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Hl. Pater Pio – 08.04.2018

Worte des hl. Pater Pio – 08.04.2018

Die Versuchungen sollen dich nicht bestürzen; sie sind die Prüfung, welche Gott solchen Seelen auferlegt, die Er für stark genug hält, den Kampf auszufechten und sich mit eigener Hand den Glorienkranz zu winden. Bis jetzt verlief dein Leben wie das eines Kindes, nun will der Herr dich als Erwachsenen behandeln. Die Prüfungen im Leben der Erwachsenen sind aber viel schwieriger als die der Kinder, und das ist der Grund, warum du anfangs so verwirrt bist. Aber deine Seele wird ihre Ruhe  wiedergewinnen, und auch du wirst deine Ruhe wiederfinden, es wird nicht mehr lange dauern. Habe noch ein wenig Geduld, alles wird sich für dich zum Besten wenden.  

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

 

08.04.2018 – 2. Sonntag der Osterzeit – Barmherzigkeitssonntag

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
258. Predigt

„Gott sprach: Es werde Licht“ (Gen 1,3)

„Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat“ (Ps 117(118),24). Erinnert euch an den ursprünglichen Zustand der Welt: „Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. […] Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht“ (Gen 1,2-5). „Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat“. Es ist der Tag, von dem der Apostel Paulus sagt: „Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn“ (Eph 5,8). […]

War Thomas nicht ein Mensch, einer der Jünger, sozusagen einer aus der Menge? Seine Brüder sagten ihm: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Er hingegen sagte: „Wenn ich nicht anfasse, wenn ich nicht meine Finger in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ Die Evangelisten bringen dir die Neuigkeit und du glaubst nicht? Die Welt hat geglaubt und ein Jünger hat nicht geglaubt? […] Er war noch nicht angebrochen, dieser Tag, den der HERR gemacht hat; die Finsternis lag noch über dem Abgrund, in den Tiefen des menschlichen Herzens, das finster war. Es soll doch also endlich kommen, der die Morgenröte ist, er, der heilt, soll kommen und voller Geduld, voller Sanftmut und ohne Zorn sagen: „Komm. Komm, berühre sie und glaube. Du hast gesagt: ‚Wenn ich nicht anfasse, wenn ich nicht meinen Finger hineinlege, dann glaube ich nicht.‘ Komm also, berühre, lege deinen Finger hinein und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Ich wusste um deine Verwundungen und habe für dich meine Narbe behalten.“

Indem er seine Hand hineinführt, kann der Jünger seinen Glauben zur Fülle bringen. Aber was ist die Fülle des Glaubens? Nicht zu glauben, dass Christus bloßer Mensch ist. Ebenfalls nicht zu glauben, dass Christus nur Gott ist, sondern zu glauben, dass er Mensch und Gott ist […] Deshalb ruft der Jünger, dem der Herr es ermöglichte, die Glieder seines Leibes und seine Narben zu berühren, aus: „Mein Herr und mein Gott!“ Er hat den Menschen berührt, er hat Gott erkannt. Er hat das Fleisch berührt, er hat sich dem Wort zugewandt, denn „das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Das Wort hat durchlitten, dass sein Fleisch am Holz aufgehängt wurde […]; das Wort hat durchlitten, dass sein Fleisch ins Grab gelegt wurde. Das Wort hat sein Fleisch auferstehen lassen, hat es vor den Augen der Jünger erhoben, war sich nicht zu schade, von ihren Händen berührt zu werden. Sie berühren, sie rufen aus: „Mein Herr und mein Gott!“

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 08.04.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 20,19-31

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. Thomas, genannt Didymus – Zwilling-, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Die Barmherzigkeit Gottes

APOSTOLISCHE PÖNITENTIARIE

DEKRET

Andachtsübungen zu Ehren der Göttlichen Barmherzigkeit
mit Ablässen verbunden

»Großer Gott, dein Erbarmen und deine Güte sind unerschöpflich …« (Gebet nach dem Te deum), und »Großer Gott, du offenbarst deine Macht vor allem im Erbarmen und im Verschonen . . .« (Tagesgebet vom 26. Sonntag im Jahreskreis), singt die Heilige Mutter Kirche in Demut und Treue. Gottes unermeßliche Zuwendung sowohl dem gesamten Menschengeschlecht als auch dem einzelnen Menschen gegenüber leuchtet vor allem dann auf, wenn Sünden und moralische Fehler vom allmächtigen Gott vergeben und die Schuldigen wieder in väterlicher Liebe zur Freundschaft mit ihm zugelassen werden, die sie verdientermaßen verloren hatten.

Die Gläubigen werden dadurch in ihrem Herzinnersten zum Gedächtnis und zur andächtigen Feier der Geheimnisse der göttlichen Vergebung bewogen. Sie erfassen auch sehr gut die hohe Angemessenheit, ja Pflichtschuldigkeit, daß das Volk Gottes die Göttliche Barmherzigkeit durch besondere Gebetstexte lobpreist und daß es gleichzeitig, nachdem es die erforderlichen Werke dankbaren Herzens vollbracht und die notwendigen Bedingungen erfüllt hat, geistlichen Gewinn aus dem Schatz der Kirche ziehen kann. »Das Paschamysterium ist der Gipfelpunkt der Offenbarung und Verwirklichung des Erbarmens, das den Menschen zu rechtfertigen und die Gerechtigkeit wiederherzustellen vermag im Sinne der Heilsordnung, die Gott vom Anbeginn her im Menschen und durch ihn in der Welt wollte« (Enzyklika Dives in Misericordia, 7).

Die Göttliche Barmherzigkeit weiß tatsächlich auch die schwersten Sünden zu vergeben, aber während sie es tut, bewegt sie die Gläubigen dazu, einen übernatürlichen, nicht nur psychologischen Schmerz über die eigenen Sünden zu verspüren, damit die Gläubigen, immer mit Hilfe der göttlichen Gnade, den festen Vorsatz fassen, nicht mehr zu sündigen. Mit einer solchen inneren Haltung erlangt der Gläubige wirklich die Vergebung der Todsünden, wenn er das Bußsakrament fruchtbringend empfängt oder sie in einem Akt vollkommenen Schmerzes und vollkommener Liebe bereut mit dem Vorsatz, baldmöglichst das Bußsakrament zu empfangen. Denn unser Herr Jesus Christus lehrt uns im Gleichnis des verlorenen Sohnes, daß der Sünder sein Elend vor Gott mit den Worten »Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein« (Lk 15, 18–19) bekennen und auch spüren muß, daß es Gottes Werk ist: Er »war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden« (Lk 15, 32).

Unter dem Antrieb der Liebe des Barmherzigen Vaters und mit vorausschauender pastoraler Einfühlsamkeit wollte Papst Johannes Paul II. diese Gebote und Lehren des christlichen Glaubens tief in die Herzen der Gläubigen einsenken. Deshalb hat er den zweiten Sonntag der Osterzeit dazu bestimmt, dieser Gnadengaben mit besonderer Verehrung zu gedenken, und ihn mit der Bezeichnung »Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit« versehen (Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Dekret Misericors et miserator, 5. Mai 2000).

Im Evangelium vom zweiten Sonntag der Osterzeit wird von den Wundertaten erzählt, die unser Herr Jesus Christus nach seiner Auferstehung in der ersten öffentlichen Erscheinung vollbracht hat: »Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert« (Joh 20, 19–23).

Damit die Gläubigen diese Feier mit ganzem Herzen begehen, hat der Papst festgelegt, daß der vorgenannte Sonntag – wie in der Folge noch näher erklärt wird – mit dem vollkommenen Ablaß ausgestattet wird. Das hat den Zweck, daß die Gläubigen das Geschenk des Trostes des Heiligen Geistes in höherem Maß empfangen und so eine wachsende Liebe zu Gott und zum Nächsten entfalten können und, nachdem sie selbst die Vergebung Gottes empfangen haben, ihrerseits angeregt werden, sogleich den Brüdern und Schwestern zu vergeben.

Die Gläubigen werden dann den Geist des Evangeliums vollkommener beobachten, indem sie ihr Innerstes erneuern, entsprechend den Worten und der Einführung des II. Ökumenischen Vatikanischen Konzils: »Die Christen können, eingedenk des Wortes des Herrn: ›Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt‹ (Joh13, 35), nichts sehnlicher wünschen, als den Menschen unserer Zeit immer großherziger und wirksamer zu dienen … Der Vater will, daß wir in allen Menschen Christus als Bruder sehen und lieben in Wort und Tat« (Pastoralkonst. Gaudium et spes, 93).

Mit dem brennenden Wunsch, im christlichen Volk diese Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit auf Grund der von ihr zu erhoffenden reichen geistlichen Früchte zu fördern, hat der Papst in der Audienz am 13. Juni 2002 sich gewürdigt, den unterzeichneten Seiten der Apostolischen Pönitentiarie die Ablässe unter folgenden Bedingungen zu gewähren:

Der vollkommene Ablaß wird unter den gewohnten Bedingungen (Empfang des Bußsakraments, der heiligen Eucharistie und Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters) dem Gläubigen gewährt, der mit reinem, jeder, auch der läßlichen Sünde abgewandtem Herzen am zweiten Sonntag der Osterzeit, das heißt, dem »der Göttlichen Barmherzigkeit«, in einer Kirche oder einem Oratorium an den zu Ehren der Göttlichen Barmherzigkeit durchgeführten Andachtsübungen teilnimmt oder wenigstens vor dem Allerheiligsten Sakrament der Eucharistie – öffentlich ausgesetzt oder im Tabernakel aufbewahrt – das »Vater unser« und das »Credo« betet mit dem Zusatz einer kurzen Anrufung des Barmherzigen Herrn Jesus (z.B. »Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich!«)

Ein Teilablaß wird dem Gläubigen gewährt, wenn er mit reuigem Herzen an den Barmherzigen Herrn Jesus eine der rechtmäßig genehmigten Anrufungen richtet.

Die Seefahrer, die ihre Pflicht im weiten Meer tun; die zahllosen Brüder und Schwestern, die durch das Unheil des Krieges, die politischen Wirrnisse, die Unbarmherzigkeit der Orte und aus anderen Gründen ihre Heimat verlassen haben; die Kranken und ihre Pfleger und alle, die aus berechtigten Gründen nicht außer Haus gehen können oder zugunsten der Gemeinschaft eine unaufschiebbare Tätigkeit ausüben, können den vollkommenen Ablaß am Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit gewinnen, wenn sie unter vollständiger Abkehr von jeder Sünde, wie zuvor gesagt, und mit dem Vorsatz, baldmöglichst die drei gewohnten Bedingungen zu erfüllen, vor dem Bild Unseres Barmherzigen Herrn Jesus das »Vater unser« und das Glaubensbekenntnis beten und eine Anrufung an den Barmherzigen Herrn Jesus hinzufügen (z.B. »Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich«).

Sollte den Gläubigen auch das nicht möglich sein, können an demselben Tag den vollkommenen Ablaß erlangen, die sich in der Absicht und Gesinnung des Herzens geistig mit denen vereinen, die in ordentlicher Weise das für den Ablaß vorgeschriebene Werk erfüllen und dem Barmherzigen Gott ein Gebet und die Leiden, die Krankheit und die Beschwerlichkeiten ihres Lebens aufopfern, wobei auch sie den Vorsatz haben, baldmöglichst die für die Gewinnung des vollkommenen Ablasses vorgeschriebenen drei Bedingungen zu erfüllen.

Die Priester, die den pastoralen Dienst versehen, vor allem die Pfarrer, sollen ihre Gläubigen in der angemessensten Weise von dieser heilsamen Verfügung der Kirche unterrichten; sie sollen selbstlos und hilfsbereit deren Beichte hören und am Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit nach der Feier der heiligen Messe oder der Vesper oder während einer Andacht zu Ehren der Göttlichen Barmherzigkeit die vorgenannten Gebete mit der dem Ritus entsprechenden Würde leiten; sie sollen, gemäß dem Wort des Herrn: »Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden« (Mt 5, 7), die Gläubigen in der Katechese behutsam dazu drängen, so häufig wie möglich Werke der Barmherzigkeit zu tun und dem Beispiel und Auftrag Jesu Christi folgen, wie es in der zweiten allgemeinen Gewährung des Enchiridion Indulgentiarum angegeben ist.

Das vorliegende Dekret bleibt immer in Kraft, ungeachtet jeglicher gegenteilig lautenden Vorschrift.

Rom, beim Sitz der Apostolischen Pönitentiarie, am 29. Juni 2002, am Hochfest der hll. Apostel Petrus und Paulus 2002.

LUIGI DE MAGISTRIS
Titularerzbischof von Nova
Pro-Großpönitentiar

GIANFRANCO GIROTTI, O. F. M. Conv.
Regent

Quelle: vatican.va & POSchenker Bild: Screens.

Hl. Pater Pio – 07.04.2018

Worte des hl. Pater Pio – 07.04.2018

Höre auf, dir unnötig Sorgen zu machen. Denke daran, dass Wunsch und Gefühl allein noch keine Schuld bedeuten, sondern erst die Zustimmung zu diesen Gefühlen. Nur der freie Wille ist fähig, Gutes oder Böses zu tun. Wenn nun der Wille unter den Verlockungen des Versuchers ächzt und stöhnt und das, was ihm gezeigt wird, ablehnt, dann ist da nicht nur keine Schuld dabei, sondern es ist im Gegenteil eine Tugend.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

07.04.2018 – Samstag der Osteroktav

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Romanos Melodos (?-um 560), Hymnendichter
Hymnus „Die Sendung der Apostel“, 13ff.

„Verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!“

Ein für alle Mal sage ich zu meinen Heiligen: „Geht hinaus in die ganze Welt, zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern. Denn mir ist von meinem Vater alles übergeben worden“ (vgl. Mt 11,27; 28,18-19), der Himmel und die Erde, deren Gebieter ich schon war, ehe ich Fleisch angenommen habe. Jetzt habe ich meine Herrschaft über das ganze Universum angetreten und in euch habe ich einen heiligen Ministerrat, ich, der allein die Herzen bis auf den Grund kennt.

„Geht zu allen Nationen. Sät auf der Erde das Korn der Reue, besprengt es mit eurer Lehre.“ Als die Apostel diese Worte hörten, schauten sie einander an und schüttelten die Köpfe: „Woher sollten wir denn Stimme und Sprache haben, um alle anzusprechen? Wer gibt uns denn die Kraft, mit den Völkern und Nationen, so wie du es befohlen hast, zu kämpfen? Uns fehlt es doch an Wissen und Bildung, wir sind einfache Fischer – und nur du kennst die Herzen bis auf den Grund!“

„Ängstigt euch nicht mehr in euren Herzen! Der Feind soll euren Geist nicht verwirren. Denkt nicht mehr wie die kleinen Kinder […] Ich will nicht durch Stärke siegen, ich erringe den Sieg durch die Schwachen. Ich suche mir nicht die Philosophen aus: ich habe ‚das Törichte in der Welt‘ gewählt (vgl. 1 Kor 1,27), ich, der allein die Herzen bis auf den Grund kennt.“

„Geht also zu allen Geschöpfen. Begießt mit eurer Lehre das Saatkorn der Reue, das ihr ausgesät habt. Achtet darauf, dass euch alle reuigen Seelen ins Netz gehen. Wie ihr wisst, finde ich Gefallen an denen, die zu mir zurückkehren. Wenn doch jener, der mich verraten hat, zu mir zurückgekommen wäre, nachdem er mich verkauft hat! Ich hätte seine Sünde ausgelöscht, ihn euch zugesellt, ich, der allein die Herzen bis auf den Grund kennt […]“

„Sagt, dass ich Gott bin und dass ich, den man nicht in Worte fassen kann, wie ein Sklave wurde (Phil 2,7). Zeigt auf, wie ich die Wunden des Fleisches zu meinen Wunden gemacht habe […] Verurteilt und begraben, habe ich die Unterwelt ausgeplündert; denn ich bin Herr […]“ Gestärkt durch diese Worte, sagten die Apostel zum Schöpfer: „Du bist der Gott, der vor der Zeit war, und du wirst kein Ende haben […] Wir werden dich verkünden, wie du es befohlen hast. Geh mit uns, verteidige uns, der du allein die Herzen bis auf den Grund kennst.“

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 07.04.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 16,9-15

Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.
Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammengewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.
Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen, und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Sex im Vatikan

Sex im Vatikan: Callboy outet 40 katholische Priester

Erschütternder Sex-Skandal:

Dieser Sex-Skandal hat es wirklich in sich! Ein Callboy aus Italien packte nun aus und outete rund 40 Priester und hochrangige Geistliche. Francesco Mangiacapra hatte viele Priester und hochrangige Geistliche als Kunden. Irgendwann reichte es ihm und er ging damit an die Öffentlichkeit. „Nicht, um die Kirche in den Schlamm zu ziehen, sondern um diejenigen zu beseitigen, die der Kirche schaden“, erklärte er gegenüber „Blick“. Der 30-Jährige schrieb nicht nur ein Buch über seine Kunden, sondern übergab dem Bistum von Neapel rund 1200 Screenshots von Chatverläufen und pikanten Fotos. Die Nachrichten, die inzwischen an den Vatikan weitergeleitet wurden, sollen Sätze wie „Ich möchte dich einen Tag lang als Sklaven halten“ enthalten.

Hl. Pater Pio – 06.04.2018

Worte des hl. Pater Pio – 06.04.2018

Strengt euch nicht an, eure Versuchungen zu bezwingen, denn das würde sie nur noch stärker machen; verachtet sie einfach und haltet euch nicht länger damit auf. Stellt euch Jesus Christus den Gekreuzigten in euren Armen und an eurer Brust liegend vor und sagt euch immer wieder, indem ihr Seine durchbohrte Seite küsst: Dies ist meine Hoffnung, dies ist die lebendige Quelle meines Glücks! Mein Jesus, ich halte Dich fest und werde Dich nicht eher loslassen, als bis Du mich an einen sicheren Ort gebracht hast.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

06.04.2018 – Freitag der Osteroktav

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England
PPS vol. 8, Nr. 2

„Es ist der Herr!“

Wir tun uns schwer, die große und erhabene Wahrheit zu begreifen, dass Christus immer noch in gewisser Weise mit uns unterwegs ist, und dass er mit seiner Hand, mit seinem Blick oder seiner Stimme Zeichen gibt, ihm zu folgen. Wir begreifen nicht, dass dieser Ruf Christi etwas ist, das sich jeden Tag ereignet, heute genauso wie damals. Wir sind der Ansicht, dass dies zwar auf die Zeit der Apostel zutrifft, doch nicht mehr für uns heutzutage, und so bemühen wir uns nicht darum, hellhörig zu sein für diesen Ruf. Wir haben keinen Blick mehr dafür, den Meister zu wahrzunehmen – und unterscheiden uns dadurch diametral von dem Jünger, den Jesus liebte, der Christus auch dann erkannte, als die anderen ihn nicht wahrnahmen. Doch er war wirklich anwesend, und stand am Ufer, damals, nach seiner Auferstehung, als er befahl, die Netze auszuwerfen; damals sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: „Es ist der Herr!“

Was ich damit sagen will ist, dass gläubige Menschen ab und zu Wahrheiten begegnen, die sie vorher noch nicht wahrgenommen hatten, und die ihrer Aufmerksamkeit bislang entgangen waren. Urplötzlich aber stehen diese vor ihnen wie ein unmissverständlicher Anspruch. Dabei handelt es sich um Wahrheiten, die uns in die Pflicht nehmen, die zu Geboten werden, die Gehorsam verlangen. Auf diese und andere Weisen ruft uns Christus heute. In diesem Vorgang ist nichts Geheimnisvolles oder Außergewöhnliches. Er [Christus] wirkt mittels unserer natürlichen Fähigkeiten und nach Maßgabe unserer eigenen Lebensumstände.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé