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Hl. Pater Pio – 10.03.2018

Worte des hl. Pater Pio – 10.03.2018

Manchmal lässt der Herr dich spüren, wie schwer das Kreuz ist. Seine Last erscheint dir unerträglich, aber du trägst es, denn der Herr reicht dir in Seiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit die Hand und schenkt dir Kraft.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

10.03.2018 – Samstag der 3. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Bonaventura (1221-1274) Franziskaner, Kirchenlehrer
Die Leitung der Seele

Tränen und Sehnsucht

O Seele, die du deine Sünden beweinst, fürchte dich vor dem göttlichen Urteil, es ist abgrundtief. Fürchte dich, sag ich dir, fürchte dich davor zutiefst, Gott immer noch zu missfallen, auch wenn du schon ein wenig Reue empfindest. Und fürchte dich auch dann noch mehr davor, Gott von neuem zu kränken. Fürchte dich außerdem noch davor, von Gott endgültig getrennt zu werden, niemals mehr Licht sehen zu können, immer im Feuer zu brennen, unaufhörlich vom Wurm zerfressen zu werden. Hab vor alledem Angst, wenn eine echte Reue es dir nicht ermöglicht, am Ende doch noch in Gnade zu sterben, und stimme an mit dem Propheten: „Der Schrecken vor dir lässt mein Fleisch erschauern und deine Entscheide fürchte ich“ (Ps 119(118),120).

Und trotzdem: strebe nach den göttlichen Gaben. Erhebe dich durch das göttliche Feuer zu Gott, der dich in der Sünde so geduldig ertragen hat, so langmütig auf dich gewartet hat, dich so barmherzig in die Reue geführt hat; erhebe dich durch die Vergebung, die Eingießung der Gnade und die Verheißung der himmlischen Krone. Er erwartet von dir nur „das Schlachtopfer eines zerknirschten Geistes, eines zerbrochenen und zerschlagenen Herzens“ (vgl. Ps 51(50),19); oder vielmehr erwartet er, dass du es von ihm selbst empfängst, um es ihm durch eine bittere Reue, durch eine aufrichtige Beichte und eine angemessene Buße darzureichen.

Wünsche dir inständig, dass Gott dir seine Liebe durch eine reiche Ausgießung des Heiligen Geistes beweist. Wünsche dir noch inniger, dass du ihm gleichgestaltet wirst, durch eine getreue Nachfolge des gekreuzigten Jesus. Vor allem aber sehne dich danach, Gott selbst zu erkennen durch die klare Schau des himmlischen Vaters, damit du in aller Wahrhaftigkeit mit dem Propheten singen kannst: „Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht?“ (Ps 42(41),3).

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 10.03.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 18,9-14

In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

09.03.2018 – Freitag der 3. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Franz von Sales (1567-1622), Bischof von Genf und Kirchenlehrer
Die Liebe zu den Geschöpfen – Geistliche Gespräche. Band 2, Eichstätt 2002, S. 116f.

Die wahre Liebe

Manche Liebe erscheint in den Augen der Menschen groß und herrlich, die in den Augen Gottes nichtig und wertlos ist, und zwar deshalb, weil solche Freundschaften nicht auf der echten Liebe, auf Gott, gegründet sind (Joh 4,8f.), sondern auf gewissen natürlichen Bindungen und Neigungen beruhen oder auf Eigenschaften, die den Menschen lobenswert und angenehm erscheinen.

Dagegen gibt es wieder Freundschaften, die bei Weltmenschen für gering und gehaltlos gelten, vor Gott aber gehaltvoll und wertvoll sind, weil Gott ihr Inhalt und Ziel ist und kein persönliches Interesse dabei im Plan ist. Jede Liebestat gegen Menschen, die man so uneigennützig liebt, ist unendlich wertvoller, da ja alles allein nur für Gott getan wird. Beruht aber die Liebe auf einer natürlichen Zuneigung, so sind alle Dienstleistungen und Aufmerksamkeiten viel weniger wert, weil sie uns Freude und Befriedigung bereiten und daher mehr aus diesem Antrieb denn aus wahrer Liebe zu Gott erwiesen werden.

Die rein natürlichen Freundschaften haben auch deshalb geringeren Wert, weil sie nicht von Dauer sind. Aus nichtssagenden Gründen angeknüpft, lockern sie sich, sobald es eine Probe zu bestehen gilt, und gehen in die Brüche. Eine Freundschaft aber, die aus Liebe zu Gott gepflegt wird, bewährt sich, weil eben Gott ihr festes und unveränderliches Fundament ist. […]

Selbst Freundschaften und Zeichen der Liebe, die wir gegen alle Lust für Menschen aufbringen, die uns unsympathisch sind, haben mehr Wert und gefallen Gott besser als alles, was wir aus sinnlicher Zuneigung tun. Ein solches Verhalten ist nicht doppelzüngig und nicht unwahr, denn nur die niedere Seele fühlt das Widerstreben, und diese Akte der Liebe werden von der Seele auf Grund der Vernunft, ihrer vornehmsten Kraft, gesetzt.

Wenn also der Mensch, mit dem ich recht herzlich bin, z. B. wüsste, dass ich mit ihm so bin, weil er mir unsympathisch ist, so bräuchte er das nicht übel zu nehmen, er möge es vielmehr schätzen und Beweisen natürlicher Zuneigung vorziehen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 09.03.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 12,28b-34

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Hl. Pater Pio – 08.03.2018

Worte des hl. Pater Pio – 08.03.2018

Ich kann gut verstehen, meine liebe Tochter, dass dein Kreuzweg immer schmerzvoller für dich wird. Denke jedoch daran, dass Jesus auf dem Kalvarienberg unser aller Heil gewirkt hat und dass es dort ist, wo sich die Rettung der erlösten Seelen vollziehen muss.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

08.03.2018 – Donnerstag der 3. Fastenwoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe
Homilien zum Buch Josua, Nr. 15

„Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut“

Im Krieg gegen die Moabiter und die Ammoniter erschlug Josua [der den gleichen Namen trägt wie Jesus] alle ihre Könige mit dem scharfen Schwert (Jos 11,12). Wir standen alle unter der Herrschaft der Sünde (Röm 6,12); wir standen alle unter der Herrschaft der bösen Begierden […] Einem jeden von uns wohnte ein König inne, der ihm eigen war und der ihn ganz und gar beherrschte. In dem einen, zum Beispiel, führte der Geiz das Zepter, in einem anderen der Stolz, wieder in einem anderen die Lüge; einer war von fleischlichen Lüsten beherrscht, wieder ein Anderer war dem Zorn unterworfen […] Bevor wir zum Glauben kamen, hatte also in jedem von uns die Sünde ihre Herrschaft aufgerichtet.

Als aber Jesus kam, hat er die Könige allesamt getötet, die in uns ihr Reich der Sünde aufgebaut hatten; er hat uns gelehrt, sie alle zu töten und keinen entkommen zu lassen. Wenn man nur einen am Leben lässt, kann man nicht zur Armee Jesu gehören […] Denn Jesus, der Herr, hat uns von jeder Art von Sünde befreit; er hat sie alle vernichtet. Denn „wir waren früher unverständig und ungehorsam, dem Irrtum verfallen, Sklaven aller möglichen Begierden und Leidenschaften, lebten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten einander“ (Tit 3,3), waren mit allen möglichen Sünden behaftet, die Menschen haben können, bevor sie zum Glauben kommen. Mit Recht kann man sagen, dass Jesus alle Sünden besiegte, die sich ihm entgegenstellten. Denn es gibt keine Sünde, die so groß ist, dass Jesus sie nicht besiegen könnte; er, der das Wort und „die Weisheit Gottes“ (vgl. 1 Kor 1,24) ist. Er triumphiert über alles, besiegt alles.

In der Taufe wird jede Art von Sünde ausgelöscht: glauben wir das denn nicht? Der Apostel Paulus bekräftigt das im ersten Brief an die Korinther, wo er zuerst alle Arten von Sünde aufzählt, um dann abschließend zu sagen: „So wart ihr früher. Aber ihr seid reingewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden im Namen Jesu Christi, des Herrn“ (vgl. 1 Kor 6,11).

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner