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Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Pius XII., Papst von 1939-1958
Enzyklika „Mystici Corporis Christi“ (trad. © Libreria Editrice Vaticana)

Und das Wort ist Fleisch geworden

Uns aber hat der eingeborene Sohn Gottes schon vor Grundlegung der Welt mit seiner anfanglosen, unendlichen Erkenntnis und seiner ewigen Liebe umfangen. Und um diese seine Liebe auf eine ganz augenscheinliche und wunderbare Weise zu offenbaren, erhob Er unsere Menschennatur zu persönlicher Einigung mit sich selbst, so dass, wie Maximus von Turin mit schlichter Einfachheit bemerkt, „in Christus unser eigenes Fleisch uns liebt“ (Serm. XXIX: Migne, P.L. LVII, 594).

Jene liebevolle Erkenntnis aber, womit uns der göttliche Erlöser vom ersten Augenblick seiner Menschwerdung an entgegenkam, übertrifft alles menschliche Bemühen und Begreifen. Denn vermöge jener seligen Gottschau, deren Er sich sogleich nach der Empfängnis im Schoße der Gottesmutter erfreute, sind Ihm alle Glieder seines mystischen Leibes unablässig und jeden Augenblick gegenwärtig und umfängt Er sie alle mit seiner heilbringenden Liebe.

O wunderbare Herablassung der göttlichen Güte zu uns; o unbegreifliche Tiefe einer Liebe ohne Grenzen! In der Krippe, am Kreuz, in der ewigen Glorie des Vaters hat Christus immerdar alle Glieder der Kirche vor Augen und im Herzen, mit weit größerer Klarheit und Liebe als eine Mutter ihr Kind auf dem Schoße, als ein jeder sich selbst kennt und liebt.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 25.12.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 1,1-18

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Weihnachtsbrief 2017

Liebe Freunde und Wohltäter der Herz-Jesu Franziskaner!

Im Rückblick auf das Jahr 2017 musste festgestellt werden, dass die „Feinde der katholischen Tradition“ ihre „negativen Aktivitäten“ gegen die Herz-Jesu Franziskaner und die Franziskaner der Immaculata intensivierten. Einige Gläubige sind diesen Kampagnen zum Opfer gefallen. Selbst in den höchsten Kreisen der kirchlichen Hierarchie gibt es Personen, die den katholischen Glauben nicht nur zerstören, sondern jene Gemeinschaften verfolgen und verleumden, die der unverfälschten katholischen Glaubenswahrheit verpflichtet sind.

In der Weihnachtszeit besinnen wir uns auf die unveränderbare katholische Glaubenswahrheit und sind uns gewiss, dass das göttliche Kind in der Krippe jede Verleumdung und Hetzkampagne verurteilt, gleichzeitig aber die Rufmörder segnet und ihnen dennoch die göttliche Liebe nicht vorenthält.

Der Trost liegt in der Treue zum katholischen Glauben und der Aufrechterhaltung der katholischen Glaubenswahrheit.

Als Zeichen der Dankbarkeit wird ein Priester der Kongregation der Herz Jesu Franziskaner die Christmette für Sie und Ihre Lieben aufopfern.

Durch das „unsichtbare Band der Liebe“ sind wir mit dem göttlichen Kind in der Krippe und unseren glaubenstreuen Freunden und Wohltätern verbunden.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein mit Frieden erfülltes Neues Jahr 2018

Im Namen der Kongregation der Herz Jesu Franziskaner

i. A.

Pater Andreas Endl

 

 

Hl. Pater Pio – 24.12.2017

Worte des hl. Pater Pio – 24.12.2017

Dein Eifer soll weder bitter noch eigensinnig sein, sondern frei von jedem Makel; er sei sanft und gütig, anmutig, friedfertig und erhebend. Ja, meine gute Tochter, wer betrachtet nicht das liebe Kindlein von Bethlehem jetzt im Advent, der Zeit der Vorbereitung? Ich meine, wer erkennt nicht seine unvergleichliche Liebe für die Seelen? Es kommt, um zu sterben, und es ist so demütig, so sanft und liebenswert.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

4. Adventssonntag

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Byzantinische Liturgie
Hymnus Akathistos auf die Mutter Gottes (7. Jahrhundert)

„Sei gegrüßt, du Begnadete“

Ein würdevoller Erzengel wurde vom Himmel gesandt, um der Mutter Gottes zu sagen: „Freu Dich!“ Und als er sieht, wie Du, Herr, auf seine Stimme hin, einen Leib annimmst, gibt er sein Erstaunen und sein Entzücken kund:

Freu Dich, in Dir strahlt auf die Freude des Heils,
Freu Dich, durch Dich ist dem Unheil ein Ende bereitet,
Freu Dich, denn Du richtest Adam nach seinem Fall wieder auf,
Freu Dich, denn auch Eva weint nicht mehr.
Freu Dich, Du Berg, unerklimmbar menschlichen Gedanken,
Freu Dich, Du Abgrund, unzugänglich selbst den Engeln,
Freu Dich, denn Du wirst Thron und Palast des Königs,
Freu Dich, Du trägst Ihn, der alles trägt.
Freu Dich, Du Stern, der den Aufgang der Sonne verkündet,
Freu Dich, in Deinem Schoß nimmt Gott unser Fleisch an,
Freu Dich, durch Dich ist alle Schöpfung neu geworden,
Freu Dich, durch Dich wird der Schöpfer zu einem kleinen Kind.
Freu Dich, Du unvermählte Braut.

Die Allreine wußte um ihre Jungfräulichkeit und antwortet dem Engel Gabriel voller Vertrauen: „Welch seltsames Wunder verkündet da dein Wort! Unfassbar erscheint es meiner Seele; wie soll ich schwanger werden ohne zu empfangen, um ein Kind zu gebären, wie du sagst?“ Halleluja, halleluja, halleluja!

Um dieses unergründliche Geheimnis zu verstehen, wendet sich die Jungfrau an den Diener Gottes und fragt ihn, wie in ihrem keuschen Schoß der Sohn empfangen werden soll. Voller Ehrfurcht bricht der Engel in Jubel aus:

Freu Dich, Dir enthüllt Gott seine unaussprechlichen Pläne,
Freu Dich, Du Zuversicht derer, die schweigend beten,
Freu Dich, Du bist das erste unter den Wundern Christi,
Freu Dich, in Dir sind zusammengefasst die göttlichen Lehren.
Freu Dich, Du Leiter, auf der Gott vom Himmel herabsteigt,
Freu Dich, Du Brücke, die uns von der Erde zum Himmel führt,
Freu Dich, Du unerschöpfliche Bewunderung der Engel,
Freu Dich, Du unheilbare Wunde für die Dämonen.
Freu Dich, Du bringst das Licht zur Welt auf unaussprechliche Weise,
Freu Dich, Du enthüllst niemandem, wie es geschieht,
Freu Dich, Du übertriffst die Gelehrten an Wissen,
Freu Dich, Du erhellst den Verstand derer, die glauben.
Freu Dich, Du unvermählte Braut.

Die Kraft des Höchsten überschattet die unvermählte Jungfrau und führt sie zur Empfängnis. Und ihr fruchtbarer Schoß wird ein köstlicher Garten für alle, die darin das Heil ernten wollen und rufen: „Halleluja, halleluja, halleluja!“

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 24.12.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,26-38

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 23.12.2017

Worte des hl. Pater Pio – 23.12.2017

Der Glaube ist unser Führer; wenn wir seinem Licht folgen, gehen wir sicher auf dem Weg, der zu Gott führt, zu Seiner Heimat, so wie die Heiligen Drei Könige vom Stern, dem Symbol des Glaubens, geführt, den ersehnten Ort erreichen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

 

Texte vom 23.12. in der Adventszeit

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
293. Predigt,3: Zur Geburt Johannes des Täufers

„Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott“

Nun also wird Johannes endlich geboren, er erhält seinen Namen, und schon löst sich die Zunge seines Vaters wieder […] Beziehe dieses Ereignis auf die innere Wirklichkeit, für die es zeichenhaft steht, und betrachte ein großes Geheimnis: Zacharias schweigt und bleibt stumm bis zur Geburt von Johannes, dem Vorläufer des Herrn, der ihm den Mund öffnen wird. Was ist dieses Schweigen des Zachäus anderes, als jener Schleier, der über allen Prophetien lag und sie in gewisser Weise auch verhüllte und versiegelte bis zur Verkündigung der Frohen Botschaft durch Jesus Christus? Mit seinem Kommen werden sie enthüllt; sie werden klar sichtbar beim Erscheinen dessen, von dem sie Kunde geben.

Die Geburt Johannes löst also die Zunge des Zacharias. Diese Begebenheit hat den gleichen Sinn, wie das Zerreißen des Tempelvorhangs bei Christi Tod am Kreuz (Mt 27,51). Wenn Johannes nicht die Ankunft eines anderen verkündet hätte, hätte sich der Mund des Zacharias nicht aufgetan; seine Zunge löst sich, weil die Geburt seines Sohnes die Geburt der Stimme ist. Wird Johannes nicht später selbst sagen: „Ich bin die Stimme dessen, der in der Wüste ruft“ (vgl. Joh 1,23).

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 23.12.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,57-66

Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr. Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes. Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott. Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner