Archiv der Kategorie: Allgemein

Gefeiert am 27. Januar

Hl. Angela Merici – Ordensgründerin

* 21. März 1474 in Desenzano am Gardasee in Italien
† 27. Januar 1540 in Brescia in Italien

Angela Merici, bei Desenzano am Gardasee geboren, lebte seit 1516 in Brescia und gründete am 25. November 1535 die „Genossenschaft der heiligen Ursula“ (Ursulinen), die als erstes „Säkularinstitut“ gelten kann. Die Mitglieder dieses Ordens sollten in ihrer Familie und ohne Ordenstracht leben, die evangelischen Räte befolgen und sich vor allem der Erziehung der weiblichen Jugend widmen. In einer Zeit des Luxus und der sittlichen Verwahrlosung galt ihre Sorge vor allem den Mädchen aus den armen Volksschichten. Die große Erzieherin, die ihrer Zeit weit voraus war, starb am 27. Januar 1540. Sie wurde 1807 heilig gesprochen.

Mit Liebe

„Ich bitte euch sehr, bemüht euch, eure Mädchen mit Liebe an euch zu ziehen. Führt sie mit sanfter und milder Hand, nicht gebieterisch oder mit Härte. Das heißt Seelen befreien: wenn man den Schwachen und Schüchternen Mut macht, sie mit Liebe zurechtweist, allen durch das Beispiel predigt und ihnen die große Freude verkündet, die dort oben für sie bereitet ist.“ (Angela Merici)

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

27.01.2019 – 3. Sonntag im Jahreskreis

Hl. Ambrosius (340-397) – Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

„Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“

Lösche deinen Durst zunächst am Alten Testament und trinke dann aus dem Neuen. Wenn du nicht aus ersterem trinkst, kannst du dich nicht am zweiten laben. Trink aus ersterem, um deinen Durst zu stillen, aus dem zweiten aber um ihn ganz zu löschen […] Trinke aus dem Alten und dem Neuen Testament, denn in beiden trinkst du Christus. Lösche deinen Durst mit Christus, denn er ist der Weinstock, er ist der Fels, aus dem Wasser sprudelte, er ist die Quelle des Lebens. Trinke Christus, denn er ist der Strom, dessen Wasser die Gottesstadt erquicken, er ist der Friede, und aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Trinke Christus, um dich am Blut deiner Erlösung und des Wortes Gottes zu erquicken. Das Alte Testament ist sein Wort, das Neue Testament ebenfalls. Man trinkt die Heilige Schrift und man isst sie, und dann steigt das ewige Wort, das Wort Gottes, herab in die Adern des Geistes und in das Leben der Seele: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ Erquicke dich also an diesem Wort, aber in der richtigen Reihenfolge: trinke es zuerst aus dem Alten Testament, und dann sogleich aus dem Neuen. Er selber sagt gleichsam mit Nachdruck: „Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.“ Trink also ohne Verzug, und ein helles Licht wird dich erleuchten: nicht mehr das Licht des Tages, der Sonne oder des Mondes, sondern jenes Licht, das den Schatten des Todes vertreibt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 27.01.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,1-4.4,14-21

Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 26. Januar

Hl. Timotheus: Mitarbeiter des Apostel Paulus, Bischof von Ephesus, Märtyrer
* in Lystra, heute Ruinen bei Hatunsaray bei Konya in der Türkei
† 97 in Ephesus, heute Ruinen bei Selçuk in der Türkei

Hl. Titus: Schüler des Apostel Paulus, erster Bischof von Kreta
* in Griechenland
† um 97 auf Kreta

Timotheus und Titus sind die bekanntesten Schüler des Apostels Pau­lus und werden deshalb gemeinsam am Tag nach Pauli Bekehrung gefeiert.

Timotheus, Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdischen Mutter, stammte aus Lystra (in der heutigen Türkei). Paulus fand ihn dort auf der ersten Missionsreise, und da er ihm empfohlen wurde, nahm er ihn auf seine weitere Reise mit (Apg 16, 1-5). Im Kap. 17 der Apostelgeschichte finden wir Timotheus zusammen mit dem anderen Begleiter des Paulus, Silas, in Beröa, von wo Paulus heimlich fliehen muss. Die beiden schließen sich Paulus wieder in Korinth an (Apg 18, 5). Später schickt Paulus Timotheus nach Mazedonien voraus (Apg 19, 22), im Kap. 20 finden wir sie wieder zusammen. Timotheus war Pauli treuester Begleiter und Mitarbeiter. Auch während der römischen Gefangenschaft war er bei Paulus. Nach alter Überlieferung war Timotheus der erste Bischof von Ephesus. Zwei von den paulinischen Briefen sind an ihn gerichtet.

Titus ist geborener Heide. In der Apostelgeschichte wird er merkwürdigerweise nicht erwähnt, dagegen in den Paulusbriefen oft Mitarbeiter des Paulus genannt. Paulus hat ihn für das Christentum gewonnen, ihn zum sog. Apostelkonzil nach Jerusalem mitgenommen und ihm wichtige Aufgaben anvertraut. Einer der Paulusbriefe ist an Titus gerichtet. Nach der Überlieferung wurde er von Paulus zum ersten Bischof von Kreta bestellt.

Paulus an Timotheus:

„Es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen zahlreiche Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln … Du aber sei in allem nüchtern, ertrag das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle deine Aufgabe!“ (2 Tim 4, 3-5)

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

26.01.2019 – Gedenktag des Hl. Timotheus und Titus

Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350) – Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer

Timotheus und Titus verbreiten den Glauben der Apostel in der ganzen Welt

Die Kirche heißt katholisch, weil sie auf dem ganzen Erdkreis, von dem einen Ende bis zum anderen, ausgebreitet ist, weil sie allgemein und ohne Unterlass all das lehrt, was der Mensch von dem Sichtbaren und Unsichtbaren, von dem Himmlischen und Irdischen wissen muss, weil sie das ganze Menschengeschlecht, Herrscher und Untertanen, Gebildete und Ungebildete, zur Gottesverehrung führt, weil sie allgemein jede Art von Sünden, die mit der Seele und dem Leibe begangen werden, behandelt und heilt, endlich weil sie in sich jede Art von Tugend, die es gibt, besitzt, mag sich dieselbe in Werken oder Worten oder in irgendwelchen Gnadengaben offenbaren. Der Name Kirche (ἐκκλησία) [ekklēsia] erklärt sich daraus, daß durch sie alle Menschen berufen und vereint werden. Im Buch Levitikus sagt der Herr: „Versammle (ἐκκλησίασον) [ekklēsiason] die ganze Gemeinde vor der Türe des Zeltes des Zeugnisses!“ (8,3). […] Im Buch Deuteronomium spricht Gott zu Moses: „Versammle (ἐκκλησίασον) [ekklēsiason] vor mir das Volk! Sie sollen meine Worte hören, dass sie mich fürchten lernen!“ (4,10). […] Und der Psalmist sagt: „Ich will dich preisen, o Herr, in großer Versammlung (ἐκκλησία) [ekklēsia], vor zahlreichem Volke will ich dich loben“ (34,18). […] Seitdem aber die Juden den Erlöser verfolgt haben und deshalb aus der Gnade verstoßen worden sind, hat der Erlöser mit der Gründung unserer heiligen christlichen Kirche eine zweite Kirche, und zwar aus den Heiden, erbaut. Zu Petrus sagte er über dieselbe: „Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16,18). […] Nachdem die eine, jüdische Kirche verworfen ist, mehren sich auf dem ganzen Erdkreis die christlichen Kirchen, worüber in den Psalmen gesagt ist: „Singet dem Herrn ein neues Lied! Sein Lob erschalle in der Kirche der Heiligen!“ (149,1). […] Über diese heilige katholische Kirche schreibt Paulus an Timotheus: „Du sollst wissen, wie du zu wandeln hast im Hause Gottes, welches ist die Kirche des lebendigen Gottes, die Säule und Grundfeste der Wahrheit“ (1 Tim 3,15).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 26.01.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,1-9

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 25. Januar

Hl. Poppo – Abt in Stablo und Malmédy

* um 978 in Deynze in Belgien
† 25. Januar 1048 in Marchiennes in Frankreich

Poppo stammte aus einem Adelsgeschlecht und wurde zum Ritter ausgebildet. Um 1000 unternahm er eine Wallfahrt ins Heilige Land, auf der Rückreise besuchte er die Gräber der Apostel Petrus und Paulus in Rom und trat 1005 in Reims ins Kloster ein. 1008 ging er ins Kloster St-Vanne bei Verdun, um dem berühmten Abt und Klosterreformer Richard nahe zu sein. 1020 wurde er von Kaiser Heinrich II. zum Abt in Stablo, dem heutigen Stavelot, und Malmedy in Belgien ernannt.

Poppo wurde zum Reformer, der das Mönchtum auf seine Wurzeln zurückführen wollte, und zum Leiter von 17 Abteien, so ab 1025 1.Abt des neu gegründeten Klosters Limburg bei Bad Dürkheim. Er war ein glänzender Organisator und strenger Asket. Die Legende erzählt, dass er einen vom Wolf getöteten Hirten wieder zum Leben erweckte.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo