Archiv für den Monat: September 2019

Amazonassynode

Kardinal Burke und Bischof Schneider rufen zu Gebet und Fasten auf

„GOTT ANFLEHEN, DAMIT KEINE IRRTÜMER UND HÄRESIEN BESCHLOSSEN WERDEN“

Kardinal Raymond Burke und Weihbischof Athanasius Schneider haben ein gemeinsames Papier veröffentlicht, mit dem sie die Gläubigen zu „einem Kreuzzug des Gebets und des Fastens für die Amazonassynode“ aufrufen.

Der Text wurde heute in verschiedenen Sprachen darunter auf italienischenglischfranzösisch und spanisch veröffentlicht.

Wörtlich sprechen die beiden Kirchenführer von einem „Kreuzzug des Gebets und des Fastens, um Gott anzuflehen, dass der Irrtum und die Häresie die bevorstehende Bischofssynode über die Pan-Amazonasregion nicht pervertieren“.

Kardinal Burke und Bischof Schneider rufen dazu auf, ab dem 17. September, 40 Tage lang zu beten und zu fasten, um „mit dem Herz und mit dem Geist“ dieses Ereignis zu begleiten, „das schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der Kirche haben könnte“.

Die beiden Kirchenführer verweisen auf die zahlreichen Warnungen, dass das Instrumentum laboris der Amazonassynode, die vom Sekretariat der Bischofssynode veröffentlicht wurde, „schwerwiegende theologische Irrtümer und Häresien“ enthält.

Wir laden daher den katholischen Klerus und die Laien ein, an einem Kreuzzug des Gebets und des Fastens teilzunehmen, um auf Fürsprache der Jungfrau Maria unseren Herrn und Erlöser für die folgenden Absichten zu beflehen:

  • dass während der Synodenversammlung die im Instrumentum Laboris enthaltenen theologischen Irrtümer und Häresien nicht gebilligt werden;
  • dass insbesondere Papst Franziskus bei der Ausübung des Petrusamtes seine Glaubensbrüder im Glauben stärkt mit einer klaren Ablehnung der Irrtümer des Instrumentum laboris und der Ablehnung der Aufhebung des priesterlichen Zölibats in der lateinischen Kirche durch die Einführung der Praxis, verheiratete Männer, die sogenannten ‚viri probati‘, zum heiligen Priestertum zuzulassen.

Wir schlagen einen Kreuzzug von 40 Tagen Gebet und Fasten vor, der am 17. September beginnt und am 26. Oktober 2019 endet, am Vorabend des Abschlusses der Sonderversammlung der Bischofssynode für die gesamte Amazonasregion.

Quelle: katholisches Bild: Edward Pentin/EWTN News

Gefeiert am 16. September

Hl. Kornelius – Bischof von Rom, Papst

* in Rom
† im Juni 253 in Centum Cellae, dem heutigen Civitavecchia in Italien

Mehr als ein Jahr nach dem Märtyrertod des Papstes Fabian wurde der Priester Kornelius zu seinem Nachfolger gewählt (251). Damals gab die Frage, ob man die in der Verfolgung abgefallenen Christen wieder zur kirchlichen Gemeinschaft zulassen dürfe, Anlass zu einer Spaltung. Kornelius – darin einig mit dem hl. Cyprian und anderen Bischöfen – vertrat die mildere Praxis, während sein Gegner, der Priester Novatian, dem Papst an Begabung, aber nicht an Heiligkeit überlegen, die Auffassung vertrat, die Kirche könne den Abgefallenen keine Verzeihung gewähren. In einer neuen Verfolgung wurde Kornelius nach Civitavecchia verbannt und starb dort am 14. September 253.  Kornelius ist ein „Kanonheiliger“, d.h. er wird im Kanon der hl. Messe (im Ersten Hochgebet) erwähnt.

 

Hl. Cyprian – Bischof von Karthago, Märtyrer

* um 200 in Karthago, dem heutigen Vorort von Tunis in Tunesien
† 14. September 258 daselbst

Cyprian war in seiner Zeit der angesehenste Bischof von Nordafrika. Kurz nach 200 geboren, wurde er Lehrer der Rhetorik; um 248 wurde er zum Bischof von Karthago gewählt. Während der Verfolgung des Decius regierte er seine Diözese von einem Versteck aus. Er erwarb sich theologisches Wissen durch das Studium der Heiligen Schrift und der Väter. Er selbst hat mehrere Schriften verfasst, darunter eine Erklärung des Vaterunsers. Sein Amt verwaltete er mit Güte und Festigkeit, und er wurde allgemein geliebt und verehrt. In der Frage, ob die von Ketzern gespendete Taufe gültig sei, stellte er sich gegen den Papst Stephan I., der diese Taufen anerkannte. Bevor es aber zu einer Spaltung kam, starb Cyprian in der Verfolgung des Valerian den Märtyrertod am 14. September 258.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

16.09.2019

Katechismus der Katholischen Kirche § 27–30

Jesus findet den Glauben bei einem römischen Hauptmann

Das Verlangen nach Gott ist dem Menschen ins Herz geschrieben, denn der Mensch ist von Gott und für Gott erschaffen. Gott hört nie auf, ihn an sich zu ziehen. Nur in Gott wird der Mensch die Wahrheit und das Glück finden, wonach er unablässig sucht […] Von jeher geben die Menschen durch ihre Glaubensanschauungen und religiösen Verhaltensweisen (wie Gebet, Opfer, Kult und Meditation) ihrem Suchen nach Gott mannigfach Ausdruck. Diese Ausdrucksweisen können mehrdeutig sein, sind aber so allgemein vorhanden, dass man den Menschen als ein religiöses Wesen bezeichnen kann […] Diese „innigste und lebenskräftige Verbindung mit Gott“ (GS 19,1) kann jedoch vom Menschen vergessen, verkannt, ja ausdrücklich zurückgewiesen werden. Solche Haltungen können verschiedenste Ursachen haben (vgl. GS 19–21): Auflehnung gegen das Übel in der Welt, religiöse Unwissenheit oder Gleichgültigkeit, irdische Sorgen und Reichtum (vgl. Mt 13,22), schlechtes Beispiel der Gläubigen, religionsfeindliche Denkströmungen und schließlich die Neigung des sündigen Menschen, sich aus Angst vor Gott zu verbergen (vgl. Gen 3,8–10) und vor dem Ruf des Herrn zu fliehen (vgl. Jona 1,3). „Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen“ (Ps 105,3). Mag auch der Mensch Gott vergessen oder zurückweisen, hört Gott doch nicht auf, jeden Menschen zu rufen, damit dieser ihn suche und dadurch lebe und sein Glück finde. Dieses Suchen fordert aber vom Menschen die ganze Anstrengung des Denkens und die gerade Ausrichtung des Willens, „ein aufrichtiges Herz“, und auch das Zeugnis anderer, die ihn lehren, Gott zu suchen. „Groß bist du, Herr, und überaus lobwürdig; groß ist deine Stärke und unermesslich deine Weisheit. Und loben will dich der Mensch, der selbst ein Teilchen deiner Schöpfung ist, der Mensch, der seine Sterblichkeit mit sich herumträgt und in ihr das Zeugnis seiner Sündhaftigkeit und das Zeugnis, dass du den Stolzen widerstehst. Und dennoch will er dich loben, der Mensch, der selbst ein Teilchen deiner Schöpfung ist. Du treibst uns an, so dass wir mit Freuden dich loben, denn du hast uns auf dich hin geschaffen, und ruhelos ist unser Herz, bis es ruhet in dir“ (hl. Augustinus, conf. 1,1,1).

Tagesevangelium – 16.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 7,1-10

Hier zum Nachhören

In jener Zeit als Jesus seine Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein.
Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut. Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden.
Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem anderen: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Jihadisten drohen bis zu 10 Jahre Haft

IS-Prozess in Graz

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen startete am 9. September in Graz der Prozess gegen sechs mutmaßliche Jihadisten.

Bereits vor der Verhandlung gab es einen Knalleffekt. Denn einer der Angeklagten ist mittlerweile untergetaucht. Sein Verfahren wurde daher ausgegliedert.

Die sechs Verbliebenen – alle gebürtige Türken –, denen das Verbrechen der terroristischen Vereinigung, der kriminellen Organisation und der staatsfeindlichen Verbindung zur Last gelegt wird, mussten sich vor Geschworenen verantworten.

Junge Männer als Krieger für den IS angeworben

Alle Angeklagten stehen in Verbindung zu einem Linzer Glaubensverein. Der Erstbeschuldigte (47), der in Linz und Graz predigte und in Wiener Schulen Religion unterrichtete, soll junge Männer radikalisiert und für den IS rekrutiert haben.

Weiters auf der Anklagebank: der Obmann, der Schriftführer, der Kassier und der Vermieter des Glaubensvereins, ein Emir eines Grazer Glaubensvereins und ein Beschuldigter, der in Linz Korane verteilt und IS-Kämpfer angeworben haben soll. Sie alle sollen den Prediger unterstützt haben. Ihnen drohen zehn Jahre Haft.

Der Staatsanwalt sprach davon, dass „die Glaubensvereine Standort und Stützpunkt des IS in Österreich sind“. Der Prozess ist auf neun Tage angesetzt. Ein Urteil soll Mitte Oktober fallen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: oe24 Bild: © APA/Harald Dostal

15.09.2019

Jesus und deine Seele müssen gemeinsam den Weinberg bestellen. Deine Aufgabe ist es, die Steine zu sammeln und wegzuschaffen, sowie Unkraut und Dornen auszureißen. Jesu Aufgabe ist es zu säen, zu pflanzen, zu pflegen und zu gießen. Aber auch bei deiner Arbeit ist Jesus mit tätig, denn ohne Ihn gelingt dir nichts !

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

Gefeiert am 15. September

Hl. Katharina – Mystikerin

* 1447 in Genua in Italien
† 15. September 1510 daselbst

Caterina war eine Tochter der adligen Familie Fieschi, aus der auch die beiden Päpste Innozenz IV. und Hadrian V. stammten. Ihr Vater war Vizekönig von Neapel. Obwohl sie in ein Kloster eintreten wollte, wurde sie mit 16 Jahren mit dem Genueser Edelmann Giuliano Adorno verheiratet, dem Glaube und Religion nichts galten und der allein den Vergügungen nachjagte. Sie dagegen wandte sich immer intensiver dem Glauben zu. Im Jahr 1474 kündigte ihr eine Vision eine baldige Veränderung an. Tatsächlich verlor ihr Mann sein Vermögen und wurde fromm. Katharina wurde Krankenpflegerin im Frauenhospital Pammatone in Genua, wo sie sich rastlos aufopferte, besonders während zweier Pestepidemien. 1491 übernahm sie die Leitung des Krankenhauses. Sie kasteite sich, während der Fastenzeit ernährte sie sich nur von der hl. Kommunion. Ihre wundervollen Offenbarungen gab sie in ihren beiden Büchern „Dialoge von Seele und Körper“ sowie „Abhandlung über das  Fegefeuer“ wieder. Das Fegefeuer ist für sie zwar ein Ort des Leidens, aber die Seelen sind dort von Freude erfüllt, weil sie sich von Gott  geleitet wissen, deshalb verstärkt sich der Schmerz, aber auch die Freude, je näher der Zeitpunkt ihrer Erlösung heranrückt

Durch ihre mystischen Schriften wurde sie über Genua hinaus in Italien und Frankreich bekannt.

Katharina ist Patronin der Stadt Genua und seit 1944 Zweitpatronin der italienischen Krankenhäuser. 1737 wurde sie von Papst Klemens XII. heilig gesprochen.

 

Hl. Oranna – Einsiedlerin, Glaubensbotin an Mosel und Saar

* in Schottland (?)
† im 6. Jahrhundert (?) im Saarland

Oranna war nach der Legende eine schottische Königstochter, die vom Vater wegen ihrer Schwerhörigkeit verstoßen wurde; andere Quellen nennen ihren Vater einen Herzog in Lothringen. Sie kam mit iroschottischen Mönchen in die Gegend von Berus bei Saarlouis, wurde auf wundersame Weise geheilt und lebte dann als Einsiedlerin und Glaubensbotin im Gebiet der oberen Mosel und der Saar im Saarland.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 15.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 15,1-32

Hier zum Nachhören

In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren. Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet? Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte. Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt. Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 14. September

Fest der Kreuzerhöhung

Das Fest Kreuzerhöhung im September hat seinen Ursprung in Jerusalem; dort war am 13. September 335 die Konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab feierlich eingeweiht worden. Der 13. September war auch der Jahrestag der Auffindung des Kreuzes gewesen. Am 14. September, dem Tag nach der Kirchweihe, wurde in der neuen Kirche dem Volk zum ersten Mal das Kreuzesholz feierlich gezeigt („erhöht“) und zur Verehrung dargereicht. Später brachte man das Fest auch in Verbindung mit der Wiedergewinnung des heiligen Kreuzes durch Kaiser Heraklius im Jahr 628; in einem unglücklichen Krieg war das Kreuz an die Perser verlorengegangen. Heraklius brachte es feierlich an seinen Platz in Jerusalem zurück.

 

Hl. Albert von Jerusalem – Bischof von Vercelli, Patriarch von Jerusalem, Märtyrer

* um 1150 in Gualtieri in Italien
† 14. September 1214 in Akko in Israel

Albert Avogadro wurde Mitglied im Kreuzritterorden in Mortara und wurde dort 1180 Prior. 1184 wurde er zum Bischof von Bobbio ernannt, 1185 wurde er Bischof von Vercelli und ab 1206, nach einer Wallfahrt, lateinischer Patriarch von Jerusalem. Er verfasste die Regel der Einsiedler bei der Eliasquelle am Berg Karmel, aus der sich die Regel des 1274 entstandenen Karmeliterordens entwickelte: Inneres und äußeres Schweigen, beständiges Gebet und kontemplative Betrachtung der Bibeltexte sind ihre Grundprinzipien. Auf dem Weg zum 4. Laterankonzil in Rom wurde Albert von einem Gegner während einer Prozession ermordet.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

14.09.2019

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301) Benediktinerin

Mach für mich durch die Kraft deines Kreuzes allen Lebensverlust wieder gut

O du Weisheit, was für ein Spiel führst du zu Ende, mit was für einer scherzenden Rede umkreist du meinen Jesus. Vollständig entblößt du den König der Herrlichkeit, machst ihn zu einer Schaustellung der Schande. Du bindest den Kaufpreis für die ganze Welt an eine Säule. Du als Einzige wägst ab und entscheidest darüber, welchen Wert das Sakrament haben soll, das die Schuld sämtlicher Gesetzesübertretung tilgen kann. Du bist es, die am Kreuz das Leben aller von der Erde aus erhöht, damit es in seinem Tod alles an sich zieht und lebendig macht. O Liebe, du weise, was für ein Verband bereitest du als Heilmittel gegen den allgemeinen Untergang. O was für ein Wundpflaster legst du auf, damit du die Wunden aller heilst. O Liebe, dein Beschluss wird die Hilfe für die Verlorenen. Den Unschuldigen verdammst du, damit du den elenden Angeklagten zum Heil führen kannst. Unschuldiges Blut vergießt du, damit du die zürnende Gerechtigkeit besänftigen kannst und den Armen und Mittellosen einen milden Vater verschaffst. O du weise Liebe, dein Spruch ist das erlösende Wort für die Elenden. Du betreibst die Sache des Friedens. Dem Einspruch des Erbarmens schenkst du Gehör. Der Not eines jeden kommst du mit klugem Ratschlag zu Hilfe, mit dem gütigsten Willen deiner Milde. Du setzt dem allgegenwärtigen Elend ein Ende durch das herrliche Werk deiner Barmherzigkeit. O Liebe, es ist dieser Gedanke von dir, der den Verlorenen die Gelegenheit für das Heil bietet. Schau her, o Weisheit, schon steht dein Vorratskeller offen, erfüllt von deiner Güte. Ja, schau mich doch an, mich, den Angeklagten, der draußen vor der Tür deiner erbarmenden Liebe steht. Ja, fülle doch das dünne Mäntelchen meiner Armut mit dem Segen deiner Süße. Sieh her, vor dir steht die leere Schale meiner Sehnsucht. Ja, wenn sich doch nur ein kleines Schloss zu deiner Fülle öffnete. Lehre mein Herz deine lauteren Pläne, deine klaren Anordnungen, deine verlässlichen Gesetze. (Ps 19,8) Lass mich an deine Gebote denken und danach handeln. Mein Jesus, handle an mir nicht nach meinen Sünden und vergilt mir nicht nach meiner Schuld. (Ps 103,10.18) Ja, und so wie du mir durch dein Blut wahrhaft verziehen hast, so mache für mich durch die Kraft deines kostbaren Kreuzes allen Lebensverlust wieder gut.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria