NONNEN WURDEN AUS IHREM ORDEN GEWORFEN

Bild: © KNA / H. Oppitz

Nach 700 Jahren soll ein Kloster an der Amalfiküste geschlossen werden. Die Nonnen wehren sich – und werden vom Vatikan aus ihrem Orden geworfen. Bei den Menschen vor Ort sorgt der Vorfall für Bestürzung.

Der Vatikan hat zwei Nonnen, die ihr Kloster Santa Chiara im süditalienischen Ravello vor dessen Schließung nicht verlassen wollen, aus dem Orden entfernt. Die beiden Frauen, eine Italienerin und eine Inderin, seien durch die Entlassung von ihren Verpflichtungen aus dem Ordensstand befreit, heißt es in einem Schreiben des Vatikan, über das mehrere Medien am berichten. Die Nonnen der Urbanistischen Klarissen haben das Kloster an der Amalfiküste am Samstag verlassen.

Massimiliana Panza und Angela Maria Punnackal hatten sich bereits im vergangenen Juni geweigert, das Kloster zu verlassen und auf andere Standorte aufgeteilt zu werden. Sie lebten dort mit einer 97-jährigen Mitschwester, die von ihnen betreut wurde. Die drei Nonnen hatten sich dafür eingesetzt, das Kloster dem Heiligen Stuhl zu übertragen. Dieser hatte nach einer Inspektion des Klosters angegeben, dass der nur noch von den drei Schwestern bewohnte Ort nicht überlebensfähig sei. Nun wurden sie nach der Weigerung, das Gelände zu verlassen, bestraft, weil „sie der Kirche und dem Orden der Urbanistischen Klarissenschwestern von Italien nicht gehorsam waren“. Die 97-Jährige bleibt wegen ihres hohen Alters und ihrer gesundheitlichen Verfassung im Kloster und wird von zwei anderen zugezogenen Schwestern betreut.

Das Kloster in Ravello hat eine lange Tradition, es besteht seit 1297. Nun wird es wohl verkauft. Panza ist in ihr Elternhaus bei Neapel zurückgekehrt und hat Punnackal bei sich aufgenommen. Vertreter der Kommune Ravello bedauerten den Wegzug der Nonnen. „Es ist ein Teil der Geschichte Ravellos“, sagte der Gemeindevertreter Gino Schiavo dem Magazin „The Guardian“. „Wir sind enttäuscht und erschüttert von der Entscheidung des Vatikan, besonders weil nach dem Rauswurf der beiden Nonnen gleich zwei andere eingesetzt wurden.“

Quelle: katholisch.de

DAS BITTERE LEIDEN UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS

Anna Katharina Emmerick

Anna Katharina Emmerick (auch Emmerich) war Nonne und Mystikerin. An ihrem Körper erschienen die Wundmale Jesu Christi. In den folgenden zwölf Jahren hatte sie mystische Visionen, in denen sie an jedem Freitag die Passion Christi durchlitt. Am 3. Oktober 2004 wurde sie von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 9. Februar.

Benedikts posthumes Buch Che cos’e il Cristianesimo

Papst Benedikt XVI. im Petersdom aufgebahrt© corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner

Posthumes Buch: Bischöfe lehnen Katholizismus ab, Ausbildung in Priesterseminaren ist zusammengebrochen

Benedikts posthumes Buch Che cos’e il Cristianesimo (Was ist das Christentum?), das am 18. Januar veröffentlicht wurde, versammelt sechzehn Texte, die nach seinem Rücktritt geschrieben wurden. Die meisten entstanden um 2018, der letzte 2022. Brisante Zitate:

Che cos’e il Cristianesimo

“Man kann feststellen, dass die derzeitige Form der Vorbereitung auf den priesterlichen Dienst in den Seminaren weitgehend zusammengebrochen ist.“

– „In verschiedenen Seminaren wurden homosexuelle ‚Clubs‘ gebildet, die mehr oder weniger offen agieren.“

– Mehrere US-Bischöfe „schlossen sich zusammen, um die tatsächliche Situation zu verschleiern“, was die homosexuellen Missbräuche in der Kirche angeht.

– Einzelne Bischöfe „lehnten die katholische Tradition als Ganzes ab und versuchten, in ihren Diözesen eine Art neuen, modernen Katholizismus zu entwickeln.“

– „Das [protestantische] Abendmahl und die Messe sind zwei grundlegend verschiedene, sich gegenseitig ausschließende Formen des Gottesdienstes. Jene, die heute die Interkommunion predigen, sollen sich daran erinnern.“

– „Das moderne Denken […] kommt mit Luthers Ansatz besser zurecht als mit dem katholischen Zugang. Denn eine Erklärung der Heiligen Schrift, die das Alte Testament als Weg zu Jesus Christus sieht, ist für das moderne Denken fast unzugänglich.“

– Die „Machthaber der Toleranz gewähren dem Christentum nicht die Toleranz, die sie propagieren“ und mit ihrer „radikalen Manipulation des Menschen“ und der „Verzerrung der Geschlechter durch die Gender-Ideologie“ sind sie gegen das Christentum.

– „Die Intoleranz dieser scheinbaren Modernität gegenüber dem christlichen Glauben ist [angeblich] noch nicht in offene Verfolgung umgeschlagen, und doch manifestiert sie sich in einer zunehmend autoritären Weise mit dem Ziel, durch eine entsprechende Gesetzgebung die Auslöschung dessen zu erreichen, was im Wesentlichen christlich ist.“

Angebliche Kardinälin vor Gericht

Sie sei mit Benedikt XVI. verwandt, er habe sie 2010 auch zur Kardinälin ernannt, dies aber nie öffentlich gemacht, behauptet eine Ex-Pastorin. Aktuell steht sie wegen gefährlicher Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Verleumdung vor Gericht.

Nach Hodentritt und Spuckattacke: Angebliche Kardinälin vor Gericht

Beleidigung und gefährliche Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Verleumdung: Wegen dieser Vorwürfe muss sich aktuell eine 59-jährige evangelische Ex-Pfarrerin vor dem Landgericht Regensburg verantworten, berichtet der „Münchner Merkur“ am Mittwoch. Sie soll die Leiterin eines DHL-Shops geohrfeigt, eine Busfahrerin angespuckt und ihrem Nachbarn mit der Gehhilfe in die Hoden geschlagen haben. Außerdem soll sie dessen Hund vergiftet haben. Die Angeklagte äußere sich entgegen dem Rat ihres Verteidigers ausführlich und bestreite sämtliche Vorwürfe.

Ein Polizist berichtete beispielsweise von einem Telefongespräch mit der Ex-Pfarrerin. Sie habe dabei wild drauf los geredet und sich nicht bremsen lassen. Unter anderem habe sie vom Friedensnobelpreis geredet, von einer Verschwörung, deretwegen sie diesen nicht bekommen habe – und von ihr selbst als einer künftigen Päpstin, schreibt der Merkur.

Die Frau behauptet zudem, mit Papst Benedikt XVI. verwandt zu sein. Benedikt habe sie darüber hinaus drei Jahre vor seinem Rücktritt zur Kardinälin in pectore ernannt. Päpste können Kardinäle „in pectore„, also „im Herzen“ ernennen. Dann geben sie im Konsistorium nur bekannt, dass es außer den öffentlich kreierten noch einen oder mehrere weitere Kardinäle gibt. Idealerweise wissen das nur der Papst und der im Geheimen Ernannte. Meist geht es bei diesem Vorgehen darum, den Ernannten vor Verfolgung und Repressalien zu schützen. Jedoch legt das Kirchenrecht fest: Nur, wenn die Ernennung nachvollziehbar dokumentiert wurde, gilt sie auch über den Tod des jeweiligen Papstes hinaus. Ansonsten erlischt sie mit dem Tod des Papstes.

Gericht prüft psychiatrische Unterbringung

Das Landgericht Regensburg prüfe nicht nur, ob die Vorwürfe gegen die Frau zutreffen, sondern auch, ob sie überhaupt schuldfähig sei. Eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei ebenso denkbar.

Sowohl nach staatlichem wie nach kirchlichem Recht steht es unter Strafe, sich fälschlich als katholischer Priester oder Kardinal auszugeben. Das unbefugte Führen von Amts- und Dienstbezeichnungen, öffentlichen Würden und das unbefugte Tragen von Amtsbekleidungen ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe belegt. Die Titel und Abzeichen von Kirchen sind dabei staatlichen gleichgestellt. Das kanonische Recht sieht für die Anmaßung eines Kirchenamts (c. 1375 CIC) eine „gerechte Strafe“ vor. Vom Kirchenrecht erfasst sind aber nur Katholiken, Christen anderer Konfessionen können daher nicht aufgrund dieses kirchlichen Straftatbestands belangt werden.

Quelle: katholisch.de