Archiv des Autors: admin

Tagesevangelium – 13.05.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 17,6a.11b-19

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: Vater, ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt. Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.
Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 12.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 12.05.2018

Erinnere dich an das, was sich im Herzen unserer himmlischen Mutter zu Füßen des Kreuzes abspielte. Vor übergroßem Schmerz stand sie wie versteinert vor ihrem gekreuzigten Sohn, aber man kann nicht sagen, dass sie sich von Ihm verlassen fühlte, im Gegenteil. Wann hat sie Ihn je mehr geliebt als in jener Stunde, da sie so sehr litt, dass sie nicht einmal mehr weinen konnte?

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

12.05.2018 – Samstag der 6. Osterwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney (1786-1859), Priester, Pfarrer von Ars
Katechese über das Gebet

„Was ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird er euch geben“

Meine Kinder, ihr habt ein enges Herz, aber das Gebet weitet es und macht es fähig, Gott zu lieben. Das Gebet gibt uns einen Vorgeschmack des Himmels, etwas vom Paradies steigt zu uns herab. Es lässt uns niemals ohne Süßigkeit zurück. Es ist Honig, der in der Seele fließt und alles versüßt. Im rechten Gebet schmelzen die Schmerzen wie Schnee in der Sonne. Das Gebet bewirkt, dass die Zeit schnell und mit solcher Freude voranschreitet, dass der Mensch die lange Dauer nicht merkt. […]

Es gibt Menschen, die sich ganz ins Gebet versenken wie die Fische ins Meer, weil sie ganz Gott hingegeben sind. In ihrem Herzen gibt es keinen Zwiespalt. Wie sehr liebe ich diese hochherzigen Seelen! Der heilige Franz und die heilige Coleta sahen unsern Herrn und sprachen mit ihm so, wie wir miteinander reden. Wenn dagegen wir zur Kirche kommen, wie oft wissen wir nicht, was wir tun oder auch nur was wir beten sollen! Wenn wir aber zu irgendeinem Menschen gehen, wissen wir gut, weshalb wir ihn aufsuchen. Ja, es gibt Menschen, die Gott zu sagen scheinen: „Ich will dir nur zwei Worte sagen, damit du zu deinem Recht kommst.“ Wenn wir kommen, um den Herrn anzubeten, denke ich oftmals: Käme unser Gebet doch aus lebendigem Glauben und aus reinem Herzen, dann würden all unsere Wünsche erfüllt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 12.05.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 16,23b-28

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.
Dies habe ich in verhüllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in verhüllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verkünden werde.
An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Terrormiliz steinigt Frau in Somalia

In Somalia hat die Terrormiliz al-Shabaab eine Frau wegen mutmaßlicher Polygamie zu Tode gesteinigt. Ein örtliches Gericht habe ihr vorgeworfen, mit elf Männern gleichzeitig verheiratet zu sein, hieß es auf einer Webseite am Mittwoch, die der Gruppe als Sprachrohr dient. Zwei der elf Männer hätten darüber ausgesagt.

In Erde vergraben und beworfen

Sie wurde demnach in der Region Sablale im Süden des Landes bis zum Hals in der Erde vergraben und mit Steinen beworfen. Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. In den von ihr kontrollierten zentralen und südlichen Landesteilen Somalias legt sie die islamische Rechtsprechung Scharia äußerst brutal aus, wozu öffentliche Hinrichtungen gehören.

Quelle: oe24 Bild: Screens. Symbolbilder

 

Hl. Pater Pio – 11.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 11.05.2018

Maria lasse deine Seele in immer neuer Tugend erblühen und duften und lege ihre mütterliche Hand auf dein Haupt. Halte dich dicht bei der himmlischen Mutter, denn sie ist das Meer, durch welches wir zu den Stränden des ewigen Lichts im Reich der Morgenröte gelangen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

11.05.2018 – Freitag der 6. Osterwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Thomas von Aquin (1225-1274), Dominikaner, Theologe und Kirchenlehrer
Kommentar zum Johannesevangelium, Band II, § 2134

Freude der Schau des Auferstandenen, Freude der Schau der Herrlichkeit

Nachdem der Herr den Vergleich mit der gebärenden Frau auf den Schmerz der Apostel angewandt  hat, verwendet er ihn nun in Bezug auf ihre zukünftige Freude.

Zunächst verheißt er ihnen, dass sie ihn wiedersehen werden, wenn er sagt: „aber ich werde euch wiedersehen“ (Joh 16,22). Er sagt jedoch nicht: „Ihr werdet mich sehen“, sondern „ich werde euch sehen“, weil das Ereignis sich zu erkennen zu geben aus seiner Barmherzigkeit hervorgeht, die durch seinen Blick bezeugt wird. Er sagt also: „Ich werde euch wiedersehen“, zur Stunde der Auferstehung und der künftigen Herrlichkeit: „Deine Augen werden den König in seiner Schönheit erblicken“ (Jes 33,17).

Sodann verspricht er ihnen Herzensfreude und Jubel, wenn er sagt: „dann wird euer Herz sich freuen“ (Joh 16,22), also sich freuen, mich Auferstandenen zu sehen. Daher singt die Kirche auch: „Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen“ (Ps 118(117),24). Und „euer Herz wird sich freuen“ auch wegen der Schau der Herrlichkeit. „Freude in Fülle vor deinem Angesicht“ (Ps 16(15),11). Für jedes Lebewesen ist es ja nur natürlich, seine Freude an der Betrachtung des geliebten Gegenübers zu haben. Nun kann niemand das Wesen Gottes erkennen, ohne ihn zu lieben. Freude geht notwendigerweise mit dieser Schau einher: Ihr werdet ihn sehen, mit der Kraft des Verstandes erkennen, und euer „Herz wird erbeben und sich weiten“ (vgl. Jes 60,5). Und bei seiner Verherrlichung wird sich diese Freude bis in den Leib ergießen, und so fährt Jesaja fort: „eure Knochen werden sprossen wie frisches Grün“ (Jes 66,14). „Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!“ (Mt 25,21).

Schließlich verspricht der Herr eine immerwährende Freude, wenn er sagt: Und eure Freude, mit der ihr euch um meinetwillen bei der Auferstehung freuen werdet – „Von Herzen freue ich mich am HERRN“ (Jes 61,10) – keiner wird sie euch nehmen, da Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn (Röm 6,9). Oder auch „eure Freude“ (Joh 16,22), die Freude, sich an der Herrlichkeit zu erfreuen, es wird sie euch niemand entreißen, da sie nicht verloren gehen kann und beständig ist – „Ewige Freude ist auf ihren Häuptern“ (Jes 35,10).

Dieser Freude wird sich auch keiner durch die Sünde selbst berauben; denn der Wille eines jeden wird im Guten bestärkt sein, und keiner wird diese Freude auch einem anderen nehmen, weil es keine Gewalt mehr gibt und keiner dem anderen Schaden zufügen will.