Worte des hl. Pater Pio – 13.03.2018
Liebe Jesus, liebe Ihn sehr! Aber um das zu tun, musst du noch mehr das Opfer lieben.
Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Gregor von Nyssa (um 335-395), Mönch und Bischof
Das Leben des Mose, II, 121f.; SC 1
Durch Wasser gerettet
Jeder, der den Bericht von der Durchquerung des Roten Meeres hört, erkennt, woraus das Geheimnis des Wassers besteht, in das man zusammen mit der ganzen feindlichen Streitmacht eintaucht, und aus dem man alleine wiederauftaucht, während die feindliche Streitmacht am Meeresgrund verbleibt. Wer erkennt nicht, dass diese ägyptische Streitmacht […] die mannigfaltigen Leidenschaften der Seele darstellt, denen der Mensch ausgeliefert ist: Wutgefühle, verschiedene Lustgefühle, Traurigkeit oder Gier? […] All das, und alles was dem zugrunde liegt, stürzt sich bei der Verfolgung der Israeliten, zusammen mit dem Anführer der hasserfüllten Angreifer, ins Wasser.
Das Wasser aber wird, durch die Kraft, die vom Stab des Glaubens ausgeht, und durch die Macht der lichtvollen Wolkensäule (Ex 14,16.19), zur Lebensquelle für alle, die in ihm Zuflucht suchen – und zur Todesursache für alle, die sie verfolgen […] Wenn man den darin verborgenen Sinn freilegt, so bedeutet dies, dass alle, die durch das sakramentale Wasser der Taufe schreiten, darin alle bösen Neigungen, mit denen sie im Kampf liegen, ertränken müssen: Geiz, unreines Verlangen, Lust zu stehlen, Eitelkeiten und Stolz, Ausbrüche von Zorn, Rachsucht, Neid, Eifersucht […]
So ist es auch mit dem Mysterium des jüdischen Osterfestes: Man nannte das Lamm, dessen Blut diejenigen vor dem Tode bewahrte, die es anwendeten, „Paschalamm“ (Ex 12,21.23). In diesem Mysterium verlangt das Gesetz zusammen mit dem Lamm ungesäuertes Brot, ohne alten Sauerteig, zu essen, sodass das neue Leben auch nicht den kleinsten Rest von Sündhaftigkeit mehr in sich habe (1 Kor 5,7-8) […] So muss auch die ganze ägyptische Streitmacht, also jedwede Form von Sünde, ins Bad des Heiles wie in die Tiefe des Meeres versenkt werden und daraus wiederauftauchen: entblößt von allem, was nicht zu uns gehört.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 5,1-16
Es war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda. In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte. Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war.
Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein. Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat.
Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Bahre nicht tragen.
Er erwiderte: Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Bahre und geh! Sie fragten ihn: Wer ist das denn, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Bahre und geh?
Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil sich dort eine große Menschenmenge angesammelt hatte. Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt.
Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner
Worte des hl. Pater Pio – 12.03.2018
Tausend Kreuze würde ich vorziehen, und ein jedes wäre mir süß und leicht, wenn nur diese eine Prüfung nicht wäre; ich meine diese Ungewissheit, ob mein Handeln Gott auch wohlgefällig sei… Es ist schmerzlich, so zu leben… Ich finde mich damit ab, aber diese meine Ergebung, mein fiat erscheint mir so kalt und leer!… Welch ein Geheimnis! Jesus allein kann da helfen.
Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo
Kommentar zum heutigen Evangelium
Balduin von Ford (?-um 1190), Zisterzienserabt, dann Bischof
Homilie über den Hebräerbrief 4,12; PL 204,451-453
„Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte“
„Denn das Wort Gottes ist lebendig“ (Hebr 4,12). Die ganze Größe, die Kraft und Weisheit des Wortes Gottes zeigt der Apostel mit diesen Worten denen, die Christus suchen, der das Wort, die Kraft und die Weisheit Gottes ist. Im Anfang war das Wort beim Vater […] (Joh 1,1). Zur rechten Zeit wurde das Wort den Aposteln kundgetan, es wurde von ihnen verkündigt und vom Volk der Glaubenden demütig aufgenommen […]
Es ist lebendig, das Wort, dem der Vater gegeben hat, das Leben in sich zu haben, wie auch der Vater es in sich hat (Joh 5,26). Es ist also nicht nur lebendig, sondern es ist, wie geschrieben steht, das Leben: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Und da es das Leben ist, ist es lebendig und lebendig machend, denn „wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will“ (vgl. Joh 5,21). Lebendig machend ist das Wort, wenn es Lazarus aus dem Grab ruft und ihm sagt: „Lazarus, komm heraus!“ (Joh 11,43) Als dieses Wort kundgetan wird, klingt die Stimme, die es ausspricht, draußen derart kraftvoll, dass sie auch im Grab wahrgenommen wird: sie erweckt die Toten zum Leben, und indem sie den Glauben entfacht, erweckt sie wahre Kinder Abrahams (Mt 3,9). Ja, das Wort ist lebendig, lebendig im Herzen des Vaters, im Mund dessen, der es verkündet, im Herzen dessen, der glaubt und liebt.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 4,43-54
In jener Zeit ging Jesus von Samaria nach Galiläa.
Er selbst hatte bestätigt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt.
Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen.
Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.
Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg. Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus. So tat Jesus sein zweites Zeichen, und zwar nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner
Worte des hl. Pater Pio – 11.03.2018
Gewisse süße Gefühle sind nur etwas für kindliche Seelen! Sie sind kein Zeichen für Vollkommenheit. Nicht Freuden, sondern Schmerzen braucht es! Seelische Dürre, Unlust, Hilflosigkeit, das sind die Zeichen einer echten Liebe. Der Schmerz ist angenehm. Die Verbannung ist schön, weil man leidet und somit Gott etwas schenken kann. Das Geschenk unserer Schmerzen, unseres Leids, ist etwas Großes, etwas, das wir im Paradies nicht mehr geben können.
Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Franz von Sales (1567-1622), Bischof von Genf und Kirchenlehrer
In Ephata II, S. 213
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“
Konnte Gott der Welt etwa kein anderes Heilmittel verschaffen, als den Tod seines Sohnes? […] Ganz sicher; und er hätte uns durch tausend andere Mittel loskaufen können, als durch den Tod seines Sohnes. Doch er wollte es nicht anders, denn was genügt hätte zu unserem Heil, das genügte seiner Liebe nicht. Und um uns zu zeigen, wie sehr er uns liebt, ist dieser göttliche Sohn gestorben, und zwar eines der grausamsten und verachtenswertesten Tode, des Todes am Kreuz.
Was bleibt uns also und welche Konsequenzen ziehen wir daraus, wenn nicht diese, dass auch wir, da er schon aus Liebe zu uns starb, aus Liebe für ihn sterben müssen, oder wenigstens nicht anders, als aus Liebe zu ihm leben, wenn wir schon nicht aus Liebe sterben können […] Damit haderte schon der große hl. Augustinus: „Herr“, so sagte er, „ist es möglich, dass der Mensch weiß, dass du für ihn gestorben bist, und dass er trotzdem nicht für dich lebt?“ Und dieser große Liebende Franziskus: „Ach“, sprach er tränenüberströmt, „du bist gestorben aus Liebe und niemand liebt dich!“ […]
Es gibt keine andere Erlösung als an diesem Kreuz. O Gott, was für ein großer Nutzen und was für ein Gewinn ist es für uns, das Kreuz und die Passion zu betrachten! Ist es möglich, diese Demut unseres Erlösers anzuschauen, ohne demütig zu werden und die Demütigungen zu lieben? Kann man seinen Gehorsam sehen, ohne gehorsam zu sein? Nein, ganz sicher hat niemand unseren Herrn am Kreuz gesehen und blieb tot oder krank. Ganz im Gegenteil: All jene, die sterben, tun dies, da sie ihn nicht anschauen wollen, so wie jene der Kinder Israels, die nicht zur Schlange aufblicken wollten, die Moses an den Pfahl gehängt hatte.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 3,14-21
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.
Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner