Gefeiert am 18. Juli

Hl. Friedrich von Utrecht – Bischof von Utrecht, Märtyrer

* 780 in Friesland
† 18. Juli 838 in Utrecht

Friedrich stammte aus friesischem Adel, lebte schon in jungen Jahren als Büßer und wurde Priester. Er wirkte als Missionar in Friesland, wurde 828 Bischof von Utrecht und bekämpfte heidnische Sitten und Irrlehren. Seine erklärte Ablehnung der Heirat von Kaiser Ludwig, dem Frommen, mit Judith und seine Parteinahme für die Kaisersöhne zog den Hass der Kaiserin auf ihn; auf ihre Veranlassung hin wurde Friedrich während einer Messe ermordet.

 

Hl. Arnulf von Metz – Bischof von Metz

* 13. August 582 in Lay-St-Christophe bei Nancy in Frankreich
† 641 in Remiremont in Frankreich

Arnulf, einem fränkischen Adelsgeschlecht entstammend, der Überlieferung nach Sohn der Oda von Amy, erreichte am Hof Theudeberts II. von Austrasien als Hausmeier einen hohen Verwaltungsposten und stand sechs Amtssprengeln zugleich vor. Nach dem Mord an Theudebert II. verhalf er 613 als Anführer der Opposition des Adels zusammen mit Pippin dem Älteren dem König von Neustrien, Chlothar II., zur Herrschaft auch in Austrasien und Burgund.

Nachdem seine Frau 612 ins Kloster eintrat, ließ er sich zum Priester weihen und wollte zunächst zusammen mit seinem Freund Romarich ins Kloster Lérins eintreten. Doch er wurde um 614 zusätzlich zu seinem politischen Amt als Bischof von Metz gewählt. Seine Legende erzählt, wie er vor der Besteigung des bischöflichen Thrones über die Moselbrücke ging, seinen Ring in den Fluss warf und darum bat, den Ring als Zeichen der Vergebung seiner Sünden zurück zu erhalten. Ein Fischer brachte ihm einen Fisch, in dem sich der Ring befand. Arnulf trug Tag und Nacht ein rauhes Kleid zur Buße und fastete häufig.

623, nach der Einsetzung Dagoberts I. zum Unterkönig in Neustrien, wurde Arnulf zu dessen Vormund bestellt, war also zusammen mit Pippin dem Älteren der Regent des Frankenreiches. Er begleitete Dagobert nach Thüringen, war 624 an der Niederwerfung des Aufstandes des Agilolfingers Chrodoald beteiligt, und 625/626 vermittelte er den Ausgleich zwischen Dagobert und dessen Vater Chlothar II. Nachdem 629 Dagobert Frankenkönig wurde, legte Arnulf sein Bischofsamt nieder und zog sich als Einsiedler in den Wald bei Remiremont zurück, wo er Kranke und Aussätzige pflegte.

Arnulfs Leichnam wurde später von Goërich, seinem Nachfolger auf dem Bischofsstuhl in Metz, in die Apostelkirche, die heute nach ihm benannte Kirche St. Arnulf in Metz, überführt. Sein Sohn Ansegisel heiratete Pippins Tochter Begga, Arnulf wurde so Ahnherr der Karolingerdynastie und damit auch von Karl dem Großen. Sein anderer Sohn Chlodulf wurde sein dritter Nachfolger auf dem Metzer Bischofsstuhl.

Der Gedenktag ist der Tag der Übertragung der Gebeine.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

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