14.06.2018 – Donnerstag der 10. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Johannes Chrysostomus (345-407), Priester in Antiochia                                                            und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

„Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder“

Denn die Kirche ist da, nicht dass die Versammelten getrennt, sondern dass die Getrennten vereinigt sein sollen. Das bedeutet der Ausdruck: „Versammlung“. […] Wenn du also zum Liebesmahle hinzutrittst, so tue nichts, was dieses Mahles unwürdig wäre; beschäme den Bruder nicht, verachte den Hungernden nicht, berausche dich nicht, beschimpfe die Kirche nicht! Denn du trittst hinzu, Dank sagend für die Gaben, die du empfangen: darum sollst auch du Gleiches vergelten und dich von deinem Bruder nicht trennen.

Denn Christus hat es ohne Unterschied für Alle gegeben, da er sprach: „Nehmet hin, esset!“ Er gab seinen Leib gemeinschaftlich hin, und du gibst nicht einmal ein gewöhnliches Brot gemeinschaftlich dar. […] Du feierst das Andenken Christi und verschmähest die Armen? […] Du hast das Blut des Herrn getrunken und erkennst deinen Bruder dennoch nicht an. […] Und wenn du ihn auch früher nicht kanntest, so musste er doch beim Mahl bekannt werden […] Wir alle müssen in der Kirche wie in einem gemeinsamen Haus sein: wir bilden doch einen einzigen Leib. Wir haben doch nur eine Taufe, einen Altar, eine Quelle und einen Vater (vgl. Eph 4,5; 1 Kor 10,17).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

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