
Worte von Pfarrer Jakob i.R. – Nr. 144



Sogar Fernstehende oder Andersgläubige sehen mit Verwunderung, dass die Katholiken es zulassen, wie im heiligsten Raum das Allerheiligste durch sogenannte Kunst provoziert wird. Dekan Dr. Ignaz Steinwender von Zell am Ziller, Tirol, Erzdiözese Salzburg, sagte das während einer Predigt, die auch auf Radio Maria übertragen wurde.
Sein Aufhänger war die Innsbrucker Spitalskirche, wo vor dem Hochaltar das Bild eines halb in ein Kondom eingepacktes Schweineherz hängt.
Dr. Steinwender fragt, was es bedeutet, „wenn jener, der dafür verantwortlich ist“ [Bischof Hermann Glettler von Innsbruck], einen [angeblichen] Künstler einlädt, Gott in dieser Kirche herauszufordern und die Gläubigen zu beleidigen.
Der Geistliche fragt weiter, ob es Gegenstimmen gäbe, denn Christen seien hier unmittelbar Betroffene: „Jeder gefirmte Christ könnte sagen: Ich bin vom Katechismus her verpflichtet, den Glauben und damit auch das Heilige zu verteidigen.“
Quelle: gloria.tv



Rückblick von Giuseppe Nardi auf einen Tag im päpstlichen Kampf gegen den überlieferten Ritus
50 Tage nach dem Tod von Benedikt XVI. legte der Heilige Stuhl bei der Zertrümmerung des Motu proprio Summorum Pontificum noch nach. Das Tagesbulletin des vatikanischen Presseamtes vom 20. Februar 2022 berichtete über eine Audienz, die Papst Franziskus dem Präfekten des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Kardinal Arthur Roche, gewährt hatte. Inzwischen ist bekannt, worum es bei der Audienz ging.
Im heutigen Tagesbulletin des Presseamtes wurde der Text eines Reskripts über die Umsetzung des Motu proprio Traditionis Custodes veröffentlicht, das in einer Audienz des eben erwähnten Präfekten des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung genehmigt wurde (zugleich wurde das Reskript in der aktuellen Ausgabe des Osservatore Romano abgedruckt). Es bestätigt die seit Januar kursierenden Gerüchte über restriktivere Maßnahmen gegenüber der überlieferten Liturgie teilweise. Die Gerüchte waren unmittelbar nach dem Ableben von Benedikt XVI. aufgetreten und wiesen darauf hin, daß entsprechende Vorarbeiten bereits gemacht wurden und in der Schublade bereitlagen.
In diesem Reskript wird der Teil, der die ehemaligen sogenannten Ecclesia-Dei-Gemeinschaften betrifft, nicht erwähnt, sodaß man davon ausgeht, daß für sie noch ein anderes Dokument kommen könnte, eine mögliche apostolische Konstitution, von der in den vorerwähnten Gerüchten die Rede war.
Der Heilige Stuhl hat sich nicht herabgelassen, offizielle Übersetzungen zur Verfügung zu stellen, sodaß wir eine eigene Übersetzung liefern:
RESCRIPTUM EX AUDIENTIA SS.MI, 21.02.2023
Der Heilige Vater hat bei der Audienz, die er dem unterzeichneten Kardinalpräfekten des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung am 20. Februar gewährt hat, folgendes zur Umsetzung seines Motu proprio Traditionis custodes vom 16. Juli 2021 bestätigt.
Diese Dispensen sind in besonderer Weise dem Apostolischen Stuhl vorbehalten (vgl. C.I.C. can. 87 §1):
Wie in Art. 7 des Motu proprio Traditionis custodes festgelegt, übt das Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung in den oben genannten Fällen die Autorität des Heiligen Stuhls aus und überwacht die Einhaltung der Bestimmungen.
Sollte ein Diözesanbischof in den beiden oben genannten Fällen Dispensen erteilt haben, ist er verpflichtet, das Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zu informieren, das die einzelnen Fälle prüft.
Darüber hinaus bestätigt der Heilige Vater – nachdem er bereits in der Audienz vom 18. November 2021 seine Zustimmung zum Ausdruck gebracht hat –, was in den Responsa ad dubia mit den beigefügten Erläuterungen vom 4. Dezember 2021 festgelegt wurde.
Der Heilige Vater hat außerdem angeordnet, daß dieses Reskript im Osservatore Romano und später im offiziellen Kommentar zu den Acta Apostolicae Sedis veröffentlicht wird.
Aus dem Vatikan, 20. Februar 2023
Arthur Card. Roche
Präfekt
Nachträglich wurde im Abstand von mehr als 14 Monaten von Papst Franziskus ausdrücklich bekräftigt, was das genannte Dikasterium Ende 2021 in seinen Responsa ad dubia (Antworten auf Zweifel) präzisiert hatte. Das Reskript fügt substantiell wenig Neues hinzu, erhöht aber den Druck auf die Diözesanbischöfe, denen bei Bedarf und nicht genauer Umsetzung der Vorwurf des Ungehorsams gemacht werden kann. Aus der Perspektive eines Jesuiten, der Papst Franziskus ist, ist das ein gewichtiger Punkt, der von Oberen durch Sanktionen bestraft werden kann, gnadenlos.
Zur Erinnerung:
Das Rescriptum legt am Rande auch eine beachtliche Heuchelei progressiver Kirchenkreise offen, die unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ziemlich unbegründet gegen einen angeblichen „römischen Zentralismus“ wetterten. Erst unter Papst Franziskus erlebte dieser Zentralismus eine Radikalisierung und konzentriert heute in Rom alleinige Zuständigkeiten in bisher ungeahntem Ausmaß. Man denke an die kanonische Errichtung von neuen Gemeinschaften und Orden und besonders natürlich im Zusammenhang mit dem überlieferten Ritus. Es ist nicht zu erwarten, daß diese Kreise, die durch Jahrzehnte gegen den polnischen und den deutschen Papst polemisierten, die Autorität dieser beiden Nachfolger des Petrus unterminierten und sie teils auch persönlich diskreditierten, ein Wort der Kritik gegen den neuen zentralistischen Exzeß äußern werden.
Das heutige Reskript liefert einen weiteren Beweis dafür, daß Papst Franziskus von einem tiefen ideologischen Impetus angetrieben ist, wenn es um den überlieferten Ritus geht. In den zahlreichen Wortmeldungen und Gesten seines bald zehnjährigen Pontifikats im Zusammenhang mit der Liturgie, dem überlieferten Ritus und der Tradition findet sich kein Hinweis irgendeiner Wertschätzung.
Eine vermeintliche „Großzügigkeit“, wie er sie Anfang 2022 gegenüber den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften (konkret der Petrusbruderschaft) zeigte, sollte mehr als taktische Maßnahme gelesen werden, weil sich Franziskus, wie schon aus seiner Zeit in Buenos Aires bekannt ist, möglichst nicht zu viele Feinde schaffen will, weil er darin eine Einschränkung seines Handlungsspielraums sieht.
Ein Jäger kann auf einen Schlag nicht eine ganze Herde erlegen. Er kann sie aber jeden Tag dezimieren.
Bild: Tempio di Maria (Screenshot)

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Unter dem Motto „We will Thriller you“ lädt die Stadtpfarre Gleisdorf am kommenden Wochenende zu ihren beiden Faschingsgottesdiensten. Die Gläubigen erwarten 80er-Jahre-Hits, gespielt auf der Orgel. Mitsingen wird jedoch schwierig.
„Wir haben voriges Jahr großen Erfolg gehabt mit dem Abba-Gottesdienst„, erzählt Pfarrer Giovanni Prietl. Dreimal so viele Gläubige wie sonst besuchten den Faschingsgottesdienst. „Es waren zwischen 400 und 500 Leute da.“ Auch heuer rechnen er und Stadtpfarrorganistin Maria Suntinger wieder mit vielen Gästen für die etwas andere Messe.

