Gefeiert am 11. September

Hl. Johann Gabriel Perboyre – Priester, Mönch und Märtyrer

* 6. Januar 1802 in Puech in Frankreich
† 11. September 1840 in China

Johannes Gabriel wurde 1820 Mitglied im Lazaristenorden. 1830 wurde er Novizenmeister in Paris, 1835 als Missionar nach China in die Provinzen Honan und Hupeh gesandt. 1839 wurde er verhaftet.

Für Johannes Gabriel begann ein furchtbarer Leidensweg durch verschiedene Gefängnisse Chinas. Er wurde schwer gefoltert und besonders der Vizekönig von Wu-Tschang-Fu ließ seinen Haß auf Christen an ihm aus.

Nach über einem Jahr wurde er am 10.11.1889 an einem Kreuzesbalken aufgehängt und erdrosselt.

Johannes Paul II sprach ihn am 2. Juni 1996 heilig. Dabei hatte er auch die vielen christlichen Märtyrer Chinas im Blick.

 

Hl. Maternus – Bischof von Trier und Köln

† nach 314

Maternus war der erste historisch gesicherte Bischof von Köln; er nahm an den Synoden von 313 in Rom und 314 in Arles teil.

Nach späteren Legenden war er ein Schüler von Petrus, der ihn mit Eucharius und Valerius nach Gallien ausgesandt habe. Bei der Ankunft im Elsass soll Maternus vor Erschöpfung tot umgefallen sein, worauf Eucharius und Valerius mutlos umkehrten und nach Rom zurückkehrten; Petrus aber gab ihnen seinen Hirtenstab, sie kehrten ins Elsass zurück und erweckten den schon sechs Wochen im Grabe liegenden Maternus mit Hilfe des Stockes von Petrus wieder zum Leben, worauf Maternus nach Köln ging und dort die Gemeinde gegründet habe.

In der Schatzkammer des Kölner Domes wird der Wanderstock des Petrus aufbewahrt, mit dem Eucharius und Valerius Maternus vom Tod erweckt haben sollen. Tatsächlich ist der gedrechselte Elfenbeinknauf Teil eines spätantiken Konsularstabes, also kaiserliches Herrschaftszeichen; Teile der Fassung entstanden schon im 8. Jahrhundert.

Manche Quellen nennen Maternus auch als Bischof von Trier, wo er in den Bischofslisten als 3. Bischof nach Eucharius und Valerius verzeichnet wird, und von Tongern / Tongeren, wobei die Identität fraglich ist. Die Nennung Triers hat basiert auf der Legende, dass es nach Maternus Tod unklar war, wo er bestattet werden sollte. Man legte den Leichnam daher in einen Kahn, der von alleine stromaufwärts trieb und in Trier landete, was dann der Begräbnisort wurde.

Im Kölner Stadtteil Rodenkirchen gibt es eine Maternus-Kapelle. Auch in Bechen bei Köln gibt es eine Maternus-Kapelle, deren Geschichte Dr. K. Rainer Stahlke sorgfältig erforscht hat. Sie wurde erbaut, nachdem der Bechener Pastor Joachim Heußgen 1631 an der Pest gestorben war; nach Ende des dreißigjährigen Krieges wurde der Grundstein für diese St.-Maternus-Kapelle zu Ehren des Patrons bei ansteckenden Krankheiten gelegt. Das Fest des Maternus wurde in Bechen bis in die 1950-er Jahre jeweils an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt mit einer Prozession gefeiert.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

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