Die wahre Erneuerung

Seine Exzellenz, Erzbischof Marcel Lefebvre

Wir werden zur Überlieferung zurückkehren müssen: Zuerst in der Autorität des Bischofs von Rom; es sollen seine Machtbefugnisse wieder klar erkennbar sein, so wie sie durch die Tiara dargestellt werden; es sollte von neuem ein Gerichtshof zum Schutz des Glaubens und der Sitten ständig tagen, die Bischöfe müssen ihre Amtsgewalt und ihre persönliche Handlungsfreiheit zurückerhalten, und ihre gemeinsamen Schwierigkeiten sollten in wirklichen Diözesankonzilien gelöst werden unter dem Vorsitz des obersten Hirten.

Eines Tages wird es sehr wohl notwendig sein, die wahre apostolische Tätigkeit, die zu vollbringen ist in einer Diözese, von allen Behinderungen zu befreien, durch die sie jetzt gelähmt wird und die in guter Absicht das Wesentliche der Botschaft zum Verschwinden bringen: die Ehre Gottes und unseres Herrn, die Heiligung der Seelen durch unseren Herrn Jesus Christus, wahrhaft christliche Unterweisung und Erziehung durch den Priester und die Ordensleute, die Wiederherstellung der Ordnung in der christlichen Gesellschaft, in der Bischof und Priester den geschuldeten Platz einnehmen, der in jeder Gesellschaft dem Priesterstand öffentlich zukommt. 

Wir müssen den Seminaren ihre wirkliche Aufgabe zurückgeben,  nämlich die Heranbildung von heiligmäßigen Priestern, die von Glauben, Eifer und Wissenschaft erfüllt sind für den Ruhm unseres Herrn und das Heil der Seelen; wir müssen wieder Ordensgemeinschaften aufbauen als Pflanzstätten für heiligmäßige und selbstlose Seelen, die der Welt die Gegenwart des Heiligen Geistes offenbaren, in der Kirche sowie in den Seelen durch das Ausüben einer heldenhaften Nächstenliebe in allen Bereichen und in allen Gegenden.

Wir müssen katholische Schulen und katholische Universitäten wiederherstellen, ohne uns an die staatlichen Lehrpläne zu binden, die die kirchlichen Schulen vom katholischen Glauben abbringen. Wir müssen den katholischen Familien den Sinn für den wahren Glauben und für die Christenheit wieder erschließen und sie vor den Verführungskünsten der Welt warnen. Wir müssen Vereine oder Drittordensgemeinschaften von Familien einrichten, die entschlossen sind, in ihrem gesamten Verhalten sich christlich zu gebärden gegenüber der modernen, verkommenen Gesellschaft. 

Wir müssen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände unterstützen, die bereit sind, brüderlich zusammenzuarbeiten in der Achtung vor den Pflichten und Rechten aller und die dem Streik als Geißel der Gesellschaft eine Absage erteilen, der ja nichts anderes ist als ein kalter Bürgerkrieg, wir können zutändige Stellen einrichten, die für Aussprache und Verständnis sorgen auf beiden Seiten, ebenso auch paritätische Schiedsgerichte, die in letzter Instanz die Streitigkeiten aus der Welt schaffen.

Schließlich müssen wir eine Staatsgesetzgebung vorantreiben, die den Gesetzen der Kirche entspricht und mithelfen, katholische Volksvertreter zu wählen, die entschlossen sind, die Gesellschaft auf die öffentliche Anerkennung des Königtums unseres Herrn über die Gesellschaft hinzulenken. So muß die wahre Erneuerung aussehen, die von den wirklich Gläubigen herbeigesehnt wird, denn diejenige, die wir vom Konzil erwartet haben, wurde dadurch ausgehöhlt, daß der moderne Geist und sein christusfeindlicher Hochmut ins Konzil selbst und vor allem in die nachfolgende Zeit eingeschleust wurde!

Quelle: FSSPX, Distrikt Deutschland Bild: FSSPX (Screenshot)

Liturgischer Missbrauch in der modernistischen Amtskirche

Am 26. August feierte der emeritierte Bischof Raúl López von Saltillo, Mexiko, eine Eucharistie im Heiligtum von Guadalupe mit einer Konzelebrantin. Emilie Smith ist eine Predigerin der Anglikanischen Kirche von Kanada. Bekleidet mit einer Stola, hob sie während der Konsekration den Arm und flüsterte Worte. Sie rezitierte auch einen Teil des eucharistischen Gebetes und hob den Kelch mit dem konsekrierten Blut Christi. Der Bischof selbst teilte das Video des Sakrilegs auf Facebook. Im Jahr 2019 wurde Emilie Smith von Papst Franziskus zu einer Umweltkonferenz in den Vatikan eingeladen.

Papst Leo: Mariä Himmelfahrt fordert Entscheidung, „wie und für wen wir leben wollen“

Das Hochfest Mariä Himmelfahrt, das die Kirche am 15. August feiert, sei „ein Tag, der uns herausfordert, zu entscheiden, wie und für wen wir leben wollen“, betonte Papst Leo XIV. am Freitagvormittag.

„Wir können heute ahnen, dass wir Maria sind, wenn wir nicht davonlaufen, dass wir sie sind, wenn wir mit unserem ‚Ja‘ auf ihr ‚Ja‘ antworten“, sagte der Pontifex bei einer Messfeier in Castel Gandolfo am Freitagvormittag. „In den Märtyrern unserer Zeit, in den Zeugen des Glaubens und der Gerechtigkeit, der Sanftmut und des Friedens lebt dieses ‚Ja‘ weiter und tritt dem Tod weiterhin entgegen.“

„Das Magnificat, das die junge Maria im Evangelium spricht, lässt nun das Licht ihres ganzen Lebens erstrahlen“, erläuterte Leo in seiner Predigt. „Ein einzelner Tag, der Tag der Begegnung mit ihrer Cousine Elisabet, enthält das Geheimnis eines jeden anderen Tages, einer jeden anderen Zeit. Und Worte reichen nicht aus: Es bedarf eines Gesangs, das in der Kirche ‚von Geschlecht zu Geschlecht‘ beim Sonnenuntergang jedes Tages gesungen wird.“

„Die überraschende Fruchtbarkeit der unfruchtbaren Elisabet bestätigte Maria in ihrem Vertrauen“, fuhr der Papst fort. „Sie kündigte die Fruchtbarkeit des ‚Ja‘ Mariens an, das sich seinerseits in der Fruchtbarkeit der Kirche und der gesamten Menschheit fortsetzt, wenn Gottes erneuerndes Wort angenommen wird. An jenem Tag begegneten sich zwei Frauen im Glauben, dann blieben sie drei Monate lang zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen, nicht nur bei den praktischen Dingen, sondern auch dabei, die Geschichte auf eine neue Art zu lesen.“

Papst Leo warnte, dass der Glaube manchmal dort schwinde, „wo menschliche Sicherheiten, ein gewisser materieller Wohlstand und jene Laxheit, die das Gewissen einschläfert, vorherrschen. Dann tritt der Tod in Form von Resignation und Klagen, Wehmut und Unsicherheit ein. Statt die alte Welt enden zu sehen, sucht man noch deren Rettung: die Rettung durch die Reichen, durch die Mächtigen, die gewöhnlich mit der Verachtung der Armen und Bescheidenen einhergeht.“

„Die Kirche jedoch lebt in ihren zerbrechlichen Gliedern, sie verjüngt sich dank deren Magnificat“, sagte er. „Auch heute sind es die armen und verfolgten christlichen Gemeinschaften, die Zeugen der Güte und Vergebung in Konfliktgebieten, die Friedensstifter und Brückenbauer in einer zerbrochenen Welt, die die Freude der Kirche sind, ihre immerwährende Fruchtbarkeit, die Erstlingsfrüchte des kommenden Reiches. Viele von ihnen sind Frauen wie die betagte Elisabet und die junge Maria: österliche Frauen, Verkünderinnen der Auferstehung. Lassen wir uns von ihrem Zeugnis bekehren!“

„Lasst uns keine Angst haben, das Leben zu wählen!“, ermutigte Leo die Gläubigen. „Das kann oft gefährlich und unklug erscheinen. Wie viele Stimmen flüstern uns ständig zu: ‚Warum tust du das? Lass es sein! Denk an deine Interessen.‘ Das sind Stimmen des Todes. Wir sind hingegen Jünger Christi. Seine Liebe ist es, die uns, mit Leib und Seele, in unserer Zeit anspornt. Sowohl einzeln als auch gemeinschaftlich leben wir nicht mehr für uns selbst. Und eben dies – und nur dies – ist es, was das Leben weitergibt und das Leben siegen lässt. Unser Sieg über den Tod beginnt schon heute.“

Quelle: catholicnewsagency

FBI hat wiederholt FSSPX-Priester ausspioniert

Am 22. Juli veröffentlichte der Justizausschuss des Repräsentantenhauses einen Bericht, aus dem hervorgeht, dass die FBI-Außenstelle in Richmond, Virginia, im Jahr 2023 einen Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) überwacht hat. Der Bericht wurde von NationalReview.com veröffentlicht.

Der Priester hatte sich geweigert, Fragen des FBI zu einer Person zu beantworten, gegen die ermittelt wurde. Diese Person war gerade dabei, zum Katholizismus zu konvertieren.

Das FBI überwachte den Priester auch dann noch, als er sich auf seine religiöse Verpflichtung zur Wahrung des Seelsorgegeheimnisses berief.

Interne Mitteilungen zeigen auch, dass das FBI versuchte, sich mit der Antiterrorabteilung der Londoner Metropolitan Police abzustimmen, um mehr Informationen über die FSSPX und den Priester zu sammeln.

Diese Enthüllungen sind Teil einer umfassenderen Untersuchung über den Umgang des FBI mit Fällen, in die traditionalistische katholische Gemeinden verwickelt sind.

Das Büro in Richmond war bereits Anfang 2023 in die Kritik geraten, weil es ein Memo verfasst hatte, in dem so genannte ‚radikal-traditionalistische‘ Katholiken als potenzielle extremistische Bedrohung im Inland bezeichnet wurden, das inzwischen zurückgezogen wurde.

Der Vorsitzende des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, Jim Jordan (R-OH), bezeichnete die jüngsten Erkenntnisse als „zutiefst beunruhigend“ und warf dem FBI vor, Amerikaner aufgrund ihres Glaubens ins Visier zu nehmen.

Das FBI lehnte eine Stellungnahme ab.

Vatikan weist Berufung der transalpinen Redemptoristen ab

Lateinisch-tridentinische hl. Messe der transalpinen Redemptoristen

Am 10. August gab die Diözese Christchurch, Neuseeland, bekannt, dass der Vatikan den Einspruch der Sons of the Most Holy Redeemer, auch bekannt als Transalpine Redemptorists, zurückgewiesen hat.

Der Orden zelebriert die Messe im römischen Ritus. Sie hatten gegen die von Bischof Michael Gielen im Juli 2024 erlassenen Richtlinien und Dekrete Einspruch erhoben.

Was geschah im Jahr 2024?

Im Juli 2023 beschuldigten 17 Personen den Orden des geistlichen und psychologischen Missbrauchs und der Durchführung von Exorzismen ohne Erlaubnis der Diözese Christchurch. Der Orden wies die Anschuldigungen zurück.

Im Juli 2024, nach einer apostolischen Visitation und einer Liste von Empfehlungen der vatikanischen Kongregation für die Ordensleute, veröffentlichte Bischof Gielen eine Reihe von strengen Maßnahmen. Er suspendierte die Priester und wies alle Mitglieder des Ordens an, die Diözese zu verlassen.

Im September 2024 betonte die Diözese, dass öffentliche Messen, die von diesen Priestern abgehalten werden, als unerlaubt gelten.

In einer Erklärung, die im November 2024 veröffentlicht wurde, antwortete die Gemeinschaft, dass die Maßnahmen ungerecht seien und dass sie beabsichtige, in Christchurch zu bleiben, während das Verfahren fortgesetzt wird.

Jetzt, da die Berufung abgewiesen wurde, sagt die Diözese, dass die ursprünglichen Maßnahmen in vollem Umfang gelten.

„Die Riten der Kirche können nicht ohne Schaden an den Seelen aufgegeben werden“

Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. beabsichtigt, den hl. Johannes Heinrich Newman zum Kirchenlehrer zu erheben.

Vor vielen Jahren hat ein Priester der Diözese Graz-Seckau, Prof. Dr. Karl Reitbauer (1919-1999), der an der überlieferten Liturgie der Kirche festgehalten hat, auf eine wichtige Aussage Newmans zu den überlieferten Riten der Kirche hingewiesen:

„Auch wenn die Formen (Riten, Zeremonien der Kirche) nicht direkt von Gott kommen, so hat sie doch ein langwährender Gebrauch göttlich gemacht, denn der Geist der Religion hat sie so durchdrungen und erfrischt, dass sie zu zerstören gleichbedeutend ist mit dem Hinauswerfen des religiösen Prinzips selber.

Der Glaube, der in den Riten steckt, wird keine Verpflanzung vertragen.

Die Riten der Kirche können nicht ohne Schaden an den Seelen aufgegeben werden.“ 

(J. H. Newman, Sermon 7. Ceremonies of the Church).

Quelle: FSSPX Distrikt Deutschland

Kardinal Cobo von Madrid lehnt die Einführung einer Sonntagsmesse im römischen Ritus ab

Eine stabile Gruppe von Katholiken aus Madrid hat die Erzdiözese kürzlich um eine Sonntagsmesse im römischen Ritus gebeten.

Die ablehnende Antwort wurde von einem bischöflichen Vikar, Pfarrer Jesús González Alemany, unterzeichnet, berichtet InfoVaticana.com am 23. Juli. Die letzte Verantwortung liegt bei Kardinal José Cobo von Madrid.

Pfarrer Alemany entschuldigte seine Entscheidung mit dem Dokument Traditionis custodes (2021) von Franziskus, das die Gründung neuer Gruppen verbietet.

Er behauptete, das päpstliche Dokument sei durch den Wunsch motiviert, die liturgische Einheit als Ausdruck der kirchlichen Gemeinschaft zu erhalten. Pfarrer Alemany stellt fest, dass die Ausbreitung von Feiern nach dem alten Ritus „den Bruch dieser Gemeinschaft vertieft hat, anstatt die Empfindlichkeiten zu integrieren“.