Archiv des Autors: admin

Tagesevangelium – 25.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 9,2-10

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 24.02.2018

Worte des hl. Pater Pio – 24.02.2018

Wer keine Betrachtung hält, handelt wie jemand, der nie in den Spiegel schaut und sich also nicht darum kümmert, ob er in einem ordentlichen Zustand aus dem Hause geht. Er kann also Flecken auf seiner Kleidung haben, ohne es zu wissen. Ein Mensch, der meditiert und seinen Sinn zu Gott hinkehrt, der ja der Spiegel seiner Seele ist, versucht, seine Fehler zu erkennen und zu verbessern; er mäßigt seine Triebe und reinigt sein Gewissen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

24.02.2018 – Fest des Hl. Matthias, Apostel

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Benedikt XVI., Papst von 2005-2013
Predigt am 14. Mai 2010 (Apostolische Reise nach Portugal – © Copyright – Libreria Editrice Vaticana)

Seid Zeugen!

„Einer muss zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein“, sagte Petrus. […] Meine Brüder und Schwestern, ihr müsst […] Zeugen der Auferstehung Jesu werden. In der Tat, wenn in eurer Umgebung nicht ihr seine Zeugen seid, wer wird es an eurer statt sein? Der Christ ist in der Kirche und mit der Kirche ein in die Welt hinausgesandter Missionar Christi. Das ist die unaufschiebbare Sendung jeder kirchlichen Gemeinschaft: den auferstandenen Christus von Gott empfangen und der Welt anbieten, damit jede Situation der Schwächung und des Todes durch den Heiligen Geist in eine Gelegenheit des Wachstums und des Lebens verwandelt werde. […]

Nichts drängen wir den anderen auf, aber immer schlagen wir es vor, wie Petrus uns in einem seiner Briefe empfiehlt: „Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1 Petr 3,15). Und am Ende fragen uns alle danach, auch diejenigen, die nicht zu fragen scheinen. Aus persönlicher und allgemeiner Erfahrung wissen wir genau, dass Jesus der ist, den alle erwarten. Tatsächlich überschneiden sich die tiefsten Erwartungen der Welt und die großen Gewissheiten des Evangeliums in der unabweisbaren Sendung, die uns zukommt, denn „ohne Gott weiß der Mensch nicht, wohin er gehen soll, und vermag nicht einmal zu begreifen, wer er ist. Angesichts der enormen Probleme der Entwicklung der Völker, die uns fast zur Mutlosigkeit und zum Aufgeben drängen, kommt uns das Wort des Herrn Jesus Christus zu Hilfe, der uns wissen lässt: ‚Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen‘ (Joh 15,5) und uns ermutigt: ‚Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt‘ (Mt 28,20)“ (Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, 78). […]

Ja! Wir sind berufen, der Menschheit unserer Zeit zu dienen, indem wir einzig auf Jesus vertrauen und uns von seinem Wort erleuchten lassen: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt“ (Joh 15,16). Wieviel Zeit geht verloren, wieviel Arbeit wird aufgeschoben, weil dieser Punkt nicht beachtet wird!  Was den Ursprung und die Wirksamkeit der Mission angeht, wird alles von Christus her bestimmt: Die Sendung empfangen wir immer von Christus, der uns das bekannt gemacht hat, was er von seinem Vater gehört hat, und wir sind mit ihr betraut durch den Heiligen Geist, in der Kirche. Wie die Kirche selbst, ein Werk Christi und seines Geistes, so muss das Angesicht der Erde von Gott her erneuert werden, immer und allein von Gott her!

Tagesevangelium – 24.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 15,9-17

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.
Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 23.02.2018

Worte des hl. Pater Pio – 23.02.2018

Den wahren Grund, warum es dir nicht immer gelingt, deine Betrachtungen gut zu verrichten, sehe ich darin, und ich glaube, mich nicht zu täuschen, dass du mit einer gewissen Spannung und Erregung an die Betrachtung herangehst, verbunden mit dem sehnsüchtigen Wunsch, dabei etwas zu finden, das deinen Geist froh  und getröstet machen könnte. Und das genügt, damit du nie findest, was du suchst, und deine Aufmerksamkeit nie in die Wahrheit versenkst, die du betrachtest. Wisse, meine Tochter, dass, wenn jemand mit großer Hast und Gier nach einem verlorenen Gegenstand sucht, er ihn hundertmal mit der Hand berühren oder mit den Augen sehen kann und ihn dennoch nicht erkennen wird. Aus dieser vergeblichen und unnützen Erregung kann dir nichts anderes erwachsen als eine große Ermüdung des Geistes und die Unfähigkeit, den Sinn auf den Gegenstand deiner Betrachtung zu konzentrieren, woraus wiederum, wie aus eigenem Antrieb, eine gewisse Kälte und Stumpfheit der Seele entsteht, besonders was die Liebe anbelangt. Ich kenne hierfür kein anderes Heilmittel als dieses: Du musst dich von dieser Unruhe und Ungeduld befreien, denn sie ist einer der schlimmsten Verräter, den die wahre Tugend und die echte Frömmigkeit je haben können. Sie gibt vor, Gutes zu tun und das Herz zu wärmen, tut es aber nicht, sondern lässt das Herz eher kalt werden und treibt uns zur Eile an, um uns dann stolpern zu lassen.  

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

23.02.2018 – Freitag der 1. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Cyprian (um 200-258), Bischof von Karthago und Märtyrer
Über das Gebet des Herrn, 23. Kapitel (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1918)

„Versöhne dich zuerst mit deinem Bruder“

Gott hat uns ja doch geboten, friedfertig, einträchtig und einmütig in seinem Hause zu wohnen (Ps 67,7 (Vulg.)), und er will, dass wir nach unserer Taufe so bleiben, wie er uns durch die zweite Geburt geschaffen hat. So sollen also wir, nachdem wir angefangen haben, Gottes Söhne zu sein, in Gottes Frieden verharren, und wie wir einen Geist haben, auch eines Herzens und eines Sinnes sein.

Deshalb nimmt auch Gott das Opfer eines unversöhnlichen Menschen nicht an und fordert ihn auf, vom Altar wegzutreten und sich zuvor mit seinem Bruder auszusöhnen (vgl. Mt 5,24), damit er dann durch seine friedfertigen Bitten auch bei Gott Frieden finde. Ein größeres Opfer in Gottes Augen ist es, wenn Friede und brüderliche Eintracht unter uns herrscht und wenn das Volk in der Einheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes verbunden ist.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 23.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 5,20-26

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe. Schliess ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.
Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 22.02.2018

Worte des hl. Pater Pio – 22.02.2018

Im übrigen kann ich das gar nicht glauben und dich deshalb auch nicht von der Betrachtung freisprechen, nur weil sie dir nutzlos erscheint. Die heilige Gabe des Gebets, meine gute Tochter, ruht in der rechten Hand des Heilands, und in dem Maße, wie du von dir selbst leer wirst, das heißt von der Liebe zum Körper und deinem eigenen Willen, und dich tief in die heilige Demut versenkst, wird der Herr sie deinem Herzen nach und nach mitteilen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

22.02.2018 – Fest Kathedra Petri

Kommentar zum heutigen Evangelium 
II. Vatikanisches Konzil
Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen Gentium“, § 22

„Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“

Wie nach der Verfügung des Herrn der heilige Petrus und die übrigen Apostel ein einziges apostolisches Kollegium bilden, so sind in entsprechender Weise der Bischof von Rom, der Nachfolger Petri, und die Bischöfe, die Nachfolger der Apostel, untereinander verbunden. Schon die uralte Disziplin, dass die auf dem ganzen Erdkreis bestellten Bischöfe untereinander und mit dem Bischof von Rom im Bande der Einheit, der Liebe und des Friedens Gemeinschaft hielten, desgleichen das Zusammentreten von Konzilien zur gemeinsamen Regelung gerade der wichtigeren Angelegenheiten in einem durch die Überlegung vieler abgewogenen Spruch weisen auf die kollegiale Natur und Beschaffenheit des Episkopates hin. Diese beweisen die im Lauf der Jahrhunderte gefeierten ökumenischen Konzilien. Darauf deutet aber auch schon der früh eingeführte Brauch hin, mehrere Bischöfe zur Teilnahme an der Erhebung eines Neuerwählten zum hohenpriesterlichen Dienstamt beizuziehen. Glied der Körperschaft der Bischöfe wird man durch die sakramentale Weihe und die hierarchische Gemeinschaft mit Haupt und Gliedern des Kollegiums.

Das Kollegium oder die Körperschaft der Bischöfe hat aber nur Autorität, wenn das Kollegium verstanden wird in Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom, dem Nachfolger Petri, als seinem Haupt, und unbeschadet dessen primatialer Gewalt über alle Hirten und Gläubigen. Der Bischof von Rom hat nämlich kraft seines Amtes als Stellvertreter Christi und Hirt der ganzen Kirche volle, höchste und universale Gewalt über die Kirche und kann sie immer frei ausüben. Die Ordnung der Bischöfe aber, die dem Kollegium der Apostel im Lehr- und Hirtenamt nachfolgt, ja, in welcher die Körperschaft der Apostel immerfort weiter besteht, ist gemeinsam mit ihrem Haupt, dem Bischof von Rom, und niemals ohne dieses Haupt, gleichfalls Träger der höchsten und vollen Gewalt über die ganze Kirche. Diese Gewalt kann nur unter Zustimmung des Bischofs von Rom ausgeübt werden. Der Herr hat allein Simon zum Fels und Schlüsselträger der Kirche bestellt (vgl. Mt 16,18-19) und ihn als Hirten seiner ganzen Herde eingesetzt (vgl. Joh 21,15ff.). Es steht aber fest, dass jenes Binde- und Löseamt, welches dem Petrus verliehen wurde (Mt 16,19), auch dem mit seinem Haupt verbundenen Apostelkollegium zugeteilt worden ist (Mt 18,18; 28,16-20). Insofern dieses Kollegium aus vielen zusammengesetzt ist, stellt es die Vielfalt und Universalität des Gottesvolkes, insofern es unter einem Haupt versammelt ist, die Einheit der Herde Christi dar.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner