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Der Weg des Heils

Der Weg des Heils

Apg 16,17

Hirtenbrief zur Fastenzeit 2019
von

Msgr. Dr. Vitus Huonder

Bischof von Chur

 

Dieser Hirtenbrief ist am ersten Fastensonntag,
am 10. März 2019,
in allen Gottesdiensten zu verlesen.

Zur Veröffentlichung in den Medien
ist er vom 11. März 2019 an freigegeben.

VORWORT

Liebe Leserin, lieber Leser

Dies ist mein letzter Hirtenbrief zur Quadragesima, da meine Amtszeit als Bischof von Chur voraussichtlich am 21. April 2019, am Hochfest der Auferstehung unseres Herrn, endet. Deshalb möchte ich zusammenfassend sagen, was für den Weg unseres Glaubens zu wissen dringend notwendig ist. Ich möchte in Kürze, wie es ein Schreiben für den Vortrag im Gottesdienst erfordert, die Schwerpunkte unseres katholischen Bekenntnisses setzen. Ich rufe in Erinnerung, was für das christliche Leben unabdingbar ist, vor allem auch mit Blick auf eine Zeit großer Verunsicherung im Glauben, ja auf eine Zeit der Verwirrung.

Ebenso beabsichtige ich, auf die wesentlichen Inhalte unseres Glaubens hinzuweisen, welche Menschen wissen sollten, die unsere katholische Religion besser kennen und annehmen möchten – und es gibt deren nicht wenige.

So ist dieser Brief – von breve kommend abzuleiten – ein kurzes, begleitendes Schreiben, eine Art Vorwort, ein Werbespot zur „Konstitution“ unseres Glaubens, zur Heiligen Schrift, und zur umfassenden Darstellung unserer Lehre im Katechismus der Katholischen Kirche.

Brüder und Schwestern im Herrn, das Wahrsagen ist ein Phänomen aller Zeiten. Auch Paulus und Silas begegneten auf ihrer Missionsreise in Philippi einer Frau, welche einen Wahrsagegeist hatte. Dieser Geist hat wirklich Wahres gesagt. Denn die Frau erkannte die Sendung der zwei Männer und rief hinter ihnen her: Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes; sie verkünden euch den Weg des Heils (Apg 16,17). Ja, der Weg des Evangeliums, den Paulus und Silas verkünden, ist der Weg des Heils. Das hat diese Frau, das hat der Geist in ihr richtig festgestellt. Paulus und Silas waren Sendboten dieses Weges. Ihn kennenzulernen und zu gehen, ist das Verlangen jedes Menschen, der sich nach dem Heil sehnt.

Kurzformel des Glaubens

Weil der Weg des Evangeliums der Weg des Heils ist, kann uns Paulus in der heutigen Lesung zum ersten Fastensonntag sagen:

… wenn du mit deinem Mund bekennst: Herr ist Jesus – und in deinem Herzen glaubst: Gott hat ihn von den Toten auferweckt, so wirst du gerettet werden (Röm 10,9). Das ist eine Kurzformel unseres Glaubens. Dieser Glaube soll sich in unserem All- tag entfalten und bewähren. Vor allem muss uns klar werden, was er für unser Leben und unsere Lebensführung bedeutet. Wer gibt uns dazu Aufschluss? Wer erläutert uns diese Kurzformel?

Grundlage des Weges

Die Grundlage unseres Glaubens und die Voraussetzung für den Weg des Heils ist die Gottesfurcht. Petrus fordert uns in seinem ersten Brief mit folgenden Worten dazu auf: Und wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht (1 Petr 1,17)! Gottes- furcht ist in sich nichts anderes als der Glaube an Gott. Gottes- furcht ist die ergebene, achtungsvolle Liebe zu Gott. Darauf baut unser Leben auf.

Weitergabe des Glaubens

Was bedeutet nun ein Leben in Gottesfurcht? Was bedeutet ein Leben auf dem Weg des Heils? Was antworten wir, wenn jemand uns fragt, wie wir den Weg des Heils gehen? Mit anderen Worten lautet die Frage: Was gehört zu einem christlichen Leben? Die Frage wird dann noch dringender, wenn jemand den katholischen Glauben annehmen will; wenn jemand den Weg der Konversion wählt und sagt: Ich möchte katholisch werden. Wie führen wir Menschen in den Weg des Heils ein? Was sagen wir, um den Glauben weiterzugeben?

Begegnung mit Jesus

Der Weg des Heils beginnt mit der Begegnung mit Jesus. Denn er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6). Er ist der Sohn Gottes. Die Begegnung mit Jesus ist der Anfang unseres christlichen Glaubens. Wer den Weg des Heils gehen möchte, muss Jesus kennen lernen. Er muss sich in die Evangelien vertiefen. Er muss einen Menschen neben sich haben, der ganz von Jesus ergriffen ist (vgl. Phil 3,12). Er muss einen Menschen neben sich haben, der wie Paulus sagen kann: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen und in ihm erfunden zu werden (Phil 3,8-9).

Eingliederung in die Kirche

Wer Jesus sagt, sagt auch Kirche. Denn Jesus selber hat die Kirche ins Dasein gerufen (vgl. Mt 16,18). Er liebt die Kirche und hat sich für sie hingegeben, um sie zu heiligen (vgl. Eph 5,25-26). Deshalb ist der Weg des Heils auch der Weg der Kirche. Jesus ja, Kirche nein! Das verträgt sich nicht. Das verträgt sich auch dann nicht, wenn das Antlitz der Kirche von vielen ihrer Söhne und Töchter entstellt wird. Dann erst recht müssen wir dafür besorgt sein, dass die Kirche heilig und makellos vor dem Herrn erscheint (vgl. Eph 5,27).

Empfang der Sakramente

Als Jesus die Kirche ins Dasein rief, hat er ihr ein geistliches Leben geschenkt. Dieses Leben entfaltet sich durch die Sakramente. Die sieben Sakramente sind eine Gabe unseres Herrn. Sie bewirken das Leben der Kirche. Sie bewirken dieses Leben, weil sie uns das Leben Jesu schenken, seine Gnade, seinen Geist, den Heiligen Geist. Sie entspringen seinem Opfertod. Sie fließen heraus aus dem Herzen des Gekreuzigten (vgl. Joh 19,34). So oft wir sie empfangen, werden wir entsühnt und geheiligt. Bei einer Konversion, ja bei jeder Glaubensunterweisung ist daher die gute Einführung ins sakramentale Leben der Kirche vorrangig.

Halten der Gebote

Wenn wir den Spuren Jesu folgen und uns seine Worte zu eigen machen, kommen wir an einem heiligen Leben nicht vorbei. Das heißt aber auch: Wir kommen an den Geboten Gottes nicht vorbei. Denn sie sind uns zur Heiligung gegeben. Sie sind der Schutz für die Heiligkeit. Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben … Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein (Mt 5,17.19), sagt uns der Herr. Daher ist unser Leben ein ständiger Kampf gegen die Sünde. Denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit (1 Joh 3,4) und richtet sich gegen Gottes Gebote. Wie bedeutend es aber ist, Gottes Gebote zu halten, sagt uns Jesus mit den Worten: Wenn du aber in das Leben eintreten willst, halte die Gebote (Mt 19,17).

Hören auf die Kirche

Der Glaubende ist nie allein. Er findet, wie wir schon festgestellt haben, Heimat in der Kirche. Er findet Heimat in einer Gemeinschaft, welche sich, seit ihrer Gründung durch den Herrn, über Jahrhunderte entfaltet hat und uns durch reiche Erfahrung Hilfe und Sicherheit bietet. Deshalb ist es nicht nur notwendig, der Kirche anzugehören, sondern auch auf sie zu hören (vgl. Mt 18,17). Das bedeutet, auf jene zu hören, welche im Auftrag des Herrn die Verantwortung für die Gemeinschaft der Kirche tragen, vor allem auf den Papst und die Bischöfe. Diesbezüglich ist unser Herr sehr streng, da er seinen Jüngern sagt: Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat (Lk 10,16). Deshalb sind auch die Weisungen der Kirche für den Weg des Heils von Bedeutung. Dabei muss aber auch gesagt sein, dass Papst und Bischöfe der ganzen Überlieferung der Kirche verpflichtet sind und von der überlieferten Lehre nicht abweichen dürfen. Sie können nicht nach Belieben vorgehen.

Praktische Hinweise

Ich schließe diesen kurzen Überblick mit einigen praktischen Hinweisen für den Weg des Heils: Betet täglich, wenigstens am Morgen und am Abend. Besucht oft die heilige Messe, sicher jeden Sonntag. Betet viel den Herrn im Allerheiligsten Sakrament an. Empfehlt euch immer wieder der Mutter Gottes.

Nehmt gerne den Rosenkranz in die Hand. Erneuert euer Leben, erneuert die Gnade der Taufe regelmäßig durch die heilige Beichte. In meiner Jugendzeit wurde uns die Monatsbeichte zusammen mit der Monatskommunion empfohlen. Bereitet euch mit Eifer auf die jährliche Osterfeier vor. Meidet, wie es der Apostel sagt, die Unzucht und jede Sünde (vgl. 1 Kor 6,18). Haltet euren Leib heilig, da er ein Tempel des Heiligen Geistes (vgl. 1 Kor 6,19) und ein Glied Christi ist (vgl. 1 Kor 6,15). Tut allen Menschen Gutes, besonders jenen, die uns nahestehen im Glauben (vgl. Gal 6,10).

Schlusswort

Ich begleite Euch gerne mit meinem bischöflichen Segen, wer- de es nicht unterlassen, immer für Euch zu beten und das heilige Opfer darzubringen, und ich empfehle Euch insbesondere unserer Lieben Frau von Chur.

Gelobt sei Jesus Christus!

Mit herzlichen Grüßen!

+ Vitus, Bischof von Chur

Quelle: Bistum Chur Bild: CFM.SCJ Archiv Alexandria (Screens.)

Gefeiert am 13. März

Hl. Answin – Bischof von Camerino

† 13. März 861

Answin war der Überlieferung nach zunächst Beichtvater des Kaisers Ludwig des Frommen, der ihn zum Bischof von Camerino machte. Answin wurde durch seine Mildtätigkeit berühmt.

 

Hl. Leander – Erzbischof von Sevilla

* um 545 in Cartagena in Spanien
† 27. Februar 600 in Sevilla

Leander stammte aus einer römischen Familie, seine Geschwister waren Isidor von Sevilla, Fulgentius von Astigi und Florentina von Astigi. Aus Cartagena musste seine Familie vor den anrückenden Westgoten nach Sevilla fliehen. Hier wurde er Benediktinermönch und war befreundet mit dem Westgotenprinzen Hermengild, dessen Vater, der Westgotenkönig Leovigild, dem Arianismus anhing. Als sein Sohn zum römischen Glauben konvertierte, schrieb der Vater dies dem Einfluss Leanders zu und verbannte ihn 581. Leander ging nach Konstantinopel, um für Hermengild zu werben, und lernte dort den späteren Papst Gregor den Großen, kennen.

Hermengild versuchte, einen Umsturz zu organisieren; es gab Bürgerkrieg, aber Hermengild unterlag, Leovigild und mit ihm der Arianismus siegten. Dennoch konnte Leander um 583 nach Sevilla zurückkehren und wurde dort 584 Erzbischof. Schon 586 starb der arianische König, sein anderer Sohn und Nachfolger Rekkared und mit ihm das ganze westgotische Volk fanden unter dem Einfluss Leanders zurück zum katholischen Glauben. Leander war Mitinitiator des Konzils von Toledo, wo er mit einer Lobrede auf die Kirche Aufmerksamkeit erregte.

Leander war der mächtigste und einflussreichste Kirchenmann Spaniens in jener Zeit. Sein Lebenswerk war der Kampf gegen den Arianismus, der im römischen Altreich bereits überwunden, in den germanischen Völkern aber noch von großer Bedeutung war. Für die erfolgreichen Bemühungen im Kampf gegen den Arianismus verlieh ihm Papst Gregor als Ehrenzeichen das Pallium.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

13.03.2019 – Mittwoch der 1. Fastenwoche

Hl. Bernhard (1091-1153) Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

„Kehrt um zu mir von ganzem Herzen“ (Joel 2,12)

„Bekehrt euch“, sagt der Herr, „von ganzem Herzen“. Brüder, wenn er gesagt hätte „Bekehrt euch“, ohne etwas hinzuzufügen, dann hätten wir vielleicht antworten können: „Schon geschehen – du kannst uns eine neue Weisung geben.“ Aber, wenn ich es recht verstehe, so spricht Christus hier von einer geistlichen Bekehrung, die sich nicht an einem Tag vollzieht. Könnte sie doch nur innerhalb eines Menschenlebens durchführbar sein! Richte deine Aufmerksamkeit also auf das, was du liebst, auf das, was du fürchtest, auf das, worauf du dich freust, oder das, was dich mit Traurigkeit erfüllt. Und so wirst du manchmal sehen, dass du unter der Ordenstracht ein Mensch dieser Welt bist. Das Herz nämlich bewegt sich ganz und gar in diesen vier Gefühlen und von ihnen her, so meine ich, sind folgende Worte zu verstehen: „Bekehrt euch von ganzem Herzen zum Herrn.“ Deine Liebe möge sich wandeln, sodass du nichts außer dem Herrn liebst oder du nichts liebst außer um Gottes willen. Auch deine Furcht wandle sich auf ihn hin, denn jegliche Furcht, die uns in Angst versetzt vor etwas, was außerhalb von ihm liegt und nicht in ihm ihren Ursprung hat, ist schlecht. Möge deine Freude und Traurigkeit sich auf ihn hin wandeln. So wird es sein, wenn du Leid und Freude ausschließlich in ihm empfindest. Wenn du also niedergeschlagen bist wegen deiner eigenen Sünden oder wegen derjenigen deines Nächsten, so tust du gut daran und deine Trauer ist heilsam. Wenn du dich an den Gaben der Gnade erfreust, so ist diese Freude heilig und du kannst sie in Frieden auskosten im Heiligen Geist. Es ist an dir, dich in Christi Liebe am Wohlergehen deiner Brüder zu freuen und an ihrem Unglück voll Mitgefühl Anteil zu nehmen, gemäß dem Wort: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!“ (Röm 12,15).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 13.03.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 11,29-32

In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 12. März

Hl. Luigi (Aloisius) Orione – Priester und Ordensgründer

* 23. Juni 1872 in Pontecurone bei Alessandria in Italien
† 12. März 1940 in San Remo in Italien
2004 Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II.

Luigi Orione wurde bei den Franziskanern in Voghera ausgebildet und besuchte dann das Gymnasium bei Johannes Don Bosco in Turin. Jahrelang hatte Luigi unter schweren Krankheiten gelitten, deshalb hatten ihm die Franziskaner auch die Aufnahme in den Orden verweigert. Nach dem Tod von Don Bosco 1888 wurde er wundersam geheilt und konnte mit dem Theologiestudium in Tortona beginnen. Schon als Student gründete er 1892 in Tortona ein kirchliches Jugendzentrum und 1893 ein Heim für mittellose Schüler. Im Priesterseminar in Tortona setzte er seine Ausbildung fort und wurde dort 1895 zum Priester geweiht.

Aus seiner Jugendarbeit entwickelte Luigi Orione das caritative Opera della Divina Provvidenza, das Werk der göttlichen Vorsehung, getragen von den zwei durch ihn gegründeten Ordensfamilien, den Figli della Divina Provvidenza, den Söhnen der göttlichen Vorsehung und den Piccole Suore della Carità, den Kleinen Missionsschwestern von der Liebe. Papst Pius X. beauftragte ihn mit Seelsorge in Rom, 1909 wurde er zum Generalvikar der Erzdiözese Messina ernannt, nachdem er beim verheerenden Erdbeben in Messina 1908 umfangreiche Hilfsmaßnahmen zugunsten der Waisen organisiert hatte. Auch die Opfer des Erdbebens von Marsica – der Gegend um Avezzano – im Jahr 1915 und die zahlreichen Kriegswaisen von 1915 bis 1918 erfuhren seine Hilfe. Orione sah sich in alledem als Verkünder des Evangeliums, besonders auch gegenüber der Kirche ferne Stehenden. Im Auftrag der Päpste betreute er im Modernismusstreit ausgeschiedene Priester. Er solidarisierte sich auch mit den Nöten der Arbeiter, so anlässlich eines Streiks in Candia Lomellina 1901.

Ora et labora, bete und arbeite, das Motto von Benedikt von Nursia wurde auch sein Leitmotiv, gepaart mit der Kreuzesliebe des Franziskus von Assisi, dem Vorbild der Schwerstkrankenpflege bei Josef Benedikt Cottolengo sowie der Arbeit unter Jugendlichen und der Missionen seines Lehrers Johannes Don Bosco. Die Marienverehrung war ihm immerwährende Kraftquelle. Briefe und von ihm gegründete Zeitschriften verbreiteten seine Einsichten.

Noch vor seinem Tod breitete sich Luigi Oriones Werk in Polen, Brasilien und den USA aus. Bei seinem Tod zählten die beiden Kongregationen 820 Mitglieder, darunter 220 Priester, die in mehr als hundert Werken Dienst an Armen, Kranken und an jungen Menschen taten. Bis heute wird es unterstützt von den Absolventen seiner Schulen und den Amici di Don Orione, den Freunden von Don Orione. Die von ihm gegründete Ordensfamilie arbeitet heute in fast allen Ländern der Erde als Helfer für Alte, Kranke und Notleidende, besonders unter der Jugend.

 

Hl. Beatrix – Chorfrau (Priorin) in Maria Engelport

† an einem 13. Februar (?) nach 1275

Möglicherweise war Beatrix eine Tochter des Philipp II. von Wildenberg und die erste Priorin im Kloster Maria Engelport. Sichere Überlieferungen fehlen, doch der eher seltene Vorname findet sich im Stammbaum der Familie.

1260 war das 1220 gegründete, dann verwahrloste Kloster Maria Engelport durch den Edelherren Philipp von Wildenburg bei Treis an der Mosel, wieder hergerichtet worden; zusammen mit seiner Frau, Irmgard von Braunshorn, gilt er deshalb als der eigentlichen Gründer von Maria Engelport. 1262 ließen sie drei ihrer Töchter – unter ihnen Beatrix – zusammen mit mehreren Dominikanerinnen hier eintreten. 1272 wandten sich die Nonnen dem Prämonstratenserorden zu.

Nach der Überlieferung der Bollandisten pflegte Beatrix in ihrem einfachen Holzsarg zu rumoren, wenn man ihren Gedenktag vergaß. Ihre Reliquien wurden bald Mittelpunkt weiter Verehrung. Während der Französischen Revolution gingen sie verloren.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

12.03.2019 – Dienstag der 1. Fastenwoche

Hl. Leo der Große (†461) Papst und Kirchenlehrer

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Sollen doch die, welche das Osterfest des Herrn mit geheiligtem Geist und geheiligtem Leib begehen wollen, am meisten nach diesem Gnaden-Geschenk trachten, das sämtliche Tugenden in sich schließt und die Menge der Sünden deckt (1 Petr 4,8; vgl. Spr 10,12). Da wir also im Begriff sind, jenes alles überragende Geheimnis zu feiern, durch welches Jesus Christus mit seinem Blut unsere Ungerechtigkeiten sühnte, so müssen wir uns in erster Linie durch Opfer der Barmherzigkeit darauf vorbereiten, indem wir das, was Gottes Güte uns erwiesen hat, auch denen gewähren, die gegen uns gefehlt haben. Jede Kränkung möge also vergessen werden und jede Schuld nunmehr straflos bleiben! […] Niemand werde in den Strafgefängnissen zurückgehalten! […] Und wenn jemand solche Leute […] nicht freilässt, so möge er wissen, dass er selbst ein Sünder ist! Freuen soll er sich, jemand gefunden zu haben, gegen den er Schonung üben kann, damit auch ihm Verzeihung zuteil wird! Wenn wir nämlich gemäß göttlicher Unterweisung beten: „Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ (vgl. Mt 6,12), so können wir wohl nicht zweifeln, dass wir durch die Art unserer Bitte Gottes Nachsicht erwerben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 12.03.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 6,7-15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlaß uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Märchenhafte Thesen der „liberalen Muslime“

Unermüdlich versuchen die sogenannten liberalen Muslime uns einen Islam zu demonstrieren, der die freie Meinungsäußerung respektiere und andere Religionen und Glaubensgemeinschaften toleriere; ja sogar zu nicht Bestrafung der Abtrünnigen wie ich aufrufen. Dabei zitieren sie uns triumphal den bekannten Vers aus der zweiten Sure 2.226: „Kein Zwang in der Religion“. Dies ist mit Vorsatz eine verstellte Darstellung des wahren Islams, denn Allah, der dies sagte, sagte auch in Sure 8.39: „Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung [mehr] gibt und die Religion gänzlich Allah gehört“. Und wer Allah kennt, wundert sich dessen widersprüchlichen Aussagen nicht, denn er ließ sowohl tolerante, als auch intolerante Verse herabsenden. Was gilt nun, kein Zwang in der Religion, oder doch?

Gefeiert am 11. März

Hl. Ulrich – Abt in Kaisheim

† 11. März 1165 in Kaisheim in Bayern

Ulrich von Kaisheim, Zisterziensermönch im elsässischen  Kloster Groß-Lützel, zog sich 1135 mit einer Mönchsschar nach Kaisheim  bei Donauwörth, um das von dem Grafen Heinrich von Lechsgemünd  gegründete Kloster zu besiedeln. Ulrich leitete als Abt das Kloster bis  zu seinem Tod am 11. März 1165.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria