Papst Franziskus und das Chaos in der Kirche

Das Pontifikat von Franziskus neigt sich seinem Ende zu. Unterdessen baut Franziskus seine Macht ohne Rücksicht auf Verluste aus, auch auf Kosten des Progressivismus. Das Chaos in der Kirche nimmt jedoch immer mehr zu.

Von Roberto de Mattei*

In dieser verwirrenden Zeit am Ende des Pontifikats gibt es jene, die ihre Aufmerksamkeit auf die lehrmäßigen Irrtümer von Papst Franziskus richten. Das Bemühen ist lobenswert, vor allem wenn es sich um Fachleute handelt, aber es bleibt schwierig, der Correctio filialis von 2016 etwas hinzuzufügen, die die umfassendste theologische Kritik des zurückliegenden Jahrzehnts bleibt.

Vielmehr offenbaren die Ereignisse immer deutlicher den politischen Charakter der Regierung des amtierenden Papstes und ihre inneren Widersprüche. Zwei jüngere Maßnahmen sind in dieser Hinsicht beispielhaft: die Reform der Römischen Kurie und die kommissarische Verwaltung des Souveränen Malteserordens.

In der Apostolischen Konstitution über die Römische Kurie Praedicate Evangelium vom 9. März 2022 heißt es, daß „jeder Gläubige einem Dikasterium oder einem Organismus“ der Römischen Kurie „kraft der Vollmacht, die sie vom Papst erhalten hat, in dessen Namen sie mit stellvertretender Gewalt in der Ausübung des primazialen Amtes handelt“, vorstehen kann. Wie der neuernannte Kardinal Gianfranco Ghirlanda bei der Vorstellung des Dokuments im Pressesaal des Vatikans erklärte, ist „die stellvertretende Vollmacht zur Ausübung eines Amtes dieselbe, egal ob sie von einem Bischof, einem Presbyter, einem geweihten Mann oder einer geweihten Frau oder einem Laien empfangen wird“.

Das bedeutet, daß jeder Laie, auch eine Frau, zum Beispiel zum Staatssekretär oder zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt werden könnte, da sie ihre Befugnisse direkt vom Papst und nicht vom Weihesakrament erhalten.

Wir stehen vor einem revolutionären Akt, indem Papst Franziskus die etablierte Tradition der Kirche umstößt und Laien Aufgaben überträgt, die traditionell dem Klerus vorbehalten waren. Kardinal Giacomo Antonelli (1806–1876), Staatssekretär von Pius IX., war zum Beispiel weder Bischof noch Priester, sondern gehörte als Diakon dem Klerus an. Die Römische Kurie ist ein Organ, das dem Papst bei der universellen Leitung der katholischen Kirche zur Seite steht und seit jeher eine eminent kirchliche Struktur hat.

Um seine Neuerung zu rechtfertigen, leugnet der Papst jedoch ein grundlegendes Prinzip der progressiven Theologie. Während die traditionelle Theologie zwischen der Jurisdiktionsgewalt, die dem Papst zusteht, und der Weihegewalt, die mit der Bischofsweihe verbunden ist, unterscheidet, geht in der theologischen Vision, die sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil durchgesetzt hat, die Jurisdiktionsgewalt, also die Regierungsgewalt, in der Weihegewalt, also der sakramentalen Gewalt, auf. In der Tat möchte die neue Theologie die Kirche von ihrer juristischen Hülle befreien, um ihr eine ethisch-prophetische Funktion zu geben, indem sie den Papst auf einen Primus inter pares innerhalb des Bischofskollegiums reduziert.

Aus diesem Grund definiert der Historiker Alberto Melloni, Leiter der „Schule von Bologna“, das Prinzip, auf dem Praedicate Evangelium beruht, als „eine These, die das Zweite Vatikanische Konzil ins Herz trifft und einen Orientierungspunkt für die Zukunft der Kirche darstellt“ (La Repubblica, 24. August 2022). Im Gegensatz zur Konzilstheologie wurde nämlich von Kardinal Ghirlanda präzisiert, daß die neue Konstitution „die Frage der Fähigkeit der Laien regelt, Ämter zu empfangen, die mit der Ausübung der Leitungsgewalt in der Kirche verbunden sind, sofern sie nicht den Empfang der heiligen Weihen voraussetzen, und indirekt bekräftigt, daß die Leitungsgewalt in der Kirche nicht aus dem Sakrament der heiligen Weihen, sondern aus der kanonischen Sendung stammt, da sonst das, was in der Apostolischen Konstitution selbst vorgesehen ist, nicht möglich wäre“.

Der Papst bekräftigt also, um einen Machtmißbrauch zu begehen, einen traditionellen Grundsatz, aber für die Bannerträger des Progressismus handelt es sich dabei um eine schwere theologische Niederlage.

Auch im zweiten Fall liegt ein schwerer Machtmißbrauch vor.

Am 3. September 2022 verkündete der Papst die neue Verfassung des Malteserordens und verfügte die Auflösung des derzeitigen Souveränen Rates [Regierung]. Er setzte einen provisorischen Souveränen Rat ein, der den Orden bis Januar 2023 leiten wird, wenn das außerordentliche Generalkapitel einberufen wird, um den neuen Großmeister zu wählen.

Wie schon 2017, als der Papst den Rücktritt des damaligen Großmeisters Matthew Festing erzwang, wurde der Malteserorden wie jede andere Institution des päpstlichen Rechts behandelt und die Tradition, Geschichte und Erinnerung an einen über neunhundert Jahre alten Orden ignoriert. Der Malteserorden hat nämlich eine doppelte Rechtspersönlichkeit, die ihn auf der Ebene des Kirchenrechts dem Heiligen Stuhl unterstellt, aber auf der Ebene des Völkerrechts seine Unabhängigkeit von diesem gewährleistet.

Artikel 3 der vom Papst aufgehobenen bisherigen Verfassung besagt im Absatz 1, daß „der Orden ein Völkerrechtssubjekt ist und souveräne Funktionen ausübt“. Diese Funktionen sind: die Exekutive, vertreten durch den Großmeister, der vom Souveränen Rat unterstützt wird; die Legislative, vertreten durch das Generalkapitel; und die Judikative, vertreten durch die Magistralgerichte. In Artikel 4 Absatz 6 heißt es: „Der religiöse Charakter schließt die Ausübung der ihm zustehenden Souveränitätsbefugnisse nicht aus, insofern der Orden ein von den Staaten anerkanntes Völkerrechtssubjekt ist“. Es besteht kein Zweifel daran, daß der Papst das Recht hat, das religiöse Leben der Professritter zu regeln, die feierlich die drei monastischen Gelübde ablegen, aber er kann sich nicht in die autonomen politischen und staatlichen Entscheidungen des Ordens einmischen.

Kardinal Ghirlanda, der auch die juristische Begründung für das Handeln von Papst Franziskus in diesem Fall verfaßt hat, zitiert ein Urteil des von Pius XII. eingesetzten Kardinaltribunals vom 24. Januar 1953, in dem daran erinnert wird, daß „die dem Orden […] als Völkerrechtssubjekt eigenen Vorrechte […], die der Souveränität eigen sind, […] im Orden jedoch nicht jenen Komplex von Befugnissen und Vorrechten bilden, der souveränen Gebilden im vollen Sinn des Wortes eigen ist“. Dieses Urteil ist jedoch kein Akt des Lehramtes und muß in einen jahrhundertealten historischen und rechtlichen Kontext eingeordnet werden, in dem der Heilige Stuhl stets den souveränen Charakter des Malteserordens anerkannt hat, „ohne Einmischung anderer weltlicher oder religiöser Autoritäten“, wie Benedikt XVI. bei seinem Empfang der Ritter anlässlich des 900. Jahrestages des Privilegs Pie postulatio voluntatis vom 15. Februar 1113 in Erinnerung rief.

Was aber waren die Folgen dieses willkürlichen päpstlichen Eingriffs auf der faktischen Ebene? Am 23. Januar 2017 hat Papst Franziskus, ohne rechtlich dazu befugt zu sein, den Rücktritt von Matthew Festing als Großmeister des Malteserordens angeordnet. Baron Albrecht von Boeselager, Chef des deutschen progressiven Flügels, der durch Festing von seinem Amt als Großkanzler suspendiert wurde, triumphierte. Am darauffolgenden 28. Januar bestätigte der Souveräne Rat mit Unterstützung des Papstes und von Kardinal Parolin den Rücktritt Festings und hob das gegen Boeselager verhängte Suspendierungsdekret auf, der somit als Großkanzler zurückkehrte. Nun wurde auch Boeselager vor die Tür gesetzt. Vor allem aber wurde der Versuch der deutschen Gruppe, den Malteserorden in eine weltliche NGO umzuwandeln, vereitelt.

Im Fall des Praedicate Evangelium beruht der Machtmißbrauch von Papst Franziskus, der das Leben der Kurie stört, auf einem richtigen Prinzip; im Fall der Beauftragung des Malteserordens beruht die Willkür auf einem falschen Prinzip.

Der Progressismus verliert aber in beiden Fällen: im ersten Fall im Prinzip, im zweiten in der Tat.

In beiden Fällen wächst jedoch mit der Macht des Papstes das Chaos in der Kirche.

Roberto de Mattei, Historiker, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt in deutscher Übersetzung: Verteidigung der Tradition: Die unüberwindbare Wahrheit Christi, mit einem Vorwort von Martin Mosebach, Altötting 2017 und Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte, 2. erw. Ausgabe, Bobingen 2011.

Quelle: katholisches, G. N. Bild: Corrispondenza Romana

Der Triumph der göttlichen Vorsehung

Der Triumph der göttlichen Vorsehung, Deckenfresko aus der Zeit um 1635, ein Auftrag von Papst Urban VIII.

Von V. Rasponi

Die Verehrung der göttlichen Vorsehung ist seit jeher Teil des christlichen Glaubens. In seinem „Breve Trattato sulla Divina Provvidenza“ (Kurze Abhandlung über die göttliche Vorsehung), das soeben bei Edizioni Fiducia (Rom 2022, S. 156, Euro 13) erschienen ist, geht Roberto de Mattei auf die philosophischen, theologischen und spirituellen Grundlagen dieser Verehrung ein, in der Überzeugung, daß sie im heutigen Chaos unverzichtbarer ist denn je.

Die Verwirrung, in der wir uns heute befinden, schreibt der Autor in seinem Vorwort, ist schlimmer als die anderer historischer Epochen, wie die der barbarischen Invasionen. Heute ist die Verwirrung der Seelen in der Tat schwerwiegender als der Verlust von Menschenleben, „aber durch den Heiligen Geist, der die Geschichte lenkt, wird Gott wieder einmal eine Ordnung schaffen, die umso höher sein wird, als das gegenwärtige Durcheinander tief ist“ (S. 6).

Der Aufsatz von Prof. de Mattei stützt sich auf die Lehren von Kirchenlehrern wie dem heiligen Augustinus, dem heiligen Thomas von Aquin, dem heiligen Bonaventura, dem heiligen Franz von Sales, dem heiligen Alfons von Liguori und geistlichen Meistern wie dem heiligen Ludwig Marie Grignion von Montfort, Jean-Pierre de Caussade, Dom François de Sales Pollien, auf große Theologen wie Pater Réginald Garrigou-Lagrange und konterrevolutionäre Autoren wie Juan Donoso Cortés und Plinio Corrêa de Oliveira.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die jeweils aus fünfzehn kleinen Kapiteln bestehen. Im ersten Teil stellt der Autor klar, daß die göttliche Vorsehung Gott selbst ist, betrachtet in einer seiner unendlichen Vollkommenheiten. Genauer gesagt, „die Vollkommenheit der Ordnung, die in der Ewigkeit von der göttlichen Weisheit erdacht und in der Zeit durch den allmächtigen Willen Gottes verwirklicht wurde, oder, im übertragenen Sinn, als die Hand Gottes, die in der Zeit das wirkt, was sein göttlicher Geist von Ewigkeit her erdacht und gewollt hat“ (S. 14). Auf den folgenden Seiten geht der Autor den Beziehungen zwischen Gott und den erschaffenen Dingen nach, sozusagen in aufsteigender Weise, in einer Skala der Vollkommenheiten, die von den niedrigsten Geschöpfen bis zu den höchsten reicht. Die Spitze der Schöpfung ist die Person der seligen Jungfrau Maria, deren unbeflecktes Herz das Meisterwerk der Hände der göttlichen Vorsehung darstellt.

Der zweite Teil des Aufsatzes ist dem gewidmet, was der Vorsehung entgegensteht: das Geheimnis des Bösen, das der Versuch des freien Geschöpfes ist, die göttliche Ordnung umzustoßen; ein Versuch, der immer zum Scheitern verurteilt ist, denn, wie der heilige Paulus lehrt, führt in Gottes Plänen alles zum Guten (Röm 8,28).

Der dritte Teil ist der Hingabe an die göttliche Vorsehung gewidmet, die kein Quietismus oder Fatalismus ist, sondern ein aktives Engagement, um der Gnade Gottes zu entsprechen, die niemals versagt. Die Vorsehung ist das ewige Handeln, durch das Gott seine Geschöpfe in der Geschichte führt, und die Hingabe an die göttliche Vorsehung bedeutet die Erfüllung des göttlichen Willens, Augenblick für Augenblick, in der gegenwärtigen Zeit. Der Kampf zur Bekämpfung der antichristlichen Revolution und für die Errichtung der christlichen Zivilisation ist nach den Angaben des heiligen Pius X. der höchste Ausdruck dieser Übereinstimmung mit der Gnade. Denn das Reich Gottes ist auch sozial, und das große Gesetz der Geschichte ist die vollständige Unterwerfung der Menschen und der Völker unter Jesus Christus, den souveränen Herrn aller Dinge.

Das Leben des Menschen entfaltet sich in einem großen Rahmen, von Luzifers erster Sünde bis zur letzten Seite der Geschichte: der Parusie. Sie wird auf die leuchtende Herrschaft Mariens und die höllische Herrschaft des Antichristen folgen, denn Gott ist in der Geschichte immer siegreich. An diesem Tag wird die göttliche Vorsehung ihren endgültigen Triumph über Chaos, Sünde und Revolution feiern.

Das kurze Traktat von Roberto de Mattei soll ein Akt des Glaubens an die Rolle sein, welche die göttliche Vorsehung auch in der Dunkelheit unserer Zeit weiterhin spielt, und ist eine wertvolle Hilfe, um in einem Kampf, dem sich heute keiner von uns entziehen kann, Partei zu ergreifen.

Quelle: katholisches, G. N.
Bild: Wikicommons/Pietro da Cortona: Der Triumph der göttlichen Vorsehung

Rushdie-Attentäter im Video-Interview aus dem Gefängnis

©APA/AFP

“Ich habe Salman Rushdie angegriffen, weil er den Islam und sein Wertesystem hasste.“

Zum ersten Mal seit dem Angriff, der den Autor der „Satanischen Verse“ beinahe das Leben gekostet hätte, sprach sein Angreifer Hadi Matar über seine Motive. In einem am Mittwoch veröffentlichten exklusiven Video-Interview mit der „New York Post“ aus dem Gefängnis äußerte er auch seine Bewunderung für den verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ruhollah Khomeini.

Khomeini „ist ein toller Mensch“

Der in New Jersey geborene 24-Jährige erläuterte seinen libanesischen Eltern die Gründe, die ihn dazu veranlassten, Rushdie anzugreifen. „Er hat den Islam, den islamischen Glauben, das Wertesystem angegriffen. Er ist kein guter Mensch. Ich mag ihn überhaupt nicht“, sagte der junge Mann, der zehnmal auf den Schriftsteller eingestochen hatte, bevor dieser auf einer Veranstaltung in Chautauqua im US-Staat New York zu sprechen begann.

Matar betonte, dass er keinen Kontakt zu den iranischen Revolutionsgarden habe, wie einige Medien in den letzten Tagen behaupteten. Aber er gab zu, Ayatollah Khomeini zu „respektieren“, der 1989 die Fatwa gegen Rushdie erließ, in der er eine Belohnung von drei Millionen Dollar für seinen Kopf aussetzte. „Ich finde, er ist ein toller Mensch“, sagte Matar bezüglich Khomeni und ließ durchblicken, dass sein Anwalt ihn davor gewarnt hatte, sich in dieser Angelegenheit weiter zu äußern.

Radikalisation über das Internet

Fotos von Khomeini und dem von den USA getöteten iranischen General Qassem Soleimani waren auf seinen Social-Media-Konten gefunden worden. Die Ermittler vermuteten daher, dass Matar dem schiitischen Extremismus und den iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) nahe stand. Hinzu kam, dass der falsche Ausweis, den er nach seiner Gefangennahme in der Tasche hatte, auf einen „Märtyrer“ der Hisbollah ausgestellt war.

Was jedoch aus seinen ersten Worten hervorgeht, ist vor allem das Porträt eines einsamen Wolfs, der sich in seinem Schlafzimmer in Fairview, New Jersey, über das Internet und die sozialen Medien radikalisiert hatte, so die New York Post. Er sei eher „zufällig“ als aus Überzeugung zum Terroristen geworden. Zumindest wollten er und sein Anwalt den Ermittlern das wahrscheinlich glauben machen, um eine mildere Strafe zu bekommen, so die Meinung von Beobachtern.

Matar gab auch zu, dass er mit Rushdies Büchern nicht vertraut war, aber viele Videos von ihm auf Youtube gesehen hatte. „Ich habe nur ein paar Seiten“ der Satanischen Verse gelesen, erklärte er. „Aber ich habe viele seiner Vorlesungen gesehen, ich mag keine falschen Leute wie ihn.“ Fragen zu einer Reise in den Nahen Osten im Jahr 2018, von der er, wie seine Mutter Silvana Fardos in einem weiteren Exklusivinterview mit der Daily Mail behauptete, verändert und radikalisiert zurückgekehrt sei, beantwortete er indessen nicht.

Mutter will mit ihm nichts zu tun haben

Die Mutter des mutmaßlichen Angreifers von Salman Rushdie will ihren Sohn einem Bericht der „New York Times“ zufolge nicht unterstützen. „Ich will mit ihm nichts zu tun haben“, sagte die Mutter des 24-jährigen zu der Zeitung, wie es in einem Artikel hieß.

Demnach hatte das Blatt die Frau im US-Bundesstaat New Jersey auf der Straße vor ihrem Haus gesprochen. Sie habe ihrem Kind auch nichts zu sagen, wurde die Mutter weiter zitiert. Sie habe aber bestätigt, dass Matar 2018 von einer Reise in den Nahen Osten wesensverändert zurückgekehrt sei und sich zunehmend auf den islamischen Glauben fokussiert habe.

Der britisch-indische Autor Rushdie war am Freitag bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat New York von einem Mann angegriffen worden und liegt seitdem mit schweren Stichverletzungen im Krankenhaus. Rushdie wird seit Jahrzehnten von religiösen Fanatikern verfolgt.

Quelle: oe24

Serbischer Bischof will „Europride“ in Belgrad „verfluchen“

Serbisch-Orthodoxer Bischof Nikanor Bogunovic

Orthodoxer Bischof Bogunovic löst Welle der Empörung aus, auch Staatspräsident Vucic distanziert sich

Belgrad, 19.08.2022 (KAP/KNA) Der serbisch-orthodoxe Bischof Nikanor Bogunovic hat mit drastischen Worten zur bevorstehenden „Europride“ in Belgrad landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Laut übereinstimmenden Medienberichten sagte der Geistliche, er werde alle Teilnehmer der Homosexuellen-Parade (12. bis 18. September) „verfluchen“. Die Veranstaltung sei eine Schande für die Hauptstadt Serbiens. „Wenn ich eine Waffe hätte, würde ich sie benutzen“, so der Bischof. Aber er habe keine.

Die Worte lösten eine Welle der Empörung aus. Eine LGBTI-Organisation erstattete Strafanzeige. Staatspräsident Aleksandar Vucic distanzierte sich in einer Stellungnahme. Allerdings gab es auch Zustimmung aus rechts-konservativen Kreisen, die sich für ein Verbot der „Europride“ einsetzen. Sie sehen in der Homosexuellen-Parade eine Provokation und einen Angriff auf traditionelle Werte.

Quelle: kathpress Foto: facebook (Screens.) Поштоваоци епископа банатског Г.Г. Никанора