Archiv der Kategorie: Allgemein

Tagesevangelium – 22.12.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,46-56

In jener Zeit sagte Maria:
Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen.
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Bischofs-Skandal vor Weihnachten

Affären, Machtmissbrauch und am Ende Millionenschulden: Schon als Bischof Alois Schwarz am 1. Juli 2018 von der Diözese Gurk-Klagenfurt nach St. Pölten versetzt wurde, brodelte die Gerüchteküche. Jetzt liegt der Prüfbericht des Bistums vor. Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger, der den Fall aufarbeiten muss, spricht sogar von einem „System Schwarz“. Der Report ­listet eine ganze Reihe von schweren Mängeln auf. Der Schlüssel für den Skandal liegt im privaten Umfeld des Bischofs: aufwendiger Lebens­stil, „Abhängigkeitsverhältnis zu einer Frau, die seine engste Mitarbeiterin war“, und ein daraus resultierendes Finanzfiasko.

  • Bis 2015 war der Rechnungsabschluss des Bistums Gurk noch positiv.
  • 2016 drehte das Ergebnis auf minus 0,7 Millionen Euro, im vergangenen Jahr waren es bereits 1,9 Millionen.

Grund für den Absturz laut Prüfbericht: heftige Verluste im Hotel- und Bildungsbereich des Bistums Gurk. Das Bistum betreibt im Stift Sankt Georgen am Längsee ein Hotel und ein Bildungshaus. Leiterin war bis zum Sommer Andrea Enzinger, die engste Vertraute des Bischofs. In den Ausbau des Saunabereiches des Hotels am Längsee sollten ursprünglich sogar 2,5 Mil­lionen investiert werden. Die „abgespeckte Version des Badehauses“ kostet immerhin noch eine Million.

Mitarbeiter nannten die Freundin „die Bischöfin“

Millionen. Ausgeglichen wurden die Verluste aus Hotel- und Bildungsbereich jeweils durch die Einnahmen des Bistums. Auch bauten der Bischof und seine Vertraute ein Forstanwesen des Bistums auf der Flattnitz in Kärnten zu einer „Erholungsoase“ aus. Hier soll der Bischof, schreibt News, gemeinsam mit seiner Vertrauten immer wieder „Hof gehalten und Gäste empfangen haben, auch Damen“.

Im Prüfungsbericht heißt es dazu über die Vertraute des Bischofs: „Enzinger agierte (…) inkompetent, willkürlich und sehr oft auf den Bischof verweisend (‚Der Herr Bischof wünscht das.‘)“.

Intern hieß Andrea Enzinger deshalb auch „die Bischöfin“. Ihr Agieren wird als „unberechenbar“, „nicht kommunikativ“ und „unprofessionell“ bezeichnet: „Angst, Intrige und Mobbing“ herrschten vor.

Letztlich sei das Arbeits­klima im Bistum so schrecklich gewesen, dass sich Mitarbeiter in anonymen Briefen an Medien wandten. Bischof Schwarz engagierte darauf den Ex-Chef des österreichischen Verfassungsschutzes als Detektiv, um den Maulwurf zu finden.

Im Sommer zog der Vatikan den Schlussstrich. Der Bischof wurde nach St. Pölten versetzt, seine Vertraute abgelöst. Nun die harte Abrechnung mit dem System des Bischofs. Der schweigt zu allen Vorwürfen.

Quelle: oe24 Bild: © APA/Hans Punz

 

Gefeiert am 21. Dezember

Seliger Peter Friedhofen – Ordensgründer

* 25. Februar 1819 in Weitersburg bei Koblenz in Rheinland-Pfalz
† 21. Dezember 1860 in Koblenz in Rheinland-Pfalz

Der Bauernsohn Peter Friedhofen wurde schon früh Vollwaise, Schornsteinfeger wurde sein Beruf. Als sein Bruder Jakob starb, versorgte er dessen Witwe mit ihren elf Kindern. Neben all diesen Aufgaben gründete er in mehreren Pfarreien Aloisius-Bruderschaften für Jugendliche mit einer vom Trierer Bischof genehmigten Regel. Seine Liebe zu Kranken und Hilflosen führte dann zur Einrichtung eines Hauses in Weitersburg und zur Gründung der Kongregation der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf zur Betreuung und Versorgung Kranker, die 1850 anerkannt wurde; er selbst erlernte bei den Alexianern in Aachen die Krankenpflege und absovierte das Noviziat. 1851 verlegte er den Sitz der Gemeinschaft nach Koblenz, sie wurde in der ambulanten Krankenpflege aktiv. Im selben Jahr empfingen Peter und zwei Brüder ihr Ordenskleid. Es folgte 1853 die Gründung in Trier und dann weitere im Ausland.

Peter Friedhofen widmete sich vor allem der religiösen Prägung junger Brüder; das Gebet, die Verehrung der Gottesmutter Maria und der Geist der Armut lagen ihm am Herzen. 1860 erlag er mit erst 41 Jahren der Lungentuberkolose, an der er viele Jahre gelitten hatte. Seine Gemeinschaft umfasste damals 44 Brüder.

In der Maria-Hilf-Kapelle beim Mutterhaus des Ordens in Trier ruhen seit 1928 Peters Gebeine. Heute ist der Orden in Europa, Südamerika und Asien tätig. In Rom betreuen die Barmherzigen Brüder die Domitilla-Katakomben und das Gästehaus Casa Domitilla.

Quelle & Bild: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

21. Dezember in der Adventszeit

Origenes (185-253) – Priester und Theologe

„Maria machte sich auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa“

„Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel“ (Hld 2,8). Christus hat sich der Kirche zuerst nur durch seine Stimme zu erkennen gegeben. Anfangs hat er seiner Stimme durch die Propheten Gehör verschafft; ohne selbst zu erscheinen, ließ er sich vernehmen. Seine Stimme war in den Botschaften vernehmbar, die ihn ankündigten, und in dieser ganzen Zeit nahm ihn die von Anbeginn der Welt versammelte Braut-Kirche lediglich durch Hören wahr. Doch eines Tages hat sie ihn mit eigenen Augen gesehen und gesagt: „Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge“! […] Und jede Seele, sofern die Liebe zum Logos sie erfasst hat […], empfindet Glück und Trost, wenn sie die Gegenwart des Bräutigams spürt, wo sie doch vorher dem schwierigen Wortlaut des Gesetzes und der Propheten ausgesetzt war. In dem Maße, wie sich der Bräutigam den Gedanken der Seele nähert, um sie in ihrem Glauben zu erleuchten, sieht sie ihn über Berge und Hügel hüpfen […] und kann mit Recht sagen: „Sieh da, er kommt!“ […] Gewiss, der Bräutigam hat seiner Braut, d.h. seinen Jüngern, versprochen: „Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20). Das hindert ihn aber nicht daran, auch zu sagen, dass er geht, um sein Reich in Besitz zu nehmen (Lk 19,12). Da ertönt wieder mitten in der Nacht der Ruf: „Siehe, der Bräutigam!“ (Mt 25,6). Mal ist der Bräutigam also gegenwärtig und unterweist; mal sagt man, er sei abwesend und man hat Sehnsucht nach ihm […] Wenn also die Seele zu verstehen sucht und es ihr nicht gelingt, ist für sie der Logos abwesend. Findet sie aber, was sie sucht, so ist er zweifelsfrei gegenwärtig und erleuchtet sie mit seinem Licht. […] Wenn nun auch wir den Logos, den Bräutigam der Seele, sehen wollen, wie er „über die Hügel springt“, dann lasst uns zuerst auf seine Stimme hören, und dann werden auch wir ihn sehen können.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 21.12.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,39-45

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Kardinal Zen: „Ich muss mich entscheiden“

Global Times über die vatikanische Delegation in der Volksrepublik China..

Kardinal Zen: „Ich muss mich entscheiden zwischen Rebellion gegen den Papst und Schweigen“

(Rom/Peking) Vatikansprecher Greg Burke bestätigte indirekt die vatikanische Operation in der Volksrepublik China, legitime, romtreue Bischöfe zum Rücktritt zu zwingen, damit sie bisher schismatischen, regimehörigen Bischöfen Platz machen.

„Praktische Schritte“

In der Samstagsausgabe, 15. Dezember, berichtete die Gobal Times, eine regimenahe, englischsprachige Tageszeitung in der Volksrepublik China, über die Anwesenheit einer vatikanischen Delegation in China. Diese habe sich im kommunistischen Großreich wegen „praktischer Schritte in der Umsetzung des Abkommens über die Bischöfe“ aufgehalten.

Im vergangenen September wurde erstmals seit der kommunistischen Machtübernahme 1949 zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, dessen Inhalt aber von beiden Seiten geheimgehalten wird. Wie die Global Times bestätigte, geht es darin um die Bischofsernennungen.

Das kommunistische Regime gründete 1958 eine eigene, vom Regime abhängige und von Rom getrennte katholische Kirche, die sogenannte „Patriotische Vereinigung“ und ernennt seither eigene Bischöfe ohne die Zustimmung Roms. Diese regimehörigen Bischöfe wurden von Rom exkommuniziert.

Gleichzeitig mit der Unterzeichnung des Geheimabkommens hob Papst Franziskus die Exkommunikation dieser Bischöfe auf und erkannte sie als legitime Bischöfe an. Das Abkommen scheint zudem vorzusehen, dass diese Bischöfe von Rom als Diözesanbischöfe eingesetzt und anerkannt werden müssen. Seit Herbst 2017 ist bekannt, dass der Vatikan zwei romtreue Bischöfe zum Rücktritt drängt, um Platz für bisher exkommunizierte Bischöfe zu machen.

Vergangene Woche, wie die Zeitung berichtete, hielt sich eine vatikanische Delegation im „Reich der Mitte“ auf, um „Gespräche über die Umsetzung eines Abkommen über die Ernennung der Bischöfe“ zu führen. Dies „sagte ein Sprecher des Heiligen Stuhls“. Gespräche wurden „sowohl mit Vertretern der Regierung als auch der Kirche geführt“.

Bei dem Sprecher handelte es sich, wie aus dem Artikel hervorgeht, um Vatikansprecher Greg Burke, der am vergangenen Freitag von der chinesischen Zeitung kontaktiert wurde.

Die Zeitung zitierte auch Wang Meixiu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der die Annahme äußerte, dass es bei den Gesprächen um die Besetzung vakanter Bischofstühle ging.

Das „neue Modell“

Global Times bestätigte zudem, dass ein vom Regime ernannter Bischof vom Vatikan als legitimer Diözesanbischof eingesetzt wird. Untergrundbischof Guo Xijin von Mindong habe am vergangenen Freitag die päpstliche Aufforderung zum Rücktritt akzeptiert. An seine Stelle tritt der vom Regime eingesetzte Bischof Zhan Silu.

Bischof Guo Xijin war ein Gesprächspartner der vatikanischen Delegation. Er wird, wie der Vatikan wünscht, künftig Weihbischof von Bischof Silu in seinem bisherigen Bistum sein. Dies bestätigte er selbst gegenüber Global Times nach dem Treffen mit der Delegation aus dem Vatikan.

Global Times stellte den ungewöhnlichen Rücktritt und Rollentausch als „normale Rochade“ dar, die auf „praktische“, kirchliche „Notwendigkeiten“ zurückgehe.

Die Rede ist von einem „neuen Modell“, das, wenn von beiden Seiten „mit gutem Willen“ akzeptiert, bezüglich der Bischofsernennungen etabliert werden könnte. Sollte das übersetzt heißen, dass die Diözesanbischöfe künftig aus der regimehörigen Patriotischen Vereinigung und die Weihbischöfe aus der Untergrundkirche kommen?

Global Times abschließend:

„Das Presseamt des Heiligen Stuhls antwortete nicht auf die Fragen, ob die Mission der Delegation auch Diskussionen über die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen oder eines möglichen Besuchs von Papst Franziskus in China umfasste.“

Kardinal Zen: „Inakzeptabel, deshalb werden ich ab nun schweigen“

Unterdessen äußerte sich Kardinal Joseph Zen, der emeritierte Bischof von Hong Kong und graue Eminenz der chinesischen Untergrundkirche, zu den jüngsten Vorkommnissen. Er zeigte sich gegenüber dem Monatsmagazin Tempi enttäuscht darüber, dass Rom legitime und treue Bischöfe zum Rücktritt zwingt, um Bischöfe einzusetzen, die bisher untreu waren und sich von Rom abgewandt hatten.

„Ich habe diesen beiden Bischöfen gesagt, dass sie nicht freiwillig zurücktreten sollen, um nicht mit dem Bösen zu kooperieren. Ich habe ihnen aber auch geraten, zu gehorchen, wenn der Papst es befiehlt, weil einem Befehl des Papstes immer gehorcht werden muss.“

Zum Jahresbeginn erlebte Kardinal Zen die große Niederlage, als klar wurde, dass Papst Franziskus gegen alle Warnungen das Abkommen mit Peking anstrebt. Wegen dieser Enttäuschung hieß es zuletzt, der Kardinal überlege, da es ihm wegen seines Amtes und als Katholik unmöglich sei, den Papst zu kritisieren, sich in ein Kloster zurückzuziehen und zu schweigen.

„Es gibt das Problem der sieben exkommunizierten und von Franziskus begnadigten Bischöfe. Bisher wurde keiner von ihnen an die Spitze einer Diözese gestellt. Falls dies geschieht, werde ich für immer schweigen, denn das wäre inakzeptabel und würde mich zwingen, mich entscheiden zu müssen, zwischen gegen den Papst zu rebellieren oder zu schweigen. Ich werde schweigen.“

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Gefeiert am 20. Dezember

Hl. Hoger (Holger) – Erzbischof von Hamburg-Bremen

† 20. Dezember 916

Hoger war verwandt mit Wigbert von Verden, der dort 874-908 Bischof war. Zunächst war Hoger Mönch im Kloster Corvey, wurde aber dann Koadjutor des Erzbischofs Adalgar von Hamburg. Als Adalgar starb, wurde Hoger durch den Erzbischof von Köln zu dessen Nachfolger geweiht und war 909 bis 915 Erzbischof von Hamburg und Bischof von Bremen. Seiner Jurisdiktion unterstanden auch die Bistümer der nordischen Länder sowie die Slawenstämme zwischen Peene und Eider. Hoger achtete streng auf Einhaltung der kirchlichen Ordnung und Lehre und visitierte die Klöster seiner Diözese.  Er soll im Bremer Dom bestattet worden sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

20. Dezember in der Adventszeit

Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942)

Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas

„Die Mutter aller Lebendigen“ (Gen 3,20)

Er sah „die heilige Stadt, das Jerusalem, herabsteigen aus dem Himmel von Gott, bereitet wie eine Braut, die für ihren Gemahl geschmückt ist“ (Offb 21,2 und 9ff.). Wie Christus selbst vom Himmel auf die Erde herabgestiegen ist, so hat auch Seine Braut, die Heilige Kirche, im Himmel ihren Ursprung: aus Gottes Gnade ist sie geboren, ja mit dem Gottessohn selbst ist sie herabgestiegen, unlöslich ist sie mit Ihm verbunden. Aus lebendigen Steinen ist sie gebaut; ihr Grundstein wurde gelegt, als das Wort Gottes im Schoß der Jungfrau die menschliche Natur annahm. Damals schlang sich zwischen der Seele des göttlichen Kindes und der Seele der jungfräulichen Mutter jenes Band innigster Einigung, das wir Brautschaft nennen. Vor aller Welt verborgen war das himmlische Jerusalem auf die Erde herabgekommen. Aus dieser ersten bräutlichen Verbindung mussten alle lebendigen Bausteine geboren werden, die sich zu dem gewaltigen Bau fügen sollten: jede einzelne durch die Gnade zum Leben erweckte Seele. Die bräutliche Mutter sollte Mutter aller Erlösten werden […].

Quelle: Edith-Stein-Gesamtausgabe, Band 20, Geistliche Texte II, 2. Teil, 7. Hochzeit des Lammes (14. September 1940), S. 79–80 Bild: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 20.12.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,26-38.

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé