Archiv für den Monat: Mai 2019

Gefeiert am 12. Mai

Seliger Alvaro del Portillo – Prälat des Opus Dei, Bischof

* 11. März 1914

† 23. März 1994

Alvaro del Portillo war das dritte von acht Kindern seiner mexikanischen Mutter und seines spanischen Vaters. Er wuchs in Madrid auf, studierte Tiefbauingenieurwesen und parallel Geschichtswissenschaft; in beiden Fächern wurde er abschließend promoviert. Bereits 1935 schloss er sich dem erst sieben Jahre zuvor gegründeten Opus Dei an. Vom Gründer des Opus Dei, dem hl. Josemaria Escrivà, erhielt er seine geistliche Prägung. In der beruflichen Arbeit lebte er seine christliche Berufung und führte viele Kommilitonen und Arbeitskollegen zum Glauben. 1944 wurde er zum Priester geweiht und widmete sich fortan ganz seinem pastoralen Dienst. 1946 folgte er dem hl. Josemaria nach Rom; mit ihm arbeitete er dessen ganze Lebenszeit eng zusammen. In Italien widmete er sich der Ausbreitung des Opus Dei, stellte unzähligen Menschen seine priesterlichen Dienste zur Verfügung und förderte verschiedene Bildungsinitiativen. Unter den Päpsten von Pius XII. bis Johannes Paul II. wurde er zum Mitglied oder Consultor verschiedener Behörden des Hl. Stuhls berufen und war auch während des Zweiten Vatikanischen Konzils und danach in verschiedenen Funktionen im Vatikan tätig. Nach dem Tod Escrivàs wurde del Portillo 1975 zu dessen Nachfolger an die Spitze des Opus Dei gewählt. Bei der Errichtung des Opus Dei als Personalprälatur 1982 wurde er zu dessen Prälaten, also Leiter, ernannt. 1991 wurde er vom Papst zum Bischof geweiht.

Von Anfang an widmete sich del Portillo benachteiligten Menschen. Bereits als Student hatte er mit anderen Studenten in den Armenvierteln Madrids Lebensmittel und Hilfsgüter verteilt, Katechismusunterricht gegeben und verwahrlosten Kindern geholfen. Als Prälat des Opus Dei initiierte und förderte er zahlreiche Sozial- und Bildungseinrichtungen in verschiedenen Ländern der Dritten Welt. Einen Großteil seiner Energie widmete er auch der Ausbildung und Bildung von Priestern. 1986 schrieb er: „Als Priester macht man nicht Karriere, sondern gibt sich großzügig und restlos hin – ohne Berechnung und ohne Beschränkung. So kann man ein Sämann des Friedens und der Freude werden und denen die Pforten zum Himmel öffnen, für die dieses Dienstamt bestimmt ist.“

Er starb am 23. März 1994 wenige Stunden nach der Rückkehr von einer Pilgerreise ins Heilige Land. Den Tag vorher hatte er seine letzte hl. Messe in der Kirche beim Abendmahlssaal gefeiert. Der promovierte Kirchenrechtler und Theologe hinterließ zahlreiche theologische, kirchenrechtliche und pastorale Schriften, doch auch dies: die Erinnerung an seine Güte, sein herzliches Lächeln, seine Demut, seinen übernatürlichen Mut und seinen inneren Frieden

Am 27. September 2017 wurde Alvaro del Portllo seliggesprochen.

 

Hl. Domitilla – Märtyrerin

* in Rom
† 95 auf der Insel Pandataria, heute Ventotene vor Neapel in Italien

Flavia Domitilla, Enkelin des römischen Kaisers Titus Flavius Vespasian und Frau des Konsuls Titus Flavius Clemens war Besitzerin eines Grundstücks an der Via Ardeatina in Rom, das sie der Christengemeinde in Rom zur Verfügung stellte. Diese errichtete dort den später nach ihr benannten Friedhof. Domitillas Mann soll um des Glaubens willen als Märtyrer gestorben sein, sie selbst auf die Insel Pandataria – die heutige Insel Ventotene – vor Neapel verbannt und dort zu Tode gemartert worden sein.

Flavia Domitillas Reliquien werden zusammen mit denen von Nereus und Achilleus in den nach Domitilla benannten Katakomben in Rom aufbewahrt. Das weitläufige Höhlenlabyrinth erstreckt sich über eine Länge von insgesamt 15 Kilometer. Es ist die einzige unterirdische Nekrople in Rom, die heute noch Gebeine enthält.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 12.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 10,27-30

In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Zwei neue Bücher vom Papst – aber nicht von Franziskus

Zwei neue Bücher von Benedikt XVI., in denen er als Papst auftritt oder bezeichnet wird.

(Rom) Am 2. Mai kam in Italien ein neues Buch von Papst Benedikt XVI. in den Buchhandel. Ein neues Buch von „Papst“ Benedikt XVI.? An dieser Stelle dürften nicht wenige staunend innehalten, doch es entspricht den Tatsachen.

Das Buch trägt den Titel „Per amore“ (Aus Liebe) und ist im Verlag Cantagalli erschienen. Autor ist Joseph Ratzinger Benedikt XVI. So steht es auf der ersten Umschlagseite und auf dem Buchrücken. Dort steht aber noch mehr. Mitten auf der Umschlagseite findet sich, unübersehbar, die faksimilierte Unterschrift von Benedikt XVI., und zwar als „Benedictus PP XVI“.

Neues Buch von Benedictus PP XVI: „Aus Liebe“

Die Abkürzung PP steht für Pontifex Pontificum im Sinne von Pastor Pastorum, Hirte der Hirten. Jeder Priester ist Hirte, und der Römische Pontifex, der Papst, ist der Pontifex Maximus. Daraus ergibt sich auch, daß es nur einen geben kann und keinen zweiten. Die Hinzufügung PP zum Papstnamen weist den Namensträger als amtierenden Papst aus. Anders ausgedrückt: Es handelt sich in jeder formalen Hinsicht um die Unterschrift eines Papstes.

Das wirft natürlich Fragen auf. Warum läßt Benedikt XVI. sechs Jahre nach seinem Amtsverzicht ein Buch herausbringen, in dem er als Papst auftritt? Die Bezeichnung „emeritus“ fehlt. Benedikt XVI. hatte sie sich mit seinem Amtsverzicht selbst zugelegt. Dafür wurde er teils heftig getadelt, nicht aus dem Umfeld seines Nachfolgers, dort ist man dem deutschen Papst dankbar für seinen „mutigen Schritt“ zum Rücktritt. Der Tadel kommt aus den Reihen der treuen Weggefährten Benedikts XVI., besonders deutlich von seinem geschätzten Freund, Walter Kardinal Brandmüller. Kirchenrechtler wie Giuseppe Sciacca halten die Selbstdarstellung als „Papa emeritus“ sowohl juristisch als auch theologisch für „unhaltbar“. Auch Katholisches.info spricht nie vom „emeritierten Papst“, da diese Bezeichnung weder in den Evangelien noch in der Tradition noch im Kirchenrecht existiert. Sie stellt eine Anomalie und einen Traditionsbruch dar, so wie insgesamt dem in der Kirchengeschichte beispiellosen Rücktritt ein Makel anhaftet. In der Kirchengeschichte gab es zuvor nur zwei Päpste, Cölestin V. und Gregor XII., die freiwillig zurücktraten, doch keiner jener dramatischen Momente läßt sich mit jenem von Benedikt XVI. vergleichen.

Auf die Kritik von Kardinal Brandmüller reagierte Benedikt XVI. enttäuscht und mißverstanden und mit einer neuen erstaunlichen Interpretation seines Amtsverzichts.

Im Vorwort des neuen Buches „Aus Liebe“ steht ausdrücklich, daß die Veröffentlichung von Benedikt XVI. autorisiert wurde. Es enthält bisher unveröffentlichte Texte. „Benedikt XVI. spricht wieder zu den Herzen der Menschen“, schreibt der Verlag.

Neues Buch von Papst Benedikt: Juden und Christen

Bereits am vergangenen 15. April ist in Italien noch ein weiteres Buch von Benedikt XVI. erschienen. Unter dem Titel „Ebrei e cristiani“ (Juden und Christen, Verlag San Paolo) wurde sein bisher unveröffentlichter Briefwechsel mit dem Wiener Oberrabbiner Arie Folger abgedruckt. Herausgegeben wurde das Buch von seinem italienischen Biographen Elio Guerriero einem der besten Kenner von Hans Urs von Balthasar – auch autorisiert von Benedikt XVI. Er ist der langjährige Schriftleiter der italienischen Ausgabe der theologischen Zeitschrift Communio.
Der Briefwechsel war entstanden, nachdem Benedikt XVI. im April 2018 in Communio einen mit großer Aufmerksamkeit bedachten, aber auch nicht unumstrittenen Beitrag zum Dialog mit den Juden veröffentlichte. Oberrabbiner Arie Folger schrieb daraufhin Benedikt einen persönlichen Brief, auf den dieser antwortete. Folger besuchte Benedikt XVI. Mitte Januar im Vatikan, um die aufgeworfenen Themen im persönlichen Gespräch zu vertiefen. Anwesend waren dabei auch zwei deutsche Rabbinen sowie Kardinal Kurt Koch und Kurienerzbischof Georg Gänswein.

Von Gänswein stammt auch eine kurze, im Buch abgedruckte Erklärung zum veröffentlichten Briefwechsel. Dabei fällt auf, daß Gänswein von „Papst Benedikt“ spricht. Der Zusatz „emeritiert“ fehlt. Die in dem am 2. Mai erschienenen Buch enthaltenen Texte stammen alle aus der Zeit vor der Wahl zum Papst, der am 15. April veröffentlichte Briefwechsel eindeutig aus der Zeit nach dem Amtsverzicht. Zum Zeitpunkt des Briefwechsels lebte Benedikt XVI. bereits fünf Jahre in den Vatikanischen Gärten im Kloster Mater Ecclesiae. Auf der anderen Seite des Petersdoms, im Gästehaus Santa Marta, residierte und regierte längst Papst Franziskus.

Beide Buchveröffentlichungen erfolgten unter den genannten Besonderheiten kurz nach den „Anmerkungen“, die Benedikt XVI. zum sexuellen Mißbrauchsskandal in der Kirche veröffentlichen ließ. Die Publikation erfolgte konzertiert in mehreren Sprachen, was bedeutet, daß Benedikt XVI. damit eine internationale Öffentlichkeit erreichen wollte. Er sagte in den „Anmerkungen“, was der regierende Papst zu sagen hätte. Benedikt handelte in der dramatischen und schmerzlichen Krise des sexuellen Mißbrauchsskandals wie ein Papst, während aus Santa Marta vor allem Schweigen zu hören ist, etwa zu den Anschuldigungen des Viganò-Dossiers, aber auch zu Benedikts Auftreten als „Papst“.

Warum unterschreibt Benedikt XVI. plötzlich als Pontifex Pontificum? Warum nennt ihn Kurienerzbischof Gänswein Papst Benedikt, ohne den (wenn auch unhaltbaren) Zusatz „emeritus“?

Handelt es sich nur um Mißverständnisse, um belanglose „Fehler“, die diesem und jenem unterlaufen sind? „Fehler“ von solcher Tragweite?

Fest steht, daß solche „Fehler“ nicht zur Klarheit beitragen, vielmehr das Gegenteil begünstigen. Es ist schwer zu sagen, wie viele Gläubige sich weltweit folgende Fragen stellen, Tatsache ist, daß es solche Gläubige gibt. Eine kirchliche Maxime lautet: Ubi Petrus ibi Ecclesia. Wo aber ist Petrus? Wer ist Petrus? Aus diesen Fragen ergibt sich auch die Frage, wo derzeit die Kirche ist.

Oder handelt es sich um gewollte „Fehler“? Will jemand damit ein Signal aussenden? Eine Warnung? Eine Ermahnung? Noch ganz anderes? Man denke an die jüngsten Rechtfertigungen von Kardinal Walter Kasper. An dieser Stelle verbietet es sich, weitere Gedanken zu Papier zu bringen, da sie reine Spekulation wären. Allein die Tatsache, daß sich bestimmte Gedanken und Fragen aufdrängen, zeigt, daß am 13. März bzw. am 11. Februar 2013 eine kaum bestreitbare Anomalie ihren Anfang nahm.

Quelle: katholisches.info Bild: Screenshots

Gefeiert am 11. Mai

Hl. Majolus von Cluny – Abt in Cluny

* 910 in Valensole im Département Basses-Alpes oder in Avignon in Frankreich
† 11. Mai 994 in Souvigny im Département Allier in Frankreich

Majolus, Sohn von Fulcher und Raimunda, stammte aus einer alten Familie der Provence. Nach dem Tod des Vaters wurde er Chorherr in Mâcon, ab 938 dort Archidiakon. Nachdem er das Angebot, Erzbischof von Besançon zu werden, ausgeschlagen hatte, trat er um 943 ins Benediktinerkloster Cluny ein. Er wurde mit einer Reise nach Rom beauftragt, um von Papst von Agapetus II. eine Bestätigungsurkunde für Cluny zu erhalten. 954 wurde Majolus zum Vertreter und Nachfolger des kranken Abtes Aimard, der dann 965 starb, gewählt. Unter seiner Führung kam es zu einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung der Abtei, wovon über 1000 Urkunden und der Bau der zweiten Kirche Zeugnis ablegen.

Majolus stand in enger Beziehung zu Kaiser Otto I., Kaiserin Adelheid und Kaiser Otto II., der ihm anbot, 974 Nachfolger von Papst Benedikt VI. zu werden, was er wieder ablehnte. 972 wurde er von den Sarazenen zur Erpressung eines Lösegeldes gefangen genommen; dies führte zu deren Vertreibung aus der Provence durch Graf Wilhelm II. Sechsmal reiste er nach Italien, um dort Klöster zu reformieren oder zu gründen, darunter S. Apollinare in Classe in Ravenna, St. Johannes in Parma, S. Pietro Ciel d’Oro, S. Salvatore und S. Maria in Pavia und S. Paolo fuori le mura in Rom. Wichtige Abteien, die ihm unterstellt wurden, waren in Frankreich Marmoutier, St-Maur-des-Fossés, St-Pierre-le-Vif in Sens, St-Germain in Auxerre, Réomé, Payerne (Peterlingen) und auf den Lérins-Inseln. Zu seinen Schülern gehörten sein Nachfolger Odilo und Wilhelm von Dijon.

Odilo verfasste Majolus Biografie und betont seine stark auf Christus bezogene Frömmigkeit, die alles Übermaß vermied, die eigene Person in den Hintergrund stellte, die Einsamkeit suchte und um Weitergabe der gewonnenen Erkenntnisse an seine Mönche bemüht war.

 

Hl. Mamertus – Bischof von Vienne

* um 400 in Vienne in Frankreich
† um 475 daselbst

Mamertus wurde 461 Bischof von Vienne. Um 464 zerstritt er sich mit Papst Hilarius über eine 450 erfolgte Neueinteilung der Diözesen in Südfrankreich. Mamertus setzte selbst einen neuen Bischof in St. Dié ein und wurde dafür vom Papst scharf getadelt.

Nach zahlreichen Feuern und Erdbeben und großen Zerstörungen in seiner Heimatstadt Vienne führte Mamertus 470 die „Drei Bittgänge“ vor dem Fest Christi Himmelfahrt ein, Prozessionen zur Abwendung von Gefahren und zur Erflehung göttlicher Hilfe. Die hierfür erstellten Litaneien und Bittgebete verbreiteten sich in ganz Gallien und Spanien.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

11.05.2019 – Samstag der 3. Osterwoche

Hl. Teresa von Avila (1515-1582) Karmelitin und Kirchenlehrerin

„Wir glauben“

Die Bitte um jenes andere [materielle] Brot […] mag sich daher angelegen sein lassen, wer immer es will! Wir aber wollen den ewigen Vater um die Gnade bitten, zum Empfang unseres himmlischen Brotes würdig zu sein. Wenn unsere leiblichen Augen sich schon nicht an ihm erfreuen können, weil er ihnen verhüllt ist, so möge er sich doch wenigstens den Augen unserer Seele zeigen und sich ihr zu erkennen geben. Dies ist eine ganz andere Nahrung, eine Nahrung voller Freuden und Beglückungen, die unser Leben erhält. […] Ich kenne eine Person […] Der Herr hatte ihr einen so lebendigen Glauben geschenkt, dass sie innerlich lächelte, wenn sie andere sagen hörte, sie hätten gern zu der Zeit gelebt, als Christus, unser höchstes Gut, auf Erden weilte; sie fragte sich, warum ihnen das wohl etwas ausmache, da wir ihn doch im Allerheiligsten Sakrament ebenso wirklich wie damals besitzen! […] Sie stellte sich vor, sie sitze zu Füßen des Herrn und weinte mit Magdalena, ganz als sähe sie ihn mit leiblichen Augen im Haus des Pharisäers. Und selbst wenn sie keine Andacht verspürte, so sagte ihr doch der Glaube, dass er wirklich da war. Ja, wenn wir uns nicht absichtlich dumm stellen und unseren Verstand verblenden, gibt es keinen Zweifel daran, dass ER wirklich da ist; denn dies ist keine Vorstellung der Einbildungskraft, wie wenn wir den Herrn am Kreuz oder bei einer anderen Station seines Leidens betrachten, deren Verlauf wir uns innerlich vorstellen. Es geschieht jetzt und ist die volle Wirklichkeit; wir brauchen ihn nicht anderswo in der Ferne zu suchen. Da wir ja wissen, dass der gute Jesus bei uns ist, solange die Körperwärme die Gestalt des Brotes noch nicht verzehrt hat, wollen wir uns ihm hier nahen. Als er auf Erden lebte, heilte er die Kranken allein schon durch die Berührung seiner Kleider; wie können wir dann zweifeln, dass er da, wo er so tief in uns gegenwärtig ist, Wunder bewirken wird, wenn wir Glauben haben, und uns geben wird, worum wir ihn bitten? Er ist doch in unserem Haus! Und Seine Majestät bezahlt gewöhnlich die Herberge nicht schlecht, wenn man ihn gut bewirtet.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 11.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 6,60-69

In jener Zeit sagten viele der Jünger Jesu, die ihm zuhörten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 10. Mai

Hl. Damian de Veuster – Priester und Mönch

* 3. Januar 1840 in Tremelo in Belgien
† 15. April 1889 an der Kalawao-Bucht auf Molokai, einer der Hawaii-Inseln (USA)

Damian mit dem Geburtsnamen Joseph, siebtes Kind eines Bauern, fasste während einer Mission der Redemptoristen 1858 den Entschluss, in einen Orden einzutreten. Mit 19 Jahren trat er in die Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä in Löwen (Leuven) ein. Diesem Orden war die seelsorgliche Betreuung der Sandwich-Inseln – der heutigen Inselkette Hawaii – anvertraut worden. 1863 erreichte Damian mit weiteren Gefährten nach einer Fahrt von viereinhalb Monaten den Hafen von Honolulu, der Hauptstadt von Hawaii. Zwei Monate später empfing er die Priesterweihe und übernahm in Vertretung eines erkrankten Missionars die Seelsorge im Distrikt Puna, dem Südosten der Insel Hawaii, der größten der Sandwich-Inseln. Danach wirkte er neun Jahre lang im Distrikt Kohala im Nordwesten von Hawaii. Schließlich ließ er sich 1873 auf die Insel Molokai schicken, wo die Leprakranken auf einer Halbinsel isoliert wurden; am 10. Mai kam er auf dieser Insel an – daher dieser Gedenktag. Auf Molokai lebte und wirkte Damian als Seelsorger und Arzt, als Apostel der Aussätzigen. Seine selbstlose Arbeit in der Krankenkolonie wurde weltweit bekannt und anerkannt.

Als 1885 ein berühmter Arzt nach Molokai kam, um den Aussatz und seinen Erreger zu erforschen und auch Damian kennenzulernen, stellte er fest, dass auch der Pater vom Aussatz ergriffen war. Trotz dieser Krankheit setzte Pater Damian seine Arbeit fort, bis er, umgeben von treuen Gefährten, nach einem Todeskampf von zwei Wochen sanft entschlief.

Das Schicksal von Pater Damian fand weltweit Beachtung und setzte Initiativen zum Kampf gegen Lepra in Gang. Vor allem in den USA und in England entstanden Stiftungen und Vereine. 1936 wurde Pater Damians Leichnam nach Belgien überführt und in der Klosterkirche seiner Ordensgemeinschaft in Löwen beigesetzt. Mahatma Gandhi nannte Pater Damian 1945 einen Helden von Format, Mutter Teresa setzte sich für seine Seligsprechung ein.

Wegen seines Einsatzes für Todgeweihte erhielt Pater Damian de Veuster nach seinem Tod viele Ehrungen und gilt seitdem als Schutzpatron für Aussätzige. Ende der 1980-er Jahre übertrugen einige Aids-Selbsthilfeeinrichtungen diese Schutz- und Vorbildfunktion für Aids-Patienten. So gibt es zum Beispiel das Damien Center in Indianapolis, das unter anderem Pflege-Services anbietet. Und in Albany steht ebenfalls ein Damien Center, das als Treffpunkt von HIV-Infizierten dient. Das Wunder, dass Pater Damian de Veuster für die Heiligsprechung zugeschrieben wird, ist die unerklärliche Heilung der schwer an Krebs erkrankten Audrey Toguchi im Jahr 1998; die Frau hatte bereits Metastasen in der Lunge, war vom Arzt aufgegeben worden, betete aber um die Fürbitte von Pater Damian und wurde anschließend gesund.

 

Hl. Gordianus – Märtyrer

† 362 in Rom

Gordianus wurde nach der Legende unter Kaiser Julian Apostata auf Befehl des Statthalters Apronianus in Rom enthauptet, nachdem seine ganze Familie getauft worden war. Sein Leib, den Hunden vorgeworfen, blieb aber bis zur Bestattung unversehrt und wurde mit den Überresten des Epimachus, die von Alexandria nach Rom gebracht worden sein sollen, in der Katakombe an der Via Labicana beigesetzt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 10.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 6,52-59

In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 9. Mai

Hl. Beatus – Einsiedler und Glaubensbote in der Schweiz

* in England
† 112 in der Beatushöhle bei Beatenberg am Thunersee in der Schweiz

Beatus, der als Einsiedler am Thunersee lebte, wurde angeblich von Petrus zum Priester geweiht und beauftragt, die Schweiz zu bekehren. Die Legende lässt ihn dann in einer Höhle bei Beatenberg am Thuner See als Einsiedler leben, wo er einen furchtbaren, die Gegend verwüstenden Drachen bekämpft habe und als Wohltäter des Landes gestorben sei.

Den historischen Hintergrund der Legende bildet wohl der iroschottische Abt Beatus von Honau im Elsass, dessen Mönche im 6./7. Jahrhundert die Innerschweiz missioniert haben sollen. Beatus gilt als der Apostel der Schweiz.

 

Hl. Ottokar III. – Markgraf von Traungau († 1164)

Ottokar III. gründete 1160 ein Spital am Semmering und übergab 1163 sein Gut Vorau in der Steiermark an Erzbischof Eberhard I. von Salzburg, der darauf ein Augustiner-Chorherrenstift gründete.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

09.05.2019 – Donnerstag der 3. Osterwoche

Hl. Franz von Sales (1567-1622) Bischof von Genf und Kirchenlehrer

„Eure Väter haben das Manna gegessen und sind gestorben; wer aber von dem Brot isst, das vom Himmel herabgekommen ist, wird in Ewigkeit leben“ (vgl. Joh 6,49–51)

Das Manna (Weish.16,20 ff.) wurde von allen, die es aßen, als wohlschmeckend empfunden, aber in verschiedener Weise, nach der Verschiedenheit des Geschmackes. Den ganzen Umfang seines Wohlgeschmackes aber vermochte niemand auszuschöpfen, da es mehr Verschiedenheiten im Geschmack hatte, als es deren unter den Israeliten gab. Theotimus, wir werden im Himmel die ganze Gottheit schauen und uns ihrer erfreuen; aber weder ein einzelner Seliger noch alle zusammen werden sie in ihrer Gänze erfassen und ausschöpfen können. […] Den Fischen gehören die unbegrenzten Weiten des Ozeans und doch hat kein Fisch und haben nicht einmal alle Fische zusammen jeden Strand gesehen und ihre Schuppen in allen Wassern der Meere gebadet. Die Vögel tummeln sich nach Herzenslust in den Weiten der Luft und doch hat kein Vogel und haben nicht einmal alle Vögel zusammen das gesamte Luftmeer mit ihrem Flügelschlag durchquert und sind in seine höchsten Schichten gedrungen. Theotimus, so werden sich unsere Seelen nach Herzenslust in Erfüllung all ihrer Sehnsucht in den Tiefen des göttlichen Ozeans, in den Höhen göttlicher Weiten bewegen und es wird ewig unsere Freude sein, zu sehen, wie diese Höhen so unendlich weit und diese Ozeane so unendlich groß sind, dass wir sie nie in ihrer ganzen Unendlichkeit genießen können. Es wird uns freuen, dass bei allem restlosen und vorbehaltlosen seligen Besitz des unendlichen Abgrunds der Gottheit doch niemals die Seligkeit dieser Unendlichkeit gleich sein wird, da diese immer über unsere Fassungskraft unendlich erhaben bleiben wird.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria