Archiv des Autors: admin

Tagesevangelium – 21.05.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,21-24

In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 20.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 20.05.2018

Jesus, der im Himmel in Seiner Allerheiligsten menschlichen Gestalt regierte, die Er aus dem Schoße der Hl. Jungfrau angenommen hatte, wollte, dass auch Seine Mutter nicht nur mit der Seele, sondern auch mit dem Körper zu Ihm käme und gänzlich an Seiner Herrlichkeit teilhabe. Und das war nur recht und billig, denn jener Körper, der nicht einen Augenblick lang der Sklave Satans und der Sünde gewesen war, durfte auch nicht der Verwesung anheim fallen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

20.05.2018 – Pfingsten

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Bonaventura (1221-1274) Franziskaner, Kirchenlehrer
Baum des Lebens, 39 (Übers.: Marianne Schlosser, St. Ottilien, 2012, 81f.)

Das Pfingstfeuer

Sieben mal sieben Tage waren seit der Auferstehung vergangen, und als nun am fünfzigsten Tag „die Jünger zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, versammelt waren, da erhob sich plötzlich vom Himmel her ein Brausen, als käme ein heftiger Wind (spiritus) auf.“ Er kam herab auf eine Schar von hundertzwanzig Menschen und erschien „in feurigen Zungen“ (vgl. Apg 1,1-4); denn er sollte dem Mund das Wort, dem Verstand das Licht und dem Herzen die Glut verleihen. „Alle wurden erfüllt vom Heiligen Geist und begannen in verschiedenen Sprachen zu reden“, so wie es ihnen der Antrieb dieses Geistes eingab.

Er lehrte sie alle Wahrheit, entzündete in ihnen alle Liebe und festigte sie in aller Tugend. Sie waren gering an Zahl, und sie waren einfache, ungebildete Menschen – und doch waren sie es, die mit der Glut ihrer Worte, der Vollkommenheit ihres Vorbilds und mit Wundertaten in der ganzen Welt „die Kirche mit ihrem Blut einpflanzten“ (Röm. Brevier); denn sie hatten die Hilfe Seiner Gnade, waren erleuchtet von Seiner Belehrung, gestärkt von Seiner Macht.

Die Kirche aber, durch die Kraft des Heiligen Geistes gereinigt, erleuchtet und vollkommen gemacht, wird dadurch ihrem Bräutigam und seinen Begleitern (vgl. Joh 3,29) liebenswert; denn sie ist über die Maßen schön und staunenswert vielfältig geschmückt. Dem Satan aber und seinen Engeln ist sie schrecklich wie ein zum Kampf aufgestelltes Heer (Hld 6,3).

Tagesevangelium – 20.05.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 15,26-27.16,12-15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 19.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 19.05.2018

Nach Christi Himmelfahrt lebte Maria in ständigem Sehnen und erfüllt von dem brennenden Wunsch, sich mit Ihm zu vereinigen. Ohne ihren göttlichen Sohn schien es ihr, als befinde sie sich in strengster Verbannung. Jene Jahre, die sie von Ihm getrennt verbringen musste, waren für sie das längste und schmerzlichste Martyrium, ein Martyrium der Liebe, das sie langsam verzehrte.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

19.05.2018 – Samstag der 7. Osterwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Jean-Pierre de Caussade (1675-1751), Jesuit
Hingabe an Gottes Vorsehung, Einsiedeln 1946, Kapitel 2.5, S. 66ff.

Die ganze Welt könnte die Bücher nicht fassen, die man schreiben müsste

Von Anbeginn der Welt bildet er als Gott den Lebensquell für die gerechten Seelen. […] Er wirkt in uns unser ganzes Leben lang. […] Er hat in sich selber begonnen und setzt nun in seinen Heiligen sein Leben fort, das kein Ende nimmt. […] Ist es nicht jedermanns Sache, zu verstehen, was sich über das zeitliche Leben Jesu niederschreiben lässt, über seine irdischen Werke und Worte, enthält das Evangelium nur flüchtige Züge davon, bleibt also die erste Stunde so unbekannt und fruchtbar: wie viele Evangelien müssten erst geschrieben werden, wollte man die Geschichte aller Augenblicke des fortdauernden, geheimnisvollen Lebens Jesu festhalten! Darin kennen seine Wundertaten keine Grenzen; unaufhörlich nehmen sie zu, sind doch alle Zeiten zutiefst nichts anderes als die Geschichte des göttlichen Wirkens. Der Heilige Geist hat mit unfehlbaren und unumstößlichen Lettern einige Augenblicke dieser gewaltigen Zeitspanne niederschreiben lassen. Er hat in der Schrift einige Tropfen aus diesem Meere gesammelt. Wir sehen darin, auf welch geheimnisvollen und unbekannten Wegen er Jesus Christus in die Welt kommen ließ. […]

Die Geschichte des göttlichen Wirkens, die das ganze Leben umfasst, das Jesus in den heiligen Seelen bis zum Ende der Zeiten führt, kann also nur durch unsern Glauben erfasst werden. […] Der Heilige Geist setzt das Werk des Erlösers fort. Während er der Kirche beisteht, das Evangelium Jesu Christi zu predigen, schreibt er selber ein eigenes Evangelium. Er schreibt es in den Herzen. Alle Handlungen, alle Augenblicke der Heiligen bilden dieses Evangelium des Heiligen Geistes. Die heiligen Seelen sind das Papier, ihre Leiden und Taten dienen als Tinte. Mit der Feder seines Wirkens schreibt der Heilige Geist dieses lebendige Evangelium. Doch erst am Tage der Glorie wird man es lesen können, dann, wenn es aus der Presse dieses Lebens hervorgehen und veröffentlicht wird.

Welch wunderbares Geschichtswerk! Ein herrliches Buch verfasst gegenwärtig der Heilige Geist! Es ist im Druck, heilige Seelen. Kein Tag vergeht, ohne dass nicht Buchstaben gesetzt werden, Druckerschwärze gebraucht wird und Blätter ausgefüllt werden. Doch wir befinden uns in der Nacht des Glaubens. Das Papier übertrifft an Dunkelheit die Druckerschwärze. […] Eine Sprache aus einer andern Welt wird da gesprochen; man versteht nichts davon. Erst im Himmel werdet ihr dieses Evangelium lesen können.

Tagesevangelium – 19.05.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 21,20-25

In jener Zeit sprach Jesus zu Simon Petrus: Folge mir! Petrus wandte sich um und sah, wie der Jünger, den Jesus liebte,  diesem folgte. Es war der Jünger, der sich bei jenem Mahl an die Brust Jesu gelehnt und ihn gefragt hatte: Herr, wer ist es, der dich verraten wird? Als Petrus diesen Jünger sah, fragte er Jesus: Herr, was wird denn mit ihm? Jesus antwortete ihm: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Du aber folge mir nach! Da verbreitete sich unter den Brüdern die Meinung: Jener Jünger stirbt nicht. Doch Jesus hatte zu Petrus nicht gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Dieser Jünger ist es, der all das bezeugt und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die Bücher nicht fassen, die man schreiben müsste.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 18.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 18.05.2018

Die süße Seele Mariens löste sich von ihrem heiligen Leib wie eine Taube, die von ihren Fesseln befreit wird, und flog empor, in den Schoß ihres Geliebten.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

 

18.05.2018 – Freitag der 7. Osterwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Homilie, gehalten in Paris am 30. Mai 1980

Petrus, liebst du mich?

In der Stunde der Prüfung hat Petrus seinen Meister drei Mal verraten. Und seine Stimme hat gezittert, als er ihm antwortete: „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Doch er hat nicht etwa geantwortet: „Und doch, Herr, habe ich dich enttäuscht“, sondern „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Als er das sagte, wusste er schon, dass Christus der Eckstein ist (vgl. Apg 4,11), auf dem, aller menschlichen Schwachheit zum Trotz, durch ihn, Petrus, dieses Gebäude aufgebaut werden kann, dessen Grundgerüst die Liebe ist: durch alle Lebenssituationen und alle Prüfungen, bis zum Ende. Daher konnte er später schreiben […]: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen!“ (1 Petr 2,5).

Das alles will nichts anderes heißen, als immer und unaufhörlich mit Ausdauer und Konsequenz auf diese Frage zu antworten: „Liebst du? Liebst du mich? Liebst du mich immer mehr?“ Und es ist tatsächlich diese Antwort, das heißt diese Liebe, die macht, dass wir  „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk sind, das Gottes besonderes Eigentum ist“ (vgl. 1 Petr 2,9). Diese Antwort ist es, die uns die wunderbaren Taten dessen verkündigen lässt, der uns „aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“ (1 Petr 2,9). Um dies alles wusste Petrus in der absoluten Sicherheit seines Glaubens. Und dies alles weiß er und er verkündigt es weiterhin durch seine Nachfolger.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé