Archiv des Autors: admin

03.02.2018 – Samstag der 4. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney (1786-1859), Priester, Pfarrer von Ars
Ausgewählte Gedanken des heiligen Pfarrers von Ars

Vor allem anderen sich unterweisen lassen

Meine Kinder, das Wort Gottes ist keine geringfügige Kleinigkeit! Die ersten Worte unseres Herrn an seine Apostel lauteten: „Geht und lehrt!“, um uns deutlich zu machen, dass die Unterweisung vor allem anderen steht. Was hat uns mit dem Glauben bekannt gemacht? Das waren die Unterweisungen, die wir gehört haben. Was hat uns Widerwillen vor der Sünde verschafft, uns die Schönheit der Tugend entdecken lassen, uns die Sehnsucht nach dem Himmel eingegeben? Die Unterweisungen.

Meine Kinder, warum ist man so blind und unwissend? Weil man einfach dem Wort Gottes keine Beachtung schenkt. Einer unterwiesenen Person fehlt es an nichts. Sie kann sich noch so auf allerlei schlechten Wegen verirren, so kann man dennoch hoffen, dass sie zum guten Herrgott früher oder später zurückfinden wird, auch wenn es erst zur Stunde ihres Todes ist. Anders bei einer nicht im Glauben unterwiesenen Person, die wie ein Kranker im Todeskampf ist; sie kennt weder die Macht der Sünde, noch die Schönheit ihrer Seele, noch den Preis der Tugend; sie schleppt sich von Sünde zu Sünde. Eine unterwiesene Person hat immer zwei Führer, die vor ihr hergehen: den guten Rat und den Gehorsam.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 03.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,30-34

In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Papst Franziskus als Irrlehrer ?

Franziskus betet zu Gott als „Vater aller Konfessionen“

Am 27. Januar begrüßte Papst Franziskus siebentausend Mitglieder des italienischen Roten Kreuzes in der der Audienzhalle Paul VI.

Am Ende der Audienz unterließ er offenbar wegen der Nicht-Katholiken die Spendung seines Apostolischen Segens. Stattdessen bat Franziskus Gott, die Anwesenden zu segnen. Er betete zu „Gott – Vater von uns allen, Vater aller Konfessionen“.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Motu proprio Summorum pontificum

Die Messe aller Zeiten bleibt im Bistum Erfurt verboten

Die alte Messe bleibt praktisch verboten – daran hat auch Benedikt XVI. nichts geändert, als er 2007 in seinem Motu proprio „Summorum pontificum“ erklärte, daß sie nie verboten war, daß alle Priester sie ohne bischöfliche Erlaubnis feiern dürfen und daß den Gläubigen, die es wünschen, Möglichkeiten zu schaffen sind, an dieser Messe teilzunehmen.

Schaut man auf eine Deutschlandkarte, in der die Orte eingetragen sind, an denen mit bischöflicher Erlaubnis die alte Messe gefeiert wird, fehlen nur die Bistümer Erfurt und Magdeburg. Für das Bistum Erfurt hat Bischof Ulrich Neymeyr einem Antrag auf die Feier der heiligen Messe „im außerordentlichen Ritus“ nicht entsprochen, wie er in einem Schreiben vom 4. Januar erklärt:

„Vor allem aufgrund der extremen und besonderen Diasporasituation bin ich nun zu dem Entschluß gekommen, keinen Kirchort für die Feier der Heiligen Eucharistie und der anderen Sakramente und Sakramentalien im ‚außerordentlichen Ritus‘ im Bistum Erfurt einzurichten.“

Auf die weiteren Gründe geht der Bischof leider nicht ein, obwohl die besondere Diasporasituation nur „vor allem“ ausschlaggebend war.

Die dezidiert formulierten Worte können einen kirchenrechtlich geschulten Leser darüber hinwegtäuschen, daß Bischof Neymeyr keine verbindliche Entscheidung vornimmt. Von „Summorum pontificum“ ist nicht die Rede, dessen Geltung für das Bistum Erfurt der Bischof selbstverständlich nicht bestreitet. Tatsächlich hat er nur entschieden, zumindest im Moment keinen überpfarreilichen „Kirchort“ einzurichten. Letztlich verweist er also die Angelegenheit an die Pfarreien zurück. Grundsätzlich gilt, daß auch im Bistum Erfurt jeder Priester ohne bischöfliche Erlaubnis die alte Messe feiern darf.

Das ist aber nicht alles. Es gibt nämlich bereits einen Kirchort, an dem die alte Messe gefeiert wird, denn jeder Katholik darf natürlich die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. geführte Elisabethkapelle in Hopfgarten bei Weimar besuchen, wo im Moment an mehreren Sonntagen im Monat die alte Messe stattfindet. Regelmäßiger Meßtermin ist der dritte Sonntag im Monat um 17.00 Uhr.

Zur Erinnerung: Papst Franziskus hat 2015 den Bruderschaftspriestern allgemeine Beichtvollmacht erteilt, die seit dem 20. November 2016 zeitlich uneingeschränkt gültig ist. Der Papst kennt in diesem Punkt keine Berührungsängste.

Bischof Neymeyr geht es um die Pastoral. Er betont, daß die „pastoralen Herausforderungen im Bistum Erfurt“ darin liegen, einer dem Christentum entfremdeten „Bevölkerung“ den Glauben zu verkünden. Die Ernsthaftigkeit dieser Begründung wird niemand bestreiten. Aber immerhin haben das Erzbistum Berlin und die Bistümer Dresden und Görlitz anders entschieden. Stellt man die rechtliche Seite also einmal zurück, dann wird man den Blick zuerst darauf lenken, daß die alte Messe immer schon eine gewaltige missionarische Kraft hatte und gerade heute wieder hat.

In unserer banalisierten Welt ist sie das Echte und Ursprüngliche, nachdem sich so viele sehnen. Die alte Messe – Latein, seltsame Gesänge usw. – fordert viel, sie gibt aber unendlich viele Gnaden zurück. Das Denken in Statistiken kommt hier vielleicht an seine Grenzen. Selbst wenn von den „70 % der Menschen“, die „seit Generationen keine Religion haben“, wie der Bischof schreibt, nur sehr wenige durch diesen alten Ritus zu Christus geführt würden, wie es tatsächlich an anderen Orten täglich geschieht, dann sollte das Grund genug sein, ab und zu der alten Messe eine der vielen, durchaus nicht völlig ausgelasteten Kirchen Erfurts einzuräumen.

Die Zahl derjenigen, die das wollen, ist aber gar nicht so klein. Wenn es an erreichbaren Orten regelmäßige Sonntagsmessen im alten Ritus gibt, gibt es dort innerhalb kurzer Zeit auch Erwachsenenraufen und Konversionen, ganz zu schweigen davon, daß es dorthin junge Familie und nicht zuletzt jene frommen alten Damen zieht, deren Gebet so viel vermag.

Da er die rechtliche Seite, die durch „Summorum pontificum“ geregelt ist, nicht weiter behandelt, hätte der Bischof natürlich immer noch problemlos die Möglichkeit, der alten Messe „ad experimentum“ eine Chance zu geben. Hoffen wir es! Beten wir.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

02.02.2018 – Fest Darstellung des Herrn – Lichtmess

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Sophronius von Jerusalem (?-639), Mönch und Bischof
Homilie zu Lichtmess; PG 87c, 3291

„Ich bin als das Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“ (Joh 12,46)

Wir wollen dem Herrn alle entgegengehn, wir alle, die sein Geheimnis verehren; mit willigem Herzen lasst uns alle gehen! Keiner schließe sich von der Begegnung aus, niemand bleibe dem Tragen des Lichtes fern! Wir entzünden den Glanz der Kerzen, um das göttliche Licht der Ankunft dessen anzuzeigen, von dem alles leuchtet, durch den die böse Finsternis verjagt wird und alles von der Fülle ewigen Lichtes hell wird. Wir tun es auch, um sichtbar zu machen, mit welchem Glanz der Seele wir Christus entgegeneilen müssen. Wie die jungfräuliche Gottesmutter unbefleckt das wahre Licht auf den Armen trug und bei denen war, die in Finsternis und im Dunkel des Todes saßen (Lk 1,79), so wollen auch wir, von seinen Strahlen erleuchtet, in den Händen das Licht, das allen erscheint, dem entgegeneilen, der wahrhaft das Licht ist.

„Das Licht kam in die Welt“ (Joh 1,9) und erhellte sie, die von Finsternis umfangen war. Das strahlende Licht aus der Höhe (Lk 1,78) kam zu uns und leuchtet denen, die in Finsternis und im Dunkel des Todes saßen. Das ist unser Mysterium […] Darum lasst uns alle zusammen laufen, lasst uns alle Gott entgegeneilen! […] Voll Glanz wollen wir alle hervortreten, erleuchtet lasst uns ihm alle zusammen entgegengehn und mit dem greisen Simeon das klare und ewige Licht in Empfang nehmen. Mit ihm wollen wir im Herzen jubeln und dem Erzeuger und Vater des Lichtes, der das wahre Licht gesandt, das Dunkel verscheucht und alles zum Leuchten gebracht hat, den Hymnus des Dankes singen (Lk 2,28-32)!

Auch wir haben das Heil Gottes gesehen, dass er vor allen Völkern bereitet und zu unserer, des neuen Israel, Herrlichkeit geoffenbart hat. Wir lebten im Dunkel der alten Sünde und wurden wie Simeon beim Anblick Christi von den Fesseln des gegenwärtigen Lebens befreit.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 02.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 2,22-40

Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten:

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 01.02.2018

Worte des hl. Pater Pio – 01.02.2018

Das Gebet ist die Ergießung unseres Herzens in das Herz Gottes… Ein gutes Gebet rührt das Göttliche Herz und macht es immer mehr geneigt, uns zu erhören. Im Gebet müssen wir versuchen, unsere ganze Seele vor Gott bloßzulegen. Er wird daran Gefallen finden und kann uns zu Hilfe kommen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

01.02.2018 – Donnerstag der 4. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Ehrwürdiger P. Franz-Maria-Paul Libermann (1802-1852), Gründer der Kongregation vom Heiligen Geist
Geistliche Briefe

Mahnung an die Missionare: „Nehmt nichts mit auf den Weg“

Um ein Leben apostolischer Menschen zu leben, brauchen Sie eine sehr große Zurücknahme ihrer selbst […] es ist notwendig, die Seele im Frieden und in der Freude zu bewahren, inmitten von andauernden und schmerzlich empfundenen Entbehrungen. Und nicht nur inmitten von körperlichen Entbehrungen, die relativ leicht zu ertragen sind, sondern inmitten von geistigen oder moralischen Anfechtungen. Diese sind viel schmerzhafter, sie betrüben, verwirren, entmutigen eine schwache Seele, die auf sich selbst bezogen ist; und sie verleihen einen Mut, eine Ruhe und eine ganz neue Stärke einer Seele, die durch Selbstzurücknahme und durch eine, allein Gott geltenden, Hingabe erstarkt ist […]

Wenn Ihr wüsstet welchen Wert die Geduld unter den apostolischen Tugenden besitzt, würdet Ihr Euch mit der ganzen Kraft Eurer Seele dafür einsetzen, sie zu erlangen. Wenn Ihr jetzt in der Lage seid, Euch zu gedulden, könnt Ihr des Erfolges sicher sein, und dass dieser sicher und bleibend ist […] Die Gräser, die schnell in die Höhe schießen, entwickeln sich kaum und verblühen bald. Die Bäume, deren Wachstum langsam ist, werden groß und mächtig und überdauern Jahrhunderte. Wenn Ihr jemals bei einer Mission einen umgehenden und schnellen Erfolg habt, dann bangt um diese Mission; wenn sie aber im Gegensatz dazu Zeit kostet und Schwierigkeiten mit sich bringt, dann seit guten Mutes, wenn Ihr in Euch die Kraft und die Ausdauer einer heiligen Geduld verspürt […] Wenn Ihr die Geduld besitzt, könnt Ihr sicher sein, jene Umsicht, jene Weisheit Gottes zu erlangen, sowohl in Eurem Verhalten als auch in Euren Unternehmungen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 01.02.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,7-13

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.
Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf.
Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner