienz bei Papst Franziskus besuchten die Bischöfe Kasachstans noch einen zweiten „Papst“. Im Kloster Mater Ecclesiae trafen sie mit Benedikt XVI. zusammen.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Gefeiert am 7. März

Hl. Perpetua und Hl. Felizitas – Märtyrinnen

† 202 oder 203 in Karthago, dem heutigen Vorort von Tunis in Tunesien

In der Christenverfolgung des Kaisers Septimius Severus wurden Perpetua und Felizitas am 7. März 203 den wilden Tieren vorgeworfen, dann mit dem Dolch getötet. Perpetua war eine jungverheiratete Patrizierin aus Karthago. Ihr alter Vater besuchte sie im Gefängnis und wollte sie mit dem Hinweis auf ihr einjähriges Kind zum Abfall bewegen. Felizitas war eine Sklavin und hatte im Gefängnis kurz vor der Hinrichtung eine Tochter geboren. Über das Martyrium der beiden haben wir Nachrichten aus erster Hand, teils von Perpetua selbst, teils von Augenzeugen. Eine jugendliche Freude am heiligen katholischen Glauben spricht aus diesen Berichten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

07.03.2019 – Donnerstag nach Aschermittwoch

Hl. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997)

„Er nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“

Herr, dein Tod am Kreuz und deine Auferstehung mögen uns lehren, den Angriffen des täglichen Lebens die Stirn zu bieten und die Angst vor dem Tod zu überwinden, damit wir in einer größeren und kreativeren Fülle leben. Demütig und geduldig hast du die Nackenschläge des menschlichen Lebens wie auch die Qualen deiner Kreuzigung hingenommen. Hilf uns, die Nöte und Kämpfe, die jeder Tag uns bringt, wahrzunehmen als Chancen, zu wachsen und dir gleichförmiger zu werden. Mach uns fähig, ihnen geduldig und mutig zu begegnen, voll Vertrauen auf deinen Beistand. Lass uns begreifen, dass wir zur Fülle des Lebens nur gelangen, wenn wir unablässig uns selbst und unseren egoistischen Wünschen sterben. Denn nur wenn wir mit dir sterben, können wir mit dir auferstehen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 07.03.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 9,22-25

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen. Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 6. März

Hl. Fridolin von Säckingen – Glaubensbote am Oberrhein, Abt in Säckingen

* in Irland
† um 540  in Säckingen in Baden-Württemberg

Fridolin von Säckingen war aus Irland gebürtig. Er kam als missionierender Wander-Mönch nach Gallien, baute in Poitiers, Straßburg, Konstanz und Chur Kirchen zu Ehren des hl. Hilarius. In Säckingen baute er ein Männer- und ein Frauenkloster. Die Klosterschule wurde lebendiger Mittelpunkt der Kultur und des Christentums im oberrheinischen Gebiet. Fridolin starb um 540, an einem 6. März.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

06.03.2019 – Aschermittwoch – Beginn der Fastenzeit

Hl. Petrus Chrysologus (406-450) Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer

Übungen der Fastenzeit: Almosen, Gebet, Fasten

Meine Brüder, heute beginnen wir die große Reise der Fastenzeit. Schaffen wir also unseren ganzen Vorrat an Essen und Trinken auf unser Schiff, indem wir die reiche Barmherzigkeit dort verstauen, die wir brauchen werden. Denn unser Fasten hat Hunger, unser Fasten hat Durst, wenn es sich nicht von Güte ernährt, wenn es seinen Durst nicht an der Barmherzigkeit löscht. Unser Fasten friert, unser Fasten scheitert, wenn die Wolle des Almosens es nicht bedeckt, wenn das Gewand des Mitleids es nicht einhüllt. Brüder, was der Frühling für das Erdreich ist, das ist die Barmherzigkeit für das Fasten: Der sanfte Frühlingswind bringt alle Knospen im weiten Land zur Blüte; das barmherzige Fasten lässt all unsere Saaten wachsen und blühen, lässt sie Frucht tragen bis zur himmlischen Ernte. Was das Öl für die Lampe ist, ist die Güte für das Fasten. Wie das Fett des Öles das Licht der Lampe zum Leuchten bringt und sie mit so wenig Nahrung zum Trost einer ganzen Nacht leuchten lässt, so bringt die Güte das Fasten zum Leuchten: Es sendet Strahlen aus, die in der Enthaltsamkeit ihren vollen Glanz entfalten. Was die Sonne für den Tag ist, das ist das Almosen für das Fasten: Der Glanz der Sonne verstärkt die Helligkeit des Tages und zerstreut das Dunkel der Wolken. Das Almosen, welches das Fasten begleitet, heiligt die Heiligkeit und vertreibt, dank des Lichtes der Güte, alles aus unseren Wünschen, was todbringend sein könnte. Kurz gesagt: Was der Leib für die Seele ist, das ist die Großherzigkeit für das Fasten: Wenn die Seele den Körper verlässt, bringt sie ihm den Tod; wenn die Großherzigkeit das Fasten nicht mehr begleitet, ist es sein Tod.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria