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‚…und diese zarten Hände sind mir nicht mehr genug‘

Kardinal Víctor Manuel Fernández

Weitere Essays des Präfekts der Glaubenskongregation, Kardinal Fernández, sind aufgetaucht. Auch sie enthalten eine problematische Verquickung zwischen Sexualität und Spiritualität.

Es wird nicht ruhig rund um Kardinal Victor Manuel Fernández: Schon wieder sind einige Texte aufgetaucht, die ein Bild von seiner Persönlichkeit zeichnen, die es fraglich scheinen lassen, ob er geeignet ist, hohe Ämter in der katholischen Kirche zu bekleiden. Sein Buch „La Pasión Mistica“ (1998), das unter anderem eine problematische Sexualisierung der Spiritualität enthält, hatte Fernández als Jugendfehler heruntergespielt und sich davon distanziert.

Was er nicht erwähnte: Noch Jahre später veröffentlichte er theologische Essays, in denen er sein Konzept einer „erotischen Mystik“ weiter vertrat, etwa im Essay „Para Liberarte de la Ansiedade y de la Impaciencia“, der 2004 publiziert wurde. Davon berichtet das Portal „Daily Compass“. Auf Seite 13 dieses Essays spricht Fernández über das Wort Gottes, das uns einlade innezuhalten „bei jeder Sache, jeder Person, jedem kleinen Vergnügen, jeder Aktivität“.

Erneut stellt er seine These vom „mystischem Orgasmus“ vor: „Wenn unser ganzes Wesen in einer Richtung vereint ist, dann kommen wir zu einer wahren Begegnung, einer Verschmelzung, einer vollkommenen Einheit, und sei es auch nur für ein paar Minuten. Es handelt sich dabei nicht unbedingt um körperliche Ruhe, denn diese Erfahrung kann auch inmitten der Aufregung einer sehr intensiven Tätigkeit auftreten. Dies geschieht zum Beispiel beim Orgasmus zwischen zwei Menschen, die sich lieben.“

Ein weiterer Essay des damals 40-jährigen Fernández, ebenso aus dem Jahre 2004, zeigt ähnliche Gedanken. In „Teologia espiritual encarnada: profundidad espiritual en acción“ spricht Fernández über das Leben eines Ehepaares, wo er seine These aus seinem Buch von 1998 aufgreift und das sexuelle Vergnügen des ehelichen Aktes geistlich verquickt mit dem „vollen Leben der Auferstehung“.

Ein Absatz unter dem Titel „Innehalten“ auf Seite 86 lädt Fernández seine Leser ein, dem Beispiel Jesu zu folgen, der jedem Menschen seine volle Aufmerksamkeit geschenkt habe und interpretiert dies nach seiner Art; er empfiehlt Körperübungen, etwa bestimmte Organe zu visualisieren und zu erspüren. „Es geht darum, einzelne Organe in Ruhe zu erspüren, ohne zu beurteilen, ob diese Empfindungen gut oder schlecht sind, sondern zu versuchen, dieses Organ loszulassen und zu entspannen.“

Der Kardinal listet konkret Körperteile auf und gibt an, wo zu beginnen ist, nämlich beim Kiefer. Die Körperreise, die über Hals, Magen, Hüfte, Genitalien bis zu den Füßen führt, soll dazu beitragen, sich besser zu spüren. „Bei jedem Punkt des Körpers sollten wir eine Empfindung aufgreifen (Hitze, Brennen, Verlangen). Kein Bereich der Haut ist ohne Empfindung, selbst wenn diese sehr subtil ist.“

Um den Körper geht es auch bei seinem Essay „Por qué no termino de sanarme?“ (2002), wo es auf Seite 10 heißt, dass „ein Körper ein Zeichen setzen könne, wenn er die richtigen Kleider trägt, Kleider, die Sinneslust erwecken, indem interessante Formen betont werden, je nach Körperbau.“ Er gibt sogar einige Beispiele dafür: “Die Sinnlichkeit von gebräunten Schultern und Armen wird betont, wenn man ein T-Shirt trägt.“ Oder: „Der nackte Hals ist sinnlicher, wenn eine Halskette getragen wird.“

Fernández weiter: „Wenn man dazu noch ein gewisses Maß an Fantasie des Betrachters hinzufügt, und in einem Moment der Unzufriedenheit, wenn er bewegt werden oder etwas genießen möchte, dann kann ein Körper als etwas Beeindruckendes, Wunderbares, Unentbehrliches erscheinen“. Die persönlichen Vorlieben für eine bestimmte Art von körperlichen Merkmalen ändern sich nach Meinung von Fernández.

„In manchen Momenten meines Lebens fühle ich mich zu bestimmten Arten von Reizen hingezogen, aber in einem anderen Augenblick beginnen andere Details mich anzuziehen: In einem Moment zieht mich die Sensibilität des Augenblicks zu feinen, weißen, zarten Händen hin; in einem anderen Moment fühle ich mich mehr zu fleischigen, warmen Händen hingezogen, und diese zarten Hände sind mir nicht mehr genug. Was sollen wir also tun?“, schreibt er.

„Die einzige Möglichkeit, immer zufrieden zu sein, bestünde darin, verdorben zu werden und immer andere zu benutzen und sie zu verlassen, wenn ich sie nicht mehr brauche“, so der Autor, der die Leser jedoch auffordert, ihrer Vorstellungskraft zu vertrauen, die „das, was begrenzt ist, wie alle Geschöpfe dieser Erde, als etwas Göttliches erscheinen lassen kann“, um auf die Veränderlichkeit des persönlichen Geschmacks für Körper hinzuweisen.

Quelle: Katholische Nachrichten kath.net Bild: kath.net (Screenshot)

Kickl und die Sprache der Nazis

FPÖ-Parteichef Herbert Kickl gibt bei seiner Neujahrsrede ÖVP, SPÖ, Grünen und Neos den Tipp, sich „Liste Volksverrat“ zu nennen. APA/ERWIN SCHERIAU

NS-VOKABULAR

„Systemparteien“, „Volksverrat“, „Ketten brechen“ – Kickl und die Sprache der Nazis

Zwischen den Rhetorik der FPÖ und dem Nazi-Vokabular bestehen bewusste oder unbewusste
Parallelen. Ein Vergleich in Zitaten

Hier sind die auffälligsten Parallelen in der Rhetorik von FPÖ-Politikern, vor allem Herbert Kickl selbst, und der Terminologie von Persönlichkeiten des Nationalsozialismus.

VOLKSVERRAT, VOLKSVERRÄTER

Das waren zentrale Kampfbegriffe des Nationalsozialismus, in der Propaganda und im Strafrecht massiv eingesetzt.

Herbert Kickl am 13. Jänner bei seiner Neujahrsrede in der Steiermarkhalle zu den „Einheitsparteien“ ÖVP, SPÖ, Grüne und Neos: „Tretet doch gemeinsam an, habt doch den Mumm. Ich habe auch schon eine Idee: Liste Volksverrat würde gut passen.“

Adolf Hitler am 12. Februar 1938 auf dem „Berghof“ zum österreichischen Kanzler Kurt Schuschnigg: „Übrigens hat Österreich überhaupt nie etwas getan, was dem Deutschen Reich genutzt hat. Seine ganze Geschichte ist ein ununterbrochener Volksverrat.“

Die NS-Justiz führte nach der Machtergreifung 1933 den Straftatbestand „Volksverrat“ ein: „Ein unmittelbar gegen das deutsche Volk gerichtetes Verbrechen eines Volksgenossen, der die politische Einheit, Freiheit und Macht des deutschen Volkes zu erschüttern trachtet.“

FAHNDUNGSLISTE

Noch vor dem Einmarsch in Österreich 1938 („Anschluss“) hatten die Nazis in Berlin Listen erstellt, wonach missliebige Personen verhaftet wurden. Vom „ersten Transport“ ins KZ Dachau gibt es eine solche Liste.

Kickl drohte in seiner Neujahrsrede:“Ich habe schon eine so lange Fahndungsliste – Nehammer, Rauch, Edtstadler, Kogler, Schallenberg … wanted, wanted …“

SYSTEMPARTEIEN, SYSTEMPOLITIKER

Ebenfalls zentraler Bestandteil der NS-Polemik. Gemeint war (ist) die liberale Demokratie.

Herbert Kickl in seiner 1.-Mai-Rede in Linz: „Ich will ein freiheitlicher Volkskanzler sein statt Kanzler des Systems.“

Kickl in seiner Neujahrsrede: „Das Land braucht (…) jemanden, der keine Scheu hat, sich mit dem System anzulegen.“

Adolf Hitler in zahlreichen Wahlreden 1932: „Was die Systemparteien zerstören konnten, haben sie zerstört“ – „Die Systemparteien sind zu jeder Lüge, zu jedem Schwindel bereit“ – „Schlag auf Schlag fällt auf die Lügenbrut der Systemparteien nieder.“

Hitler in einer Unterredung mit Reichskanzler von Papen am 13. August 1932: „Man müsse die sogenannten Systemparteien mit Feuer und Schwert ausrotten und dürfe dabei auch nicht vor Blutvergießen zurückschrecken.“

BEVÖLKERUNGSTAUSCH, UMVOLKUNG

Die von den Nationalsozialisten verwendeten Begriffe waren „Volksgemeinschaft“ und der (drohende) „Volkstod“. Die „Neuen Rechten“ heute verwenden eher die Begriffe „Umvolkung“ und „Bevölkerungsaustausch“, meinen aber dasselbe.

Kickl in einer Parlamentsrede am 7. Oktober 2020: „Ersparen uns Geld – für die Sozialausgaben nämlich –, das wir den Österreichern geben können, und gleichzeitig verhindern wir das Fortschreiten des Bevölkerungsaustausches.“

Am 9. November 2022 stellte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz gemeinsam mit Vertretern von FPÖ-Jugendorganisationen eine „Bevölkerungsaustausch-Webseite“ vor. Im August 2023 wurde ein Video der FPÖ-Jugend bekannt, in dem ausgiebig vom „Bevölkerungstausch“ die Rede ist (und rechte Jugendliche andächtig den Blick zum „Führerbalkon“ am Heldenplatz richten). Kickl fand das Video „großartig“.

Der damalige niederösterreichische FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl in einer TV-Diskussion am 4. 2. 2023 zu einer Schülerin mit Migrationshintergrund zur Frage, wie es ohne ihresgleichen wäre: „Dann wäre Wien noch Wien.“

Adolf Hitler am 1. Oktober 1941 im „Führerhauptquartier“: „Was Wien schwierig macht, ist die Verschiedenartigkeit des Blutes in seinen Mauern. Die Nachkommen aller der Rassen, welche das alte Österreich umfasste, leben dort.“

GLOBALISTEN, INTERNATIONALE ELITEN

Auffällig die Parallelen: die „internationalen Eliten“ bei der FPÖ und die „internationalen Elemente“ bei Hitler. Für ihn ein Codewort für das „internationale Finanzjudentum“.

Kickl in seiner Video-Grußbotschaft vom 5. Mai 2023 an eine ultrakonservative Konferenz in Budapest: „Die EU-Kommission gefällt sich als selbsternannte Elite, die sich nie gegenüber dem Volk rechtfertigen muss. Dabei sind die Globalisten in Politik, Wirtschaft und Medien die einzigen Verbündeten dieses abgehobenen Eurokratenzirkels.“

Kickl bei seiner Aschermittwochrede in Ried: „Ich werde ein freiheitlicher Volkskanzler werden, der nicht nach oben buckeln wird in Richtung EU, Nato, WHO, um dann nach unten zu treten, zur Bevölkerung.“

Hitler am 10. November 1933: „Es sind das die Menschen, die überall und nirgends zu Hause sind (…) und die sich überall zu Hause fühlen. Es sind die Einzigen, die wirklich als internationale Elemente anzusprechen sind, weil sie überall ihre Geschäfte betätigen können, aber das Volk kann ihnen gar nicht nachfolgen.“

ENTWURZELUNG

Gegensatz „bodenständige“ Bevölkerung – internationale (jüdische) Eliten.

Kickl in Budapest: „Das ist das Ziel dieser Eliten. Eine Entwurzelung des Einzelnen und eine Entwurzelung der Völker.“

Hitler in einer Rede vor Arbeitern am 10. November 1933: „Es ist eine kleine, wurzellose internationale Clique, die die Völker gegeneinander hetzt, die nicht will, dass sie zur Ruhe kommen.“

DROHUNGEN

Waren/sind ständiger Bestandteil der Rhetorik.

Kickl am 1. Mai: „Wir werden nach oben treten und jene, die es mit uns nicht gut meinen, in die Zange nehmen.“

Joseph Goebbels im Wahlkampf 1928: „Wir kommen als Feinde! So wie der Wolf in die Schafherde einbricht, kommen wir!“

FESTUNG

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die besetzten Teile des Kontinents von Joseph Goebbels als „Festung Europa“ propagiert. Mit schlechterem Kriegsverlauf kam eine andere Sprachreglung: Festungen seien zu defensiv.

Kickl am 1. Mai: „Machen wir es Orbán nach, bauen wir die Festung Österreich.“

KAMPF, SIEG, KETTEN BRECHEN

Die nationalsozialistische und die demokratisch fragwürdige Rhetorik stellen sich als verfolgtes Opfer dar, dem aber mit Willenskraft der Sieg gelingt.

Kickl in seiner Rede bei der Corona-Demo im Prater am 8. März 2021: „Ich freu mich auf den Tag des Sieges, der Sieg wird uns gehören“ – „Das ist unser unbeugsamer Wille, den man nicht brechen kann.“

Kickl bei seiner Neujahrsrede 2024: „In den Geschichtsbüchern wird einmal stehen, das Abstreifen der Ketten habe am 13. Jänner in Graz in der Schwarzlhalle begonnen.“

Adolf Hitler 1928: „Unser fester, unbeugsamer Wille, das ist unsere Waffe. Unsere Waffe in dem Kampf, der einst die Ketten bricht.“

ERLÖSUNG

Aus angeblicher Erniedrigung und Knechtung sollen die antidemokratischen Kräfte das Volk zur „Erlösung“ führen.

Kickl am 13. Jänner in der Steiermarkhalle: „Jetzt ist es da, das Jahr der Entscheidung, das Jahr der Wende, das Schicksalsjahr hat begonnen. Die Peiniger und Unterdrücker haben nichts in den Regierungsämtern verloren. Jetzt ist die Erlösung in Sicht.“

Hitler in einer Wahlrede 1932 in Stralsund: „Eine geknebelte, geknechtete und verachtete Nation hat sich selbst wiedergefunden. Die Wahl am 31. Juli wird dem deutschen Volk endlich die Erlösung bringen, wenn es die Kraft aufbringt, aller Feigheit und Halbheit zu entsagen, und den Willen zur Tat hat.“ (Hans Rauscher, 21.1.2024)

Das „Volk“ und seine „Verräter“, einst und vor allem auch jetzt: Kickls Diskurs weckt biologistische Vorstellungen

Der Begriff „Volksverrat“ fußt auf einer biologistischen Auffassung dessen, was man unter dem Wort Volk versteht. Der Dichter Gottfried Benn, einige Zeit lang Gefolgsmann der Nazis, schrieb in der Deutschen Allgemeinen Zeitung nicht lange nach Hitlers Machtergreifung 1933: Wer nicht an der Seite der NS-Bewegung gekämpft habe, Flüchtling oder Emigrant sei, der habe die Gelegenheit versäumt, den ihm „so fremden Begriff des Volkes nicht gedanklich, sondern erlebnismäßig, nicht abstrakt, sondern in gedrungener Form in sich wachsen zu fühlen“.

Der Begriff Volk wurde im Dritten Reich unausgesetzt verwendet. Der Dresdner Philologe Victor Klemperer, Autor von LTI (Lingua Tertii Imperii), verglich ihn mit dem „Salz beim Essen, an alles gibt man eine Prise Volk: Volksfest, Volksgenosse, Volksgemeinschaft, volksnah, volksfremd, volksentstammt …“

Mit der Benützung des Volksbegriffs wurde von den Nazis autohypnotisch – ohne reale Entsprechung – eine Art Egalitarismus heraufbeschworen. Jener meinte ein merkwürdiges Wachstumsgebilde. Heinrich Himmler, der nachmalige Reichsführer SS, bezeichnete den Nationalsozialismus deshalb auch als „Sozialismus des guten Blutes“.

Der Biologismus, der solchen Vorstellungen zugrunde liegt, erzeugt handlungstreibende Metaphern. Der von Herbert Kickl gebrauchte Begriff der „Fahndungsliste“ markiert den Übergang hin zu einem Politdiskurs, in dem die Schädlings- und Krankheitsmetaphorik mit Plutokratismus-Vorstellungen zusammenschießt.

Das Wort „Volksschädlinge“ deckte in der Nazi-Redeweise einen unterweltlichen Bereich ab. In ihm finde man Defätismus, Schwarzhandel, überhaupt kriminelle Umtriebe. Es ist der unaussprechliche Ort, bewohnt von denen, die man kaum sieht, die untereinander packeln und mauscheln – und die Welt „im Licht oben“ unter sich aufteilen. Weil nicht recht greifbar, sind es die „Verantwortungsflüchtlinge“ (Kickl). Ihrer wird einzig und allein der Ordnungshüter (Schädlingsbekämpfer) habhaft.

Kickls „Swingerclub der Machtlüsternen“ ist reine Gossensprache. Hier wird der eigene Ekel – ein rhetorisches Simulationsprodukt – in den Tabubruch übersetzt.(Ronald Pohl)

Quelle: www.derstandard.at / Hans Rauscher Ronald Pohl

Bischof erscheint im Sonnenuntergangsgewand

Modernistische „Sonnenuntergangsmesse“ mit Pyjama-Tänzern

Bischof Derio Olivero aus Pinerolo, Italien, stand einer Epiphanias-Eucharistie vor und trug dabei ein vielfarbiges Messgewand, das ihn wie eine Mandarinente aussehen ließ.

Eine Gruppe von Tänzerinnen, gekleidet in Pyjamas, hüpfte auf dem Boden der Kathedrale in verschiedenen überspannten Bewegungen herum.

Bischof Olivero räumte in seiner Predigt ein, dass die Gläubigen über die Tänzerinnen empört waren. Manche würden die Kirche eine [schlechte] Disco nennen und sagen, dass die Kirche ihre Bezüge [und ihren Verstand] verloren habe, sagte er.

Monsignore Olivero zog die philosophische Schlussfolgerung, dass die Reaktionen auf ein Ereignis unterschiedlich sind, weil „wir unterschiedlich über Riten und Eucharistien denken“.

Wenn die Liturgie das Ergebnis dessen ist, „was wir über Riten denken“, hört sie auf, eine Liturgie zu sein und wird zu einer säkularisierten Versammlung von Menschen, die die Religion verloren haben.

Quelle: gloria.tv Bilder: Vita diocesana Pinerolese (Screenshot)

Experte warnt vor Putin-Angriff

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Die NATO müsse auf einen Krieg mit Russland vorbereitet sein, sagt Politikwissenschaftler Fabian Hoffmann. Moskau denke über solche Szenarien nach – dem müsse effektiv begegnet werden, so der Experte der Universität Oslo. Schon in zwei bis drei Jahren könnte Wladimir Putin Nato-Gebiet ins Visier nehmen, warnt der Sicherheitsexperte. „Europa muss Abschreckungsfähigkeit aufbauen“, betont Fabian Hoffmann im Interview mit ZDFheute live.

Scharia-Eklat an deutscher Schule

Schüler treten als Scharia-Polizei auf

Vier Schüler forderten die Einführung der Scharia an einer Schule in Deutschland. Aus Furcht vor Konsequenzen scheinen mehrere Mitschüler den Anweisungen der Gruppe gefolgt zu sein.

Vier Schüler muslimischen Glaubens sollen an der Gesamtschule Nordstadt in Neuss, im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, die Einführung strenger islamischer Regeln gefordert haben. Darunter die Geschlechtertrennung im Unterricht.

Die Schüler seien zwischen 17 und 19 Jahre alt, wie deutsche Medien berichten. Laut «Focus» haben drei der Schüler einen arabischen Migrationshintergrund, während der vierte italienischer Herkunft ist. Die Jugendlichen sollen durch Videos der salafistischen Prediger Amor Ben Hamida und Pierre Vogel radikalisiert worden sein. 

Einige Schüler sollen zum Islam konvertiert sein

Die Schüler sollen verlangt haben, dass Muslime die Schule vorzeitig für das Freitagsgebet verlassen dürfen und die Geschlechtertrennung im Schwimmunterricht auch für Lehrkräfte gelten soll. Während sie diese Forderungen aufstellten, übten sie demnach auch Druck auf Mitschüler aus, die nach ihrer Meinung «schlechte Muslime» waren. Im Rahmen des Unterrichts sollen die vier Schüler außerdem explizit ihre Ablehnung gegenüber der Demokratie geäußert und darauf bestanden haben, dass Frauen sich gemäß den Vorschriften der Scharia bedecken sollten.

Aus Furcht vor Konsequenzen scheinen mehrere Schüler den Anweisungen der Gruppe gefolgt zu sein. Einige sollen zum Islam konvertiert sein, wie die «Bild» berichtet. Gemäss Aussagen von Zeugen machte die Gruppe in der Schule nicht einmal vor den muslimischen Lehrern halt. Auch sie seien ermahnt worden, weil sie «islamische Regeln» ihrer Meinung nach nicht eingehalten hatten.

«Schülerinnen wurden nach hinten verbannt»

Nicht nur das: Im Verlauf des Unterrichts sei beobachtet worden, wie sich die Sitzordnung in den Klassen verändert hätte. Eine Schülerin sagt gegenüber «Bild»: «Die Schüler setzten sich getrennt nach Geschlechtern, wobei die Buben den vorderen Teil der Klasse einnahmen und die Mädchen nach hinten verbannt wurden. Die Schülerinnen vermieden es, den männlichen Lehrern ins Gesicht zu sehen, wenn sie angesprochen wurden.»

Als die Schule reagierte, lehnten die Mitglieder der islamistischen Gruppe das deutsche Rechtssystem ab. Laut «Focus» soll die Gruppe sogar die Steinigung als Strafe für Verstöße befürwortet haben.

Staatsschutz ermittelt

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (CDU), reagierte letzten Freitag auf die Vorfälle. Er sprach von einem gravierenden Fall und fordert dazu auf, dass Eltern, Lehrer und Jugendbetreuer aufmerksamer gegenüber der islamistischen Radikalisierung von Jugendlichen werden sollten. Es sei wichtig, frühzeitig zu handeln, wenn Anzeichen dafür bemerkt werden.

Die Schule habe mittlerweile den Staatsschutz eingeschaltet. Dieser habe Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: 20min.ch / J. Bucher (auszugsweise) Bild: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Kardinal Walter Brandmüller feiert 95. Geburtstag

Kardinal Walter Brandmüller

Kardinal Walter Brandmüller, der ehemalige Chefhistoriker im Vatikan und Mitverfasser mehrerer Dubia („Zweifel“) an Papst Franziskus in den Jahren 2016 und 2023, feiert am heutigen Freitag seinen 95. Geburtstag.

Geboren 1929 in einer Offiziersfamilie in Ansbach, wuchs er in einem konfessionell gemischten Haushalt auf. So wurde er als Protestant getauft, konvertierte aber früh zum Katholizismus.

Brandmüller erklärte in einem Interview mit der ARD, seine Heimatstadt Ansbach und seine Klasse im Gymnasium seien „zu drei Viertel evangelischer Konfession und evangelisch-kulturell geprägt“ gewesen, was ihn dazu veranlasst habe, zu fragen: „Warum ist denn das so gekommen?“ Und: „Weshalb gibt es denn hier ein evangelisches Ansbach mit einigen Katholiken?“ Diese Fragen bildeten, wie er angab, „den Anstoß für mich, meine ersten historischen Recherchen anzustellen“.

Nach seinem Abitur 1948 studierte er Katholische Theologie und wurde 1953 in Bamberg zum Priester geweiht. Seine frühen Jahre als Geistlicher verbrachte er in Kronach und in der Pfarrei St. Martin in Bamberg.

Seine akademische Laufbahn begann nach einer Promotion 1963 und einer Habilitation 1967 an der Ludwig-Maximilians-Universität München über das Konzil von Pavia-Siena.

„Meine weltlichen Kollegen hatten eine Familie, ich hatte meine Pfarrei“, bekannte Brandmüller während mit Blick auf seine Universitätszeit.

Seit seiner Habilitation konzentrierte Brandmüller sich hauptsächlich auf die Konziliengeschichte. Er ist Mitbegründer und Herausgeber des seit 1969 in Paderborn erscheinenden „Annuarium Historiae Conciliorum“.

Papst Johannes Paul II. verlieh ihm 1983 den Titel eines „Ehrenprälaten Seiner Heiligkeit“ und ernannte den Kirchenhistoriker zum Präsidenten des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften. Gleichzeitig war er auch von 1998 bis 2006 Präsident der Internationalen Kommission für vergleichende Kirchengeschichte.

In diesen führenden Rollen unterstützte Brandmüller beratend die bedeutenden Bitten um Vergebung, die der Papst für die historischen Fehler der katholischen Kirche im Jahr 2000 formulierte.

Außerdem förderte er die internationale Zusammenarbeit in der Erforschung kirchenhistorischer Themen, besonders im Bezug auf den Fall Galileo Galilei sowie die Konzilien von Konstanz und das Erste Vatikanische Konzil.

Brandmüller ist seit April 2006 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KAV Capitolina zu Rom im Cartellverband.

2010 wurde er im feierlichen Konsistorium von Papst Benedikt XVI. als Kardinaldiakon in das Kollegium der Kardinäle aufgenommen. Der Kirchenhistoriker betrachtete den Rücktritt Benedikts skeptisch, insbesondere wegen der aus historischen Präzedenzfällen bekannten Risiken einer Spaltung der Kirche.

Brandmüller und Kardinal Raymond Burke reichten 2016 zusammen mit den inzwischen verstorbenen Kardinälen Carlo Caffarra und Joachim Meisner fünf Dubia bei Papst Franziskus ein, in denen sie um eine Klärung der Interpretation des Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia baten, insbesondere im Hinblick auf die Zulassung geschiedener und wiederverheirateter Katholiken zu den Sakramenten. Papst Franziskus hat darauf nie geantwortet. Im August 2022 kritisierte der Kirchenhistoriker die Gestaltung eines Konsistoriums, das der Pontifex einberufen hatte. Er argumentierte, die Veranstaltung sei so organisiert worden, dass eine vollständige und offene Diskussion der teilnehmenden Kardinäle verhindert werde.

Außerdem verteidigte Brandmüller im selben Jahr die Einrichtung der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) durch Kardinal Woelki gegen massive innerkirchliche und staatliche Kritik.

Im Vorfeld der Weltsynode 2023 verfasste er mit vier weiteren Kardinälen wieder eine Reihe von Dubia an Papst Franziskus, die Bedenken zum Ausdruck bringen wollten und eine Klärung von Punkten der Lehre und Disziplin zu erreichen versuchten. Nachdem sie keine zufriedenstellende Antwort von Franziskus erhielten, veröffentlichten sie ihre Dubia.

Quelle: catholicnewsagency / Bild: Paul Badde / CFM.SCJ Redaktion: Pater Andreas Endl

Bischof Peter Shao Zhumin verhaftet

Bischof Peter Shao Zhumin

China verhaftet Bischof, der mit päpstlicher Erlaubnis geweiht wurde

Der 61-jährige chinesische Bischof Peter Shao Zhumin von Wenzhou ist zu Jahresbeginn verhaftet worden, wie AsiaNews am Mittwoch berichtete und sich dabei auf Quellen vor Ort berief. AsiaNews wird betrieben vom Päpstlichen Institut für die auswärtigen Missionen.

Die chinesische Regierung erkennt Shao nicht als Bischof an, weshalb er von den Behörden regelmäßig inhaftiert werde, „um ihn an der Ausübung seines Amtes im Dienste der lebendigen katholischen Gemeinde vor Ort zu hindern“, so AsiaNews.

Eine Quelle sagte: „Ihm wurde befohlen, Kleidung für Frühling, Sommer, Herbst und Winter mitzunehmen. Das deutet darauf hin, dass seine Situation nicht vielversprechend ist und er wahrscheinlich lange festgehalten werden wird. Die Gläubigen sind besorgt, weil sie nicht einmal wissen, wo er festgehalten wird.“

Shao war im Jahr 1989 zum Priester geweiht worden. 2011 wurde er, mit Erlaubnis von Papst Benedikt XVI., zum Bischof geweiht und wirkte zunächst als Weihbischof in Wenzhou, bevor er 2016 dort das Amt des Diözesanbischofs übernahm.

Seit mehreren Jahren besteht ein Abkommen zwischen China und dem Heiligen Stuhl. Der Inhalt ist nicht genau bekannt, aber es geht um die einvernehmliche Ernennung von Bischöfen. Bislang halten die Spannungen zwischen den beiden Parteien weiter an. Zuletzt musste der Vatikan sogar eine von der Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung – der staatlich akzeptierten katholischen Gemeinschaft – vorgenommene Bischofsernennung nachträglich akzeptieren.

AsiaNews berichtete: Weil Shao sich weigerte, „den von der Regierung den chinesischen Katholiken auferlegten offiziellen Gremien beizutreten, wurde er von den Behörden nie anerkannt. Da die Regierung den Sitz als vakant ansah, übertrug sie die Leitung der Diözese einem Mitglied der Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung, dem Priester Ma Xianshi.“

Shao werde, gerade vor kirchlichen Festen, von den Behörden festgenommen, damit er nicht daran teilnehmen kann. „In diesem Jahr verlief die Sache jedoch ein wenig anders. Wenige Tage vor Weihnachten, am 16. Dezember, wurde Bischof Shao von Sicherheitskräften abgeführt, um zwei Tage später wieder freigelassen zu werden.“

„Am 24. und 25. Dezember wurde er dann in den Bezirk Taishun gebracht, um ihn an der Feier der Weihnachtsmesse zu hindern, aber er berichtete dennoch, dass er eines der friedlichsten Weihnachtsfeste seines Lebens verbrachte“, hieß es.

Quelle: catholicnewsagency Bild: Screenshot / YouTube / Asia News

Sexsklaverei im Islam auf Befehl des Propheten

Ist es dem Islam ein fremdes Verhalten, Frauen als Kriegsbeute zu nehmen, sie zu versklaven und zu verkaufen? Die meisten Muslime besitzen keine ausreichenden Erkenntnisse in der Traditionellen islamischen Lektüre. Sie behaupten ohne Berücksichtigung der Texte, dass die Taten der IS- Terroristen und sämtliche Islamisten auf der Welt keinesfalls der islamischen Verhaltensweise entsprechen. Aber den großen Schock erlebt der Muslim, wenn er auf die Biographie Mohammeds und auf die Hadithbücher und Koranauslegungen zurückgreift. Denn dann findet er, dass ISIS mit ihrer Gräueltaten noch nicht das islamisch mohammedanische Maß erreicht hat. Im Gegenteil, in manchen Fällen zeigt sich ISIS barmherziger als Mohammed.

Menschen schlachten nach islamischer Anleitung

Enthauptung ist ein altes Phänomen in der menschlichen Geschichte, wenn sie aber zu einem göttlichen Befehl für alle Zeiten und überall wird und als eine heilige Biographie betrachtet wird, welche wir nachahmen sollten, verwandelt sie sich in einem humanitären Desaster, das jeder vernünftige Mensch widerstehen muss. Heute kann die ganze Welt die Enthauptungen durch IS- Terroristen öffentlich vor der Kamera sehen. Enthauptung um den ungläubigen Westen einzuschüchtern, und die Feinde Allahs zu terrorisieren und der Islam zum Sieg zu führen. Ist dies islamisch? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sollten wir die Verfassung der Dschihadisten näher betrachten, der Koran. In Sure 8.12 wird gesagt: „… Ich werde in die Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt oberhalb der Nacken und schlagt von ihnen jeden Finger!“ Was sagt die Koran-Exegese dazu?