Archiv für den Monat: September 2019

Gefeiert am 3. September

Hl. Gregor der Grosse – Papst und Kirchenlehrer

* um 540 in Rom
† 12. März 604 daselbst

Gregor, aus einer römischen Patrizierfamilie stammend, wurde um 540 geboren. Er trat in den Staatsdienst und war 572/573 Stadtpräfekt von Rom. Nach dem Tod seines Vaters stiftete er in seinem Elternhaus das Andreaskloster und auf Besitzungen der Familie in Sizilien sechs weitere Klöster. Er selbst wurde Mönch im Andreaskloster. Aber bald musste er als päpstlicher Gesandter nach Konstantinopel gehen (579-585). 590 wurde er zum Papst gewählt (Bischofsweihe am 3. Sep­tember). Er ordnete die kirchlichen Verhältnisse in Rom und in den Di­özesen Italiens sowie in den übrigen Kirchenprovinzen; er entsandte Augustinus von Canterbury mit etwa vierzig Mönchen zur Mission nach England, war um die kirchliche Einheit zwischen Westen und Osten besorgt, nahm Beziehungen zu den aufsteigenden germanischen Völkern auf, ord­nete und reformierte die Liturgie und fand noch Zeit, um zu predigen und Bücher zu schreiben. Es sind von ihm außerdem 854 Briefe erhal­ten. In seinen theologischen und kirchenpolitischen Auffassungen ist Gregor vom hl. Kirchenvater Augustinus beeinflusst: er hat viel von dem geistigen Gut der Kirchenväter an das anbrechende Zeitalter weitergegeben, das wir Mittelalter nennen. Gregor starb am 12. März 604.

Im Licht des Schöpfers

„Wenn eine Seele den Schöpfer sieht, erscheint ihr die ganze Schöpfung klein. Auch wenn es nur ganz wenig ist, was sie vom Licht des Schöpfers erblickt hat, so wird ihr davon doch alles Geschaffene zu eng.“ (Gregor, Dialoge II)

 

Hl. Basilissa – Märtyrerin

† um 300 in Nikomedia, dem heutigen Ízmit

Basilissa erlitt den Martyrertod im Alter von erst neun Jahren. Sie habe allen Foltern so tapfer stand gehalten, dass der römische Statthalter deshalb selbst Christ wurde.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

03.09.2019 – Dienstag der 22. Woche im Jahreskreis

Katechismus der Katholischen Kirche § 311–314

„Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?“

Die Engel und die Menschen, intelligente und freie Geschöpfe, müssen ihrer letzten Bestimmung aus freier Wahl entgegengehen und ihr aus Liebe den Vorzug geben. Sie können darum auch vom Weg abirren und sie haben auch tatsächlich gesündigt. So ist das moralische Übel in die Welt gekommen, das unvergleichlich schlimmer ist als das physische Übel. Gott ist auf keine Weise, weder direkt noch indirekt, die Ursache des moralischen Übels (vgl. Augustinus, lib. 1,1,1; Thomas v. A., s. th. 1–2,79,1). Er lässt es jedoch zu, da er die Freiheit seines Geschöpfes achtet, und er weiß auf geheimnisvolle Weise Gutes daraus zu ziehen […] Aus dem schlimmsten moralischen Übel, das je begangen worden ist, aus der durch die Sünden aller Menschen verschuldeten Verwerfung und Ermordung des Sohnes Gottes, hat Gott im Übermaß seiner Gnade (vgl. Röm 5,20) das größte aller Güter gemacht: die Verherrlichung Christi und unsere Erlösung. Freilich wird deswegen das Böse nicht zu etwas Gutem. „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28). Das bezeugen die Heiligen immer wieder: Die heilige Katharina von Siena sagt deshalb „zu denen, die an dem, was ihnen zustößt, Ärgernis nehmen und sich dagegen auflehnen“: „Alles geht aus Liebe hervor, alles ist auf das Heil des Menschen hingeordnet. Gott tut nichts außer mit diesem Ziel“ (dial. 138) […] Und Juliana von Norwich sagt: „Durch die Gnade Gottes wurde ich inne, dass ich mich fest an den Glauben halten und nicht weniger fest sehen muss, dass alles, wie es auch sein mag, gut sein wird. … Und du wirst sehen, dass alles, alles gut sein wird“ (rev. 13,32). Wir glauben fest, dass Gott der Herr der Welt und der Geschichte ist. Die Wege seiner Vorsehung sind uns jedoch oft unbekannt. Erst am Schluss, wenn unsere Teilerkenntnis zu Ende ist und wir Gott „von Angesicht zu Angesicht“ schauen werden (1 Kor 13,12), werden wir voll und ganz die Wege erkennen, auf denen Gott sogar durch das Drama des Bösen und der Sünde hindurch seine Schöpfung zur endgültigen Sabbatruhe (vgl. Gen 2,2) führt, auf die hin er Himmel und Erde erschaffen hat.

Tagesevangelium – 03.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 4,31-37

Hier zum Nachhören

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht.
In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den anderen: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 2. September

Seliger Apollinaris Morel – Ordensmann, Priester und Märtyrer

* 12. Juni 1739 in Prez-vers-Noréaz im Kanton Fribourg in der Schweiz
† 2. September 1792 in Paris in Frankreich

Apollinaris Morel wurde 1762 Kapuzinermönch und 1764 zum Priester geweiht. Er war dann als Lehrer und Seelsorger tätig, wurde 1774 Lektor für Philosophie und Theologie in Fribourg und Leiter des Gymnasiums in Stans. Als Missionar ging er 1788 nach Paris, wo er als Seelsorger der 5.000 Deutschen und von Gefangenen wirkte. Weil er nach der französischen Revolution den Eid auf die Zivilkonstitution verweigerte, wurde er zusammen mit Franz Urban Salins de Niart und anderen bekennenden Priestern getötet.

 

Selige Ingrid Elovsdotter – Klostergründerin und Priorin

* 1220 in Skenninge in Östergötland in Schweden
† 2. September 1282 daselbst

Ingrid gründete zusammen mit ihren Geschwistern in Skenninge das erste Dominikanerinnenkloster in Schweden und war dessen erste Priorin.

Ingrid wurde im Mittelalter in Schweden sehr verehrt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

02.09.2019 – Montag der 22. Woche im Jahreskreis

Hl. Ambrosius (340-397) Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

Durch den Glauben Heilung erfahren und in das wahre Leben eintreten

Naaman war ein Syrer und litt am Aussatz und vermochte von niemand gereinigt zu werden […] Er kam zu Elisäus und dieser befahl ihm, siebenmal im Jordanfluss unterzutauchen. Da begann jener bei sich zu denken, dass doch seine heimatlichen Gewässer besser seien, in die er so oft getaucht, ohne jemals vom Aussatz geheilt worden zu sein […] Doch gab er dem Mahnen und Zureden seiner Diener nach und tauchte unter. Da ward er auf der Stelle rein und sah ein, dass die Reinigung eines Menschen nicht vom Wasser, sondern von der Gnade ausgeht […] Deshalb wurde dir [bei deiner Taufe] gesagt: Glaube nicht nur das, was du siehst, denn auch du könntest sonst wie Naaman sagen: Das nun soll jenes große Geheimnis sein, „das kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in kein Menschenherz gekommen ist?“ (1 Kor 2,9). Wasser nur sehe ich, wie ich es alle Tage gesehen: Das soll mich reinigen? So oft stieg ich hinein und nimmer ward ich rein? Lerne daraus, dass das Wasser ohne den Geist nicht reinigt! Eben darum hast du gelesen, dass die drei Zeugen bei der Taufe eins sind: Wasser, Blut und Geist (1 Joh 5,8); denn, wenn du sie auf einen derselben einschränkst, besteht das Sakrament der Taufe nicht zu recht. Was ist denn das Wasser ohne das Kreuz Christi? Ein gewöhnliches Element ohne irgendwelche sakramentale Wirkung. Und umgekehrt: Ohne Wasser kein Geheimnis der Wiedergeburt; denn „wer nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Geiste, kann in das Reich Gottes nicht eingehen“ (Joh 3,5). Es glaubt aber auch der Katechumene an das Kreuz des Herrn Jesus, mit dem auch er bezeichnet wird; doch, wenn er nicht getauft wird im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, kann er den Nachlass der Sünden nicht empfangen und das Geschenk der geistigen Gnade nicht aufnehmen. Jener Syrer tauchte siebenmal kraft des Gesetzes unter; du aber bist getauft worden im Namen des dreieinigen Gottes: Du hast den Vater bekannt – sei dessen eingedenk, was du getan! – hast den Sohn bekannt, hast den Heiligen Geist bekannt. Halte Punkt für Punkt fest an diesem Glauben! Der Welt bist du abgestorben und bist auferstanden für Gott.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 02.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 4,16-30

Hier zum Nachhören

In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Liturgischer Kalender – September 2019

Congregatio Fratrum Minorum a Sacratissimo Corde Jesu

 

01.09. Sonntag 12. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

02.09. Montag Hl. König Stephan (3. Kl.)

03.09. Dienstag Hl. Pius X. (3. Kl.)

04.09. Mittwoch Wochentag (4. Kl.)

05.09. Donnerstag Hl. Laurentius Justiniani (3. Kl.)

06.09. Freitag Wochentag (4. Kl.)

07.09. Samstag Hl. Maria am Samstag (4. Kl.)

08.09 Sonntag 13. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

09.09 Montag Wochentag (4. Kl.)

10.09. Dienstag Nikolaus von Tolentino (3. Kl.)

11.09. Mittwoch Wochentag (4. Kl.)

12.09. Donnerstag Fest Mariä Namen (3. Kl.)

13.09. Freitag Wochentag (4. Kl.)

14.09. Samstag Fest Kreuzerhöhung (2. Kl.)

15.09. Sonntag 14. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

16.09. Montag Hll. Kornelius und Cyprian (3. Kl.)

17.09. Dienstag Wochentag. In deutschen Diözesen: Hl. Hildegard (3. Kl.)

18.09. Mittwoch Quatembermittwoch im September (2. Kl.)

19.09. Donnerstag Hll. Januarius und Gefährten (3. Kl.)

20.09. Freitag Quatemberfreitag im September (2. Kl.)

21.09. Samstag Hl. Matthäus (2. Kl.)

22.09. Sonntag 15. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

23.09. Montag Hl. Linus (3. Kl.)

24.09. Dienstag Wochentag (4. Kl.)

25.09. Mittwoch Wochentag (4. Kl.). Schweiz: Hl. Nikolaus v. Flüe (1. Kl.)

26.09. Donnerstag Wochentag (4. Kl.)

27.09. Freitag Hll. Cosmas und Damian (3. Kl.)

28.09. Samstag Hl. Herzog Wenzeslaus (3. Kl.)

29.09. Sonntag Weihefest des Hl. Erzengels Michael (1. Kl.)

30.09. Montag Hl. Hieronymus (3. Kl.)

Gefeiert am 1. September

Hl. Ägidius – Einsiedler, Gründer des Klosters St-Gilles, Nothelfer

* 640 in Athen in Griechenland
† 1. September 720 in St-Gilles in der Camargue in Frankreich

In der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts soll Ägidius, ein vornehmer Athener, in die heutige Provence gekommen sein, wo er zunächst als Einsiedler lebte; der Legende zufolge nährte ihn eine Hirschkuh mit ihrer Milch. Ägidius wurde bei einer Jagd vom Pfeil des Westgotenkönigs Wamba getroffen als dieser versuchte, das Tier zu erlegen. Um seine Schuld zu tilgen, gestattete der Monarch dem Verletzten, nach seiner Genesung ein Kloster zu gründen. 680 schuf Ägidius die Benediktiner-Abtei St.-Gilles, der er bis zu seinem Tod als Abt vorstand.

Die Legende ließ ihn den Sohn des Fürsten von Nîmes zum Leben erwecken. In Rom warf er unter Gebeten die ihm vom Papst für sein Kloster geschenkten Türen aus geschnitztem Zypressenholz in den Tiber, er fand sie tatsächlich nach seiner Rückkehr im Hafen seines Klosters wieder. Als ein Klosterbruder an der Jungfräulichkeit Mariä zweifelte und drei Fragen in den Sand schrieb, erblühten als Antwort des Ägidius drei weiße Lilien aus dem dürren Boden.

Nach anderen Legenden bemühte sich Karl, der Große, – er lebte fast 100 Jahre später – um die Fürbitten Ägidius‘: Ein Engel brachte danach einen Zettel mit der bestätigten Sündenvergebung auf den Altar, an dem Ägidius sein Amt versah. Seitdem gilt Ägidius als Beistand einer guten Beichte und Vergebung und zählt als solcher zu den 14 Nothelfern. Sein Tod wurde ihm im voraus verkündet, bei der Bestattung des Entschlafenen hörten Anwesende die Chöre der Engel, die seine Seele gen Himmel trugen.

Schon im 11. Jahrhundert waren Wallfahrten zu seinem Grabe berühmt wie die nach Rom oder Santiago de Compostela. Das Kloster wurde in den Hugenottenkriegen des 16. Jahrhunderts zerstört. Die Gebeine von Ägidius liegen heute in Toulouse. Der Ägidiustag ist noch heute vielerorts ein Tag der Volksfeste.

 

Hl. Pelagius – Märtyrer

† 283 in Aemona, heute Novigrad in Kroatien

Pelagius war nach der Legende ein frommer Edelmann, der das Martyrium während der Verfolgungen unter Kaiser Numerian erlitt.

Pelagius‘ Gebeine wurden 904 von Bischof Salomon III. nach Konstanz gebracht, andere übergab er dem Stift in Bischofszell im Schweizer Kanton Thurgau, das dann nach Pelagius benannt wurde; in den folgenden zwei Jahrhunderten gehörte Pelagius zu den meistverehrten Heiligen im alemannischen Raum.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

01.09.2019 – 22. Sonntag im Jahreskreis

Seliger Charles de Foucauld (1858-1916) Eremit und Missionar in der Sahara

Christus nachfolgen, dem Diener auf dem letzten Platz

[Christus:] Seht [meine] Hingabe für die Menschen und messt, wie die eure sein muss […] Seht diese Demut zum Wohl der Menschen und lernt, euch zu erniedrigen, das Gute zu tun […], euch klein zu machen, um andere zu gewinnen, euch nicht zu fürchten, hinabzusteigen, eure Rechte zu verlieren, wenn es darum geht, den anderen Gutes zu tun; nicht mehr zu glauben, dass ihr unfähig seid, Gutes zu tun, wenn ihr euch erniedrigt. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn man hinabsteigt, ahmt man mich nach; wenn man hinabsteigt, gebraucht man das Mittel, das ich selber auch gebraucht habe, um Seelen zu retten: Erniedrigt man sich, geht man auf meinem Weg, folglich in der Wahrheit, und ist auf dem besten Weg, das Leben zu haben und es den anderen zu geben […] Durch meine Menschwerdung stelle ich mich auf die Ebene der Geschöpfe, der Sünder […] durch die Taufe: Erniedrigung, Demut […] Steigt immer hinab, erniedrigt euch immer. Diejenigen, die die ersten sind, stellen sich immer aus Demut und innerer Verfügbarkeit an den letzten Platz, im Bewusstsein des Hinabsteigens und Dienens. Liebe zu den Menschen, Demut, letzter Platz. Letzter Platz, solange uns der Wille Gottes nicht an einen anderen ruft, denn dann muss man gehorchen. Der Gehorsam, und nicht nur der Gehorsam, sondern die Gleichförmigkeit mit dem göttlichen Willen. Selbst auf den ersten Plätzen seid ihr auf dem letzten durch den Geist, die Demut, den Geist des Dienens, um euch zu sagen, dass ihr nur dazu da seid, den anderen zu dienen und sie zum Heil zu führen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria