Archiv für den Monat: Februar 2019

Ein Imam wird Christ

Der junge Imam Haroon will in den «Heiligen Krieg» ziehen und für den Islam kämpfen. Doch dann bekommt sein Weltbild Risse. Will er wirklich dem Hass statt der Liebe dienen? Er wechselt die Seiten, wird Christ und macht sich Feinde, die schwören, ihn zu töten. Seither ist er nirgends mehr sicher, nicht einmal in Deutschland.

Gefeiert am 7. Februar

Hl. Richard von Wessex – König, Vater, Pilger

* im 7. Jahrhundert in Wessex in England
† um 720 in Lucca in Italien

Der heilige Richard von Wessex, auch Richard der SachseRichard der KönigRichard von EnglandRichard von LuccaRichard von Schwaben oder Richard der Pilger wird seit dem 12. Jahrhundert als Heiliger verehrt. In dieser Zeit wird ein in Lucca bestatteter angelsächsischer Pilger mit Namen Richard in Verbindung gebracht mit dem 720 dort verstorbenen, namenlosen Vater der Heiligen WunibaldWillibald und Walburga. Alle vier sind Bistumsheilige der Diözese Eichstätt. Daraus entwickelt sich die Legende, dass dieser Richard in den frühen Jahren des 8. Jahrhunderts westsächsischer König in Wessex gewesen sein soll. Er wird traditionell als Schwager des Wynfreth angesehen, der 719 von Papst Gregor II. den Namen Bonifatius erhielt und der als Apostel der Deutschen Germanien missionierte. Einer Legende nach wurden seine Besitztümer enteignet, da er sich weigerte zurückzutreten. Seine Gemahlin unbekannten Namens wird seit dem Spätmittelalter als heilige Wuna (oder Wina) verehrt.

Quelle: wikipedia Bild: Screens.

Tagesevangelium – 07.02.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,7-13

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 6. Februar

Hl. Paul Miki und Gefährten – Ordensmann, Missionar und Märtyrer

Paul Miki (jap. パウロ三木Pauro Miki; * um 1565 in Kyōto; † 5. Februar 1597 in Nagasaki) war ein japanischer katholischer MissionarJesuitund Märtyrer. In der katholischen Kirche ist er einer der Schutzheiligen Japans.

Paul Miki, ein Jesuit, hatte Anteil an der Verbreitung des christlichen Glaubens in Japan im Anschluss an Franz Xaver. Er trat mit 22 Jahren in den Orden ein und gehörte zu den Einheimischen, die von den Jesuiten für die Missionierung in Japan vorbereitet wurden. Ab 1587 wurden die ersten Christen verfolgt.

Der damalige Herrscher Japans war Toyotomi Hideyoshi. Er selbst glaubte an Buddhismus und Shintō, aber er war zunächst gegenüber dem Christentum tolerant. Die religiöse Toleranz war zunächst sogar Teil seiner Politik. Er erwartete, dass die Toleranz gegenüber dem Christentum dem ausländischen Handel förderlich sein könnte. Nachdem er Kyūshū besucht hatte, wo damals viele Christen lebten, veränderte er jedoch seine religiöse Politik 1587 und verbot den christlichen Glauben. Allerdings wurden zunächst keine Christen verfolgt und die Orden konnten weiter aktiv sein. Der Blick des Shoguns auf die nahen Philippinen und die Furcht vor der Verbindung des Christentums mit der europäischen Kolonialpolitik waren mit ein Grund, dass Hideyoshi 1596 wieder ein Verbot gegen das Christentum verfasste.

Paul Miki wurde in Osaka im Dezember 1596 gemeinsam mit anderen Christen ergriffen. Alle waren Franziskaner und Jesuiten, oder gehörten zum Dritten Orden des hl. Franziskus. Zuerst wurden sie nach Kyōto gebracht. Am 10. Januar hat Hideyoshi die Hinrichtung von 24 Christen in Nagasaki angeordnet. Es waren Japaner, Spanier, Mexikaner und Portugiesen. Sie mussten im Winter zu Fuß und ohne Schuhe von Kyoto nach Nagasaki gehen. Am Wege nach Nagasaki wurden weitere zwei Männer verhaftet, da sie mit ihnen gegangen waren. Es waren auch mehrere Jugendliche unter den Verhafteten. Von einem Dreizehnjährigen, den der Gouverneur mit dem Versprechen großer Ehren von seinem Glauben abbringen wollte, ist der Satz überliefert:

Die Freuden und Ehren des Lebens sind nur Schaum auf dem Wasser, wie der Morgentau auf den Gräsern. Die Freuden und Ehren des Himmels dagegen sind unvergänglich.

In Nagasaki wurde ihnen von einem Jesuiten die Beichte abgenommen. Am Tag der Hinrichtung bestand eine Ausgangssperre, trotzdem kamen etwa 4.000 Leute zum Ort der Hinrichtung. Am 5. Februar um 10 Uhr wurden sie in Nagasaki gekreuzigt und gelten als die ersten christlichen Märtyrer in Japan. Papst Urban VIII. sprach Paul Miki und seine Gefährten 1627 selig. 1862, nach der Wiederzulassung des Bekenntnisses zur katholischen Kirche in Japan, sprach Papst Pius IX. die Märtyrer von Nagasaki heilig.

Quelle: wikipedia Bild: CFM.SCJ Archiv Cairo

06.02.2019 – Mittwoch der 4. Woche im Jahreskreis

Hl. Josémaria Escriva de Balaguer (1902-1975) Priester, Gründer des Opus Dei

„Ist das nicht der Zimmermann?“

Josef liebte Jesus, wie ein Vater seinen Sohn liebt; er nahm sich seiner an und gab ihm das Beste, das er hatte. Josef ging mit diesem Kind um, wie es ihm aufgetragen worden war. Er gab seinen Beruf an ihn weiter und bildete ihn zu einem Handwerker aus. Daher wurde Jesus von seinen Nachbarn in Nazaret schlicht „Zimmermann“ oder „Sohn des Zimmermanns“ genannt (Mt 13,55) […] Jesus muss Josef wohl ähnlich gewesen sein: in seinem Wesen, in der Art und Weise, wie er arbeitete und redete. Sein Realismus, seine Beobachtungsgabe, seine Manieren bei Tisch und beim Brotbrechen, sein Hang zu anschaulicher Darstellung seiner Lehre unter Verwendung von Beispielen aus dem Alltagsleben – all das spiegelt die Kindheit und Jugend Jesu wider und dementsprechend seine Beziehung zu Josef. Welche Tiefe liegt in diesem Geheimnis! Dieser Jesus – ein Mensch, der den Dialekt einer bestimmten Region Israels spricht, der Ähnlichkeit hat mit einem Handwerker namens Josef, er ist Gottes Sohn! Und wer kann Gott irgendetwas beibringen? Freilich, er ist wahrer Mensch und lebt ein normales Leben: zuerst als Kind, dann als junger Mann, der in Josefs Werkstatt mithilft, schließlich ein Mann im reifen Alter: „Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen“ (Lk 2,52). Josef war im menschlichen Bereich der Lehrmeister Jesu. Tag für Tag ließ er ihn taktvoll seine Zuneigung spüren. Er kümmerte sich um ihn mit froher Selbstlosigkeit. Ist das nicht ein guter Grund, diesen gerechten Mann (Mt 1,19), diesen heiligen Patriarchen, in dem der Glaube des Alten Bundes seinen Höhepunkt erreichte, als ein Lehrmeister des inneren Lebens zu betrachten?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 06.02.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,1b-6

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn.
Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 5. Februar

Hl. Agatha Jungfrau, Märtyrerin, Nothelferin

Die Geweihte Jungfrau Agatha von Catania (* um 225 in Catania auf Sizilien; † um 250 ebenda) starb wahrscheinlich unter Kaiser Decius zwischen 249 und 251 als Märtyrin. Die Heilige wird oft mit einem offenen Gefäß, in dem ihre abgeschnittenen Brüste liegen, dargestellt, oder auch mit dem Palmzweig als Attribut des Martyriums.

Der Überlieferung nach wurde Agatha auf Sizilien als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Als gottgeweihte Jungfrau lehnte sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters der Sicilia, Quintinianus,[1] ab, da sie die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen gelobt hatte. Weil Agatha ihn zurückwies, ließ sie der Statthalter für einen Monat in ein Freudenhaus verschleppen. Da sie ihn nach dieser Zeit immer noch ablehnte, veranlasste Quintinianus ihre Verurteilung und ließ ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter erschien ihr der Legende nach nachts der heilige Petrus und pflegte ihre Wunden. Als man dies bemerkte, ließ der Statthalter Agatha auf glühende Kohlen legen, wodurch sie starb.

Nach der Überlieferung auf Malta flüchtete sie zunächst nach Malta, wo sie sich für einige Zeit im Bereich der heutigen Stadt Rabat in den Katakomben verbarg, die heute St.-Agatha-Katakomben heißen.

Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der daraufhin zum Stillstand kam.

Agatha liegt in der Kathedrale von Catania begraben und ist die Schutzpatronin der Malteser, der Stadt Catania, der Armen und Hirtinnen, der Glocken- und Erzgießer, der Weber sowie der Goldschmiede. Sie gilt als Helferin bei Brusterkrankungen, Viehseuchen, Erdbeben und Ausbrüchen des Ätna. In den nördlicheren deutschsprachigen Gebieten sowie der Schweiz ist die heilige Agatha die Schutzpatronin der Feuerwehren.

Der Agathakult breitete sich um 500 von Rom her aus. Sie gehört zu den Kanonheiligen, die im Römischen Messkanon genannt werden. Sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche wird der Gedenktag der Heiligen am 5. Februar begangen (gebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender). Der Schleier der heiligen Agatha wird, wie einige andere Reliquien, im Dom von Catania aufbewahrt. Die größte Knochenreliquie, die Schädeldecke, befindet sich im Kloster Kamp.

In vielen Gegenden wird am Gedenktag der hl. Agatha Brot gesegnet (Agathabrot); mancherorts verteilte man Agathazettel, die ebenfalls gesegnet waren.

Quelle: wikipedia Bild: CFM.SCJ Archiv Cairo

05.02.2019 – Dienstag der 4. Woche im Jahreskreis

Hl. Hieronymus (347-420) Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer

„Steh auf“

„Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen […] steh auf!“ „Nachdem du ein zweites Mal geboren bist, wirst du ‚Mädchen‘ genannt werden. Mädchen, steh auf um meinetwillen, nicht aufgrund deines Verdienstes, sondern durch das Wirken meiner Gnade. Steh also auf um meinetwillen: deine Heilung kommt nicht aus deiner eigenen Kraft.“ „Sofort stand das Mädchen auf und ging umher.“ Möge Jesus doch auch uns berühren und wir werden sofort umhergehen. Obwohl wir gelähmt sind, obwohl unsere Werke schlecht sind und wir nicht gehen können, obwohl wir auf dem Bett unserer Sünden liegen […] Wenn Jesus uns berührt, sind wir augenblicklich geheilt. Die Schwiegermutter des Petrus lag darnieder, vom Fieber geplagt: Jesus fasste sie an der Hand; da stand sie auf und sorgte sogleich für ihn (Mk 1,31) […] „Die Leute waren ganz fassungslos vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren“. Versteht ihr, warum er die Leute hinausschickte, während er ein Wunder vollbringen wollte? Er befahl nicht nur, sondern er befahl mit Nachdruck, dass niemand davon erfahren dürfe. Er befahl den drei Aposteln, er befahl auch den Eltern, es niemand wissen zu lassen. Der Herr richtete den Befehl an alle, aber das Mädchen konnte es nicht für sich behalten, sie die aufgestanden ist. „[…] dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben“: damit seine [des Mädchens] Auferstehung nicht als Erscheinung eines Geistes angesehen werde. Er selber aß nach seiner Auferstehung ein Stück gebratenen Fisch und Honigwabe (vgl. Lk 24,42 Vulg.) […] Ich bitte dich inständig, Herr, fass auch uns, die wir darniederliegen, an der Hand; zieh uns empor aus dem Bett unserer Sünden und lass uns umhergehen. Und wenn wir umhergegangen sind, gib uns etwas zu essen. Im Liegen können wir nicht essen. Wenn wir nicht stehen, können wir den Leib Christi nicht empfangen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 05.02.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 5,21-43

In jener Zeit fuhr Jesus im Boot ans andere Ufer hinüber, und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn.
Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt. Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden.
Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Sofort hörte die Blutung auf, und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt? Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt?
Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger? Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur! Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.
Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé