NIGERIA: Entführungen, Überfälle, Massaker

Die Bevölkerung in Nigeria ist marodierenden Banden und dschihadistischen Terrororganisationen nahezu schutzlos ausgeliefert.

Bewaffnete Gruppen überfielen am 3. Januar 2026 das Dorf Kasuwan Dji im Bundesstaat Niger. Sie zündeten den Markt und Häuser in der Nachbarschaft an. 42 Männern banden sie die Hände auf den Rücken und ermordeten sie.

Frauen und Kinder wurden entführt. Mindestens 50 Menschen kamen bei den Überfällen ums Leben.

Nigeria ist mit geschätzt über 235 Mio. Menschen Afrikas bevölkerungsreichster Staat. Mindestens vier radikal-islamische Gruppen halten den Norden des Landes mit Terror und Gewalt in Atem, darunter der „Islamische Staat in der westafrikanischen Provinz“ (ISWAP) und „Boko Haram“. Sie verüben Überfälle, Anschläge, kontrollieren Dörfer und Märkte, sollen in Drogengeschäfte verwickelt sein und treten für einen radikalen Islam ein.

Entführungen, Lösegelderpressung und Viehdiebstahl sind für sie zum „Geschäftsmodell“ geworden.

In Kaduna überfielen Bewaffnete am 18. Januar in Kurmin Wali zwei christliche Kirchen und entführten 172 Menschen. Neun von ihnen konnten fliehen.

Betroffen von der Gewalt sind vor allem Dörfer im Norden und in Zentralnigeria. Immer wieder werden auch Schulen überfallen wie die katholische Schule St. Mary im Bistum Kontagora am 21. November 2025.

Verstärkt wird die steigende Gewalt durch die Armut auf dem Land und fehlendes Vertrauen der Bürger in den Staat. Es gibt kaum Schutz seitens der islamischen Regierung, kaum Förderung, kaum Infrastruktur.

Quelle: christlichesforum Bild: christlichesforum (Screenshot)

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