Archiv des Autors: admin

16.03.2018 – Freitag der 4. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe
Kommentar zum Johannesevangelium, 19,12 ; PG 14,548

„Da suchten sie ihn zu ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen“

Jesus suchen ist oft ein hohes Unterfangen, denn es ist, als ob man das Wort, die Wahrheit und die Weisheit sucht. Ihr werdet aber sagen, dass das Wort „Jesus suchen“ manchmal absichtlich von Leuten verwendet wird, die ihm übel gesonnen sind. Zum Beispiel: Sie suchten ihn, um ihn festzunehmen, aber niemand erhob die Hand gegen ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war. „Ich weiß wohl, dass ihr Abrahams Nachkommen seid; aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet bei euch keinen Raum“ (Joh 8,37). „Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott gehört habe“ (Joh 8,40).

Diese Worte […] stehen nicht im Gegensatz zu jenem anderen Wort: „wer da sucht, der findet“ (Mt 7,8). Es gibt immer Unterschiede zwischen denen, die Jesus suchen: nicht alle suchen ihn aufrichtig um ihres Heiles willen und um Hilfe zu erbitten. Menschen haben zahllose Gründe ihn zu suchen, Gründe, die oft alles andere als lauter sind. Deshalb haben auch nur diejenigen Frieden gefunden, die ihn ganz und gar aufrichtig gesucht haben, diejenigen, von denen man wirklich sagen kann, dass sie das Wort suchen, das bei Gott war (Joh 1,1), damit sie von ihm zum Vater geführt werden […]

Er droht damit, fortzugehen, wenn sie ihn nicht aufnehmen: „Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich suchen“ (Joh 8,21) […] Er weiß, von wem er sich entfernt und bei wem er bleibt, auch wenn der Betreffende ihn noch nicht gefunden hat: damit man ihn zur rechten Zeit findet, wenn man ihn sucht.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 16.03.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 7,1-2.10.25-30

In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten. Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich. Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen? Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist? Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht. Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat. Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Mohammed und Hitler

Ist der Vergleich zwischen Mohammed, dem Gründer des Islams, und Hitler legitim? Hamed Abdel-Samad findet einige gemeinsame Aspekte im Leben beider Personen, die uns den islamischen Faschismus veranschaulichen. 1- Das Prinzip des Märtyrertums und die völlige Hingabe und Gehorsamkeit dem Führer gegenüber 2- Nach der Machtergreifung folgte bei beiden, Mohammed und Hitler, die Ermächtigung 3- Paranoia, oder die Zwangsstörung, zeichnete das Leben beider Personen 4- Beide zeigten tiefe Feindschaft dem jüdischen Volk gegenüber und riefen zu dessen Vernichtung auf.

15.03.2018 – Donnerstag der 4. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Aphraat (?-um 345), Mönch und Bischof in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Abhandlungen, Nr. 21

„Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir“

Mose wurde verfolgt, wie Jesus verfolgt wurde. Man hat ihn bei seiner Geburt versteckt, denn er sollte von seinen Verfolgern nicht getötet werden; bei seiner Geburt floh man mit Jesus nach Ägypten, damit sein Verfolger Herodes ihn nicht tötete. In den Tagen der Geburt des Mose ertränkte man die kleinen Kinder im Strom; bei der Geburt Jesu tötete man die kleinen Kinder aus Bethlehem und der Umgebung. Zu Mose sagte Gott: „Alle, die dir nach dem Leben getrachtet haben, sind tot“ (vgl. Ex 4,19), und der Engel sagte in Ägypten zu Joseph: „Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben getrachtet haben“ (Mt 2,20). Mose führte sein Volk aus der Knechtschaft des Pharao heraus; Jesus rettete alle Menschen aus der Knechtschaft Satans […] Als Mose das Lamm schlachtete, wurden die Erstgeborenen der Ägypter getötet; Jesus wurde zum wahren Lamm, als man ihn kreuzigte […] Mose ließ Manna auf sein Volk herabfallen; Jesus gab den Menschen seinen Leib; Mose machte mit dem Holz die bitteren Wasser süß; Jesus versüßte unsere Bitternis, indem er sich auf dem Holz kreuzigen ließ. Mose ließ das Gesetz auf die Menschen herabkommen; Jesus schenkte den Menschen die Frohbotschaft; Mose besiegte die Amalekiter, indem er die Hände ausstreckte; Jesus besiegte Satan durch das Zeichen des Kreuzes.

Mose ließ für das Volk Wasser aus dem Felsen sprudeln; Jesus sandte Simon Petrus aus, dass er seine Lehre unter die Leute bringe. Mose nahm die Hülle von seinem Gesicht, um mit Gott zu reden; Jesus nahm die Hülle weg, die auf dem Gesicht der Völker lag, damit sie seine Lehre verstanden und annahmen (2 Kor 3,16). Mose legte seine Hand den Ältesten auf, und sie empfingen das Priesteramt; Jesus legte seine Hand seinen Aposteln auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. Mose stieg auf den Berg und starb dort; Jesus stieg zum Himmel auf und ließ sich zur Rechten seines Vaters nieder.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 15.03.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 5,31-47

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Wenn ich über mich selbst als Zeuge aussage, ist mein Zeugnis nicht gültig; ein anderer ist es, der über mich als Zeuge aussagt, und ich weiß: Das Zeugnis, das er über mich ablegt, ist gültig. Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt. Ich aber nehme von keinem Menschen ein Zeugnis an, sondern ich sage dies nur, damit ihr gerettet werdet. Jener war die Lampe, die brennt und leuchtet, und ihr wolltet euch eine Zeitlang an seinem Licht erfreuen. Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes: Die Werke, die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe, diese Werke, die ich vollbringe, legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.
Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat über mich Zeugnis abgelegt. Ihr habt weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt je gesehen, und auch sein Wort bleibt nicht in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu haben. Meine Ehre empfange ich nicht von Menschen.
Ich habe erkannt, dass ihr die Liebe zu Gott nicht in euch habt. Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und doch lehnt ihr mich ab. Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, dann werdet ihr ihn anerkennen. Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?
Denkt nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde; Mose klagt euch an, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. Wenn ihr Mose glauben würdet, müsstet ihr auch mir glauben; denn über mich hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie könnt ihr dann meinen Worten glauben?

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

14.03.2018 – Mittwoch der 4. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Brief an Diognet (um 200)
9. Kapitel (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1913)

Sie waren darauf aus ihn zu töten, weil er Gott seinen Vater nannte

Als er nun bereits alles bei sich mit seinem Sohne geordnet hatte, liess er uns bis zu der nun abgelaufenen Zeit, wie wir es wollten, von ungeordneten Trieben geleitet werden, von Lüsten und Begierden fortgerissen; durchaus nicht etwa aus Freude an unseren Sünden, sondern in Langmut, auch nicht, als hätte er Wohlgefallen an der damaligen Zeit der Ungerechtigkeit, sondern zur Vorbereitung auf die jetzige Zeit der Gerechtigkeit, damit wir, in der damaligen Zeit durch unsere eigenen Werke überführt, dass wir des Lebens unwürdig seien, jetzt durch die Güte Gottes würdig gemacht würden […]

[…] da hasste und verstieß er uns nicht […] und nahm aus Erbarmen selbst unsere Sünden auf sich; er selbst gab den eigenen Sohn als Lösepreis für uns, den Heiligen für die Unheiligen, den Unschuldigen für die Sünder, den Gerechten für die Ungerechten, den Unvergänglichen für die Vergänglichen, den Unsterblichen für die Sterblichen. Denn was anders war imstande, unsere Sünden zu verdecken als seine Gerechtigkeit? In wem konnten wir Missetäter und Gottlose gerechtfertigt werden, wenn nicht allein im Sohne Gottes? Welch süßer Tausch, welch unerforschliches Walten, welch unverhoffte Wohltat, dass die Ungerechtigkeit vieler in einem Gerechten verborgen würde und die Gerechtigkeit eines einzigen viele Sünder rechtfertige! Nachdem er also in der früheren Zeit die Ohnmacht unserer Natur, zum Leben zu gelangen, dargetan hatte, zeigte er jetzt, dass der Erlöser Macht habe, auch das Ohnmächtige zu retten; durch beides aber wollte er uns zum Glauben an seine Güte bringen, ihn anzusehen als Ernährer, Vater, Lehrer, Ratgeber, Arzt, Geist, Licht, Ehre, Ruhm, Kraft und Leben […].

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 14.03.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 5,17-30

In jener Zeit entgegnete Jesus den Juden: Mein Vater ist noch immer am Werk, und auch ich bin am Werk. Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.
Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, so dass ihr staunen werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.
Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen,
damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben. Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht. Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es vom Vater höre, und mein Gericht ist gerecht, weil es mir nicht um meinen Willen geht, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner