„Damit die Kirche fortbestehe“

„..Gott, der alles lenkt, hat in Seiner unendlichen Weisheit Rom darauf vorbereitet, der Sitz Petri und der Mittelpunkt der Ausstrahlung des Evangeliums zu werden. Daher das geflügelte Wort: `Jeder Christ ist ein Römer`.
Die „Romanität“ ist kein leeres Wort. Die lateinische Sprache ist dafür ein wichtiges Beispiel. Sie hat den Ausdruck des katholischen Glaubens und Kultes bis an die Grenzen der Erde getragen. Und die bekehrten Völker waren stolz darauf, ihren Glauben in dieser Sprache zu besingen, dem realen Symbol der Einheit des katholischen Glaubens.
Die Schismen und die Häresien haben oft mit einem Bruch mit der Romanität begonnen, einem Bruch mit der römischen Liturgie, mit dem Latein, mit der Theologie der lateinischen und römischen Väter und Theologen.
Gerade diese Kraft des in der Romanität verwurzelten katholischen Glaubens wollte die Freimaurerei zum Verschwinden bringen, indem sie den Kirchenstaat besetzte und das katholische Rom in die Vatikanstadt einschloss. Diese Besetzung Roms durch die Freimaurerei ermöglichte die Infiltration des Modernismus in die Kirche und die Zerstörung des katholischen Rom durch die modernistischen Geistlichen und Päpste, die sich beeilen, alle Spuren der Romanität zu zerstören: die lateinische Sprache, die römische Liturgie. Der Papst ist am meisten darauf versessen, selbst das wenige zu verändern, was der Lateranvertrag und das Konkordat noch bewahrt haben. Rom ist nicht mehr heilige Stadt. Er fördert die Niederlassung falscher Religionen in Rom, veranstaltet dort skandalöse ökumenistische Versammlungen, drängt überall zur Inkulturation der Liturgie und zerstört so die letzten Spuren der römischen Liturgie. Er hat den Status des Vatikanstaates praktisch umgewandelt. Er hat auf die Krönung verzichtet und damit abgelehnt, Staatsoberhaupt zu sein. Die Verbissenheit dieses Vorgehens gegen die Romanität ist ein untrügliches Zeichen des Bruches mit dem katholischen Glauben, den er nicht mehr verteidigt.

Quelle: „Damit die Kirche fortbestehe“ Erzbischof Marcel Lefebvre Bild: Screens.

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