Kardinal Schönborns Lügen ?

 

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Kardinal Schönborns Lügen

Frau Nationalratspräsidentin Bures plante den Staatsakt „Geste der Verantwortung“ für ehemalige Heimkinder ursprünglich ohne Beisein der Kirche. Ein halbes Jahr ging es aber hinter den Kulissen hoch her, weil sich Kardinal Schönborn unbedingt als Staatsaktredner mit hineindrängen wollte.

Dort sagte er: „Ich bitte um Vergebung. „Wir haben vertuscht, wenn Missbrauch bekannt geworden ist, Leute versetzt und nicht abgesetzt. Ich bitte um Vergebung“. Er betonte, dass die Kirche wissentlich Täter versetzt hat.

Seine Rede hätte so lauten müssen: „Ich selbst habe bereits verurteilte Kinderschänderpriester in Nacht- und Nebelaktionen versetzt, oder bei vielen Tätern die Überlieferung an die Gerichtsbarkeit verhindert oder blockiert. Ich habe frühe Aufdecker dieser Sachen durch meine Sprecher schwerst diffamieren lassen, ihnen geschadet und sie verleumdet. Dank Frau Nationalrätin Bures kann ich mich heute bei diesem Staatsakt getrost der Öffentlichkeit präsentieren ein schwammiges Schuldeingeständnis machen und um Vergebung bitten, denn es ist ja bereits alles verjährt, was man mir sonst hätte vorwerfen können, mir kann also gerichtlich nichts mehr passieren. Aber ich bin anständig und danke deswegen ab, weil mein Verhalten nicht ordentlich und auch straffällig gewesen ist.“

Vor Jahren reichte ich bei der Wiener Staatsanwaltschaft eine 244seitige Anzeige (ein Jahr Arbeit) gegen Kardinal Schönborn auf Verdacht der üblen Nachrede, Begünstigung, Verleumdung, unterlassener Hilfeleistung, vorsätzlicher Gemeingefährdung, verbotener Intervention, kriminelle Vereinigung, Vertuschung, Mittäterschaft durch Mitwisserschaft, Begünstigung von Straftaten gem. §§ StGB 111, 114, 299, 297, 95, 176, 278, 311, 312, 308 ein. Die Anzeige wurde von der Staatsanwaltschaft mit der Begründung sofort zurückgelegt, dass mich selbst das ja gar nicht betreffe, was ich da Schönborn so alles vorwerfe:

Im Jänner 2004 (lange vor einer Klasnik-Komission) unterschrieb ich im erzbischöflichen Palais einen Schweigegeldvertrag mit folgendem Wortlaut:

„Herr Tfirst erhält ohne Anerkennung einer diesbezüglichen Rechtspflicht durch die Erzdiözese Wien einen Betrag von € 3.700,- ausbezahlt. Dieser Betrag wird zur Abgeltung aller Ansprüche aus allen möglichen Rechtstiteln im Zusammenhang mit den von Herrn Tfirst beschriebenen Tatbeständen des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Belästigung durch Priester oder haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter der römisch- katholischen Kirche geleistet und angenommen. Herr Tfirst erklärt, in Hinkunft keinerlei Forderungen aus dem Sachverhalt gegen Einrichtungen der römisch-katholischen Kirche, deren Mitarbeiter oder Repräsentanten zu erheben und verpflichtet sich, diese von ihm geschilderten Vorkommnisse auch nicht Dritten gegenüber oder in einer für Dritten wahrnehmbarer Weise zu erwähnen, insbesondere zu veröffentlichen.“
Nachdem ich diesen Schweigegeld-Vertrag unterschrieben habe, konnte ich gleich danach zu meinem Erstaunen eruieren, dass Kardinal Schönborn schon etliche andere Missbrauchsopfer davor solche Schweigegeld-Verträge unterschreiben ließ.

Schönborn gab damals auch folgende Anweisung, dass damals alle mit Missbrauchs-Sachen Beauftragten der Kirche angehalten wurden, möglichst schnell die Opfer zu Zustimmungen zu Mini-Abgeltungen zu überreden.“

Dazu möchte ich erwähnen, dass ich im Jahr 2004 einen Aufruf in der ORF Sendung “Vera“ machte (2003 machte ich ihn schon in Deutschland in der Sendung „taff“), dass sich endlich einmal weitere Missbrauchsopfer des katholischen Klerus mit ihren Erlebnissen an die Öffentlichkeit wagen sollten.

Meine Aufrufe waren so erfolgreich, dass immer mehr Opfer mit ihren Erlebnissen an die Öffentlichkeit gingen, und 6 – 7 Jahre später schossen die Missbrauchskommissionen in Österreich und Deutschland wie Pilze aus dem Boden. Außerdem entstanden und entstehen bis dato unzählige Dokumentationen von Opfern über deren Leid, aber Konsequenzen bei Vertuschern gibt es nach wie vor bis dato keine.

MfG

Michael Tfirst

Quelle: gegensexuellegewalt.at Bild: Screens.

Ein Gedanke zu „Kardinal Schönborns Lügen ?

  1. Katharina N.

    Herr Michael Tfirst hat wohl einsichtig gemacht, dass Kardinal Christoph Schönborn lügt und es mit der Wahrheit keinesfalls genau nimmt.

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