Archiv für den Monat: Juli 2017

Kardinal Gerhard Müller entlassen

(Rom) Kardinal Gerhard Müller wurde von Papst Franziskus als Präfekt der römischen Glaubenskongregation entlassen.

Müller, zuvor Bischof von Regensburg, war im Juni 2012 von Papst Benedikt XVI. an die Römische Kurie berufen worden, um die zentrale Aufgabe eines Wächters der Orthodoxie zu übernehmen. Am 2. Juli 2012 trat er sein Amt an. Zwischen Papst Franziskus und dem deutschen Kurienkardinal war das Verhältnis immer deutlich unterkühlt. Im Konflikt um die Bischofssynode über die Familie und das nachsynodale Schreiben Amoris laetitia sank es auf den Nullpunkt. Der Kardinal widersetzte sich mit Vehemenz einer Änderung der katholischen Ehe- und Morallehre, ohne den Papst direkt zu kritisieren. Zuletzt war immer intensiver über eine bevorstehende Entlassung spekuliert worden.

Heute wurde der Kardinal vom Papst in Audienz empfangen. Dabei soll Franziskus dem Glaubenspräfekten seine Entlassung mitgeteilt haben. Demnach dürfte die Audienz die letzte des Kardinals als Präfekt der Glaubenskongregation gewesen sein.

Wegen Verteidigung der überlieferten Lehre als „Papstgegner“ kritisiert

Je deutlicher Papst Franziskus und dessen direktes Umfeld, zu dem Kardinal Müller nie gehörte, bei der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion vollendete Tatsachen schafften, desto vehementer bekräftigte der deutsche Kardinal, daß niemand die überlieferte Lehre Jesu ändern könne, auch der Papst nicht. Die Tatsache, daß er Amoris laetitia im Licht der überlieferten Lehre las, genügte, ihn unter die „Papstgegner“ einzureihen.

Zum Beginn der zweiten Bischofssynode über die Familie gehörte Kardinal Müller zu den 13 Kardinälen, die mit einem spektakulären Protestbrief an Papst Franziskus für Aufsehen sorgten. Sie protestierten gegen die Synodenregie, die ihnen die Rolle bloßer Statisten zuweisen wollte, während die Ergebnisse schon im voraus festzustehen schienen.

Seither war die Tür von Franziskus für den Glaubenspräfekten zu. Nicht weil der Kardinal im Unrecht gewesen wäre, sondern weil durch den Brief die Strategie der päpstlichen Entourage durchkreuzt worden war.

Immer härter werdender Konflikt

Mit der Entlassung wartete Franziskus genau den Ablauf der auf fünf Jahre befristeten Amtsperioden ab. Die Entlassung hätte bereits im März 2013 erfolgen können, weil mit der Wahl eines neuen Papstes alle Kurienämter verfallen. Franziskus scheute jedoch zunächst zu radikale Eingriffe und bestätigte den Großteil der Mitarbeiter, wie es vatikanische Gepflogenheit ist. Schrittweise tauschte er dann führende Kurienvertreter aus. Die ersten Köpfe die rollten, waren exponierte „Ratzingerianer“ wie Kardinal Piacenza, der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinalsstaatssekretär Bertone, Kardinal Canizares, der Präfekt der Gottesdienstkongregation und Kardinal Burke, der Präfekt des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur.

Der kleine Formalismus, Kardinal Müller für eine vollständige Amtszeit im Amt belassen zu haben und nun sozusagen die legitime Möglichkeit einer Neubesetzung zu nützen, kann nicht über die Radikalität des Eingriffes hinwegtäuschen, in einem immer härter geführten Ringen um die Ausrichtung der Kirche.

Mit der Entlassung des Glaubenspräfekten kommen die Gleichgewichte im Vatikan, in die von Papst Franziskus mehrfach eingegriffen wurde, massiv ins Rutschen. Mit vorerst nicht absehbaren Folgen.

Quelle: katholisches.info Bild: CFM.SCJ Archiv Kairo

Homo-Orgie im Vatikan

Im Palazzo dell’ex Sant’Ufficio hatte der Sekretär des Kardinals Wohnung bezogen. Mutmaßlich, um wegen der staatsrechtlichen Besonderheiten des Gebäudes ungestört seine Homo-Feste mit Drogen und Alkohol feiern zu können. Diesen setzte die vatikanische Gendarmerie nun ein Ende.

(Rom) Die vatikanische Gendarmerie stürmte ein Apartment des Vatikans und beendete eine Homo-Orgie, bei der offenbar jede Menge Drogen und Alkohol im Spiel waren.

Inhaber des Apartments ist der Sekretär von Kardinal Francesco Coccopalmerio. Als die Gendarmerie mitten in die „Homo-Orgie“ platzte, wurde der Kardinal-Sekretär, ein Priester, in einem so „benebelten“ Zustand angetroffen, daß er zur Entgiftung in ein Krankenhaus mußte.

Die Wohnung des Sekretärs von Kardinal Coccopalmerio befindet sich im Palast des ehemaligen Heiligen Offiziums. Die vatikanische Gendarmerie hatte seit einiger Zeit Ermittlungen aufgenommen. Als sie in das Apartment eindrang, war gerade eine Homo-Orgie im Gange, bei der viel Alkohol und Drogen konsumiert worden waren. Wie viele Personen angetroffen wurden, ist bisher nicht bekannt.

Angehender Bischofskandidat?

Der Zugriff erfolgte auf vatikanischem Staatsgebiet. Der Hinweis ist nicht ohne Bedeutung. Der Haupteingang des Palastes befindet sich nämlich bereits auf italienischem Staatsgebiet und ist damit der Kontrolle der vatikanischen Gendarmerie entzogen, während die italienische Polizei – weil das Gebäude bereits zum Vatikanstaat gehört – ebenfalls nicht kontrolliert. Ein idealer Platz also, um ungestört zwielichtigen Aktivitäten nachzugehen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Hinweise auf ein ständiges Kommen und Gehen im Apartment gewesen, das von einer Größe ist, wie es eigentlich nur hohen Prälaten vorbehalten ist, aber nicht deren Sekretären. Verdacht ließ auch das luxuriöse Auto des Sekretärs schöpfen, das bestenfalls höchste Kirchenvertreter fahren, aber nicht ein einfacher Mitarbeiter. Wie der Sekretär zu diesem Apartment und zum Auto kam, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Der Priester wurde zur Entgiftung in die Klinik Pio XI gebracht. Inzwischen befindet er sich zur „spirituellen Besinnung“ in einem italienischen Kloster.

Luxus-BMW mit vatikanischem Kennzeichen schützte vor Kontrollen

Wie die Tageszeitung Il Fatto Quotidiano berichtete, habe das Luxusauto mit vatikanischem Autokennzeichen den Priester vor „unangenehmen“ Kontrollen durch die italienische Polizei geschützt. Auf diese Weise soll er verschiedene Personen, mutmaßlich auch Stricher, vor allem aber Drogen in den Vatikan geschmuggelt haben.

Der Prälat ist ein Protegé von Kardinal Francesco Coccopalmerio, dem er als persönlicher Sekretär diente. Coccopalmerio stammt aus dem Kreis um Kardinal Carlo Maria Martini SJ, dessen Weihbischof er von 1993-2007 war. Die Gesinnungsgemeinschaft der beiden hohen Prälaten litt unter einem Konkurrenzverhältnis. 2007 wurde Coccopalmerio von Benedikt XVI. zum Vorsitzenden des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte an die Römische Kurie berufen und im Februar 2012 in den Kardinalsstand aufgenommen.

Seit dem Amtsverzicht von Benedikt XVI. mutierte der Kardinal schnell zum Parteigänger des neuen Papstes. Im vergangenen Mai sprach der Kardinal davon, daß die Unterscheidung in „gültig“ und „ungültig“ überwunden werden müsse wie „regulär“ und „irregulär“. Im Februar legte er zur Verteidigung der „neuen Offenheit“ von Papst Franziskus eine Kleinschrift vor, mit der er das 8. Kapitel von Amoris laetitia rechtfertigte. Seine These für die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion läßt sich mit dem Satz zusammenfassen: „Ich möchte mich ja ändern, kann es aber nicht, darum gebt mir die Eucharistie“.

Sein Sekretär, der im Schutz des Vatikans Homo-Drogenpartys gab, galt zuletzt als angehender Kandidat für ein Bischofsamt.

Der Ärger im Vatikan sei groß über die peinliche Situation, die ein schlechtes Licht auf die Kirche wirft und die Gebäude im Vatikan besudelt.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Tagesevangelium – 02.07.2017

 Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 10,37-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner