Archiv der Kategorie: Allgemein

Gefeiert am 18. April

Hl. Wikterp – Bischof von Augsburg

* Anfang des 8. Jahrhunderts in Epfach bei Landsberg in Bayern
† 18. April 771 in Epfach bei Landsberg in Bayern

Wikterp war der erste geschichtlich gesicherte Bischof von Augsburg, erwähnt erstmals in einem Schreiben von Papst Gregor III. an die Bischöfe in Alemannien und Bayern im Jahr 738. Wikterp machte sich verdient um die Glaubensverkündigung im Allgäu, unterstützte Magnus und seinen Nachfolger im Bischofsamt, Tozzo, weihte die Kirche in Füssen und gilt als Mitbegründer der Städte Kempten, Wessobrunn und Ellwangen.

 

Hl. Ursmar von Lobbes – Bischof und Abt in Lobbes

* um 645 in Floyon im Département Nord in Frankreich
† 18. April (?) 713 in Lobbes in Belgien

Ursmar wurde im Kloster erzogen und wirkte dann als Glaubensbote im Norden von Frankreich und in Flandern. Wohl 689 wurde er zum Abtbischof in Lobbes ernannt, möglicherweise durch Pippin den Mitleren. Hier führte er die Benediktinerregel ein und wirkte als Bauherr: der Bau der Klosterkirche, die 697 geweiht wurde, und der Kirche Notre-Dame auf einem Hügel oberhalb des Klosters – der später nach ihm benannten Kollegiatkirche St-Ursmer – geht auf ihn zurück. Er wird als strenger Asket, eifriger Missionar und Wundertäter geschildert. Auch die Gründung weiterer Klöster und die Verbindungen zum Kloster Maubeuge seien Ursmars Wirken zu verdanken. Um 711 trat er zugunsten seines Schülers Ermin von seinem Amt zurück.

Ursmar wurde in der von ihm erbauten und später nach ihm benannten Kirche St-Ursmer bestattet. 823 wurden seine Gebeine erhoben, 1408 nach Binche im Hennegau überführt, 1794 in der französischen Revolution verbrannt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

18.04.2019 – Gründonnerstag

Hl. Johannes Klimakos (um 575-um 650) Mönch auf dem Sinai

Die Liebe oder der Name Gottes

Gott ist Liebe. Wer Ihn hingegen Definitionen unterwerfen will, der zählt mit Blindheit geschlagen Sandkörner auf dem Boden des Ozeans. Der Beschaffenheit nach ist die Liebe die Ähnlichkeit mit Gott, soweit es Sterblichen möglich ist, ihrer Wirkung nach hingegen die Trunkenheit der Seele und ihrer Eigenschaft nach wiederum eine Quelle des Glaubens, ein Abgrund an Langmut, ein Meer von Demut. Die Liebe ist hauptsächlich das Ablegen jedes entgegengesetzten Willens, falls die Liebe wirklich „an nichts Böses denkt“ (vgl. 1 Kor 13,5). Die Liebe, die Leidenschaftslosigkeit und die Annahme an Sohnes statt, unterscheiden sich allein in der Namensgebung. So wie Licht, Feuer und Flamme zu einer Wirkung zusammenlaufen, so musst du es auch bei diesen verstehen. […] Wer vollständig seine Sinne mit Gott vereinte, wird in Seine Wahrheiten von Ihm selbst eingeweiht. Solange diese nämlich nicht mit Ihm verbunden sind, ist es schwierig über Gott zu sprechen. Wenn das Angesicht eines Geliebten ausreicht, uns völlig zu verändern und uns heiter, freundlich und unbekümmert zu stimmen, was vermag dann erst das Angesicht des Herrn auszurichten, sobald es unsichtbar in eine reine Seele kommt?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 18.04.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 13,1-15

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt, und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn zu verraten und auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr, und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 17. April

Max Joseph Metzger – Katholischer Priester

* 3. Februar 1887 in Schopfheim in Baden-Württemberg
† 17. April 1944 in Brandenburg an der Havel in Brandenburg

Max Joseph war im ersten Weltkrieg Divisionspriester und dabei Pazifist geworden. Er gründete danach die Bruderschaft „Una Sancta“ und den „Friedensbund Deutscher Katholiken“ sowie die „Christkönigsgesellschaft vom Weißen Kreuz“. Ein von ihm verfasstes Friedensmemorandum fiel in die Hände der Geheimen Staatspolizei der Nationalsozialisten, führte zu seiner Verhaftung und schließlich nach einem Prozess wegen „Hochverrat und Feindbegünstigung“ zum Tod durch das Fallbeil.

 

Hl. Eberhard – Propst in Obermarchtal

* 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts in Schwaben
† 17. April 1183 in Obermarchtal in Baden-Württemberg

Eberhard, Edler von Wolfeck, war Prämonstratensermönch im Stift von Rot bei Memmingen und wurde Propst in Obermarchtal.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

17.04.2019 – Mittwoch der Karwoche

Seliger Kardinal John Henry Newman (1801-1890)

„Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten“

Als Jesus von seiner Mutter wegging, wählte er sich andere menschliche Freunde – die zwölf Apostel –, so als verlangte ihn danach, jemandem seine Zuneigung schenken zu können. Er wählte sie dazu aus, wie er sagt, „nicht Knechte, sondern Freunde zu sein“ (vgl. Joh 15,15). Er machte sie zu seinen Vertrauten. Er sagte ihnen Dinge, die er anderen nicht sagte. Es war sein Wille, sie zu bevorzugen, nein, sie zu verwöhnen, so wie ein Vater sich seinen Lieblingskindern gegenüber verhält. Er machte sie durch die Dinge, die er ihnen sagte, gesegneter als Könige und Propheten und weise Männer. Er nannte sie „seine Kinder“ (vgl. Joh 13,33) und zog sie für den Empfang seiner Geschenke „den Weisen und Klugen“ (vgl. Mt 11,25) vor. Er jubelte, als er sie seligpries, dass sie in all seinen Prüfungen bei ihm ausgeharrt hätten (vgl. Lk 22,28). Und wie in Dankbarkeit kündete er an, dass sie auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten würden (vgl. Lk 22,30). Er fand Trost in ihrer Zuneigung, als seine große Prüfung sich näherte. Er versammelte sie beim Letzten Abendmahl um sich, als wenn sie ihm Halt geben könnten. „Mit Sehnsucht“, sagt er, „habe ich danach verlangt, dieses Paschamahl mit euch zu essen, bevor ich leide“ (vgl. Lk 22,15). Es bestand also ein gegenseitiger Austausch der Güter und eine innige Zuneigung zwischen ihnen. Es war jedoch sein anbetungswürdiger Wille, dass auch sie ihn verlassen und er sich selbst überlassen bliebe. Einer verriet ihn, ein anderer verleugnete ihn, die übrigen liefen von ihm weg und ließen ihn in den Händen seiner Feinde zurück […] Er trat also die Kelter allein. Er, der allmächtig war und selig und der seine eigene Seele mit der vollen Herrlichkeit der Schau seiner göttlichen Natur erfüllte, wollte dennoch diese Seele allen Schwächen unterwerfen, die von [der menschlichen] Natur aus zu ihr gehören. Und wie er sowohl die Freude über die Zuneigung als auch die Trostlosigkeit unter der Abwesenheit menschlicher Freunde ertrug, so konnte er – und tat es, da es ihm gefiel – dem Licht der Gegenwart Gottes entsagen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 17.04.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 26,14-25

In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern. Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern. Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern. Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 16. April

Hl. Bernadette Soubirous – Seherin und Nonne

* 7. Januar 1844 in Lourdes in Frankreich
† 16. April 1879 in Nevers-sur-Loire in Frankreich

Bernadette, ältestes von sechs Kindern, war Tochter eines armen Müllers, aufgewachsen in einer alten, dunklen und feuchten Mühle und später in einem ausgedienten Gefängnis, wo sie sich vermutlich das Asthmaleiden zuzog, das sie ihr Leben lang plagte.
Nicht lange nach ihrem 14. Geburtstag hatte Bernadette beim Holzsammeln im Wald zum erstenmal die Vision, die sich im folgenden halben Jahr noch 17 Mal wiederholen sollte: Ihr erschein in der Grotte Massabielle eine weibliche Gestalt von großer Schönheit in einer goldschimmernden Wolke. Die „Dame“, wie Bernadette sie bewundernd-ehrfurchtsvoll nannte, die sich später als die Jungfrau Maria zu erkennen gab, forderte Bernadette zum Bau einer Kirche an der Grotte und zur Abhaltung von Prozessionen zu diesem Ort auf. In einer zweiten Erscheinung 14 Tage später forderte die „Dame“ Bernadette zum Trinken aus der Quelle auf. Es war aber keine Quelle zu sehen, nur etwas Schlamm; als Bernadette den Schlamm wegkratzte und etwas von dem schlammigen Wasser trank, entsprang an der Stelle eine Quelle mit klarem Wasser. Maria offenbarte ihr die Heilkraft der Quelle. Ein erblindeter Mann erhielt tatsächlich sein Augenlicht wieder. Die Nachricht von der Heilkraft des Wassers verbreitete sich rasch. Am 16. Juli 1858 erlebte Bernadette die letzte Erscheinung, im selben Jahr gab es das erste anerkannten Heilungswunder: Catherine Latapie Chourat tauchte ihren gelähmten Arm in die Quelle und zog ihn geheilt wieder heraus.

Schon 1862  bestätigte die katholische Kirche die Echtheit der Visionen, Lourdes entwickelte sich rasch zu einem Wallfahrtsort. Bernadette hatte Misstrauen, Unverständnis und Anfeindungen, und zudem schwere Krankheiten zu ertragen. Die Presse nannte sie eine hysterische Person, zweifelte an ihrer Glaubwürdigkeit. Um sich vor Neugier, Belästigungen und Aufdringlichkeiten zu schützen, verließ Bernadette 1866 ihre Heimat und schloss sich den Barmherzigen Schwestern in Nevers an; 1867 legte sie ihre Ordensgelübde ab und erhielt den Ordensnamen Marie Bernard. Auch im Kloster wurde sie immer wieder gedemütigt und erniedrigt, doch alle Enttäuschungen konnten sie nicht von der Liebe zu jener „Dame“ abbringen. Einer ihrer Mitschwester stellte Bernadette die Frage: „Was tut man mit einem Besen?“ „Man kehrt mit ihm.“ „Und anschließend?“ „Man stellt ihn hinter die Tür in die Ecke.“ „Eben! Das ist meine Geschichte. Maria hat mich benutzt und nun in die Ecke gestellt. Das ist mein Platz.“ Im Kloster durfte über ihre Vergangenheit nicht gesprochen werden.

1879 starb Bernadette, erschöpft und von der Krankheit ausgezehrt. Ihr Leib, aufgebahrt im Glasschrein des Klosters in Nevers, blieb unverwest.

Lourdes wurde zum berühmtesten Marien-Wallfahrtsort der Welt, Hunderrttausende suchen hier Heilung. Dokumentiert sind bislang über 6.000 medizinisch auffällige Heilungen, 2.000 davon von Ärzten als unerklärlich eingestuft, 66 hat die katholische Kirche nach eingehender Prüfung als Wunderheilungen anerkannt.

 

Hl. Benedikt Josef Labre – Pilger und Mystiker

* 26. März 1748 in Amettes in Norden von Frankreich
† 16. April 1783 in Rom

Benoit-Joseph, aus vornehmer Familie stammend, sollte Priester werden. Aber der Knabe war ein schlechter Schüler, die Ausbildung zum Priester schien unerreichbar. So wollte er sich im Alter von 18 Jahren den Kartäusern in Neuville anschließen, wurde aber abgewiesen; im Alter von 21 Jahren wurde er schließlich in der Zisterzienserabtei von Sept-Fonts aufgenommen. Weil er krank wurde, erlangte er aber auch hier nicht die Weihe. Bei den Trappisten wurde er dann doch in die Gemeinschaft aufgenommen, aber alsbald stellten sich unerklärliche Ängste ein und er floh aus dem Kloster.
Nach seiner Genesung machte Benoit-Joseph sich 1770 auf zur Wallfahrt nach Rom, von unterwegs schrieb er seinen Eltern einen Brief und teilte ihnen mit, er habe nun seine Bestimmung gefunden. Völlig bedürfnislos, auch Almosen ablehnend, pilgerte er sieben Jahre lang durch Europa und besuchte die wichtigsten Stätten des Christentums, weitere sechs Jahre lebte er in äußerster Selbstverleugnung in Rom. Visionen und mystische Gnadenbeweise wurden dem in völliger Armut Lebenden reichlich zuteil. Der Ruf seines offenbar ganz besonders inspirierten Lebens verbreitete sich, bis er auf den Stufen der Kirche Santa Maria dei Monti in Rom entkräftet zusammenbrach und starb.
Bei der Beisetzung des armen Bettlers in dieser Kirche drängten sich die Gläubigen wie sonst kaum. Allein aus den folgenden drei Monaten sind 136 durch Benoit-Joseph vollbrachte Heilungswunder verifiziert worden. In Rom ist er einer der volkstümlichsten Heiligen. In Frankreich besteht seit 1882 eine Vereinigung von christlichen Schulbrüdern, die seinen Namen trägt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

16.04.2019 – Dienstag der Karwoche

Hl. Romanos Melodos († um 560) Hymnendichter

Die Verleugnung des Petrus

Guter Hirte, der du dein Leben hingegeben hast für deine Schafe (vgl. Joh 10,11), komm schnell, du Heiliger, und rette deine Herde […] Nach dem Mahl sagte Jesus: „Meine Kinder, meine lieben Jünger, in dieser Nacht werdet ihr mich alle verleugnen und fliehen“ (vgl. Joh 16,32). Und da sie alle zutiefst betroffen waren, rief Petrus aus: „Selbst wenn dich alle verleugnen, ich verleugne dich nicht! Ich bleibe bei dir. Mit dir werde ich sterben und dir zurufen: ‚Komm schnell, du Heiliger, und rette deine Herde!‘ Was sagst du da, Meister? Ich, und dich verleugnen? Ich, und dich im Stich lassen und fliehen? Und dein Ruf, der an mich erging, die Ehre, die du mir erwiesen hast –, ich sollte mich nicht mehr daran erinnern? Ich erinnere, wie du mir die Füße gewaschen hast –, und du sagst: ‚Du wirst mich verleugnen‘? Ich sehe dich wieder vor mir, wie du mit einer Wasserschüssel auf mich zukommst, du, der du die Erde hältst und den Himmel trägst. Die Hände, von denen ich geformt wurde, haben gerade meine Füße gewaschen –, und du behauptest, dass ich fallen werde und dass ich dir nicht mehr zurufen werde: ‚Komm schnell, du Heiliger, und rette deine Herde‘“? […] Daraufhin antwortete des Menschen Schöpfer dem Petrus: „Was sagst du da, Petrus, mein Freund? Du wirst mich nicht verleugnen? Du wirst nicht von mir weglaufen? Du wirst mich nicht abweisen? – Das möchte auch ich, aber dein Glaube ist schwankend und du hältst in der Versuchung nicht stand. Weißt du noch, wie du fast ertrunken wärest, wenn ich dir nicht die Hand gereicht hätte? Denn du bist wirklich gut auf dem Wasser gegangen, so wie ich selbst; aber dann wurdest du unsicher und ganz schnell bist du gesunken (vgl. Mt 14,28–32). Da kam ich dir zu Hilfe, da du schriest: ‚Komm schnell, du Heiliger, und rette deine Herde!‘ Und jetzt sage ich dir: noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verraten. Während dein Geist von allen Seiten geschlagen und wie von Meereswogen überwältigt wird, wirst du mich dreimal verleugnen. Du, der du damals geschrien hast und nun weinen wirst, du wirst mich dann nicht mehr finden, wie beim ersten Mal, um dir die Hand zu reichen. Ich werde sie selber brauchen, um einen Vergebungsbrief zugunsten aller Nachkommen Adams zu schreiben. Aus diesem meinen Fleisch werde ich einen Bogen Papier machen und Tinte aus meinem Blut, um darauf das Geschenk einzutragen, was ich unermüdlich austeilen werde an jene, die rufen: ‚Komm schnell, du Heiliger, und rette deine Herde!‘“

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 16.04.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 13,21-33.36-38

In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten. Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte. Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte. Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche. Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?
Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald! Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte.
Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht. Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.
Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen. Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.
Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

15.04.2019 – Worte von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ

Von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ , Herz Jesu Franziskaner

„Als Kinder Gottes sollten wir nicht vergessen, dass der Gottmensch JESUS inmitten modernistischer Angriffe und widriger Umstände immer die Liebe seines Heiligsten Herzens über uns ausgießt. Wir sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren und sagen:“

„Mit jedem Herzschlag möchte ich Dir mein JESUS sagen – ich liebe Dich.“

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