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Hl. Pater Pio – 31.01.2018

Worte des hl. Pater Pio – 31.01.2018

Ich will diesen ersten Monat des Jahres nicht verstreichen lassen, ohne dir, meine geliebte Tochter, den Gruß meiner Seele an die deine zu überbringen und dir aufs neue zu versichern, wie sehr mein Herz dem deinen zugetan ist. Niemals werde ich aufhören, ihm allen Segen und jede Art geistigen Glücks zu wünschen. Jedoch möchte ich dir, meine gute Tochter, dieses dein armes Herz dringend anempfehlen: sorge dafür, dass es unserem süßen Heiland gegenüber von Tag zu Tag dankbarer wird und sich so verhält, dass dies neue Jahr reicher an guten Werken wird, als es das vergangene war, denn in dem Maße, wie die Jahre verrinnen und die Ewigkeit sich nähert, muss man den Mut verdoppeln und den Geist zu Gott erheben, indem man Ihm in allem, wozu uns unsere Berufung und unser christliches Bekenntnis verpflichten, mit stets wachsendem Eifer dient.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

31.01.2018 – Mittwoch der 4. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Vorträge über das Johannes-Evangelium 25, 15.16 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1913-1914)

„Ist das nicht der Zimmermann?“

Wenn wir nun durch Hochmut hinausgeworfen werden, so kehren wir durch Demut wieder zurück. […] Wie der Arzt, nachdem er die Diagnose gestellt hat, die Ursache entfernt, so heile auch du die Ursache des Übels, heile den Hochmut, und es wird keine Ungerechtigkeit mehr geben. Damit also die Ursache aller Krankheiten, das ist der Hochmut, geheilt würde, stieg der Sohn Gottes herab und wurde demütig. Was bist du hochmütig, o Mensch? Gott ist deinetwegen demütig geworden. Du könntest dich vielleicht schämen, einem demütigen Menschen nachzuahmen, so ahme doch wenigstens den demütigen Gott nach. Der Sohn Gottes kam in Menschengestalt und wurde demütig; es wird dir befohlen, demütig zu sein, es wird dir nicht befohlen, aus einem Menschen ein Tier zu werden; er, Gott, ist Mensch geworden, du, Mensch, erkenne, dass du ein Mensch bist; deine ganze Demut geht darauf hinaus, dass du dich erkennest.

Weil Gott die Demut lehrt, hat er gesagt: „Ich bin nicht gekommen, meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ Demütig kam ich, Demut zu lehren kam ich, als Lehrer der Demut kam ich; wer zu mir kommt, wird mir einverleibt; wer zu mir kommt, wird demütig; wer mir anhängen wird, wird demütig sein, weil er nicht seinen Willen tut, sondern den Willen Gottes, und deshalb wird er nicht hinausgeworfen werden (vgl. Joh 6,37), weil er, als er hochmütig war, hinausgeworfen wurde.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 31.01.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,1b-6

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn.
Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen!
Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.

Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben.
Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 30.01.2018

Worte des hl. Pater Pio – 30.01.2018

Ich wünsche nichts weiter als zu sterben oder Gott zu lieben: entweder den Tod oder die Liebe, denn ein Leben ohne diese Liebe ist schlimmer als der Tod, es wäre für mich unerträglicher als es gegenwärtig schon ist.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

30.01.2018 – Dienstag der 4. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe
4. Homilie über Levitikus

„Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt“

Im Zusammenhang mit den Erstlingsfrüchten der Erde als Opfergabe sagt das Gesetz: „Alles, was damit in Berührung kommt, wird heilig“ (Lev 6,11). Der geopferte Christus ist das einzigartige und vollkommene Opfer, wofür die Opfer des alten Gesetzes Symbol und Vorausdeutung waren. Wer das Fleisch dieses Opfers berührt, ist augenblicklich geheiligt: wenn er unrein ist, ist er gereinigt; wenn er verletzt ist, ist seine Verletzung geheilt. Genauso hat es die Frau verstanden, die an Blutfluss litt […] Weil sie begriff, dass es sich hier wahrhaft um das Fleisch des Heiligen der Heiligen handelte, näherte sie sich ihm. Sie wagt es nicht, das Fleisch selbst zu berühren, denn sie hatte noch nicht begriffen, was das Vollkommene ist; aber sie hat den Saum seines Gewandes berührt, das dieses hochheilige Fleisch berührt. Und da sie ihn im Glauben berührte, „ging eine Kraft aus“ von der Menschennatur Christi, und sie reinigte sie von ihrer Unreinheit und heilte ihre Krankheit.

Glaubst du denn nicht, dass dieser Text aus dem Gesetz so verstanden werden muss: Wenn jemand das Fleisch Jesu mit der eben genannten Einstellung berührt, wenn er sich mit seinem ganzen Vertrauen, seinem ganzen Gehorsam Jesus als dem Fleisch gewordenen Wort nähert, dann hat er das wahre Opferfleisch berührt und ist geheiligt.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 30.01.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 5,21-43

In jener Zeit fuhr Jesus im Boot ans andere Ufer hinüber, und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn.
Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt. Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden.
Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand.
Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Sofort hörte die Blutung auf, und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war.
Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt? Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt?
Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger?
Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur! Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 29.01.2018

Worte des hl. Pater Pio – 29.01.2018

Man gelangt nicht zum rettenden Hafen, ohne das stürmische, immer Zerstörung androhende Meer durchquert zu haben. Der Kalvarienberg ist der Berg der Heiligen, jedoch gelangt man von dort aus zu einem anderen Berg, der Tabor heißt.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

29.01.2018 – Montag der 4. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Sel. Charles de Foucauld (1858-1916), Eremit und Missionar in der Sahara
Meditation 194 über die Evangelien

Geh nach Hause, und berichte deiner Familie alles, was der Herr für dich getan hat

Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn er es uns nicht sogleich erlaubt; selbst dann nicht, wenn er es uns niemals erlaubt […] Tatsächlich reicht sein Blick weiter als unser Blick: er will nicht allein unser Wohl, sondern das Wohl aller […]

An seinem Leben teilzunehmen, zusammen mit den Aposteln und so wie sie, ist sicherlich ein Gut und eine Gnade, und wir müssen unentwegt uns bemühen, dieser Nachfolge mehr und mehr gerecht zu werden. Doch das ist eine nurmehr äußerliche Gnade; Gott kann uns, indem er uns innerlich mit Gnaden überhäuft, viel heiliger machen ohne diese vollkommene Nachahmung […] als mit ihr. Er kann uns, wenn er in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe vermehrt, viel vollkommener in der Welt oder in einem Orden mit leichten Regeln machen, als wenn wir in der Wüste oder in einem strengen Orden lebten […] Wenn Gott uns nicht erlaubt, ihm zu folgen, dürfen wir uns nicht darüber wundern, uns erschrecken oder traurig werden, sondern müssen uns sagen, dass er uns behandelt wie den Besessenen von Gerasa und dass er dafür überaus weise und verborgene Gründe haben wird. Was es braucht, ist ihm zu gehorchen und uns seinem Willen zu übergeben. Und vielleicht […] hat Jesus einige Monate oder Jahre später dem Besessenen von Gerasa erlaubt, sich den Apostel anzuschließen.

Versuchen wir doch, Schritt für Schritt in größtmöglicher Sorgfalt ihm nachzufolgen – und leben wir so vollkommen wie möglich in der Lebenssituation, in die Jesus uns gestellt hat und in der er uns haben möchte. Leben wir es, als wenn er selbst es leben würde, wenn der Wille seines Vaters ihn da hineinstellen würde, handeln wir in allem so, als würde er handeln, als würde sein Vater ihn dorthin stellen […] Die wirkliche Vollkommenheit besteht darin, den Willen Gottes zu erfüllen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 29.01.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 5,1-20

In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger an das andere Ufer des Sees, in das Gebiet von Gerasa. Als er aus dem Boot stieg, lief ihm ein Mann entgegen, der von einem unreinen Geist besessen war. Er kam von den Grabhöhlen, in denen er lebte. Man konnte ihn nicht bändigen, nicht einmal mit Fesseln. Schon oft hatte man ihn an Händen und Füßen gefesselt, aber er hatte die Ketten gesprengt und die Fesseln zerrissen; niemand konnte ihn bezwingen. Bei Tag und Nacht schrie er unaufhörlich in den Grabhöhlen und auf den Bergen und schlug sich mit Steinen. Als er Jesus von weitem sah, lief er zu ihm hin, warf sich vor ihm nieder
und schrie laut: Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht! Jesus hatte nämlich zu ihm gesagt: Verlass diesen Mann, du unreiner Geist!
Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Mein Name ist Legion; denn wir sind viele.
Und er flehte Jesus an, sie nicht aus dieser Gegend zu verbannen. Nun weidete dort an einem Berghang gerade eine große Schweineherde. Da baten ihn die Dämonen: Lass uns doch in die Schweine hineinfahren! Jesus erlaubte es ihnen. Darauf verließen die unreinen Geister den Menschen und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See. Es waren etwa zweitausend Tiere, und alle ertranken. Die Hirten flohen und erzählten alles in der Stadt und in den Dörfern. Darauf eilten die Leute herbei, um zu sehen, was geschehen war. Sie kamen zu Jesus und sahen bei ihm den Mann, der von der Legion Dämonen besessen gewesen war. Er saß ordentlich gekleidet da und war wieder bei Verstand. Da fürchteten sie sich. Die, die alles gesehen hatten, berichteten ihnen, was mit dem Besessenen und mit den Schweinen geschehen war. Darauf baten die Leute Jesus, ihr Gebiet zu verlassen. Als er ins Boot stieg, bat ihn der Mann, der zuvor von den Dämonen besessen war, bei ihm bleiben zu dürfen.
Aber Jesus erlaubte es ihm nicht, sondern sagte: Geh nach Hause, und berichte deiner Familie alles, was der Herr für dich getan und wie er Erbarmen mit dir gehabt hat. Da ging der Mann weg und verkündete in der ganzen Dekapolis, was Jesus für ihn getan hatte, und alle staunten.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner