Archiv für den Monat: Mai 2019

Tagesevangelium 06.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 6,22-29

In jener Zeit sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren. Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten. Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

„Sie massakrieren die Christen wie Hühner“

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Beerdigung von Christen, die durch islamische Milizen getötet wurden. Priester tragen die Särge von getöteten Priestern.

VERGESSENE CHRISTENVERFOLGUNG

Ein erschreckender Aufschrei kommt vom Erzbischof von Kaduna, Matthew Man-bear Ndagoso: „Im Norden Nigerias läuft die Zeit ab.“

In den vergangenen Monaten hat sich, die schon seit Jahren andauernde Verfolgung der Christen intensiviert. Die westlichen Medien berichten kaum darüber, eine internationale Empörung gibt es nicht. Die tödlichen Angriffe auf die Christen in Nordnigeria scheinen nicht einmal die Aufmerksamkeit der weltkirchlichen Hierarchie zu erregen. In jüngster Zeit wurden Hunderte von Christen getötet und ganze Dörfer zerstört. Verschiedene Quellen sprechen von 750–800 Christen, die in den ersten vier Monaten von 2019 durch islamische Dschihadisten getötet wurden. 550–600 wurden Opfer von islamischen Fulbemilizen im Nordwesten, 200 der islamischen Dschihadmiliz Boko Haram vorwiegend im Nordosten.

Das veranlaßte den Erzbischof von Kaduna, einer der am stärksten betroffenen Diözesen, gegenüber LifeSiteNews einen dramatischen Hilfeschrei abzugeben:

„Die Christen zählen in den Augen einiger nicht“

Erzbischof Ndagoso beklagt, daß die Angriffe fulbischer Muslime gegen die christlichen Dörfer aus religiösen Gründen motiviert sind, aber auch durch die Straflosigkeit gefördert werden, mit der die Täter rechnen können, weil der Staat wegschaut.

Zerstörte Kirche – verfolgte Christen

In der Verfassung Nigerias ist die Religionsfreiheit verankert, so der Erzbischof. Das sei im Norden aber bloße „Theorie“. Dort bekennt sich der Großteil der Bevölkerung zum Islam. Nigeria ist ein Bundesstaat. Die Gliedstaaten im Norden haben die Scharia eingeführt, das islamische Gesetz.

„Die Christen sind hier eine winzige Minderheit, die in den Augen einiger leider nicht zählt.“

Der Erzbischof sagt es nicht ausdrücklich, meint damit aber offenbar nicht nur die mordenden, islamischen Milizen und Banden, sondern auch muslimische Politiker der Nordstaaten.

Das hat Erzbischof Ndagoso veranlaßt, direkt an US-Präsident Donald Trump und die internationale Staatengemeinschaft zu appellieren, die nigerianische Bundesregierung dabei zu unterstützen, die Sicherheit der Menschen im Land zu gewährleisten.

„Es ist die erste Pflicht einer Regierung, das gilt auf der ganzen Welt, Leben und Eigentum der Bürger zu schützen. Ich kann Ihnen versichern, daß dies in unserem Land, insbesondere im Nordwesten, nicht der Fall ist. Sie töten Christen wie Hühner.“

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Gefeiert am 5. Mai

Hl. Godehard – Bischof von Hildesheim

* 960 in Reichersdorf bei Niederaltaich in Bayern
† 5. Mai 1038 in Hildesheim in Niedersachsen

Godehard (Gotthart) war ein Bayer, geboren 960 in Niederaltaich. 990 wurde er Mönch in Niederaltaich und schon 996 Abt dieses Klosters. Später wirkte er als Reformabt in Hersfeld und Tegernsee. Seit 1022 war er, als Nachfolger Bernwards, Bischof von Hildesheim. Er tat viel für den Kirchenbau, die kirchliche Kunst und das Bildungswesen, und er war ein großer Kinderfreund. Er starb am 5. Mai 1038.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

05.05.2019 – 3. Sonntag in der Osterzeit

Hl. Gregor der Große (540-604) Papst und Kirchenlehrer

„Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer“

Was symbolisiert das Meer, wenn nicht die gegenwärtige Welt, die von den turbulenten Wellen des Geschäftslebens und den Wirbelstürmen eines verfallenen Lebens geschlagen wird? Und was bedeutet das feste Ufer, wenn nicht gar die Unvergänglichkeit der ewigen Ruhe? Die Jünger arbeiten daher auf dem See, da sie noch in den Wellen des sterblichen Lebens gefangen sind, aber unser Erlöser steht nach seiner Auferstehung am Ufer, da er den Zustand des zerbrechlichen Fleisches bereits überwunden hat. Es ist, als wolle er diese Dinge nutzen, um seinen Jüngern vom Geheimnis seiner Auferstehung zu erzählen und ihnen zu sagen: „Ich erscheine euch nicht mehr auf dem Meer (vgl. Mt 14,25), denn ich bin nicht mehr unter euch in der Erregung der Wellen.“ In diesem Sinne sagte er an anderer Stelle nach seiner Auferstehung zu denselben Jüngern: „Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war“ (Lk 24,44). Er sagte das nicht, weil er nicht mehr bei ihnen war – sein Körper war anwesend und erschien ihnen –, aber […] sein unsterbliches Fleisch war weit entfernt von ihren sterblichen Körpern: Er sagte, er sei nicht mehr unter ihnen, obwohl er in ihrer Mitte stand. In der Schriftstelle, die wir heute lesen, gibt er ihnen durch den Ort dasselbe zu verstehen: während seine Jünger noch mit dem Boot fahren, zeigt er sich nunmehr am festen Ufer stehend.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 05.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 21,1-19

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus – Zwilling-, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Zum zweiten mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Zum dritten mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebhabe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 4. Mai

Hl. Florian – Märtyrer

* in Cannabiaca, dem heutigen Zeiselmauer bei Tulln in Österreich
† 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns in Österreich

Florian stammte aus Norikum, das im Gebiet des heutigen Österreich liegt. Als Kanzleivorstand des römischen Statthalters setzte er sich in Lorch an der Enns für die verfolgten Christen ein. Darauf wurde er selbst verhaftet und mit einem Stein um den Hals in der Enns ertränkt (4. Mai 304). Über seinem Grab erhob sich später das Chorherrenstift St. Florian bei Linz. Die Verehrung des hl. Florian war in Österreich, Süddeutschland und Polen verbreitet. Man rief ihn gegen Wasser- und Feuersgefahr an.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

04.05.2019 – Samstag der 2. Osterwoche

Hl. Theresia Benedicta a Cruce, Edith Stein, Karmelitin und Märtyrerin

„Ich bin es, fürchtet euch nicht“

Herr, stürmisch sind die Wellen Und dunkel ist die Nacht, Willst Du sie nicht erhellen Für mich, die einsam wacht? Halt fest die Hand am Steuer Und sei getrost und still. Dein Schifflein ist mir teuer, Zum Ziel ich’s lenken will. Hab nur mit treuen Sinnen Stets auf den Kompass acht, Der hilft das Ziel gewinnen Durch Stürme und durch Nacht. Die Nadel zittert leise Und steht dann wieder still, Dass Richtung sie Dir weise, Wohin die Fahrt ich will. Sei drum getrost und stille: Es führt durch Sturm und Nacht Getreu Dich Gottes Wille, Wenn das Gewissen wacht.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 04.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 6,16-21

Als es aber spät geworden war, gingen die Jünger Jesu zum See hinab, bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafarnaum zu. Es war schon dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt. Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie, wie Jesus über den See ging und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich. Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht! Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot am Ufer, das sie erreichen wollten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

„Das schrecklichste Schisma, das die Welt je gesehen hat“

Papst Franziskus umarmt seinen Freund, den Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo, Ahmed al-Tayyeb

Von Roberto de Mattei*

Am 4. Februar 2019 haben in Abu Dhabi Papst Franziskus und der Großimam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb, ein Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt unterzeichnet. Die Erklärung beginnt im Namen des einen Gottes, der – wenn er wirklich gemeinsam sein soll – kein anderer als Allah der Muslime sein kann. Der Gott der Christen ist in seiner Natur eins, aber in drei Personen, die gleich aber verschieden sind, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Seit den Zeiten des Arius hat die Kirche die Antitrinitarier und die Deisten bekämpft, die dieses Geheimnis, das Größte der Christenheit, leugneten oder aufgaben. Der Islam lehnt es mit Entsetzen ab, wie die Sure „vom vorbehaltlosen Glauben“ bekennt:

„Sprich: Er, Gott, ist Einer! Gott, der Ewige! Er hat nicht gezeugt, und ihn hat keiner gezeugt, und keiner ist ihm gleich“ (Koran 112,1–4).

In Wirklichkeit wird in der Erklärung von Abu Dhabi der Kult weder dem Gott der Christen noch dem Gott des Islams dargebracht, sondern einer laizistischen Gottheit: der „Brüderlichkeit aller Menschen“, „die alle umfasst, vereint und gleich macht“.[1] Das ist nicht der „Geist von Assisi“, der in seinem Synkretismus zumindest den Primat der religiösen Dimension vor der säkularen anerkannte, sondern die Bekräftigung des Indifferentismus. In keinem Punkt wird ein metaphysisches Fundament der Werte von Frieden und Brüderlichkeit erwähnt, auf die man sich ständig beruft.

Wenn es im Dokument heißt: „Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Rasse und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat“[2], wird nicht der Ökumenismus vertreten, der von Pius XI. in Mortalium animos (1928) verurteilt wurde, sondern der religiöse Indifferentismus, den Leo XIII. in der Enzyklika Libertas praestantissimum (20. Juni 1888) verurteilte, indem er von einem Lehrsystem spricht, das in seinem „innersten Wesen darin besteht, daß es einem jedem überlassen bleibe, eine beliebige Religion oder auch gar keine zu bekennen“.

Gabriele Mandel: Sufismus und Freimaurerei

In der Erklärung von Abu Dhabi unterwerfen sich Christen und Muslime dem obersten Prinzip der Freimaurerei, laut dem die Werte der Freiheit und der Gleichheit der Französischen Revolution ihre Synthese und ihre Vollendung in der universalen Brüderlichkeit finden sollten. Ahmad Al-Tayyeb, der den Text zusammen mit Papst Franziskus redigiert hat, ist ein Erbscheich der Sufi-Bruderschaft Oberägyptens. Innerhalb der islamischen Welt zeichnet sich Al-Azhar, die Moschee und Universität, deren Rektor und Leiter er ist, durch die Sufi-Esoterik als eine „initiatische Brücke“ zwischen der Freimaurerei des Ostens und des Westens aus (vgl. Gabriele Mandel: Federico II, il sufismo e la massoneria, hrsg. von Nazareno Venturi, Acireale 2013; dt. Übersetzung: Friedrich II., der Sufismus und die Freimaurerei).[3]

Das Dokument verlangt insistent und wiederholt: „Wir rufen die Intellektuellen, die Philosophen, die Vertreter der Religionen, die Künstler, die Medienleute und die Kulturschaffenden in der ganzen Welt auf, die Werte des Friedens, der Gerechtigkeit, des Guten, der Schönheit, der menschlichen Brüderlichkeit und des gemeinsamen Zusammenlebens wiederzuentdecken.“ Diese Werte, so heißt es weiter, sind der „Rettungsanker für alle“. Deshalb bitten „Al-Azhar und die Katholische Kirche“, daß „dieses Dokument Forschungs- und Reflexionsgegenstand in allen Schulen, in den Universitäten und in den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen werde, um dazu beizutragen, neue Generationen zu bilden, die das Gute und den Frieden bringen und überall das Recht der Unterdrückten und der Geringsten verteidigen.“

Am 11. April wurde das Dokument von Abu Dhabi in Santa Marta im Vatikan durch eine symbolische Geste besiegelt. Franziskus warf sich vor drei politischen Führern des Südsudans auf den Boden und küßte ihnen die Füße, indem er sie um Frieden anflehte. Diese Geste ist nicht so sehr nach dem zu bewerten, was sie aussagt: die Unterwerfung der Kirche unter die Politik, sondern nach dem, was sie leugnet: das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus. Wer Christus repräsentiert, in dessen Namen im Himmel und auf Erden jedes Knie sich beugt (Phil 2,10), hat die Ehrerbietung der Menschen und der Nationen zu empfangen und nicht umgekehrt. Man denke an die Worte von Pius XI. in der Enzyklika Quas primas (1925):

„O welchen Glückes könnten wir uns freuen, wenn Einzelmenschen wie Familien und Staaten sich von Christus leiten ließen! «Dann endlich wird man – um die Worte Unseres Vorgängers Leo XIII. zu gebrauchen, die er vor 25 Jahren an die Bischöfe des Erdkreises richtete – so viele Wunden heilen können, dann wird jedes Recht seine ursprüngliche Kraft wieder erlangen, dann endlich werden die kostbaren Güter des Friedens wiederkehren, und es werden die Schwerter und Waffen den Händen entgleiten, wenn alle bereitwillig Christi Herrschaft annehmen und ihm gehorchen werden, wenn jede Zunge bekennen wird, daß der Herr Jesus Christus in der Herrlichkeit Gottes des Vaters ist».“

Auch die von Papst Franziskus in Santa Marta vollzogene Geste leugnet ein erhabenes, christliches Geheimnis: die Menschwerdung, das Leiden und den Tod Unseres Herrn Jesus Christus, des einziges Retters und Erlösers der Menschheit. Indem dieses Geheimnis geleugnet wird, wird der heilbringende Auftrag der Kirche geleugnet, die berufen ist, die Welt zu evangelisieren und zu zivilisieren. Wird die Amazonassynode, die für den kommenden Oktober einberufen wurde, eine neue Etappe dieser Ablehnung des kirchlichen Auftrages sein, die auch eine Zurückweisung der Mission des Stellvertreters Christi ist? Wird Papst Franziskus sich vor den Vertretern der indigenen Völker niederknien? Wird er sie bitten, der Kirche die Stammesweisheiten, deren Träger sie sind, weiterzugeben?

Sicher ist, daß drei Tage nach der Geste in Rom, am 15. April, die Kathedrale von Notre-Dame, die plastische Verkörperung der Kirche, in Flammen stand und das Feuer nur die Mauern stehenließ. Bedeutet das nicht, daß trotz des Zusammenbruchs der Kirchenspitze, ihre Göttliche Struktur widersteht, und nichts sie zerstören kann?

Eine Woche darauf erschütterte ein weiteres Ereignis die katholische Öffentlichkeit. Eine Reihe von Attentaten, die von den Anhängern derselben Religion verübt wurden, der sich Papst Bergoglio unterwirft, haben das Osterfest der Auferstehung mit mehr als 300 Toten und über 500 Verletzten in einen Tag des Leidens für die Kirche verwandelt. Das Feuer hat mehr noch als die Körper, die Illusionen jener Katholiken verzehrt, die mit Applaus und Gitarrenklang das Halleluja anstimmen, während die Kirche ihren Karfreitag und Karsamstag erlebt. Jemand könnte einwenden, daß die Attentäter von Sri Lanka, obwohl Muslime, nicht den Islam vertreten. Aber auch der Großiman Al-Azhar, der das Dokument des Friedens und der Brüderlichkeit unterschrieben hat, vertritt nicht den Islam. Papst Franziskus hingegen vertritt ohne Zweifel die katholische Kirche. Wie lange noch?

Es gibt keine wahre Brüderlichkeit außer der übernatürlichen, die nicht aus einer Verbundenheit mit den Menschen entsteht, sondern mit Gott (1 Tess 1,4). Ebenso ist kein Frieden möglich außer der christliche Frieden, denn Ursprung und Quelle des wahren Friedens ist Christus, die fleischgewordene Weisheit: „Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen“ (Eph 2,17). Der Frieden ist eine Gnade Gottes, die der Menschheit durch Jesus Christus zuteil wird, dem Sohn Gottes und Herrscher des Himmels und der Erde. Die von ihm gegründete katholische Kirche ist die höchste Bewahrerin des Friedens, weil sie die Hüterin der Wahrheit ist, und der Frieden sich auf Wahrheit und Gerechtigkeit gründen.

Der Neo-Modernismus, der an der Spitze der Kirche eingepflanzt wurde, verkündet einen falschen Frieden und eine falsche Brüderlichkeit. Der falsche Frieden aber bringt den Krieg in die Welt, so wie die falsche Brüderlichkeit zum Schisma führt, dem Krieg in der Kirche. Der heilige Luigi Orione hatte es am 26. Juni 1913 auf dramatische Weise vorhergesehen:

„Mit dem Modernismus und dem Semi-Modernismus endet es nicht – man wird früher oder später zum Protestantismus oder zu einem Schisma in der Kirche kommen, dem schrecklichsten, das die Welt je gesehen haben wird“ (Scritti, Bd. 43, S. 53).

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt in deutscher Übersetzung: Verteidigung der Tradition: Die unüberwindbare Wahrheit Christi, mit einem Vorwort von Martin Mosebach, Altötting 2017.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Gefeiert m 3. Mai

Hl. Philippus und Hl. Jakobus – Apostel 

Philippus, wie Petrus und Jakobus in Betsaida geboren, gehörte zum Kreis um Johannes den Täufer und wurde einer der ersten Jünger Jesu. In den Apostelverzeichnissen steht er immer an fünfter Stelle. Er soll in Hierapolis (Kleinasien) gestorben sein.

Jakobus, der Sohn des Alphäus (Mk 3, 18), war ebenfalls einer der Zwölf. Ob er derselbe ist wie der „Bruder des Herm“ (Gal 1, 19) und der Verfasser des Jakobusbriefs, wird von der heutigen Forschung mit guten Gründen bezweifelt. Die römische Liturgie scheint jedoch bei dieser Gleichsetzung zu bleiben. Jakobus, „der Bruder des Herrn“, d. h. ein Verwandter Jesu, hat in der Kirche von Jerusalem eine führende Rolle gespielt und beim sog. Apostelkonzil in Jerusalem ein wichtiges Wort zur Frage der Aufnahme der Heiden gesprochen (Apg 15, 13-21). Nach der Überlieferung starb er im Jahr 62 als Märtyrer.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria